Auch am Karfreitag reden wir darüber, wie Dinge in Medien laufen - aber ausnahmsweise nicht mit einer Hörerin oder einem Hörer. Stattdessen schauen wir uns an, wie Pressekonferenzen funktionieren.
Ohne diese Pressekonferenz wäre die Mauer vielleicht nicht so schnell gefallen: Am 9. November 1989 hatte SED-Funktionär Günter Schabowski vor Journalistinnen und Journalisten aus aller Welt von einer Sitzung des Zentralkomitees berichtet. Erst nach einer Stunde fragte ihn ein Journalist nach der geplanten Reiseregelung.
Schabowski wusste so wenig darüber, dass er nur aus dem ZK-Beschluss vorlesen konnte. Durch sein versehentliches "Nach meiner Kenntnis ist das sofort, unverzüglich" sorgte er dafür, dass sich zehntausende Menschen auf den Weg an die deutsch-deutsche Grenze machten.
Nur selten verändert eine Pressekonferenz die Welt, aber an diesem Beispiel zeigt sich die Besonderheit dieser Art von Veranstaltung. Alles, was hier gesprochen wird, bekommt die größtmögliche mediale Öffentlichkeit – mit allen Vor- und Nachteilen.
Die Befragten können ihre öffentliche Bühne vielfältig nutzen: zur Information, zur Desinformation, zur Inszenierung – und um manche Bombe platzen zu lassen. @mediasres spezial schaut sich dieses Instrument politischer Kommunikation mit all seinen Besonderheiten an, spricht mit Pressesprechern und Journalistinnen und erinnert an legendäre Auftritte auf dieser öffentlichen Bühne.
Einblicke in Medien wie diese gibt’s übrigens viermal die Woche im Podcast @mediasres vom Deutschlandfunk – und auch im Radio. "Nach Redaktionsschluss" wie gewohnt wieder in einer Woche – dann zum Thema, wie wir mehr Diversität in die Berichterstattung kriegen.
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