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  • Das Café am Rande der Welt: John Strelecky im Gespräch
    »Omnipräsenz des Selbstfindungsexperten« titelt das Branchenmagazin Buchreport beim Rückblick auf die Bestseller des vergangenen Jahres 2019. Das meistverkaufte Taschenbuch im Bereich Sachbuch ist wieder einmal wie in den Jahren davor »Das Café am Rande der Welt«. Platz 5 des Jahresrankings belegt der Nachfolger »Wiedersehen im Café am Rande der Welt« und auf Platz 7 ist die erst 2019 erschienene dritte Folge »Auszeit im Café am Rande der Welt« zu finden. Und nicht zu vergessen: John Streleckys Titel »The Big Five For Life« belegt Platz 3 der Bestsellerliste.
    Es gibt derzeit keinen erfolgreicheren Autor als den 1969 in Chicago geborenen US-Amerikaner. Und dabei erschien »Das Café am Rand der Welt« in Deutschland bereits im Jahre 2006 bei dtv.
    Im Gespräch erzählt der stets Hut tragenden John Strelecky, dass er das Büchlein in nur drei Wochen aufs Papier gebracht habe. Die Idee selbst kam ihm während einer Weltreise, als er selbst sein Leben ändern wollte.
    Tatsächlich bewegen sich die Bücher um das »Café am Rande der Welt« auf der Schnittstelle zwischen Belletristik und Sachbuch. Erzählt wird eine Geschichte, doch im Grunde geht es um Lebenshilfe und um die zeitlos aktuelle Frage »Warum bin ich hier?«
    Strelecky hat die Antwort auf diese Frage mit einem ganz speziellen Ort verknüpft, dem »Why-Café«, wie das Buch im Original betitelt ist. Ein Autofahrer, der sich nachts mit fast leerem Tank verirrt hat, bekommt vom freundlichen Personal und anderen Gästen das Leben erklärt.
    Dass der Titel mittlerweile zudem in über 40 Sprachen übersetzt wurde, mag daran liegen, dass der Autor auf diese Frage keine transzendente oder esoterische Antwort gibt, sondern dass der Schlüssel zu einem zufriedenen Leben darin liege, dass man für sich selbst seinen »Zweck der Existenz« finde. Wenn das gelinge, so führe man ein erfülltes Leben.
    Auch diese Erkenntnis ist nicht neu und originell und dennoch liefert John Strelecky mit seiner simplen Café-Metapher offenbar genau die richtige Portion Selbsterkenntnis, die Leserinnen und Leser begeistert.
    Zunächst hat Strelecky sein erstes Buch ohne Verlag veröffentlicht. Ist also »Das Café am Rande der Welt« auch eine Erfolgsgeschichte des Self-Publishing? Der von Verlagen verkannte Weltbestseller? Strelecky erzählt im Interview, dass es keinesfalls so gewesen sei, dass seinerzeit niemand an dem Buch Interesse hatte. Stattdessen war es so, dass er gar keinen Verlag wollte, weil ihm der Prozess der Veröffentlichung dort einfach zu langsam war. Er wollte sein Buch schnell auf den Markt bringen und so war der Eigenverlag der beste Weg, auch wenn sich sehr rasch ein Verlag fand, der den Titel ins Programm nahm.
    Ist es das, was Strelecky auch anderen Autorinnen und Autoren empfiehlt? Einfach drauflosschreiben? Ja, denn der Schlüssel zum Autorsein sei nun einmal das Schreiben und man solle erst einmal loslegen und sich nicht sofort wieder ans Überarbeiten machen und sich nicht in Zweifeln verfangen. »Write first, edit later«, ist Streleckys wichtigste Empfehlung.
    Er selbst sei immer wieder überrascht und begeistert von dem, was ihm die Menschen erzählen und was seine Bücher für sie bedeuten.
    Und warum trägt John Strelecky stets einen Hut, sodass man den Eindruck hat, er käme gerade von einer Safari zurück? Der Hut, so Strelecky, sei sein Abenteurerhut, den er immer trage, wenn er auf Abenteuerreise sei. Und dass kann sogar auf der Frankfurter Buchmesse sein.
    Hören Sie im Podcast des literaturcafe.de oder über den Player unten das ausführliche Gespräch mit John Strelecky. Abonnieren Sie unseren Podcast z. B. bei Apple Podcasts oder Spotify.
    John Strelecky: Das Café am Rande der Welt: Eine Erzählung über den Sinn des Lebens. Mit einer Weihnachtsgeschichte von John Strelecky. Gebundene Ausgabe. 2018. dtv Verlagsgesellschaft. ISBN/EAN: 9783423289849.
    21 min
  • Podcasts: Wie Verlage, Autorinnen und Autoren das Medium optimal nutzen
    Eine hochkarätige Runde hatte sich auf der Authors Area der Frankfurter Buchmesse eingefunden. Es diskutieren und berichten von ihren Podcast-Erfahrungen:
    Florian Kessler, Lektor beim Hanser Verlag und verantwortlich für den Podcast Hanser Rauschen, der unlängst auch im literaturcafe.de empfohlen wurde.
    Karin Pfaff koordiniert als Senior Manager Digital Development unter anderem die Podcast-Aktivitäten der Verlagsgruppe Random House. Dazu gehören der Podcast »Penguin lädt ein«, die Hörspiel-Podcasts »Der Abgrund« und »Fremdgänger« des Hörverlags und »Long Story Short«.
    Frank Stockmann, der mit dem »Jetzt-Blond-Podcast« aufgehört hat, weil er damit, laut eigener Aussage, so ziemlich alles falsch gemacht hat, was man falsch machen kann und an einem neuen Podcast-Konzept arbeitet.
    Klaudia Zotzmann-Koch, die als Autorin unter anderem den Vienna Writers Podcast betreibt, aber auch den Datenschutz-Podcast.
    Wolfgang Tischer moderiert die Runde. Er sendet im preisgekrönten Literatur-Podcast des literaturcafe.de.
    Nach der Vorstellung der Diskussionsteilnehmerinnen und -teilnehmer geht es im Gespräch um die Fragen: Warum sollte man Podcasten? Wie entstanden die oben erwähnten Podcasts? Was kann man beim Podcasten alles falsch machen? Lohnen sich Podcasts monitär? Wie sieht es mit Abrufzahlen aus oder woran ist der Erfolg eines Podcasts zu messen? Welche Rolle spielen prominente Namen und wie sieht es mit der Unabhängigkeit der Moderatoren aus? Welche Tipps gibt's fürs Podcasting?
    Hören Sie den Mitschnitt der Diskussionsrunde im Player unten auf der Seite. Oder noch besser: Abonnieren Sie den Podcast des literaturcafe.de beispielsweise bei Apple Podcasts oder Spotify und verpassen Sie künftig keine Folge.
    54 min
  • Plattform-Politik und Upload-Filter: Wie Veröffentlichen und Vermarkten beeinflusst wird
    Die Richtlinien und Vorgaben der Online-Shops und Social-Media-Kanäle machen nicht nur Self-Publishern das Leben oftmals schwer. Hören Sie im Podcast des literaturcafe.de den Mitschnitt einer Diskussion vom neuen Frankfurt-Authors-Bereich der Frankfurter Buchmesse 2019.
    Upload-Filter sollen Urheberrechtsverletzungen erkennen. Doch sie arbeiten nicht immer zuverlässig und verhindern gelegentlich auch den Upload legaler Inhalte. Die Inhaltsvorgaben von Plattformen, Online-Shops und Social-Media-Kanälen machen es mitunter nicht einfach, beispielsweise freizügigere Titel(Bilder) zu bewerben. Aber auch ein Steuer-Ratgeber kann schon problematisch sein. Was kann getan werden, um das Veröffentlichen, die Sichtbarkeit, das Marketing oder den Dialog für bestimmte Bücher hierdurch nicht einschränken zu lassen?
    Andrea Kock, Leitung Herstellung und Autorenservices bei BoD, und Martina Raschke, Authors Relation Manager bei Tolino-Media, geben Auskunft und Einblicke, welche schwierigen Entscheidungen die Dienstleister oft treffen müssen und das das Erlaubte und Unerlaubte oftmals ein schmaler Grat ist.
    Der Self-Publisher Verband war seinerzeit der einzige namhafte deutsche Autorenverband, der sich klar gegen die EU-Urheberrechtsrichtlinie ausgesprochen hat, weil gerade für Self-Publisher eine offene und freie Kommunikation sehr wichtig ist, um die eigenen Werke zu veröffentlichen und zu vermarkten.
    Die Verabndsvorsitzende Vera Nentwich fordert daher in der Diskussion auch klare Regelungen sowohl für die Online-Plattformen als auch für die Social-Media-Kanäle. Doch wo können diese Regelungen ansetzten, wenn gerade die großen Konzerne wie Facebook international agieren. Und was ist bei rechtlichen Dingen überhaupt eindeutig. »Man muss jeden Einzelfall individuell bewerten«,  sagt Andrea Kock.
    Gerne hätten wir bei der Veranstaltung auch jemanden von den großen US-Plattformen wie Amazon oder Facebook dabei gehabt, doch leider hatte niemand Zeit.
    Hören Sie den Mitschnitt einer Diskussion auf der Frankfurt-Authors-Stage des neuen Frankfurt-Authors-Bereichs der Frankfurter Buchmesse vom 17. Oktober 2019.
    Es diskutieren:
    Andrea Kock (BoD, Leitung Herstellung und Autorenservices)
    Vera Nentwich (Selfpublisher-Verband, Vorsitzende)
    Martina Raschke (Tolino Media, Authors Relation Manager)
    Moderation: Wolfgang Tischer, literaturcafe.de
    56 min
  • Frankfurt Authors: Spielerisch die Leserinnen und Leser erreichen
    Was können Autoren und Verlage von der Spiele-Industrie lernen? Hören Sie im Podcast des literaturcafe.de den Mitschnitt der Eröffnungsdiskussion des neuen Frankfurt-Authors-Bereichs der Frankfurter Buchmesse 2019.
    Seit langem - so eine Studie des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels - konnte das Medium Buch wieder mehr Leserinnen und Leser gewinnen. Um die Zeit der Konsumenten buhlen viele Konkurrenten: Serien, Games, Social-Media, YouTube und anderes. Wie kann sich da das Lesen und das Buch behaupten? Und besser noch: Was können Autoren und Verlage von den Mechanismen und Instrumenten der Spiele-Industrie lernen, um Leserinnen und Leser zu gewinnen? Und wie sieht es mit Freemium-Modellen oder Flatrates für Bücher aus.
    Hören Sie den Mitschnitt der Eröffnungsdiskussion des neuen Frankfurt-Authors-Bereichs der Frankfurter Buchmesse vom 16. Oktober 2019. Am Beginn der Diskussion geht es zunächst um den neu gestalteten Autorinnen- und Autorenbereich der Frankfurter Buchmesse in Halle 3 der international unter dem Namen »Frankfurt Authors« etabliert wird.
    Es diskutieren:
    Lena Falkenhagen, Buchautorin, Spieleautorin und VS-Bundesvorsitzende
    Dr. Gerd Robertz, Sprecher der Geschäftsführung Books on Demand GmbH
    Lars Birken-Bertsch, Business Development Trade DACH, Frankfurter Buchmesse
    Moderation: Wolfgang Tischer, literaturcafe.de
    57 min
  • Vom Schwarzwald nach Afrika, Belgien, Miami und ins Havelland - Warum hören alle Podcasts?
    Es geht nach Afrika, Belgien, Miami und ins Havelland. Ein Computerspiel setzt erzählerische Segel, und es geht um den Podcast-Boom, der unter Bücherfans und Verlagen ausgebrochen zu sein scheint.
    Nachdem der Podcast des literaturcafe.de im Frühjahr zum Interview-Podcast von der Leipziger Buchmesse und im Sommer zum Bachmannpreis-Podcast geworden ist, treffen sich Wolfgang Tischer und Fabian Neidhardt in einer kleinen Schutzhütte auf den Höhen des Schwarzwalds, um endlich wieder einmal über Bücher zu sprechen. Sage und schreibe über ein halbes Jahr her ist es, dass die beiden des letzte Mal zusammensaßen.
    Fabian Neidhardt hat den Roman »Wer fürchtet den Tod« von Nnedi Okorafor gelesen und stellt ihn vor.
    Von Afrika geht es aufs platte Land nach Belgien in den 1990er-Jahren. Wolfgang Tischer hat zunächst mit Zögern »Und es schmilzt« gelesen, den Debutroman der jungen flämischen Autorin Lize Spit, der in Belgien und den Niederlanden lange an der Spitze der Bestsellerlisten stand.
    In der Mitte der Podcast-Folge steht meist ein Nicht-Buchtipp, der dennoch erzählerisch einiges zu bieten hat. Fabian Neidhardt hat »FAR« gespielt, ein Computerspiel und opulent designter Sidescroller, der ihn für Stunden in einer weiten, weiten Welt dahinsegeln ließ. Das Spiel mit dem wunderbaren Soundtrack stammt vom Mixtvision Verlag, der auch so wunderbare Bilderbücher wie »Die große Wörterfabrik« veröffentlicht, das es im Übrigen auch als App gibt.
    Wolfgang Tischer weist auf das bewegende Spiel »Gone home« hin, dass er vor einiger Zeit hier im literaturcafe.de besprochen hat. Das »Spiel« aus dem Jahre 2013, bei dem es ohne Zeitdruck ein Haus und seine offenbar verschwundenen Bewohner zu erkunden gilt, ist jetzt auch für Smartphones erhältlich (Android und iOS). Auch hier lässt sich eine berührende Geschichte entdecken.
    Weiter geht es im Podcast mit zwei Büchern: Wolfgang Tischer hat den Autor Herbert Schlüter und seinen Roman »Nach fünf Jahren« entdeckt. Schlüter lebte von 1906 bis 2004, schrieb den Roman um 1930, verbrachte einige Jahre im Exil, bevor ihn die Nazis doch zum Kriegsdienst verpflichteten. Nach dem Zweiten Weltkrieg arbeitete Schlüter als Übersetzer und war u. a. Mitglied im PEN. Er war ein guter Freund von Klaus Mann.
    »Nach fünf Jahren« spielt in den 1920er-Jahren auf einem Hofgut im Havelland. Dort finden sich einige Menschen zusammen, die vielfältig und wechselnd miteinander verbunden sind. Der am Anfang 13-jährige Ich-Erzähler Peter kehrt nach fünf Jahren nochmals auf den Hof zurück und findet veränderte und auch gleichgebliebene Konstellationen vor. Ein kurzer Roman für einen Sommernachmittag, der sprachlich und inhaltlich sehr an Thomas Mann und Theodor Fontane erinnert. Erschienen ist das auch optisch wunderschöne Büchlein mit Halbleinenumschlag und Fadenheftung im kleinen Düsseldorfer Lilienfeld Verlag.
    Den Abschluss des Podcasts bildet das Buch »Miami Punk« des deutschen Autors Juan S. Guse. Das über 600 Seiten starke Werk verknüpft das Leben vieler Protagonisten, die in einem Florida ohne Meer leben. Das nämlich hat sich auf unerklärliche Art und Weise viele hundert Kilometer von der Küste zurückgezogen. Während die Wissenschaftler noch nach den Ursachen forschen, sitzen die Menschen in Miami auf dem Trockenen.
    Wie immer freuen sich Wolfgang Tischer und Fabian Neidhardt über Mails, Kommentare, Rückmeldungen und Bewertungen auf den verschiedenen Podcast-Portalen. Abonnieren Sie diesen Podcast via Apple Podcasts, Spotify oder über andere Portale, um keine Folge zu verpassen. Selbstverständlich können Sie die Folge auch über den Web-Player unten direkt anhören.
    Viel Spaß dabei!
    1 hr 17 min
  • Bachmannpreis-Podcast 2019: Abgebaut und zurückgeschaut
    Der Bachmannpreis ist vergeben. In dieser letzten Podcast-Folge aus Klagenfurt wird abgebaut und zurückgeschaut. Andrea Diener und Wolfgang Tischer analysieren den Tag der Preisverleihung. Außerdem zu hören: Moderator Christian Ankowitsch, 3sat-Preisträger Yannic Han Biao Federer, beliebtester Juror Michael Wiederstein, Bürgermeisterin Maria-Luise Mathiaschitz und der Jury-Vorsitzende Hubert Winkels.
    Der mit 25.000 Euro dotierte Bachmannpreis ging bekanntlich an Birgit Birnbacher. Yannic Han Biao Federer musste sich dreimal einer Jury-Stichwahl zum Bachmannpreis, dem Deutschlandfunkpreis und dem Kelag-Preis stellen, bevor er glücklicherweise den mit 7.500 Euro dotierten Bachmannpreis erhielt. In dieser Podcast-Folge berichtet der Autor, wie man sich danach fühlt und ob aus seinem Text mehr entstehen wird.
    Moderator Christian Ankowitsch hatte die Jury im Griff, und er empfand die Stimmung in der Jury sehr angenehm. Ankowitsch erzählt im Podcast, wie man sich als Moderator fühlt, wenn die Sendung trotz Ausfall einer Jurorin weitergehen muss.
    Überrascht wurde Michael Wiederstein von der Nachricht, dass er der beliebteste Bachmann-Juror des Jahres 2019 ist. Irgendwie kann er es selbst kaum fassen. Seine Reaktion, nachdem er von der Auszeichnung erfahren hat, ist ebenfalls im Podcast zu hören.
    Die 25.000 Euro des Hauptpreises werden von der Stadt Klagenfurt gestiftet. Ebenso finanziert die Stadt den Aufenthalt der Publikumspreisträgerin Ronya Othmann, die automatisch im kommenden Jahr die Stadtschreiberin in Klagenfurt sein wird. Zur Preisvergabe war Bürgermeisterin Maria-Luise Mathiaschitz persönlich anwesend. Sie berichtet im Gespräch, was sie von den drei Lesetagen mitbekommt und was literarisch in Klagenfurt sonst noch geboten ist.
    Am Schluss dieser letzten Folge direkt aus Klagenfurt zieht der Jury-Vorsitzende Hubert Winkels sein Resümee der 43. Tage der deutschsprachigen Literatur. Er kommentiert die Änderung bei der Shortlist-Ermittlung und verrät, wie er den Autor Daniel Heitzler entdeckt hat und warum dessen Text besser ist, als viele glauben.
    Andrea Diener und Wolfgang Tischer verabschieden sich mit dem täglichen Bachmannpreis-Podcast aus Klagenfurt. Der Bachmannpreis-Podcast wird wieder zum Podcast des literaturcafe.de. Abonnieren Sie ihn – oder lassen sie ihn abonniert, um demnächst Neues zu hören.
    Nutzen Sie den »Abonnieren«-Button rechts bzw. auf Mobilgeräten unten auf dieser Seite, um den Podcast des literaturcafe.de zu abonnieren. Sie finden den Podcast in allen Podcast-Verzeichnissen, natürlich bei Apple iTunes aber auch bei Spotify.
    Wir hören uns aus Klagenfurt! Und wir freuen uns über Rückmeldungen, Bewertungen und Kommentare zu diesem Podcast. Unten können Sie die Folge direkt anhören. Viel Spaß!
    51 min
  • Bachmannpreis-Podcast 2019: Shortlist neu und Jury vehement
    Die Modalitäten der Shortlist-Ermittlung wurden in diesem Jahr – nicht zuletzt wegen der Kritik des literaturcafe.de – tatsächlich geändert. Mehr dazu berichtet im Podcast Horst Ebner vom ORF.
    Vier Texte waren am Samstag, 29. Juni 2019, noch zu hören. Erfreulicherweise war Jurorin Nora Gomringer nach ihrem gestrigen Kollaps heute wieder fit. Wie Horst Ebner vom ORF in dieser Podcastfolge berichtet, wird Gomringer unter notarieller Aufsicht die von ihr versäumten Jury-Diskussionen nachschauen, damit ihr niemand vorwerfen könne, sie habe Teile der Lesungen und Diskussion gar nicht mitbekommen.
    Ines Birkhan war an diesem Samstag zudem eine Autorin, die auf Einladung Nora Gomringers in Klagenfurt las. Doch Birkhahn erwischte es böse. Plötzlich schien die Jury ohne erkennbaren Grund zum Angriff überzugehen. Konnte man gestern selbst den schlechtesten Texten Positives abgewinnen, forderte Insa Wilke plötzlich »Relevanz!«, die sie in diesem Text nicht sah. Merkwürdig, doch der Rest schloss sich der Kritik an.
    Der Tiefpunkt der diesjährigen Bachmanntexte war sicherlich der letzte Text des diesjährigen Bewerbs. Warum? Das hören Sie in dieser Podcast-Folge.
    Zugast in dieser Podcast-Ausgabe ist Bozena Anna Badura, die unter anderem das Blog Das Debut mitbetreibt. Zum vierten Mal vergeben Bloggerinnen und Blogger dort in diesem Jahr wieder einen Preis für den besten deutschsprachige Debutroman. Jury-Mitglieder werden noch gesucht. Voraussetzung ist, dass das eigene Blog mindestens ein Jahr besteht und sich auf zeitgenössische Literatur fokussiert. Wer dabei sein will, schreibt einfach eine Mail über das Kontaktformular von Das Debut.
    Zudem berichtet Bozena Anna Badura per Instagram vom Bachmannpreis.
    Mehr Transparenz: Shortlist-Abstimmung wird ab sofort geändert
    Große Freude zudem in der literaturcafe.de-Redaktion: Schon in diesem Jahr haben die Organisatoren des Bachmannpreises mit Zustimmung der Jury die Shortlist-Modalitäten geändert. Wir hatten nachgerechnet, warum die bisherige Ermittlung der sieben Kandidaten für diese Liste nicht unbedingt literarisch relevant sein muss.
    Beim ORF hat man sich die Kritik zu Herzen genommen, da man an einem transparenten Wettbewerb interessiert ist. Die Änderungen folgen unseren Vorschlägen. Die Jury-Mitglieder vergeben schon in diesem Jahr lediglich 5, 4, 3, 2 und 1 Punkt(e) an fünf der 14 Autorinnen und Autoren, wobei sie nicht mehr für die eigenen Kandidaten stimmen dürfen. Die sieben Autoren mit den meisten Punkten bilden die Shortlist. Gleichzeitig wird das Abstimmungsergebnis auf bachmannpreis.orf.at veröffentlicht. Danach findet wie gewohnt die Abstimmung live im Fernsehen statt, wer von den Sieben die vier Jurypreise erhält. Zudem wird am Sonntagmorgen – dann wieder unter allen 14 Autorinnen und Autoren – der BKS-Publikumspreis vergeben, für den jede*r am Samstag bis 20 Uhr unter bachmannpreis.orf.at abstimmen konnte.
    Horst Ebner, der beim ORF in Klagenfurt für die Tage der deutschsprachigen Literatur verantwortlich ist, erläutert die Änderungen in dieser Podcast-Folge des literaturcafe.de.
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    Wolfgang Tischer wird zudem die Preisverleihung am Sonntag live auf Twitter kommentieren. Folgen Sie ihm auf Twitter unter @literaturcafe, oder allgemein dem Hashtag #tddl (steht für Tage der deutschsprachigen Literatur), um die gesamte Diskussion zum Wettbewerb mitzubekommen.
    Wir hören uns aus Klagenfurt! Und wir freuen uns über Rückmeldungen, Bewertungen und Kommentare zu diesem Podcast. Unten können Sie die Folge direkt anhören. Viel Spaß!
    1 hr 19 min
  • Bachmannpreis-Podcast 2019: Hitzekollaps der Literaturkritik?
    Zweiter Lesetag beim Bachmannpreis 2019. Weiterhin bleibt die Frage: Was ist los mit der Jury? Wo ist der Biss? Man ist fassungslos, dass selbst die schlechtesten Texte gelobt werden. Wo ist der Widerspruch? Nicola Steiner, Moderatorin des Schweizer Literaturclubs, ergänzt heute meinungsstark das Bachmannpreis-Podcast-Team Andrea Diener und Wolfgang Tischer.
    Jurorin Nora Gomringer erlitt Hitzekollaps
    Fast schon tragisch war an diesem zweiten Lesetag ein Vorfall, von dem das TV-Publikum gar nichts mitbekam: Während die dritte Autorin des Tages, Birgit Birnbacher, las, erlitt Jurorin Nora Gomringer einen Hitzekollaps und musst von Sanitätern aus dem Raum gebracht werden. Birnbacher las tapfer weiter, am Ende ihres Vortrags den Tränen nahe. Erst danach berichtete Moderator Christian Ankowitsch dem Fernsehpublikum von diesem Jury-Ausfall. Gomringers Platz blieb bei den restlichen drei Jury-Diskussionen unbesetzt. Es geht ihr jedoch schon wieder besser, und es ist natürlich zu hoffen, dass sie die Runde morgen wieder komplettieren kann. Die Statuten des Preises sehen vor, dass die Diskussion unter den verbliebenen Juroren weiterläuft, wenn einer aus der Runde ausfällt.
    Die Grenzen der Textkritik
    Der Text von Daniel Heitzler war an diesem Tag sicherlich die Überraschung – jedoch in negativer Form. Weitaus überraschender war jedoch anschließend, dass – mit Ausnahme von Klaus Kastberger – die Jury für diesen Text dennoch voll des Lobes war. Nicht nur im Presseraum standen da die Münder offen.
    Ebenso – wenngleich auch aus ganz anderen Gründen – verweigerte die Jury fast schon ehrfürchtig dem Text von Ronya Othmann eine nähere kritische Betrachtung. Sein Thema – der Genozid an den Jesiden – schien zu groß, zu wirklich und zu brutal und verstellte offenbar jegliche textanalytische Sicht. Aber warum?
    In dieser Podcast-Folge zum 2. Lesetag 2019 in Klagenfurt am 28. Juni 2019 ist Nicola Steiner mit dabei, die Moderatorin des Schweizer Literaturclubs. Zusammen mit Andrea Diener und Wolfgang Tischer analysiert sie die fünf Lesungen des 2. Tages und die Leistung der Jury.
    Interview mit Sarah Wipauer über ihren Text »Raumstation Hirschstetten«
    Außerdem gibt es in dieser Podcast-Folge ein Interview mit Sarah Wipauer (@standseilbahn) zu hören, die von der Entstehung ihres Textes »Raumstation Hirschstetten« berichtet, der am 1. Lesetag von der Jury sehr gelobt wurde.
    Wir begrüßen wie bereits an den Vortagen die Hörer, die via buchreport.de hierher gefunden haben.
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    Wolfgang Tischer wird zudem die Lesungen und Jury-Diskussionen live auf Twitter kommentieren. Folgen Sie ihm auf Twitter unter @literaturcafe, oder allgemein dem Hashtag #tddl (steht für Tage der deutschsprachigen Literatur), um die gesamte Diskussion zum Wettbewerb mitzubekommen.
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    1 hr 8 min
  • Bachmannpreis-Podcast 2019: Ist die Jury altersmilde?
    Andrea Diener und Wolfgang Tischer analysieren den ersten Lesetag im Bachmannpreis-Podcast.
    Andrea Diener und Wolfgang Tischer sitzen am Ende des ersten Lesetages, am 27. Juni 2019, in Bachmann-Liegestühlen vor dem ORF-Theater. Fünf Texte waren heute zu hören, die Auslosung sorgte dafür, dass an diesem Donnerstag ausschließlich Autorinnen lasen.
    Highlight des Tages war mit Abstand der Text »Raumstation Hirschstetten« von Sarah Wipauer, die Menschen aus dem 20. Jahrhundert als Gespenster an Bord der Internationalen Raumstation ISS brachte und die Kühe fliegen ließ.
    Den ersten Text des Tages »Urmünder« von Katharina Schultens wird man sich sicherlich nochmals näher ansehen müssen. Die Jury-Diskussion zu diesem Text kreiste hauptsächlich um die vielen Motive im Text.
    Mit Silvia Tschui, Julia Jost und insbesondere Andrea Gerster wurden unglaublich erwartbare und konservative Texte ohne erkennbaren doppelten Boden ins Rennen geschickt. Doch auch für diese Texte fand die Jury fast nur Lobesworte, selbst und der sonst sehr meinungsstarke Juror Klaus Kastberger redete sich auf »seinen Geschmack« heraus, anstatt den Text von Andrea Gerster als das zu bezeichnen, was er war: für einen Bachmanntext unglaublich seicht.
    Dass Hubert Winkels den Weltkriegstext von Silvia Tschui in seiner inhaltlichen Kitschigkeit mit Takkis Würgers Stella verglich, war mehr oder weniger das härteste Urteil des Tages. Zwar machten auch Nora Gomringer und Michael Wiederstein immer wieder Anspielungen zu Mängeln in diesen drei Texten, doch klare Worte und Deutlichkeit blieben aus.
    Was ist los mit der Jury des Jahres 2019? Ist es zu heiß am Wörthersee? Oder will man sich nicht gegenseitig fertigmachen, weil man nichts wirklich Böses über den Text eines vom anderen Juror eingeladnen Autors sagen will? Beißhemmungen? Altersmilde?
    In der ersten Podcast-Folge aus Klagenfurt hatte Andrea Diener einiges befürchtet, was die zu erwartende Textqualität angeht. Daher ist es nur natürlich, dass es in dieser zweiten Folge direkt aus Klagenfurt darum geht, was davon wie eingetroffen ist und warum die Jury des Jahres 2019 so unglaublich zahm zu sein scheint.
    Wir begrüßen wie bereits gestern die Hörer, die via buchreport.de hierher gefunden haben.
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    Wolfgang Tischer wird zudem die Lesungen und Jury-Diskussionen live auf Twitter kommentieren. Folgen Sie ihm auf Twitter unter @literaturcafe, oder allgemein dem Hashtag #tddl (steht für Tage der deutschsprachigen Literatur), um die gesamte Diskussion zum Wettbewerb mitzubekommen.
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    48 min
  • Bachmannpreis-Podcast 2019: Eröffnung, Lesereihenfolge und Keyfabe
    Andrea Diener berichtet zunächst von der Lesung des Literaturkurses, der am 26. Juni 2019 am Nachmittag stattfand. Bei 33 Grad im Schatten zog es Wolfgang Tischer derweil lieber vor, im Wörthersee abzutauchen.
    Sodann geht es um die ausgeloste Eröffnungsreihenfolge. Im Gegensatz zu Wolfgang Tischer hat Andrea Diener unter anderem bereits die Romane von Andrea Gerstner und Yannic Han Biao Federer gelesen. Ihr Urteil fällt jedoch nicht ganz so positiv aus. Was können wir von diesen Autoren und den anderen 12 in Klagenfurt erwarten?
    Andrea Diener und Wolfgang Tischer gehen die Lesereihenfolge durch und sprechen dann über die ausgezeichnete Rede »Keyfabe und Literatur« von Clemens J. Setz.
    Wolfgang Tischer sprach mit Clemens J. Setz unmittelbar nach seiner Klagenfurter Rede zur Literatur. Hören Sie den Mitschnitt ebenfalls in dieser ersten Podcast-Folge direkt aus Klagenfurt.
    Wir begrüßen zudem die Hörer, die via buchreport.de hierher gefunden haben.
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    Wolfgang Tischer wird zudem die Lesungen und Jury-Diskussionen live auf Twitter kommentieren. Folgen Sie ihm auf Twitter unter @literaturcafe, oder allgemein dem Hashtag #tddl (steht für Tage der deutschsprachigen Literatur), um die gesamte Diskussion zum Wettbewerb mitzubekommen.
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    1 hr 8 min

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