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Noch am Wörthersee, über 40 Grad, und Isabel kommt mit Kaffee und Verspätung – Radfahrer auf der Süduferstraße. Lukas erklärt, warum er Full-Body-MRTs für Gesunde für "Schrotschussdiagnostik" hält: Zufallsbefunde, die Angst machen, aber selten helfen, und Interessenskonflikte in der Prävention, die das Ganze nicht besser machen. Dazu eine Geschichte, die bei Isabel hängen blieb: Ein Bekannter trinkt aus einer Dose, eine Wespe sitzt drin, anaphylaktischer Schock, Adrenalinspritze, knappes Ende. Ab jetzt immer in ein Glas umfüllen. Lukas berichtet vom Spielplatz-Unfall eines befreundeten Kindes und macht sich Gedanken zur richtigen Diagnostik.
Isabel hat sich einen Aluminium-Koffer der Marke Prezor gegönnt – auf Instagram entdeckt, 320 Euro im Sale, Unboxing-Erlebnis auf Apple-Niveau, und Lukas kann dazu nur sagen: "Du bist so ein Opfer." Lukas hat den Podcast von Sir Chris Hohn mit Nicolai Tangen gehört – Gründer des TCI Fund, einem der größten europäischen Hedge Fonds – und das Wichtigste war ein einfacher Gedanke: Die meisten Dinge im Leben haben geringe Relevanz, ein paar wenige extrem hohe – auf die konzentrieren. Airports als Investition, weil sie keinen Wettbewerb fürchten müssen. Außerdem: Das The Economist-Interview mit Elon Musk – ob er wirklich rechts ist und was seine Macht bedeutet. Und Lukas liest niemals ein Buch von vorn bis hinten durch: er liest bis zum nächsten interessanten Gedanken, dann legt er eine Pause und liest so mehrere Bücher parallel.
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Sir Chris Hohn – In Good Company with Nicolai Tangen (Spotify)
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Auf der Rückfahrt vom Generali Open in Kitzbühel haben die beiden im Auto den aktuellen Hotel Matze Podcast mit Psychiater Dr. Michael Bohne gehört – und zwei Gedanken daraus lassen sie nicht los. Erstens: Man sollte sich sein eigenes Habitat schaffen, also die Umgebung finden, in der man am besten resoniert und performt. Zweitens, und das ist der Satz, der hängen bleibt: Die Summe der Menschen, die uns scheiße finden, ist immer gleich groß. Egal was man macht oder lässt – es wird sie immer geben, Gandhi eingeschlossen. Also kann man das Anpassen eigentlich lassen.
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Hotel Matze – Dr. Michael Bohne: Wie können wir innere Blockaden lösen?
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Kurz vor Abreise zum Generali Open ATP Tennis-Turnier nach Kitzbühel gibt es einiges zu besprechen. Lukas ist wieder einmal unfähig richtig zu packen, aber Isabel fühlt sich dafür nicht mehr verantwortlich. Außerdem geht es in dieser Folge gleich um zweierlei Formen der Odysee: Zum einen um eine geheimnisvolle und vor allem Umweg-beladene Postsendung aus Mexiko, auf die Lukas 3 (!) Jahre gewartet hat und zum anderen um eine kritische Review zum neuen Christopher Nolan Epos “Die Odyssee”.
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Paradero Hotel Todos Santos
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Wörthersee Edition, Part 2 – diesmal live und gemeinsam. Die Folge beginnt mit der passenden Kleiderwahl für einen Drehtermin und den sprachlichen und grammatikalischen Grundprinzipien des zivilisierten Lebens. Kann der Kapitalismus überhaupt funktionieren, wenn endloses Wachstum seine Grundvoraussetzung ist? Und kann der Mensch überhaupt Stillstand akzeptieren? Das Nilpferd denkt nicht ans Übermorgen – wir schon. Dieser evolutionäre Vorteil des abstrakten Denkens ist gleichzeitig der Grund, warum echte Zufriedenheit so schwer ist. Es gibt nur das Jetzt. Der Rest ist Konstruktion.
Isabel versucht aktiv, keine Ziele zu haben. “Trust the process” – am liebsten so, wie Roger Federer die Vorhand schlägt: kinetische Kette, Körper vertrauen, aufhören nachzudenken. Alexandra Eala, 21, Filipina, Top 30, Wimbledon – sagt bei einer Pressekonferenz über den Rückhalt ihres Landes: Once it grows, it cannot be stopped. Das gilt für Tennis. Und für damit, zumindest laut Lukas, auch für alles andere. Dazu: Warum "Du bist genug" nicht gleichzusetzen ist mit Anspruchslosigkeit. Und eine Anekdote von Lukas mit 16 Jahren, die zeigt, wie viel ein einziger Satz eines Mentors verändern kann.
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Alexandra Eala – Wikipedia
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Diese Folge wird remote aufgenommen: Isabel am Wörthersee, Lukas in Wien – und das Türkis des Sees ist, so viel sei verraten, bereits im ersten Satz zu spüren. Lukas kommt frisch aus einer vollgepackten Woche zurück: Fireside Chat in München mit dem Wiener Gesundheits-Startup NYRA HEALTH, Gespräche mit Gründerinnen, Unternehmerinnen, Family Offices und eine Erkenntnis, die hängen, die von der darauffolgenden Uni-Vorlesung bleibt – nämlich warum das amerikanische Rechtssystem auf Einzelfallentscheidungen basiert, während wir in Europa Gesetzestexte haben. Und dann noch ein Zitat, das die ganze Woche zusammenfasst: Take your work seriously, but not yourself.
Der eigentliche Kern der Folge ist das Thema Stundenwert – wie bepreist man sich als Selbstständige/r, wenn die Leistung längst nicht alles ist, was zählt? Netzwerk, Marke, gelebte Erfahrung: das sind Dinge, die man schwer in eine Rechnung packt, die aber den Unterschied machen. Ein Studienkollege brachte es auf den Punkt: Es dauert so lange, wie man alt ist. 42 Jahre bedeutet, es hat 42 Jahre gedauert, um zu wissen, was man jetzt weiß. Die gesamte Lebenserfahrung steckt in der Stunde — und genau das ist ihr Preis. Wer das früher versteht, verliert weniger. Lukas erlebt im ÖBB Railjet Business Class – seinem klaren Favorit für österreichische Strecken – eine äußerst amüsante und sagen wir individuelle Bestellsituation. Buchempfehlung der Folge: Poor Charlie's Almanack von Charlie Munger.
Isabel will Lukas’ “Love Language” herausfinden, aber das gelingt ihr nicht ganz…
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Poor Charlie's Almanack – Charlie Munger
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Tony, der Hamster, selbst mit nach Kärnten – was eine erstaunliche Käfig-Logistik nach sich zieht: Transportkäfig, Wiener Käfig, Kärntner Käfig, Willhaben-Käfig. Vier Käfige, ein Hamster. Dazu der Plan für die Sommerfrische: kein fixes Programm, jeden Morgen entscheiden was der Tag bringt, Tscheppeschlucht oder See – Hauptsache spontan. Dass man trotzdem immer wieder an denselben fünf Stellen landet, erklärt Barry Schwartz schon lange: Zu viel Auswahl führt zu Entscheidungslähmung. Man greift zum Bewährten.
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Barry Schwartz – The Paradox of Choice
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Lukas nimmt seit einer Woche Mounjaro – und das ist der Aufhänger für eine der medizinisch dichtesten Folgen. Er erklärt, wie GLP-1 Agonisten in den Leptin-Ghrelin-Haushalt eingreifen, warum der Sättigungsmechanismus bei Adipositas biochemisch aus dem Takt gerät, und warum der Body-Mass-Index als Maßstab überholt ist. Sein Kernargument: Übergewicht ist eine multifaktorielle Erkrankung – Genetik, Kindheitsprägung, Insulinrezeptor-Sensitivität – und keine Frage des Willens. Das Schicksal der Biggest-Loser-Kandidaten, die zu 95% rückfällig werden, spricht Bände. Man kann davon ausgehen, dass jede Person über 40, die plötzlich Gewicht verliert eines dieser Medikamente nimmt, aber nicht drüber spricht.
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GLP-1-Rezeptoragonisten – Wikipedia
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Lukas stolpert über ein YouTube-Format, das fragwürdige Instagram-Coaches auseinandernimmt – Typen mit Rolex, Dubai-Pool und 15.000-Euro-Kursen, die schnellen Reichtum versprechen. Was das mit einer persönlichen Erfahrung zu tun hat: Lukas saß mal selbst in einem solchen „Coaching-Call" mit einem Typen aus Dubai, den er aber schnell abwürgte. Die Grundregel, die danach bleibt: Versprechen auf schnellen Reichtum, die nicht mit Glück argumentieren, sind falsch. Immer. Daraus folgt eine länger diskutierte Frage: Warum ist Risikobereitschaft in Europa so anders als in Amerika? Scott Galloway, NYU-Professor und Podcast-Host, liefert den Rahmen – seine These: Für die breite Masse ist Europa besser, für wer wirklich an die Spitze will, braucht es amerikanische Marktgröße und eine Kultur, die Scheitern nicht bestraft.
Dann der Samstag: Vienna Pride mit den Kindern – und das Kind, das in der vollgestopften Straßenbahn einfach mit den Pride-Menschen zu reden beginnt. Isabel findet das schöner als alles andere. Danach das Abendessen: Lukas hatte das Arici in der Blindengasse reserviert, Isabel hatte eigentlich keine Lust. Dann: Marmor-Eingang, 20er-Jahre-Holzvertäfelung, Spaghetti all'assassina, Muscheln, Tiramisu – und ein Abend, den man nicht vergisst. Und ganz am Schluss, quasi als Bonusthese: Je mehr Leute in einem Meeting sitzen, desto weniger passiert. Echte Entscheidungen fallen immer zu zweit.
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Business-Coach Koroma: Der nächste Abzocker? | STRG_F
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Wer macht eigentlich zuhause was? 50/50? 70/30? Die Wahrheit liegt irgendwo zwischen Bananenbrot, Frühstücksvorbereitung und der These, dass eine Diktatur im Familiensystem manchmal effizienter wäre als Demokratie – auch wenn das natürlich niemand offiziell unterschreiben würde. Lukas hatte übers Wochenende ein dreitägiges DSGVO-Seminar an der Uni und bringt eine überraschende Erkenntnis mit: Die europäische Datenschutzverordnung ist vielleicht der schärfste Hebel, den Europa gegen US-Tech-Monopolismus hat – weil wir ihn eben wirklich ernst nehmen.
Isabel hat derweil eine neue Morgenroutine – kein Handy bis acht Uhr früh, ein paar Übungen, Datteln in heißem Wasser. Lukas hat indes eine Rechnung angestellt, die einen nicht mehr loslässt: Das Jahr hat 8.760 Stunden – wie viele davon arbeitet man wirklich? Wer das einmal ausrechnet, weiß plötzlich, was eine erwerbstätige Stunde im eigenen Leben kostet. Und warum sich das schlechte Gewissen, an einem Dienstagvormittag ins Gym zu gehen, mit einem Blick auf die Zahlen ziemlich schnell in Luft auflöst.
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EU-DSGVO – Datenschutz-Grundverordnung
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Ein Wochenende mit einer Geburtstagsparty, die eine riskante Prämisse hatte: kein Glas darf leer sein. Lukas und Isabel landen dabei endlich in einem Hotel, in das sie schon längst wollten – dem Romantik Hotel Gmachl in Elixhausen, dem ältesten Hotel Österreichs. Eine tolle Übernachtung, neue Leute, gute Gespräche. Was haben wir wieder daraus gelernt? Die Erkenntnis, dass man sich auf Dinge einlassen muss, um festzustellen, dass sie gut waren. Auch wenn das eben bedeutet die eigene Komfortzone zu verlassen.
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Romantik Hotel Gmachl – Elixhausen
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