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  • Bachmannpreis-Podcast 2019: Eröffnung, Lesereihenfolge und Keyfabe
    Andrea Diener berichtet zunächst von der Lesung des Literaturkurses, der am 26. Juni 2019 am Nachmittag stattfand. Bei 33 Grad im Schatten zog es Wolfgang Tischer derweil lieber vor, im Wörthersee abzutauchen.
    Sodann geht es um die ausgeloste Eröffnungsreihenfolge. Im Gegensatz zu Wolfgang Tischer hat Andrea Diener unter anderem bereits die Romane von Andrea Gerstner und Yannic Han Biao Federer gelesen. Ihr Urteil fällt jedoch nicht ganz so positiv aus. Was können wir von diesen Autoren und den anderen 12 in Klagenfurt erwarten?
    Andrea Diener und Wolfgang Tischer gehen die Lesereihenfolge durch und sprechen dann über die ausgezeichnete Rede »Keyfabe und Literatur« von Clemens J. Setz.
    Wolfgang Tischer sprach mit Clemens J. Setz unmittelbar nach seiner Klagenfurter Rede zur Literatur. Hören Sie den Mitschnitt ebenfalls in dieser ersten Podcast-Folge direkt aus Klagenfurt.
    Wir begrüßen zudem die Hörer, die via buchreport.de hierher gefunden haben.
    Nutzen Sie den »Abonnieren«-Button rechts bzw. auf Mobilgeräten unten auf dieser Seite, um keine der täglichen Podcast-Folgen zu verpassen. Sie finden den Podcast in allen Podcast-Verzeichnissen, natürlich bei Apple iTunes aber auch bei Spotify.
    Wolfgang Tischer wird zudem die Lesungen und Jury-Diskussionen live auf Twitter kommentieren. Folgen Sie ihm auf Twitter unter @literaturcafe, oder allgemein dem Hashtag #tddl (steht für Tage der deutschsprachigen Literatur), um die gesamte Diskussion zum Wettbewerb mitzubekommen.
    Wir hören uns aus Klagenfurt! Und wir freuen uns über Rückmeldungen, Bewertungen und Kommentare zu diesem Podcast. Unten können Sie die Folge direkt anhören. Viel Spaß!
    1 hr 8 min
  • Bachmannpreis-Podcast 2019: Was ist los in Klagenfurt?
    Der Bachmannpreis oder die »Tage der deutschsprachigen Literatur«, wie die Literaturveranstaltung offiziell heißt, findet in diesem Jahr zum 43. Mal statt. Sieben Juroren haben 14 Autorinnen und Autoren mit ihren Texten nach Klagenfurt in Kärnten eingeladen. Live und vor Publikum lesen die Autoren ihre Texte vor, direkt anschließend diskutiert die Jury über den jeweiligen Text. Von Donnerstag, 27. Juni, bis zum Samstag, 29. Juni 2019, wird gelesen, am Sonntag, 30. Juni, stimmt die Jury ebenfalls öffentlich über die Preisträger ab. Vergeben werden der mit 25.000 Euro dotierte Hauptpreis, der Ingeborg-Bachmann-Preis, der mit 12.500 Euro dotierte Deutschlandfunk-Preis, der Kelag-Preis mit 10.000 Euro und der 3sat-Preis mit 7.500 Euro dotiert. Zusätzlich gibt es den mit 7.000 Euro dotierten BKS-Publikumspreis, der – wie es der Name bereits sagt – durch eine Online-Abstimmung auf bachmannpreis.at ermittelt wird.
    Bevor wir uns anschauen, was in diesem Jahr neu und bemerkenswert ist, schauen wir auf das, was unverändert ist: die sieben Jurorinnen und Juroren. In diesem Jahr gab es keinen einzigen Wechsel. Den Jury-Vorsitz hat seit 2015 Hubert Winkels inne. Nora Gomringer und Insa Wilke, die im letzten Jahr neu dabei waren, sitzen ebenfalls wieder in der Jury, genauso wie Michael Wiederstein, Hildegard Keller, Klaus Kastberger und Stefan Gmünder. Neue Stimmen und Impulse sind also von Seiten der Jury nicht zu erwarten.
    Wie in den Vorjahren wird im literaturcafe.de wieder die Online-Abstimmung zur Jurorin/zum Juror des Jahres 2019 geben. Machen Sie mit und stimmen Sie auf literaturcafe.de am 29. Juni 2019 ab. Sie finden den Link dann auf der Startseite. Im letzten Jahr gewann Insa Wilke den undotierten Preis.
    Alle Lesungen und die Preisverleihung werden live im Fernsehen von 3sat übertragen, ebenso gibt es via bachmannpreis.at einen Video-Livestream und via Deutschlandradio einen Audio-Stream.
    Blicken wir statistisch auf das Feld der 14 Autorinnen und Autoren. Die Österreicher sind in diesem Jahr in der Überzahl: sechs. Drei Teilnehmer sind aus der Schweiz, fünf aus Deutschland. Die Frauen sind in diesem Jahr mit acht Autorinnen in der Mehrzahl. Der jüngste Teilnehmer ist Jahrgang 1996, die älteste Teilnehmerin Jahrgang 1959. Das Durchschnittsalter liegt diesmal bei rund 38 Jahren. Der in frühen Jahren oft zu lesende Satz »lebt in Berlin« taucht diesmal nur zweimal auf. Ebenso haben nicht mehr allzu viele Autorinnen und Autoren an einem der Literaturinstitute das Schreiben studiert. Tatsächlich zeigt sich beim Lesen der Biografien ein Bild, das sich ebenfalls schon in den Vorjahren abzeichnete: Viele Autorinnen und Autoren kommen aus anderen künstlerischen Feldern wie Theater oder bildender Kunst.
    Eröffnet werden die 43. Tage der Deutschsprachigen Literatur am Vorabend, dem 26. Juni 2019. Hier wird die Lesereihenfolge der kommenden drei Tage ausgelost und die »Klagenfurter Rede zur Literatur« gehalten – in diesem Jahr vom Autor Clemens J. Setz. Setz las 2008 selbst in Klagenfurt und gewann damals den Ernst-Willner-Preis. Der Titel seiner Rede lautet »Kayfabe und Literatur«. Kayfabe ist ein Begriff aus dem Wrestling. Er steht für die Inszenierung, das »Theaterspiel« und die Vorabsprachen bei diesen Schaukämpfen, die jedoch vor der Kamera nicht so wirken sollen. Man darf gespannt sein, welche Verbindungen und Parallelen Setz ziehen wird.
    Wolfgang Tischer wird zudem die Lesungen und Jury-Diskussionen live auf Twitter kommentieren. Folgen Sie ihm auf Twitter unter @literaturcafe, oder folgen Sie allgemein dem Hashtag #tddl (steht für Tage der deutschsprachigen Literatur), um die gesamte Diskussion zum Wettbewerb mitzubekommen.
    Wir hören uns aus Klagenfurt! Und wir freuen uns über Rückmeldungen, Bewertungen und Kommentare zu diesem Podcast. Unten können Sie die aktuelle Pilotfolge direkt anhören. Viel Spaß!
    0 min
  • Bachmannpreis-Podcast 2019: Was ist los in Klagenfurt?
    Der Bachmannpreis oder die »Tage der deutschsprachigen Literatur«, wie die Literaturveranstaltung offiziell heißt, findet in diesem Jahr zum 43. Mal statt. Sieben Juroren haben 14 Autorinnen und Autoren mit ihren Texten nach Klagenfurt in Kärnten eingeladen. Live und vor Publikum lesen die Autoren ihre Texte vor, direkt anschließend diskutiert die Jury über den jeweiligen Text. Von Donnerstag, 27. Juni, bis zum Samstag, 29. Juni 2019, wird gelesen, am Sonntag, 30. Juni, stimmt die Jury ebenfalls öffentlich über die Preisträger ab. Vergeben werden der mit 25.000 Euro dotierte Hauptpreis, der Ingeborg-Bachmann-Preis, der mit 12.500 Euro dotierte Deutschlandfunk-Preis, der Kelag-Preis mit 10.000 Euro und der 3sat-Preis mit 7.500 Euro dotiert. Zusätzlich gibt es den mit 7.000 Euro dotierten BKS-Publikumspreis, der – wie es der Name bereits sagt – durch eine Online-Abstimmung auf bachmannpreis.at ermittelt wird.
    Bevor wir uns anschauen, was in diesem Jahr neu und bemerkenswert ist, schauen wir auf das, was unverändert ist: die sieben Jurorinnen und Juroren. In diesem Jahr gab es keinen einzigen Wechsel. Den Jury-Vorsitz hat seit 2015 Hubert Winkels inne. Nora Gomringer und Insa Wilke, die im letzten Jahr neu dabei waren, sitzen ebenfalls wieder in der Jury, genauso wie Michael Wiederstein, Hildegard Keller, Klaus Kastberger und Stefan Gmünder. Neue Stimmen und Impulse sind also von Seiten der Jury nicht zu erwarten.
    Wie in den Vorjahren wird im literaturcafe.de wieder die Online-Abstimmung zur Jurorin/zum Juror des Jahres 2019 geben. Machen Sie mit und stimmen Sie auf literaturcafe.de am 29. Juni 2019 ab. Sie finden den Link dann auf der Startseite. Im letzten Jahr gewann Insa Wilke den undotierten Preis.
    Alle Lesungen und die Preisverleihung werden live im Fernsehen von 3sat übertragen, ebenso gibt es via bachmannpreis.at einen Video-Livestream und via Deutschlandradio einen Audio-Stream.
    Blicken wir statistisch auf das Feld der 14 Autorinnen und Autoren. Die Österreicher sind in diesem Jahr in der Überzahl: sechs. Drei Teilnehmer sind aus der Schweiz, fünf aus Deutschland. Die Frauen sind in diesem Jahr mit acht Autorinnen in der Mehrzahl. Der jüngste Teilnehmer ist Jahrgang 1996, die älteste Teilnehmerin Jahrgang 1959. Das Durchschnittsalter liegt diesmal bei rund 38 Jahren. Der in frühen Jahren oft zu lesende Satz »lebt in Berlin« taucht diesmal nur zweimal auf. Ebenso haben nicht mehr allzu viele Autorinnen und Autoren an einem der Literaturinstitute das Schreiben studiert. Tatsächlich zeigt sich beim Lesen der Biografien ein Bild, das sich ebenfalls schon in den Vorjahren abzeichnete: Viele Autorinnen und Autoren kommen aus anderen künstlerischen Feldern wie Theater oder bildender Kunst.
    Eröffnet werden die 43. Tage der Deutschsprachigen Literatur am Vorabend, dem 26. Juni 2019. Hier wird die Lesereihenfolge der kommenden drei Tage ausgelost und die »Klagenfurter Rede zur Literatur« gehalten – in diesem Jahr vom Autor Clemens J. Setz. Setz las 2008 selbst in Klagenfurt und gewann damals den Ernst-Willner-Preis. Der Titel seiner Rede lautet »Kayfabe und Literatur«. Kayfabe ist ein Begriff aus dem Wrestling. Er steht für die Inszenierung, das »Theaterspiel« und die Vorabsprachen bei diesen Schaukämpfen, die jedoch vor der Kamera nicht so wirken sollen. Man darf gespannt sein, welche Verbindungen und Parallelen Setz ziehen wird.
    Wolfgang Tischer wird zudem die Lesungen und Jury-Diskussionen live auf Twitter kommentieren. Folgen Sie ihm auf Twitter unter @literaturcafe, oder folgen Sie allgemein dem Hashtag #tddl (steht für Tage der deutschsprachigen Literatur), um die gesamte Diskussion zum Wettbewerb mitzubekommen.
    Wir hören uns aus Klagenfurt! Und wir freuen uns über Rückmeldungen, Bewertungen und Kommentare zu diesem Podcast. Unten können Sie die aktuelle Pilotfolge direkt anhören. Viel Spaß!
    0 min
  • Robert Frank: Über Hörbücher, das Sprechen und das Vorlesen
    Robert Frank ist gelernter Schauspieler und einer der meistbeschäftigten Hörbuchsprecher Deutschlands. In über 150 Produktionen ist er zu hören. Mit »Der Totengräbersohn« gewann er 2018 den Deutschen Phantastik Preis für das beste deutschsprachige Hörbuch.
    Zum Sprechen von Hörbüchern kam Robert Frank eher zufällig. Es begann mit Features, Dokumentationen, Hörspielen und auch Computerspielen. Im Studio zu sitzen und Hörbücher vorzulesen war für Frank jedoch immer schon ein Traum gewesen.
    Was macht einen guten Hörbuchsprecher aus? Neben der Ausbildung und der guten Vorbereitung sagt Robert Frank sehr eindeutig: »Die Bücher, die du liest, die musst du lieben!«
    Hören Sie den Mitschnitt des Gesprächs vom 23. März 2019 live vor Publikum im Fachforum der Leipziger Buchmesse. Hörbuchsprecher Robert Frank im Gespräch mit Wolfgang Tischer vom literaturcafe.de.
    28 min
  • Robert Frank: Über Hörbücher, das Sprechen und das Vorlesen
    Robert Frank ist gelernter Schauspieler und einer der meistbeschäftigten Hörbuchsprecher Deutschlands. In über 150 Produktionen ist er zu hören. Mit »Der Totengräbersohn« gewann er 2018 den Deutschen Phantastik Preis für das beste deutschsprachige Hörbuch.
    Zum Sprechen von Hörbüchern kam Robert Frank eher zufällig. Es begann mit Features, Dokumentationen, Hörspielen und auch Computerspielen. Im Studio zu sitzen und Hörbücher vorzulesen war für Frank jedoch immer schon ein Traum gewesen.
    Was macht einen guten Hörbuchsprecher aus? Neben der Ausbildung und der guten Vorbereitung sagt Robert Frank sehr eindeutig: »Die Bücher, die du liest, die musst du lieben!«
    Hören Sie den Mitschnitt des Gesprächs vom 23. März 2019 live vor Publikum im Fachforum der Leipziger Buchmesse. Hörbuchsprecher Robert Frank im Gespräch mit Wolfgang Tischer vom literaturcafe.de.
    28 min
  • Anna Basener über »Schund und Sühne«, Heftromane, Kitsch und Hochliteratur
    Ein Buchcover mit einer Art gepixeltem Mindcraft-Schloss, Mustertapete und Schnörkelschrift. Das Äußere trifft sich im inneren wieder: Im Roman »Schund und Sühne« von Anna Basener trifft eine konservative Fürstenfamilie auf zwei Großstadt-Hipster. Ob aber »Schund und Sühne« wirklich ein wilder Anti-Heftromanstoff ist, das erläutert die Autorin im Gespräch.
    Anna Basener hat in Hildesheim unter anderem literarisches Schreiben studiert und beschäftigte sich im Rahmen ihres Studiums auch mit Heftromanen. Da sie aus einer Arbeiterfamilie stamme und nicht – wie man den Hildesheim Studentinnen und Studenten oft nachsagt aus einer Arztfamilie – hatte sie mit 15 noch keinen Dostojewski gelesen. Was an der Hochliteratur anders sein soll als an der Unterhaltungsliteratur, das habe sie nie verstanden. Das Seminar einer Groschenroman-Autorin brachte Anna Basener dazu, selbst solche Romane zu schreiben, und mit den Heftromanen verdiente sie sich ihr Studium. Das sei Handwerk, so Basener. 100 Manuskriptseiten werden zu 64 Heftseiten, in denen eine Liebesgeschichte erzählt werden muss, inklusive Kuss, aber ohne Gewalt, ohne Sex und ohne Politik und Religion, mit sehr vielen Adjektiven und ohne Fremdwörter. Anna Basener hat über das Schreiben von Heftromanen auch einen Ratgeber verfasst.
    Basener wünscht sich die Auflösung der Grenzen zwischen scheinbarer Hochliteratur und Kitsch. Sie ärgert sich darüber, dass Kitsch oftmals dazu benutzt wird, literarische Texte schlecht zu machen. »Es gibt alles in Gut und alles in Schlecht«, sagt Anna Basener im Gespräch.
    In ihrem Roman »Schund und Sühne« (Eichborn Verlag) gibt es sogar ein fürstliches Stipendium für Heftromanautorinnen und -autoren. »Schund und Sühne« sei auch ein Kitschroman, so Basener. Aber nicht nur! Hier gibt es einen schwulen Prinz im Hauptplot, was in Heftromanen höchstens in einem Nebenplot vorkommen darf. Dummerweise muss aber dieser Prinz für Nachkommen sorgen, da es der letzte seiner Art ist.
    Wer ist die Zielgruppe des Romans? »Schund und Sühne« sei ein wenig so etwas wie Sissi für Erwachsene, meint Anna Basener.
    Neben ihrem Roman ist Anna Basener schreibend sehr umtriebig und vielfältig unterwegs. So hat sie ihren Vorgängerroman »Als die Omma den Huren noch Taubensuppe kochte« fürs Theater Dortmund umgeschrieben und sie arbeitete an einem Hörspiel für Audible.
    Hören Sie den Mitschnitt des Gesprächs vom 23. März 2019 live vor Publikum auf der Bühne des Forums autoren@leipzig der Leipziger Buchmesse. Anna Basener im Gespräch mit Wolfgang Tischer vom literaturcafe.de.
    20 min
  • Anna Basener über »Schund und Sühne«, Heftromane, Kitsch und Hochliteratur
    Ein Buchcover mit einer Art gepixeltem Mindcraft-Schloss, Mustertapete und Schnörkelschrift. Das Äußere trifft sich im inneren wieder: Im Roman »Schund und Sühne« von Anna Basener trifft eine konservative Fürstenfamilie auf zwei Großstadt-Hipster. Ob aber »Schund und Sühne« wirklich ein wilder Anti-Heftromanstoff ist, das erläutert die Autorin im Gespräch.
    Anna Basener hat in Hildesheim unter anderem literarisches Schreiben studiert und beschäftigte sich im Rahmen ihres Studiums auch mit Heftromanen. Da sie aus einer Arbeiterfamilie stamme und nicht – wie man den Hildesheim Studentinnen und Studenten oft nachsagt aus einer Arztfamilie – hatte sie mit 15 noch keinen Dostojewski gelesen. Was an der Hochliteratur anders sein soll als an der Unterhaltungsliteratur, das habe sie nie verstanden. Das Seminar einer Groschenroman-Autorin brachte Anna Basener dazu, selbst solche Romane zu schreiben, und mit den Heftromanen verdiente sie sich ihr Studium. Das sei Handwerk, so Basener. 100 Manuskriptseiten werden zu 64 Heftseiten, in denen eine Liebesgeschichte erzählt werden muss, inklusive Kuss, aber ohne Gewalt, ohne Sex und ohne Politik und Religion, mit sehr vielen Adjektiven und ohne Fremdwörter. Anna Basener hat über das Schreiben von Heftromanen auch einen Ratgeber verfasst.
    Basener wünscht sich die Auflösung der Grenzen zwischen scheinbarer Hochliteratur und Kitsch. Sie ärgert sich darüber, dass Kitsch oftmals dazu benutzt wird, literarische Texte schlecht zu machen. »Es gibt alles in Gut und alles in Schlecht«, sagt Anna Basener im Gespräch.
    In ihrem Roman »Schund und Sühne« (Eichborn Verlag) gibt es sogar ein fürstliches Stipendium für Heftromanautorinnen und -autoren. »Schund und Sühne« sei auch ein Kitschroman, so Basener. Aber nicht nur! Hier gibt es einen schwulen Prinz im Hauptplot, was in Heftromanen höchstens in einem Nebenplot vorkommen darf. Dummerweise muss aber dieser Prinz für Nachkommen sorgen, da es der letzte seiner Art ist.
    Wer ist die Zielgruppe des Romans? »Schund und Sühne« sei ein wenig so etwas wie Sissi für Erwachsene, meint Anna Basener.
    Neben ihrem Roman ist Anna Basener schreibend sehr umtriebig und vielfältig unterwegs. So hat sie ihren Vorgängerroman »Als die Omma den Huren noch Taubensuppe kochte« fürs Theater Dortmund umgeschrieben und sie arbeitete an einem Hörspiel für Audible.
    Hören Sie den Mitschnitt des Gesprächs vom 23. März 2019 live vor Publikum auf der Bühne des Forums autoren@leipzig der Leipziger Buchmesse. Anna Basener im Gespräch mit Wolfgang Tischer vom literaturcafe.de.
    20 min
  • Bendedikt Gollhardt über seinen Thriller »Westwall«
    Mehr oder weniger zufällig kam Gollhardt in den 1990ern zum Drehbuchschreiben. Zuvor hat er als freier Journalist gearbeitet. Doch schon immer hatte er den Wunsch, einmal ein »richtiges« Buch zu schreiben.
    Nun steht sein Name vorn auf dem Buch. Als Drehbuchautor werde man eigentlich gar nicht wahrgenommen, obwohl man das Herzstücks des Betriebs sei, denn ohne Drehbuch, ohne Geschichte kein Film, sagt Gollhardt.
    Mit seinem Thrillerdebüt »WESTWALL« greift Benedikt Gollhardt das aktuelle Gefühl unserer Zeit auf, in der die Grenzen zwischen Gut und Böse zunehmend zu verschwimmen scheinen. In TV-Serien ist diese Grenzüberschreitung längst üblich.
    Der Westwall ist eine gigantische Verteidigungsanlage der Nazis. Das zweigrößte militärische Bauwerk nach der Chinesischen Mauer. Auch heute noch sind Teile davon sichtbar, und Gollhardt beschreibt die Anlage gleich am Anfang des Romans wie einen unter der Erde halb vergrabenen Drachen. Ein fast schon filmischer Einstieg. Merkt man hier den Drehbuchautor?
    Gollhardt musste zunächst einmal begreifen, dass er im Roman wesentlich mehr Mittel zur Verfügung hat, als in einer Fernsehserie. Diese Freiheit hat er genossen.
    Das Leben von Polizeischülerin Julia gerät in einen albtraumhaften Strudel. »Westwall« ist geprägt von starken Figuren, fernab der üblichen Cliches.
    Hören Sie den Mitschnitt des Gesprächs vom 21. März 2019 live vor Publikum auf der Bühne des Forums autoren@leipzig der Leipziger Buchmesse. Thriller-Autor Benedikt Gollhardt im Gespräch mit Wolfgang Tischer vom literaturcafe.de.
    27 min
  • Bendedikt Gollhardt über seinen Thriller »Westwall«
    Mehr oder weniger zufällig kam Gollhardt in den 1990ern zum Drehbuchschreiben. Zuvor hat er als freier Journalist gearbeitet. Doch schon immer hatte er den Wunsch, einmal ein »richtiges« Buch zu schreiben.
    Nun steht sein Name vorn auf dem Buch. Als Drehbuchautor werde man eigentlich gar nicht wahrgenommen, obwohl man das Herzstücks des Betriebs sei, denn ohne Drehbuch, ohne Geschichte kein Film, sagt Gollhardt.
    Mit seinem Thrillerdebüt »WESTWALL« greift Benedikt Gollhardt das aktuelle Gefühl unserer Zeit auf, in der die Grenzen zwischen Gut und Böse zunehmend zu verschwimmen scheinen. In TV-Serien ist diese Grenzüberschreitung längst üblich.
    Der Westwall ist eine gigantische Verteidigungsanlage der Nazis. Das zweigrößte militärische Bauwerk nach der Chinesischen Mauer. Auch heute noch sind Teile davon sichtbar, und Gollhardt beschreibt die Anlage gleich am Anfang des Romans wie einen unter der Erde halb vergrabenen Drachen. Ein fast schon filmischer Einstieg. Merkt man hier den Drehbuchautor?
    Gollhardt musste zunächst einmal begreifen, dass er im Roman wesentlich mehr Mittel zur Verfügung hat, als in einer Fernsehserie. Diese Freiheit hat er genossen.
    Das Leben von Polizeischülerin Julia gerät in einen albtraumhaften Strudel. »Westwall« ist geprägt von starken Figuren, fernab der üblichen Cliches.
    Hören Sie den Mitschnitt des Gesprächs vom 21. März 2019 live vor Publikum auf der Bühne des Forums autoren@leipzig der Leipziger Buchmesse. Thriller-Autor Benedikt Gollhardt im Gespräch mit Wolfgang Tischer vom literaturcafe.de.
    27 min

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