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Die heutige Folge wird euch präsentiert vom moses. verlag, der neben Büchern und Spielen auch tolle Leseaccessoires im Angebot hat, wie das große Literaturquiz – wir testen ein paar Fragen! Im Vorgeplänkel sprechen wir außerdem über die alternative Popup-Buchmesse in Leipzig und stellen euch ein Sachbuch vor: In „Die Schule der Trunkenheit“ teilen Kerstin Ehmer und Beate Hindermann die Geschichten bekannter Spirituosen, die immer auch eng mit Gesellschaft und Politik verknüpft sind.
Nach diesem Aperitif bitten wir zum Hauptgang: In „Rot (Hunger)“ widmet sich Senthuran Varatharajah dem verurteilten Mörder, der als „Kannibale von Rotenburg“ einen jungen Mann tötete und teils aufaß. In einem zweiten Erzählstrang steht das Ende einer mehrjährigen Beziehung im Mittelpunkt. Wie die beiden Handlungen zusammenpassen und wie das Ganze nicht nur sprachlich, sondern auch gestalterisch im Buch umgesetzt wird – eure unerschrockene Podcastcrew schaut ganz genau hin!
Ähnlich unappetitlich und gewalttätig kommt der Plot von „Sechzehn Pferde“ in vollem Galopp auf uns zu: In einer US-amerikanischen Kleinstadt werden die abgetrennten Köpfe von 16 Rössern aufgefunden. Ein Ermittlerduo nimmt die Arbeit auf und schnell steht fest, dass gleich mehrere Einwohner*innen dunkle Geheimnisse verbergen. Kann das literarische Debüt des Videospielautors Greg Buchanan überzeugen?
Ein versöhnlicher Gang zum Abschluss: Das titelgebende „Pizza Girl“ in Jean Kyoung Fraziers Debüt ist die 18-jährige Jane, die schwanger ist und sich nicht richtig darüber freuen kann. Als sie einer verzweifelten Mutter eine Pizza liefert, entwickelt sie schnell eine Obsession für die ältere Frau. Ist das literarisches Fastfood oder ein deftiges Romanmenü? Wir testen das Sättigungslevel dieser Neuerscheinung für euch!
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Titel: Rot (Hunger)
Titel: Sechzehn Pferde
Titel: Pizza Girl
Der Beitrag Folge 194: Not Quick, But Dirty erschien zuerst auf Papierstau Podcast.
Die Leipziger Buchmesse wurde schon wieder abgesagt, und es hagelt Schuldzuweisungen. Die Literaturkritiker*innen Eures Vertrauens ermitteln. Außerdem: Zu seinem 25. Todestag erscheinen zwei neue Bände mit Texten des Beatpoeten Allen Ginsberg, „Prosa“ sowie „Lyrik/Poetry“, und wir haben die heißen Infos aus dem Backoffice.
Und dann geht’s auch schon los mit dem Debüt von Imogen Crimp: In „Unser wirkliches Leben“ wird die Gesangsstudentin Anna Opfer des reichen, älteren Max, der die naive junge Frau vom Lande für seine Zwecke manipuliert – oder ist es etwa umgekehrt?
Danach geht’s ab nach Oberschlesien: Szczepan Twardoch, Superstar der polnischen Literatur, haut mit „Demut“ ein knallahrtes Gesellschaftsepos rund um einen schlesischen Bergmannssohn raus, der in den Wirren der Umbruchszeit nach dem Ersten Weltkrieg um Identität und Zugehörigkeit ringt.
Zu guter Letzt machen wir uns auf nach Mecklenburg-Vorpommern: Hendrik Bolz, eigentlich Rapper, widmet sich in seinem Debüt „Nullerjahre“ der eigenen Jugend im zerfallenden Osten. Fear and Loathing (and Nazis) in Stralsund.
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Titel: Unser wirkliches Leben
Titel: Demut
Titel: Nullerjahre
Der Beitrag Folge 193: Weird Flex, but Okay erschien zuerst auf Papierstau Podcast.
Die Nominierungen für den Dublin Literary Award werden von einer bestimmten Berufsgruppe zusammengestellt: Bibliothekar*innen aus aller Welt dürfen hier Bücher nominieren, die im Original oder übersetzt auf Englisch erschienen sind. 79 internationale Werke haben es so in diesem Jahr auf die Longlist geschafft, und wir haben ein paar alte Bekannte darunter entdeckt.
In ihrem Debüt „Zusammenkunft“ schildert Natasha Brown den Alltag einer schwarzen Frau in der Londoner Hochfinanz. Die Protagonistin hat große Teile ihres Lebensplans erfüllt, fühlt sich aber dennoch nicht angekommen: Zu groß scheinen die Barrieren aufgrund ihrer Herkunft und Hautfarbe.
Mit „Damenbart“ legt die Journalistin Sarah Pines ihre erste Arbeit als Schriftstellerin vor. Die 17 Kurzgeschichten erzählen von einsamen Menschen, ihrer Sehnsucht nach Vergangenem und ihrer Angst vor der Zukunft.
Intergenerationale Traumata und eine Familiengeschichte, die von Männern geprägt wird: In Lea Draegers Debüt „Wenn ich euch verraten könnte“ wird ein 13-jähriges Mädchen in eine psychiatrische Klinik eingewiesen, weil sie nicht mehr isst und spricht. Findet sie hier ihre Worte wieder?
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Titel: Zusammenkunft
Titel: Damenbart
Titel: Wenn ich euch verraten könnte
Der Beitrag Folge 192: Der fidele Sündenpfuhl erschien zuerst auf Papierstau Podcast.
Heute haben wir nicht nur Neuerscheinungen und eine Neuveröffentlichung im Gepäck, nein, eines dieser brandneuen Bücher wird sogar täglich relevanter – und das hauen wir schon im Vorgeplänkel raus! Catherine Beltons „Putins Netz: Wie sich der KGB Russland zurückholte und dann den Westen ins Auge fasste“ lässt Leser*innen die aktuelle Situation in Europa besser verstehen.
Und dann geht’s auch schon los mit dem regulären Knallerprogramm: Im Rahmen der Aktion „Frankfurt liest ein Buch“ wurde gerade ein Klassiker der deutschen Exilliteratur, „Nach Mitternacht“ von Irmgard Keun, noch einmal neu veröffentlicht. Döblin, Tucholsky und Roth waren Fans der Autorin, kann sie auch die megakritische Papierstau-Gang überzeugen?
Weiter geht’s nach Frankreich: In „Das synthetische Herz“ erzählt Chloé Delaume von einer 46-jährigen geschiedenen Frau, die ihr Leben neu ordnen muss. Sie wagt sich in den Datingdschungel, wild entschlossen, schnell einen neuen Partner zu finden – doch das Leben hat andere Pläne…
Und zu guter Letzt gibt’s das neue Werk von Abbas Khider auf die Ohren: Die autofiktionale Novelle „Der Erinnerungsfälscher“ illustriert nicht nur das Schicksal eines irakischen Flüchtlings, der sich nach Deutschland durchschlägt und um die Staatsbürgerschaft kämpft, sondern stellt Überlegungen zur Frage an, wie wir unser Leben erinnern und erzählen.
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Titel: Nach Mitternacht
Titel: Das synthetische Herz
Titel: Der Erinnerungsfälscher
Der Beitrag Folge 191: Ach du heiliger Kretin! erschien zuerst auf Papierstau Podcast.
Mehr als 700 professionelle amerikanische Literaturkritiker*innen haben sich in der Organisation National Book Critics Circle zusammengeschlossen, die jedes Jahr ihren gleichnamigen Award in verschiedenen Kategorien vergibt. Für die laufende Saison stehen jetzt die Nominierten fest, und wir haben viele bekannte Titel entdeckt – da füllt der Preislistenpodcast eures Vertrauens doch locker ein Vorgeplänkel mit!
„Die Tochter“ ist lesbisch, doch die Mutter hat dafür kein Verständnis: Im Debüt von Kim Hye-Jin prallen Generationen und Weltanschauungen aufeinander. Als der queere Nachwuchs samt Lebensgefährtin wieder bei Mama einzieht, spitzt sich der Konflikt zu. Der Roman wird aus Sicht der Mutter geschildert, lohnt der Ausflug in eine homophobe Gedankenwelt?
In seinem Romandebüt „Wir waren wie Brüder“ verarbeitet Daniel Schulz seine eigenen Erfahrungen und erzählt von der Wendezeit in der brandenburgischen Provinz: Als Teenager musste er sich (und eine ganze Generation mit ihm) schnell an ein neues politisches und gesellschaftliches System gewöhnen. Kann der Roman zum besseren Verständnis zwischen Ost und West beitragen?
Elisabeth ist verhungert – vor den Augen ihrer drei Mitbewohner*innen. Was ist passiert, und warum konnte ihr nicht geholfen werden? Die Antworten hierauf geben in „Wir sind das Licht“ wechselnde Erzähler*innen. Dabei lässt Gerda Blees in ihrem Debüt nicht nur Menschen, sondern auch Objekte (u.a. Brot!) zu Wort kommen – gelingt das Experiment?
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Titel: Die Tochter
Titel: Wir waren wie Brüder
Titel: Wir sind das Licht
Der Beitrag Folge 190: Sprechen wir halt über Bücher! erschien zuerst auf Papierstau Podcast.
Normalerweise kümmern wir uns um Übersetzungen ins Deutsche, doch im heutigen Vorgeplänkel nehmen wir mal ein paar neue Übersetzungen aus dem Deutschen unter die Lupe – wie nimmt die englischsprachige Welt aktuelle Literatur aus unseren Gefilden wahr?
Dann geht’s los mit dem Debütroman „Strömung“, den der bekannte Journalist und Verleger Jakob Augstein im zarten Alter von 54 Jahren vorlegt. Im Text geht es um das Schicksal eines ehrgeizigen neoliberalen Politikers, der bemerkt, dass er aus der Zeit gefallen ist. Was halten wir von der Politsatire?
Philipp Winkler ist ganz klar ein Liebling dieses Podcasts. In seinem neuen Roman „Creep“ schreibt er über Grausamkeit und Entfremdung im Zeitalter des Internets. Japan und Deutschland, Web und Wirklichkeit, Einsamkeit und Radiohead: Die Papierstau-Crew holt den Rezensionshammer raus!
Und dann geht’s ab nach Italien: Die junge Autorin Claudia Petrucci wurde für ihr Debüt „Die Übung“ bereits mit einigen Preisen ausgezeichnet. Darin geht es um eine psychisch instabile Schauspielerin, die einer zweifelhaften Behandlungsmethode ausgesetzt wird. Die Mäusekönig*innen der Literaturkritik debattieren für Euch die Qualität des Werks.
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Titel: Strömung
Titel: Creep
Titel: Die Übung
Der Beitrag Folge 189: Wir strafen sie alle! erschien zuerst auf Papierstau Podcast.
Mit Hanya Yanagihara und Michel Houellebecq haben in dieser Woche gleich zwei literarische Schwergewichte neue Romane veröffentlicht und dafür komplett unterschiedliche Marketingstrategien gewählt. Sind diese Werbemaßnahmen clever oder eher kontraproduktiv? Das diskutieren wir im Vorgeplänkel, bevor es direkt ins literarische Vergnügen geht!
Mit „Zum Paradies“ hat Hanya Yanagihara einen komplexen, mehrteiligen Roman geschrieben. Darin enthalten: Eine alternative Realität des 19. Jahrhunderts, die Auswirkungen der AIDS-Krise in den 1990ern und eine pandemieverseuchte (und leider erschreckend vorstellbare) dystopische Zukunft. Die Suche nach dem amerikanischen Traum ist treibende Kraft aller drei Erzählstränge – doch was macht ihn für die jeweiligen Charaktere aus?
„Vernichten“, der neuste Roman des französischen Meisterprovokateurs Michel Houellebecq, wirft Lesende direkt in den französischen Präsidentschaftswahlkampf 2027. Während die Welt von Terroranschlägen erschüttert wird, muss Protagonist Paul, der Berater des Wirtschaftsministers, sich mit familiären Problemen herumschlagen. Politik, Gewalt und Liebe – wer wird hier als Sieger hervorgehen?
Zum Abschluss geht es in den „Hundepark“, aber Obacht: Hinter dem scheinbar harmlosen Titel verbirgt sich ein Roman über verzweifelte Menschen, die weit gehen, um ihre Lebensumstände zu verbessern. Sofi Oksanen nimmt uns mit in die Ukraine, in der der weibliche Körper besonderen Marktwert hat und die Spende von Eizellen für viele Frauen als gute und sichere Einnahmequelle gilt.
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Titel: Zum Paradies
Titel: Vernichten
Titel: Hundepark
Der Beitrag Folge 188: Das Paradies vernichten erschien zuerst auf Papierstau Podcast.
Nachdem wir letzte Woche über (Frauen-)Literatur diskutiert haben, geht es diese Woche um den Homo toxico: Wir dekonstruieren die toxische Männlichkeit! Was haben die drei Pimmelwitzexpert*innen vom testosteronschwangeren Alpha-Podcast mit den dicken…ähem…Büchern für steile Thesen am Start?
Los geht’s mit einem Grundlagenwerk der Männerstudien: Klaus Theweleit untersucht in seinem ziegeldicken Wissenschaftsschmöker „Männerphantasien“ die Wurzeln und Auswirkungen des faschistischen Männerbildes. Wir klären, ob Theweleits Schlussfolgerungen der Gegenwart standhalten.
Dann wenden wir uns Tobias Ginsburg zu, der sich in seinem investigativen Bericht „Die letzten Männer des Westens“, wie der Untertitel verrät, unter „Antifeministen, rechte Männerbünde und die Krieger des Patriarchats“ mischt – teilweise unter Einsatz seines Lebens.
Danach machen wir den Giftschrank auf, denn Humor ist bekanntlich, wenn man trotzdem lacht. Lodovico Satana singt das „Lob des Sexismus“, Untertitel “ Frauen verstehen, verführen und behalten“. Wir haben da auch so einiges verstanden, und das wird dem Autor nicht gefallen.
Und zu guter Letzt widmen wir uns JJ Bola. Der Autor diskutiert Männlichkeit als Performance und rät: „Sei kein Mann“. Ob das die Lösung ist?
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Titel: Männerphantasien
Titel: Die letzten Männer des Westens
Titel: Sei kein Mann
Der Beitrag Folge 187: Homo toxico erschien zuerst auf Papierstau Podcast.
Willkommen zum Jahresendspurt! Kurz bevor 2021 Tschüss sagt, hauen wir nach heißen Literaturnews im Vorgeplänkel (u.a. mit dabei: Mr. Keanu Reeves!) noch eine Sonderfolge raus. Heute haben wir drei Bücher dabei, bei denen nicht nur die Handlungen, sondern auch die Biografien der Autorinnen genug Stoff für die große Leinwand bieten. Vorhang auf für drei Schriftstellerinnen, die es sich zu entdecken lohnt!
Ein Hochstapler, ein Musiker, ein Bankier und ein Revolutionär: In „Das Weib ist ein Nichts“ von Mela Hartwig gerät die junge Bibiana nacheinander an vier Männer, die sie alle für ihre eigenen Zwecken missbrauchen. Bei Erstveröffentlichung im Jahr 1929 sorgte der feministische Roman für einen Skandal, wie aktuell wirkt er fast 100 Jahre später?
Als visionär und zukunftsweisend wurde das Werk des vermeintlich männlichen Science-Fiction-Autors James Tiptree Jr. gelobt – die spätere Enthüllung, dass es sich bei dem Pseudonym um die Autorin Alice B. Sheldon handelte, sorgte für großes Aufsehen. Die Kurzgeschichtensammlung „Houston, Houston!“ bietet einen guten Überblick über die kreative Vielfalt der Psychologin und Ex-CIA-Mitarbeiterin.
Vicki Baum war in der Weimarer Republik eine echte Starautorin: Ihr Roman „Menschen im Hotel“ wurde am Broadway aufgeführt und mit Greta Garbo verfilmt. Im titelgebenden Berliner Grand Hotel treffen die verschiedensten Charaktere aufeinander und erschaffen so ein facettenreiches Abbild der Großstadt der 1920er Jahre.
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Titel: Das Weib ist ein Nichts
Titel: Houston, Houston!
Titel: Menschen im Hotel
Der Beitrag Folge 186: (Frauen-)Literatur erschien zuerst auf Papierstau Podcast.
Er kannte uns schon, da haben wir noch in ganz kleinen Clubs gespielt: Ijoma Mangold, kulturpolitischer Korrespondent der „Zeit“, schaut heute in unserer Show vorbei, um mit uns über die Bücher des Jahres zu sprechen! Außerdem geht’s um Beef (oder um genauer zu sein: Rindertartar) im Feuilleton, die amüsantesten Selbstdarsteller des Jahres und den Zusammenhang zwischen Literaturempfehlungen und Psychoanalyse. Schaltet ein und erfahrt, welcher Autor dringend den Deutschen Buchpreis gewinnen muss, für wen wir in unserer Liebe zur Avantgarde mal eine Ausnahme machen, und warum es sich bei Ijoma und der Crew in Wahrheit um vier Intellektuelle mit Hipster-Allüren handelt!
Copyright Foto: Christian Buck
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Der Beitrag Folge 185: feat. Ijoma Mangold erschien zuerst auf Papierstau Podcast.
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