Papierstau Podcast

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By Robin Schneevogt, Meike Stein, Anika FalkeSociety & CultureArtsBooks
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Papierstau Podcast episodes

  • Folge 194: Not Quick, But Dirty („Rot (Hunger)“ - Senthuran Varatharajah, „Sechzehn Pferde“ - Greg Buchanan, „Pizza Girl“ von Jean Kyoung Frazier)

    Die heutige Folge wird euch präsentiert vom moses. verlag, der neben Büchern und Spielen auch tolle Leseaccessoires im Angebot hat, wie das große Literaturquiz – wir testen ein paar Fragen! Im Vorgeplänkel sprechen wir außerdem über die alternative Popup-Buchmesse in Leipzig und stellen euch ein Sachbuch vor: In „Die Schule der Trunkenheit“ teilen Kerstin Ehmer und Beate Hindermann die Geschichten bekannter Spirituosen, die immer auch eng mit Gesellschaft und Politik verknüpft sind.

    Nach diesem Aperitif bitten wir zum Hauptgang: In „Rot (Hunger)“ widmet sich Senthuran Varatharajah dem verurteilten Mörder, der als „Kannibale von Rotenburg“ einen jungen Mann tötete und teils aufaß. In einem zweiten Erzählstrang steht das Ende einer mehrjährigen Beziehung im Mittelpunkt. Wie die beiden Handlungen zusammenpassen und wie das Ganze nicht nur sprachlich, sondern auch gestalterisch im Buch umgesetzt wird – eure unerschrockene Podcastcrew schaut ganz genau hin!

    Ähnlich unappetitlich und gewalttätig kommt der Plot von „Sechzehn Pferde“ in vollem Galopp auf uns zu: In einer US-amerikanischen Kleinstadt werden die abgetrennten Köpfe von 16 Rössern aufgefunden. Ein Ermittlerduo nimmt die Arbeit auf und schnell steht fest, dass gleich mehrere Einwohner*innen dunkle Geheimnisse verbergen. Kann das literarische Debüt des Videospielautors Greg Buchanan überzeugen?

    Ein versöhnlicher Gang zum Abschluss: Das titelgebende „Pizza Girl“ in Jean Kyoung Fraziers Debüt ist die 18-jährige Jane, die schwanger ist und sich nicht richtig darüber freuen kann. Als sie einer verzweifelten Mutter eine Pizza liefert, entwickelt sie schnell eine Obsession für die ältere Frau. Ist das literarisches Fastfood oder ein deftiges Romanmenü? Wir testen das Sättigungslevel dieser Neuerscheinung für euch!

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    Timecodes:
    00:00:00 – Vorgeplänkel: moses.verlag, Popup-Buchmesse, "Die Schule der Trunkenheit"
    00:16:03 - "Rot (Hunger)" von Senthuran Varatharajah
    00:39:42 - "Sechzehn Pferde" von Greg Buchanan
    00:55:18 - "Pizza Girl" von Jean Kyoung Frazier

     

    Buch-Infos:

    Titel: Rot (Hunger)

    Autor: Senthuran Varatharajah
    Verlag: S. Fischer (2022)
    Preis (Buch): 23,00 €
    Länge: 120 Seiten
    Schlagworte: Gewalt, Kannibalismus, Trennung
    Form: Hardcover
    ISBN: 978-3103970753
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    Titel: Sechzehn Pferde

    Autor: Greg Buchanan
    Übersetzung: Henning Ahrens
    Verlag: S. Fischer (2022)
    Preis (Buch/eBook): 22,00 € / 16,99 €
    Länge: 448 Seiten
    Schlagworte: Thriller, Gesellschaft
    Form: Hardcover
    ISBN: 978-3103974881
    Links: Verlag | LChoice (Affiliate)

    Titel: Pizza Girl

    Autorin: Jean Kyoung Frazier
    Übersetzung: Marion Hertle
    Verlag: Kampa (2022)
    Preis (Buch/eBook): 22,00 € / 16,99 €
    Länge: 240 Seiten
    Schlagworte: Beziehung, Schwangerschaft, Queer
    Form: Hardcover
    ISBN: 978-3311100393
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    Der Beitrag Folge 194: Not Quick, But Dirty erschien zuerst auf Papierstau Podcast.

    1 hr 12 min
  • Folge 193: Weird Flex, but Okay („Unser wirkliches Leben“ - Imogen Crimp, „Demut“ - Szczepan Twardoch, „Nullerjahre“ - Hendrik Bolz)

    Die Leipziger Buchmesse wurde schon wieder abgesagt, und es hagelt Schuldzuweisungen. Die Literaturkritiker*innen Eures Vertrauens ermitteln. Außerdem: Zu seinem 25. Todestag erscheinen zwei neue Bände mit Texten des Beatpoeten Allen Ginsberg, „Prosa“ sowie „Lyrik/Poetry“, und wir haben die heißen Infos aus dem Backoffice.

    Und dann geht’s auch schon los mit dem Debüt von Imogen Crimp: In „Unser wirkliches Leben“ wird die Gesangsstudentin Anna Opfer des reichen, älteren Max, der die naive junge Frau vom Lande für seine Zwecke manipuliert – oder ist es etwa umgekehrt?

    Danach geht’s ab nach Oberschlesien: Szczepan Twardoch, Superstar der polnischen Literatur, haut mit „Demut“ ein knallahrtes Gesellschaftsepos rund um einen schlesischen Bergmannssohn raus, der in den Wirren der Umbruchszeit nach dem Ersten Weltkrieg um Identität und Zugehörigkeit ringt.

    Zu guter Letzt machen wir uns auf nach Mecklenburg-Vorpommern: Hendrik Bolz, eigentlich Rapper, widmet sich in seinem Debüt „Nullerjahre“ der eigenen Jugend im zerfallenden Osten. Fear and Loathing (and Nazis) in Stralsund.

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    Timecodes:
    00:00:00 - Vorgeplänkel: Absage LBM22, "Lyrik / Poetry" - Allen Ginsberg
    00:16:39 - "Unser wirkliches Leben" von Imogen Crimp
    00:35:00 - "Demut" von Szczepan Twardoch
    00:52:17 - "Nullerjahre" von Hendrik Bolz

     

    Buch-Infos:

    Titel: Unser wirkliches Leben

    Autorin: Imogen Crimp
    Übersetzung: Margarita Ruppel
    Verlag: hanserblau (2022)
    Preis (Buch/eBook): 22,00 € / 16,99 €
    Länge: 464 Seiten
    Schlagworte: Finanzwelt, Abhängigkeit
    Form: Hardcover
    ISBN: 978-3446272859
    Links: Verlag | LChoice (Affiliate)

    Titel: Demut

    Autor: Szczepan Twardoch
    Übersetzung: Olaf Kühl
    Verlag: Rowohlt Berlin (2022)
    Preis (Buch/eBook): 25,00 € / 19,99 €
    Länge: 464 Seiten
    Schlagworte: 1. Weltkrieg, Identität
    Form: Hardcover
    ISBN: 978-3737101219
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    Titel: Nullerjahre

    Autor: Hendrik Bolz
    Verlag: KiWi (2022)
    Preis (Buch/eBook): 20,00 € / 16,99 €
    Länge: 336 Seiten
    Schlagworte: Baseballschlägerjahre, Jugend
    Form: Hardcover
    ISBN: 978-3462000948
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    1 hr 21 min
  • Folge 192: Der fidele Sündenpfuhl („Zusammenkunft“ - Natasha Brown, „Damenbart“ - Sarah Pines, „Wenn ich euch verraten könnte“ - Lea Draeger)

    Die Nominierungen für den Dublin Literary Award werden von einer bestimmten Berufsgruppe zusammengestellt: Bibliothekar*innen aus aller Welt dürfen hier Bücher nominieren, die im Original oder übersetzt auf Englisch erschienen sind. 79 internationale Werke haben es so in diesem Jahr auf die Longlist geschafft, und wir haben ein paar alte Bekannte darunter entdeckt.

    In ihrem Debüt „Zusammenkunft“ schildert Natasha Brown den Alltag einer schwarzen Frau in der Londoner Hochfinanz. Die Protagonistin hat große Teile ihres Lebensplans erfüllt, fühlt sich aber dennoch nicht angekommen: Zu groß scheinen die Barrieren aufgrund ihrer Herkunft und Hautfarbe.

    Mit „Damenbart“ legt die Journalistin Sarah Pines ihre erste Arbeit als Schriftstellerin vor. Die 17 Kurzgeschichten erzählen von einsamen Menschen, ihrer Sehnsucht nach Vergangenem und ihrer Angst vor der Zukunft.

    Intergenerationale Traumata und eine Familiengeschichte, die von Männern geprägt wird: In Lea Draegers Debüt „Wenn ich euch verraten könnte“ wird ein 13-jähriges Mädchen in eine psychiatrische Klinik eingewiesen, weil sie nicht mehr isst und spricht. Findet sie hier ihre Worte wieder?

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    Timecodes:
    00:00:00 - Vorgeplänkel: Dublin Literary Award 2022
    00:07:05 - "Zusammenkunft" von Natasha Brown
    00:24:24 - "Damenbart" von Sarah Pines
    00:38:55 - "Wenn ich euch verraten könnte" von Lea Draeger

     

    Buch-Infos:

    Titel: Zusammenkunft

    Autorin: Natasha Brown
    Übersetzung: Jackie Thomae
    Verlag: Suhrkamp (2022)
    Preis (Buch/eBook): 20,00 € / 16,99 €
    Länge: 113 Seiten
    Schlagworte: London, Intersektionalität
    Form: Hardcover
    ISBN: 978-3518430460
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    Titel: Damenbart

    Autorin: Sarah Pines
    Verlag: Schöffling (2022)
    Preis (Buch/eBook): 20,00 € / 15,99 €
    Länge: 200 Seiten
    Schlagworte: Kurzgeschichten, Einsamkeit
    Form: Hardcover
    ISBN: 978-3895617119
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    Titel: Wenn ich euch verraten könnte

    Autorin: Lea Draeger
    Verlag: hanserblau (2022)
    Preis (Buch/eBook): 23,00 € / 16,99 €
    Länge: 288 Seiten
    Schlagworte: Intergenerationales Trauma
    Form: Hardcover
    ISBN: 978-3446272866
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    1 hr
  • Folge 191: Ach du heiliger Kretin! ("Putins Netz" - Catherine Belton", "Nach Mitternacht" - Irmgard Keun, "Das synthetische Herz" - Chloé Delaume, "Der Erinnerungsfälscher" - Abbas Khider)

    Heute haben wir nicht nur Neuerscheinungen und eine Neuveröffentlichung im Gepäck, nein, eines dieser brandneuen Bücher wird sogar täglich relevanter – und das hauen wir schon im Vorgeplänkel raus! Catherine Beltons „Putins Netz: Wie sich der KGB Russland zurückholte und dann den Westen ins Auge fasste“ lässt Leser*innen die aktuelle Situation in Europa besser verstehen.

    Und dann geht’s auch schon los mit dem regulären Knallerprogramm: Im Rahmen der Aktion „Frankfurt liest ein Buch“ wurde gerade ein Klassiker der deutschen Exilliteratur, „Nach Mitternacht“ von Irmgard Keun, noch einmal neu veröffentlicht. Döblin, Tucholsky und Roth waren Fans der Autorin, kann sie auch die megakritische Papierstau-Gang überzeugen?

    Weiter geht’s nach Frankreich: In „Das synthetische Herz“ erzählt Chloé Delaume von einer 46-jährigen geschiedenen Frau, die ihr Leben neu ordnen muss. Sie wagt sich in den Datingdschungel, wild entschlossen, schnell einen neuen Partner zu finden – doch das Leben hat andere Pläne…

    Und zu guter Letzt gibt’s das neue Werk von Abbas Khider auf die Ohren: Die autofiktionale Novelle „Der Erinnerungsfälscher“ illustriert nicht nur das Schicksal eines irakischen Flüchtlings, der sich nach Deutschland durchschlägt und um die Staatsbürgerschaft kämpft, sondern stellt Überlegungen zur Frage an, wie wir unser Leben erinnern und erzählen.

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    Timecodes:
    00:00:00 - Vorgeplänkel: "Putins Netz" - Catherine Belton
    00:11:01 - "Nach Mitternacht" von Irmgard Keun
    00:29:09 - "Das synthetische Herz" von Chloé Delaume
    00:47:13 - "Der Erinnerungsfälscher" von Abbas Khider

     

    Buch-Infos:

    Titel: Nach Mitternacht

    Autorin: Irmgard Keun
    Verlag: Claassen (2022)
    Preis (Buch/eBook): 22,00 € / 17,99 €
    Länge: 208 Seiten
    Schlagworte: Nazideutschland, Satire
    Form: Hardcover
    ISBN: 978-3546100342
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    Titel: Das synthetische Herz

    Autorin: Chloé Delaume
    Übersetzung: Claudia Steinitz
    Verlag: liebeskind (2022)
    Preis (Buch/eBook): 20,00 € / 14,99 €
    Länge: 160 Seiten
    Schlagworte: Verlust, Liebe
    Form: Hardcover
    ISBN: 978-3954381432
    Links: Verlag | LChoice (Affiliate)

    Titel: Der Erinnerungsfälscher

    Autor: Abbas Khider
    Übersetzung:
    Verlag: Hanser (2022)
    Preis (Buch/eBook): 19,00 € / 14,99 €
    Länge: 128 Seiten
    Schlagworte: Immigration, Erinnerungen
    Form: Hardcover
    ISBN: 978-3446272743
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    1 hr 3 min
  • Folge 190: Sprechen wir halt über Bücher! („Die Tochter“ - Kim Hye-Jin, „Wir waren wie Brüder“ - Daniel Schulz, „Wir sind das Licht“ - Gerda Blees)

    Mehr als 700 professionelle amerikanische Literaturkritiker*innen haben sich in der Organisation National Book Critics Circle zusammengeschlossen, die jedes Jahr ihren gleichnamigen Award in verschiedenen Kategorien vergibt. Für die laufende Saison stehen jetzt die Nominierten fest, und wir haben viele bekannte Titel entdeckt – da füllt der Preislistenpodcast eures Vertrauens doch locker ein Vorgeplänkel mit!

    „Die Tochter“ ist lesbisch, doch die Mutter hat dafür kein Verständnis: Im Debüt von Kim Hye-Jin prallen Generationen und Weltanschauungen aufeinander. Als der queere Nachwuchs samt Lebensgefährtin wieder bei Mama einzieht, spitzt sich der Konflikt zu. Der Roman wird aus Sicht der Mutter geschildert, lohnt der Ausflug in eine homophobe Gedankenwelt?

    In seinem Romandebüt „Wir waren wie Brüder“ verarbeitet Daniel Schulz seine eigenen Erfahrungen und erzählt von der Wendezeit in der brandenburgischen Provinz: Als Teenager musste er sich (und eine ganze Generation mit ihm) schnell an ein neues politisches und gesellschaftliches System gewöhnen. Kann der Roman zum besseren Verständnis zwischen Ost und West beitragen?

    Elisabeth ist verhungert – vor den Augen ihrer drei Mitbewohner*innen. Was ist passiert, und warum konnte ihr nicht geholfen werden? Die Antworten hierauf geben in „Wir sind das Licht“ wechselnde Erzähler*innen. Dabei lässt Gerda Blees in ihrem Debüt nicht nur Menschen, sondern auch Objekte (u.a. Brot!) zu Wort kommen – gelingt das Experiment?

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    Timecodes:
    00:00:00 - Vorgeplänkel: National Book Critics Circle Award 2021
    00:15:17 - "Die Tochter" von Kim Hye-Jin
    00:35:35 - "Wir waren wie Brüder" von Daniel Schulz
    00:55:25 - "Wir sind das Licht" von Gerda Blees

     

    Buch-Infos:

    Titel: Die Tochter

    Autorin: Kim Hye-Jin
    Übersetzung: Ki-Hyang Lee
    Verlag: Hanser Berlin (2022)
    Preis (Buch/eBook): 20,00 € / 15,99 €
    Länge: 176 Seiten
    Schlagworte: Familie, Vorurteile
    Form: Hardcover
    ISBN: 978-3446272323
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    Titel: Wir waren wie Brüder

    Autor: Daniel Schulz
    Verlag: Hanser Berlin (2022)
    Preis (Buch/eBook): 23,00 € / 16,99 €
    Länge: 288 Seiten
    Schlagworte: Nachwendezeit, Gewalt
    Form: Hardcover
    ISBN: 978-3446271074
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    Titel: Wir sind das Licht

    Autorin: Gerda Blees
    Übersetzung: Lisa Mensing
    Verlag: Zsolnay (2022)
    Preis (Buch/eBook): 23,00 € / 16,99 €
    Länge: 240 Seiten
    Schlagworte: Experimentell, Radikalisierung
    Form: Hardcover
    ISBN: 978-3552072749
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    1 hr 14 min
  • Folge 189: Wir strafen sie alle! ("Strömung" - Jakob Augstein, "Creep" - Philipp Winkler, "Die Übung" - Claudia Petrucci)

    Normalerweise kümmern wir uns um Übersetzungen ins Deutsche, doch im heutigen Vorgeplänkel nehmen wir mal ein paar neue Übersetzungen aus dem Deutschen unter die Lupe – wie nimmt die englischsprachige Welt aktuelle Literatur aus unseren Gefilden wahr?

    Dann geht’s los mit dem Debütroman „Strömung“, den der bekannte Journalist und Verleger Jakob Augstein im zarten Alter von 54 Jahren vorlegt. Im Text geht es um das Schicksal eines ehrgeizigen neoliberalen Politikers, der bemerkt, dass er aus der Zeit gefallen ist. Was halten wir von der Politsatire?

    Philipp Winkler ist ganz klar ein Liebling dieses Podcasts. In seinem neuen Roman „Creep“ schreibt er über Grausamkeit und Entfremdung im Zeitalter des Internets. Japan und Deutschland, Web und Wirklichkeit, Einsamkeit und Radiohead: Die Papierstau-Crew holt den Rezensionshammer raus!

    Und dann geht’s ab nach Italien: Die junge Autorin Claudia Petrucci wurde für ihr Debüt „Die Übung“ bereits mit einigen Preisen ausgezeichnet. Darin geht es um eine psychisch instabile Schauspielerin, die einer zweifelhaften Behandlungsmethode ausgesetzt wird. Die Mäusekönig*innen der Literaturkritik debattieren für Euch die Qualität des Werks.

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    Timecodes:
    00:00:00 - Vorgeplänkel: Übersetzungen ins englische, Steady-Feed-Link
    00:10:14 - "Strömung" von Jakob Augstein
    00:35:09 - "Creep" von Philipp Winkler
    00:58:45 - "Die Übung" von Claudia Petrucci

     

    Buch-Infos:

    Titel: Strömung

    Autor: Jakob Augstein
    Verlag: Aufbau (2022)
    Preis (Buch/eBook): 22,00 € / 16,99 €
    Länge: 301 Seiten
    Schlagworte: Politik, Satire
    Form: Hardcover
    ISBN: 978-3351039493
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    Titel: Creep

    Autor: Philipp Winkler
    Verlag: Aufbau (2022)
    Preis (Buch/eBook): 22,00 € / 14,99 €
    Länge: 342 Seiten
    Schlagworte: Einsamkeit, Internet
    Form: Hardcover
    ISBN: 978-3351037253
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    Titel: Die Übung

    Autorin: Claudia Petrucci
    Übersetzung: Mirjam Bitter
    Verlag: Wagenbach (2022)
    Preis (Buch/eBook): 23,00 € / 19,99 €
    Länge: 304 Seiten
    Schlagworte: Theater, psychische Erkrankung
    Form: Hardcover
    ISBN: 978-3803133434
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    1 hr 18 min
  • Folge 188: Das Paradies vernichten („Zum Paradies“ - Hanya Yanagihara, „Vernichten“ - Michel Houellebecq, „Hundepark“ - Sofi Oksanen)

    Mit Hanya Yanagihara und Michel Houellebecq haben in dieser Woche gleich zwei literarische Schwergewichte neue Romane veröffentlicht und dafür komplett unterschiedliche Marketingstrategien gewählt. Sind diese Werbemaßnahmen clever oder eher kontraproduktiv? Das diskutieren wir im Vorgeplänkel, bevor es direkt ins literarische Vergnügen geht!

    Mit „Zum Paradies“ hat Hanya Yanagihara einen komplexen, mehrteiligen Roman geschrieben. Darin enthalten: Eine alternative Realität des 19. Jahrhunderts, die Auswirkungen der AIDS-Krise in den 1990ern und eine pandemieverseuchte (und leider erschreckend vorstellbare) dystopische Zukunft. Die Suche nach dem amerikanischen Traum ist treibende Kraft aller drei Erzählstränge – doch was macht ihn für die jeweiligen Charaktere aus?

    „Vernichten“, der neuste Roman des französischen Meisterprovokateurs Michel Houellebecq, wirft Lesende direkt in den französischen Präsidentschaftswahlkampf 2027. Während die Welt von Terroranschlägen erschüttert wird, muss Protagonist Paul, der Berater des Wirtschaftsministers, sich mit familiären Problemen herumschlagen. Politik, Gewalt und Liebe – wer wird hier als Sieger hervorgehen?

    Zum Abschluss geht es in den „Hundepark“, aber Obacht: Hinter dem scheinbar harmlosen Titel verbirgt sich ein Roman über verzweifelte Menschen, die weit gehen, um ihre Lebensumstände zu verbessern. Sofi Oksanen nimmt uns mit in die Ukraine, in der der weibliche Körper besonderen Marktwert hat und die Spende von Eizellen für viele Frauen als gute und sichere Einnahmequelle gilt.

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    Timecodes:
    00:00:00 - Vorgeplänkel: VÖ-Strategien von Yanagihara und Houellebecq
    00:15:37 - "Zum Paradies" von Hanya Yanagihara
    00:46:20 - "Vernichten" von Michel Houellebecq
    01:10:43 - "Hundepark" von Sofi Oksanen

     

    Buch-Infos:

    Titel: Zum Paradies

    Autorin: Hanya Yanagihara
    Übersetzung: Stephan Kleiner
    Verlag: Claassen (2021)
    Preis (Buch/eBook): 30,00 € / 24,99 €
    Länge: 896 Seiten
    Schlagworte: Familie, Liebe
    Form: Hardcover
    ISBN: 978-3546100519
    Links: Verlag | LChoice (Affiliate)

    Titel: Vernichten

    Autor: Michel Houellebecq
    Übersetzung: Stephan Kleiner, Bernd Wilczek
    Verlag: Dumont (2021)
    Preis (Buch/eBook): 28,00 € / 24,99 €
    Länge: 624 Seiten
    Schlagworte: Versöhnung, Terror
    Form: Hardcover
    ISBN: 978-3832181932
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    Titel: Hundepark

    Autorin: Sofi Oksanen
    Übersetzung: Angela Plöger
    Verlag: KiWI (2021)
    Preis (Buch/eBook): 23,00 € / 16,99 €
    Länge: 480 Seiten
    Schlagworte: Ukraine, Existenz
    Form: Hardcover
    ISBN: 978-3462000115
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    1 hr 32 min
  • Folge 187: Homo toxico („Männerphantasien“ - Klaus Theweleit, „Die letzten Männer des Westens“ - Tobias Ginsburg, "Lob des Sexismus" - Lodovico Satana, „Sei kein Mann“ von JJ Bola)

    Nachdem wir letzte Woche über (Frauen-)Literatur diskutiert haben, geht es diese Woche um den Homo toxico: Wir dekonstruieren die toxische Männlichkeit! Was haben die drei Pimmelwitzexpert*innen vom testosteronschwangeren Alpha-Podcast mit den dicken…ähem…Büchern für steile Thesen am Start?

    Los geht’s mit einem Grundlagenwerk der Männerstudien: Klaus Theweleit untersucht in seinem ziegeldicken Wissenschaftsschmöker „Männerphantasien“ die Wurzeln und Auswirkungen des faschistischen Männerbildes. Wir klären, ob Theweleits Schlussfolgerungen der Gegenwart standhalten.

    Dann wenden wir uns Tobias Ginsburg zu, der sich in seinem investigativen Bericht „Die letzten Männer des Westens“, wie der Untertitel verrät, unter „Antifeministen, rechte Männerbünde und die Krieger des Patriarchats“ mischt – teilweise unter Einsatz seines Lebens.

    Danach machen wir den Giftschrank auf, denn Humor ist bekanntlich, wenn man trotzdem lacht. Lodovico Satana singt das „Lob des Sexismus“, Untertitel “ Frauen verstehen, verführen und behalten“. Wir haben da auch so einiges verstanden, und das wird dem Autor nicht gefallen.

    Und zu guter Letzt widmen wir uns JJ Bola. Der Autor diskutiert Männlichkeit als Performance und rät: „Sei kein Mann“. Ob das die Lösung ist?

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    Timecodes:
    00:00:00 - Vorgeplänkel
    00:03:25 - "Männerphantasien" von Klaus Theweleit
    00:22:35 - "Die letzten Männer des Westens" von Tobias Ginsburg
    00:43:38 - "Lob des Sexismus" von Lodovico Satana
    01:01:39 - "Sei kein Mann" von JJ Bola

     

    Buch-Infos:

    Titel: Männerphantasien

    Autor: Klaus Theweleit
    Verlag: Matthes & Seitz (2019)
    Preis (Buch/eBook): 48,00 € / 29,99 €
    Länge: 1278 Seiten
    Schlagworte: Standardwerk, toxische Männlichkeit
    Form: Hardcover
    ISBN: 978-3957577597
    Links: Verlag | LChoice (Affiliate)

    Titel: Die letzten Männer des Westens

    Autor: Tobias Ginsburg
    Verlag: Rowohlt (2021)
    Preis (Buch/eBook): 16,00 € / 14,99 €
    Länge: 336 Seiten
    Schlagworte: Journalismus, Männerbünde
    Form: Taschenbuch
    ISBN: 978-3499003530
    Links: Verlag | LChoice (Affiliate)

    Titel: Sei kein Mann

    Autor: JJ Bola
    Übersetzung: Malcolm Ohanwe
    Verlag: hanserblau (2020)
    Preis (Buch/eBook): 16,00 € / 11,99 €
    Länge: 160 Seiten
    Schlagworte: Jugendbuch, Männlichkeitsbilder
    Form: Taschenbuch
    ISBN: 978-3446267985
    Links: Verlag | LChoice (Affiliate)

     

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    1 hr 21 min
  • Folge 186: (Frauen-)Literatur („Das Weib ist ein Nichts“ - Mela Hartwig, „Houston, Houston!“ - James Tiptree Jr. (aka Alice B. Sheldon), „Menschen im Hotel“ von Vicki Baum)

    Willkommen zum Jahresendspurt! Kurz bevor 2021 Tschüss sagt, hauen wir nach heißen Literaturnews im Vorgeplänkel (u.a. mit dabei: Mr. Keanu Reeves!) noch eine Sonderfolge raus. Heute haben wir drei Bücher dabei, bei denen nicht nur die Handlungen, sondern auch die Biografien der Autorinnen genug Stoff für die große Leinwand bieten. Vorhang auf für drei Schriftstellerinnen, die es sich zu entdecken lohnt!

    Ein Hochstapler, ein Musiker, ein Bankier und ein Revolutionär: In „Das Weib ist ein Nichts“ von Mela Hartwig gerät die junge Bibiana nacheinander an vier Männer, die sie alle für ihre eigenen Zwecken missbrauchen. Bei Erstveröffentlichung im Jahr 1929 sorgte der feministische Roman für einen Skandal, wie aktuell wirkt er fast 100 Jahre später?

    Als visionär und zukunftsweisend wurde das Werk des vermeintlich männlichen Science-Fiction-Autors James Tiptree Jr. gelobt – die spätere Enthüllung, dass es sich bei dem Pseudonym um die Autorin Alice B. Sheldon handelte, sorgte für großes Aufsehen. Die Kurzgeschichtensammlung „Houston, Houston!“ bietet einen guten Überblick über die kreative Vielfalt der Psychologin und Ex-CIA-Mitarbeiterin.

    Vicki Baum war in der Weimarer Republik eine echte Starautorin: Ihr Roman „Menschen im Hotel“ wurde am Broadway aufgeführt und mit Greta Garbo verfilmt. Im titelgebenden Berliner Grand Hotel treffen die verschiedensten Charaktere aufeinander und erschaffen so ein facettenreiches Abbild der Großstadt der 1920er Jahre.

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    Timecodes:
    00:00:00 - Vorgeplänkel: "BRZRKR" - Keanu Reaves, Damon Galgot auf deutsch, Steady-Aufruf
    00:14:43 - "Das Weib ist ein Nichts" von Mela Hartwig
    00:32:11 - "Houston, Houston!" von James Tiptree jr. (aka Alice B. Sheldon)
    00:51:19 - "Menschen im Hotel" von Vicky Baum

     

    Buch-Infos:

    Titel: Das Weib ist ein Nichts

    Autorin: Mela Hartwig
    Verlag: Droschl (2002)
    Preis (Buch/eBook): 19,00 € / 14,99 €
    Länge: 192 Seiten
    Schlagworte: Grooming, Missbrauch
    Form: Hardcover
    ISBN: 978-3854206156
    Links: Verlag | LChoice (Affiliate)

    Titel: Houston, Houston!

    Autorin: James Tiptree jr. (aka Alice B. Sheldon)
    Übersetzung: Frank Böhmert, Bella Wohl u.a.
    Verlag: Septime (2013)
    Preis (Buch/eBook): 23,30 € / 9,99 €
    Länge: 488 Seiten
    Schlagworte: Sci-Fi, Feminismus
    Form: Hardcover
    ISBN: 978-3902711076
    Links: Verlag | LChoice (Affiliate)

    Titel: Menschen im Hotel

    Autor: Vicky Baum
    Verlag: KiWi (2007)
    Preis (Buch/eBook): 12,00 € / 9,99 €
    Länge: 336 Seiten
    Schlagworte: Großstadtroman, Berlin
    Form: Taschenbuch
    ISBN: 978-3462037982
    Links: Verlag | LChoice (Affiliate)

     

    Der Beitrag Folge 186: (Frauen-)Literatur erschien zuerst auf Papierstau Podcast.

    1 hr 11 min
  • Folge 185: feat. Ijoma Mangold

    Er kannte uns schon, da haben wir noch in ganz kleinen Clubs gespielt: Ijoma Mangold, kulturpolitischer Korrespondent der „Zeit“, schaut heute in unserer Show vorbei, um mit uns über die Bücher des Jahres zu sprechen! Außerdem geht’s um Beef (oder um genauer zu sein: Rindertartar) im Feuilleton, die amüsantesten Selbstdarsteller des Jahres und den Zusammenhang zwischen Literaturempfehlungen und Psychoanalyse. Schaltet ein und erfahrt, welcher Autor dringend den Deutschen Buchpreis gewinnen muss, für wen wir in unserer Liebe zur Avantgarde mal eine Ausnahme machen, und warum es sich bei Ijoma und der Crew in Wahrheit um vier Intellektuelle mit Hipster-Allüren handelt!

    Copyright Foto: Christian Buck

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    Der Beitrag Folge 185: feat. Ijoma Mangold erschien zuerst auf Papierstau Podcast.

    49 min

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Papierstau Podcast ist eine unabhängige, privat produzierte Show von und für Literaturliebhaber*innen. Hier gibt es Neuigkeiten und Debatten aus der Welt der Literatur sowie Buchtipps auf die Ohren:…

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