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Bevor wir euch drei frische Rezensionen servieren, schauen wir auf zwei internationale Buchpreise: Die Mitglieder von Goodreads haben ihre Choice Awards gewählt, während beim Tournament of Books die Shortlist der Romane steht, die in Duellen gegeneinander antreten.
Viel zu lange in Deutschland vergriffen, ist „Dem Freund, der mir das Leben nicht gerettet hat“ von Hervé Guibert dank einer Neuauflage endlich wieder erhältlich. Der autofiktionale Roman erzählt aus Sicht eines Erkrankten von den Anfangsjahren der AIDS-Epidemie in den 80er Jahren in Frankreich. Dazu sprechen wir mit dem Übsersetzer Hinrich Schmidt-Henkel unter anderem über Guiberts Werk und dessen Rezeption.
Mit „Der Jaeger und sein Meister“ legt Rocko Schamoni den zweiten Teil seiner biografisch angehauchten Reihe über Hamburger Kiezgrößen vor. Im Mittelpunkt steht diesmal, neben dem Milieu und dem Zeitgeist der 60er und 70 Jahre, der hoch begabte Künstler und Satiriker Heino Jaeger.
„Beide Leben“ heißt das Debüt des Londoners Gabriel Krauze, das bereits auf internationalen Preislisten zu finden war. Aufgewachsen inmitten von Armut, Drogen und Gewalt, setzt der Autor hier seine eigene Biografie literarisch um und schildert sein Leben zwischen Gangsterclan und Hörsaal.
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Titel: Dem Freund, der mir das Leben nicht gerettet hat
Titel: Der Jaeger und sein Meister
Titel: Beide Leben
Der Beitrag Folge 184: Niveaulevel extrem erschien zuerst auf Papierstau Podcast.
Papierstau Podcast stellt die Identitätsfrage: „Bin ich das? Eine kurze Geschichte der Selbstauskunft“, so heißt das Sachbuch von Valentin Groebner, das wir im Vorgeplänkel unter die Lupe nehmen. Mehr zum Unterthema Virtue Signaling zwecks Distinktionsgewinn erfahrt Ihr übrigens in unserem aktuellen Steady-Exclusive!
Dann widmen wir uns einer deutsch-vietnamesischen Familiengeschichte: In ihrem Debüt „Wo auch immer ihr seid“ lässt Khuê Pham ihre Protagonistin tief in die eigene Familiengeschichte eintauchen, die maßgeblich vom Vietnamkrieg und Einwanderungserfahrungen geprägt wurde. Wir diskutieren Form und Inhalt des Textes,…
…der sich ästhetisch stark von einem anderen Roman über Identität und Migration unterscheidet, um den es direkt im Anschluss geht: Der finnisch-kosovarische Literaturstar Pajtim Statovci begleitet in „Grenzgänge“ einen genderqueeren albanischen Flüchtling bei seiner Reise durch Länder und Identitäten.
Dann wird’s historisch-magisch-skurril-deep: In ihrem Debüt „Junge mit schwarzem Hahn“ erzählt Stefanie vor Schulte von einem Roadtrip feat. einem elfjährigen Außenseiter, einem Maler und, you guessed it, einem Federvieh. Ist das so verrückt, wie es klingt? Wir gehen der Sache nach!
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Titel: Wo auch immer ihr seid
Titel: Grenzgänge
Titel: Junge mit schwarzem Hahn
Der Beitrag Folge 183: Oktopossen erschien zuerst auf Papierstau Podcast.
Die heutige Folge wird euch präsentiert von der Leselotte, einem praktischen Hilfsmittel zum bequemen Lesen ohne, dass die Arme einschlafen – im Vorgeplänkel erzählen wir euch mehr über dieses Accessoire für Vielleser*innen.
Dann starten wir mit dem Debüt einer US-Amerikanerin mit indischen Wurzeln: Avni Doshi erzählt in „Bitterer Zucker“ von einer komplizierten Mutter-Tochter-Beziehung im gegenwärtigen Indien. Das Buch, das in mehr als 25 Ländern erscheint, soll verfilmt werden – wir verraten, ob es das Zeug zum Blockbuster hat.
„Ready Player One“, Ernest Clines moderner Science-Fiction-Klassiker, ist bereits als Film erhältlich. Vor Kurzem ist die Fortsetzung „Ready Player Two“ erschienen. Doch braucht der Kultroman mit den zahlreichen 80er-Jahre-Anspielungen überhaupt ein weiteres Level? Um das zu klären, schauen wir auf beide Bücher.
Auch der Plot von „Diese Frauen“ klingt drehbuchreif: Ivy Pochoda schreibt über die Mordreihe eines Serienkillers, bei der nicht der Täter, sondern Frauen in Form von Angehörigen und Opfern im Mittelpunkt stehen. Kann dieser literarische Krimi überzeugen? Wir sprechen drüber!
Leselotte – Hilfsmittel für Bücherliebhaber*innen
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Titel: Bitterer Zucker
Titel: Ready Player One
Titel: Ready Player Two
Titel: Diese Frauen
Der Beitrag Folge 182: Schöne Welt Dingsbums erschien zuerst auf Papierstau Podcast.
Bereits zum zweiten Mal hat es die renommierte Autorin Angela Lehner durch die härteste Tür im Podcast-Interview-Business geschafft — durch unsere! Anno 2019 sprach Angela mit uns über ihr Debüt „Vater unser“, das unter anderem den Franz-Tumler-Literaturpreis erhalten hat. Der neue Roman „2001“ handelt von einer Jugend in Österreich, der Furcht vor dem Erwachsenwerden und der Frage, was nach der Schule kommt. Welche Rolle eigene Erfahrungen, technische Fortschritte sowie Musikplaylists spielen, könnt ihr im brandneuen Interview erfahren — ab sofort für alle verfügbar, schaltet ein!
Copyright Foto: Paula Winkler
Der Beitrag Interview: Angela Lehner erschien zuerst auf Papierstau Podcast.
Bevor wir uns den regulären Büchern dieser Folge widmen, hauen wir schon im Vorgeplänkel einen Kracher raus: Die von uns hoch geschätzte Carolin Kebekus hat mit „Es kann nur eine geben“ ein feministisches Sachbuch geschrieben, das unterhaltsam und klug zugleich ist. Außerdem hat es das Potenzial zur Erschließung neuer Zielgruppen im Kampf gegen das Patriarchat.
Eine außergewöhnliche Frau ist auch die titelgebende Protagonistin in „Meine Freundin Natalia“ von der finnischen Autorin Laura Lindstedt. Weil Natalias Sexsucht ihr Leben bestimmt, sucht sie psychotherapeutische Hilfe. Doch schnell zeigt sich, dass die Person, die Natalia behandelt und gleichzeitig die Geschichte erzählt, nicht unbedingt zuverlässig ist.
Von zu viel zu zu wenig Sex: In „Paradais“ von Fernanda Melchor hat ein übergewichtiger Teenager brutale Vergewaltigungsfantasien. Nach Feierabend betrinkt er sich mit einem jungen Arbeiter, der die Frauen seiner Familie verachtet. Die beiden hasserfüllten Männer entwickeln einen gewalttätigen Plan…
Johnny Cash war schon zu Lebzeiten eine Legende, deswegen hat Franz Dobler ihm bereits vor Jahren eine Biografie gewidmet. Nun ist eine aktualisierte Neuauflage von „The Beast in Me“ erschienen. In dem umfangreichen Werk steht nicht nur der Man in Black im Mittelpunkt, sondern auch, so der Untertitel, „die seltsame und schöne Welt der Countrymusik“.
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Titel: Meine Freundin Natalia
Titel: Paradais
Titel: The Beast in Me
Der Beitrag Folge 180: Psychische Turniere erschien zuerst auf Papierstau Podcast.
Die Papierstau-Gang im Partymodus: Der hervorragende Clemens J. Setz hat den Georg-Büchner-Preis erhalten, und die Laudatio kam vom wunderbaren Ijoma Mangold. Wir eskalieren (und verweisen auf unser Setz-Interview).
Dann geht’s weiter mit soziologisch geschliffenem autobiografischem Material aus dem Auge des postmodernen französischen Klassenkampfes: Édouard Louis‘ „Die Freiheit einer Frau“ erscheint auf Deutsch, und wir schauen uns direkt mal sein Gesamtwerk an. Und Didier Eribon gleich mit. Weil wir’s können.
Danach wird’s preisgekrönt widerlich: Marieke Lucas Rijnevelds „Was man sät“, mit dem International Booker ausgezeichnet, haben wir bereits mehrfach gepriesen, jetzt erscheint „Mein kleines Prachttier“. Was taugt der holländische „Lolita“-Remix? Wir haben starke Mägen und klären auf.
Und zu guter Letzt wenden wir uns der guten alten „Frauen Literatur“ zu – Nicole Seifert hat da ein paar feministische Anmerkungen, und wir auch!
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Titel: Die Freiheit einer Frau
Titel: Mein kleines Prachttier
Titel: FRAUEN LITERATUR
Der Beitrag Folge 179: Next Level Shit erschien zuerst auf Papierstau Podcast.
Bevor wir uns auf drei neue Romane stürzen, gibt es schon im Vorgeplänkel einen echten Kracher: Musiker Dave Grohl erzählt in seiner Autobiografie „Der Storyteller“ aus seinem Leben, das er zu großen Teilen in gleich zwei legendären Bands verbracht hat, also: Let’s rock!
Langweilig und eintönig ist hingegen das Leben von Walter Schmidt, Protagonist in Alina Bronskys neustem Roman „Barbara stirbt nicht“. Nachdem seine titelgebende Gattin erkrankt, ist der lebensfremde und überkorrekte Rentner plötzlich auf sich allein gestellt und wagt sich Schritt für Schritt in einen für ihn komplett neuen Alltag.
M., die mysteriöse Erzählerin in Rachel Cusks „Der andere Ort“, lebt mit ihrem Mann in einer abgeschiedenen Gegend. Die Einladung eines von ihr verehrten Künstlers soll für Abwechslung sorgen. Doch der Maler reist unerwartet mit einer jungen Geliebten an, während M.s Tochter mit ihren dominanten Lebensgefährten hinzukommt. Ein facettenreiches Kammerspiel beginnt…
„Unter Wasser atmen“, das Debüt der chinesisch-amerikanischen Autorin An Yu, entführt Lesende in eine magische Welt: Nach dem Tod ihres Gatten verfällt Jia Jia der Zeichnung eines Fischmanns. Sie begibt sich auf eine Spurensuche, die sie nicht nur über Ländergrenzen, sondern auch tief in ihr Innerstes führt.
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Titel: Barbara stirbt nicht
Titel: Der andere Ort
Titel: Unter Wasser atmen
Der Beitrag Folge 178: Ihr habt meine Kunst nicht verstanden erschien zuerst auf Papierstau Podcast.
„Blaue Frau“ ist laut der Jury des Deutschen Buchpreises der „Roman des Jahres“ – wir haben da ein paar Anmerkungen. Und: „Eurotrash“ ist laut der Jury von Papierstau Podcast der „Roman des Jahres“ – wir haben da ein paar wissenschaftliche Einschätzungen zum Text von Literaturwissenschaftler und Kracht-Forscher Dr. Innokentij Kreknin!
Außerdem geben wir unsere Meinungen zum Hype du jour ab: Dave Eggers‘ „Every“, der Nachfolger von „Circle“. Unsere Besprechung beinhaltet nicht nur literaturkritische Einlassungen, nein, wir setzen den Roman ins Verhältnis zu Sachbüchern zum Thema: „Das Zeitalter des Überwachungskapitalismus“ von Shoshana Zuboff sowie „Die Gesellschaft der Singularitäten“ von Andreas Reckwitz. Und weil wir gerade dabei sind, hauen wir dann noch ein paar Infos zu Reckwitz‘ neuem Buch raus, das er zusammen mit seinem Kollegen Hartmut Rosa verfasst hat: „Spätmoderne in der Krise: Was leistet die Gesellschaftstheorie?“
Und weil man auf drei Romanen und drei Sachbüchern nicht stehen kann (oder so), geht’s im großen Finale noch um Simone Weinmanns Debüt „Die Erinnerung an unbekannte Städte“. In der Postapokalypse leben die Menschen erneut ohne Technik in einer archaischen Gesellschaft – werden sie sich am Glauben festhalten oder die Geschichte der Wissenschaft neu schreiben?
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Titel: Every
Titel: Spätmoderne in der Krise: Was leistet die Gesellschaftstheorie?
Titel: Die Erinnerung an unbekannte Städte
Der Beitrag Folge 177: Sapperlot! erschien zuerst auf Papierstau Podcast.
Die Shortlist des Österreichischen Buchpreises ist raus, und wir vergleichen sie mit den Jury-Entscheidungen beim Deutschen Buchpreis: Das Battle of the Book Prizes!
Dann sprechen wir mit Carmen Maria Machado über ihr Memoir „Das Archiv der Träume“. Jupp, wir haben Carmen Maria Machado in der Show, und wir sprechen über die Sichtbarkeit queerer Geschichten, häusliche Gewalt in lesbischen Beziehungen und die Macht der Archivare, die bestimmen, wessen Geschichten zählen. Außerdem wird es hier experimentell!
Und weil literarische Tabus bei uns routinemäßig zertrümmert werden, geht’s weiter mit dem Thema Schizophrenie: Marion Karausche widmet sich in ihrem Debüt „Der leere Platz“ diesem Thema. Ob das nicht nur wichtig ist, sondern auch inhaltlich und ästhetisch was taugt, das erfahrt ihr wie immer bei uns.
Und zu guter Letzt seziert Elias Hirschl in „Salonfähig“ die Popliteratur, indem er das angeblich unpolitische Genre (Stichwort: Ästhetik der Oberfläche) in einen politischen Kontext setzt. Felix Austria? Von wegen!
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Titel: Das Archiv der Träume
Titel: Der leere Platz
Titel: Salonfähig
Der Beitrag Folge 176: Extended Universe erschien zuerst auf Papierstau Podcast.
Die heutige Folge wird euch präsentiert vom Göttinger Literaturherbst, der in seinem 30. Jubiläumsjahr vor allem im Bereich Onlinelesungen viel zu bieten hat – im Vorgeplänkel verraten wir euch mehr zum vielfältigen Programm dieses Events. Dann wird’s tierisch unterhaltsam: In „Der undogmatische Hund“ betrachtet das Ehepaar Denis Scheck und Christina Schenk gemeinsam mit Terrier Stubbs buchstäblich hündische Darstellungen in der Literatur.
Diesem Buch haben wir, halbwarmer Wortwitz beiseite, schon lange entgegengefiebert: „Hitze“, das Debüt von Raven Leilani, ist auf Deutsch erhältlich! Im Mittelpunkt steht die junge PoC Edie, die eine Affäre mit dem älteren und weißen Eric beginnt. Dann begegnet Edie seiner Frau und ihrer schwarzen Pflegetochter Akila – und die Frauen nähern sich einander auf verschiedenen Ebenen an.
Die politische Lage in Ostdeutschland, geheime Veränderungen in eigentlich fixen Grundsätzen der Physik und andauernder Nazialarm zu einem Bach-Soundtrack: Schon die Themenauswahl von László Krasznahorkais „Herscht 07769“ lässt ahnen, wohin die wilde Reise geht: Ins zeitgeschichtliche Experimentalreich! Dabei verliert der Autor nur sehr wenige Sätze (im ganzen Buch einen).
„Alleine mit der Schwiegermutter“ klingt nach Komödie, ist in „Dinge, an die wir nicht glauben“ von Bryan Washington aber Auftakt zu einem Beziehungsdrama zwischen dem schwarzen Benson und seinem japanisch-stämmigen Partner Mike. Als Mikes Mutter zu Besuch kommt, fliegt dieser zu seinem sterbenden Vater nach Japan und lässt Benson und seine Erzeugerin in Houston zurück. Während der Reise stellen die Männer ihre Beziehung auf den Prüfstand.
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Titel: Hitze
Titel: Herrscht 07769
Titel: Dinge, an die wir nicht glauben
Der Beitrag Folge 175: It’s lonely at the top erschien zuerst auf Papierstau Podcast.
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