
Sign up to save your podcasts
Or


Nach „Plattform“ und „Vernichten“ sprechen wir bei WfA-Literatur erneut über einen Roman von Michel Houellebecq: „Serotonin“ erschien 2019 zeitgleich zu den Protesten der Gelbwesten.
In dem Roman werden es Landwirte sein, die zum bewaffneten Kampf übergehen, weil sie sich nicht der grenzenlosen Freihandelspolitik, durch die die Milchpreise immer weiter sinken, ergeben wollen. Der Ich-Erzähler ist ein Mitarbeiter des Landwirtschaftsministeriums, der jedoch die globalen, für die französischen Bauern schädlichen Entwicklungen nicht aufhalten konnte.
Houellebecqs Text stammt aus einer Zeit, als Protektionismus noch völlig verpönt war. Der schwer depressive Protagonist kündigt seinen Job, verlässt seine japanische Lebensgefährtin und fährt mit der Mercedes G-Klasse durch ein abgewirtschaftetes Land. Nur ein starkes Antidepressivum bringt ihn durch gleichförmige Tage, an denen auch die Lust keine Rolle spielt – nur Erinnerungen einiger Augenblicke des Glücks flackern auf.
„Serotonin“ ist ein düsteres Porträt einer EU, in der keine Hoffnung mehr auf Besserung besteht. In „Wohlstand für Alle“ diskutieren Ole Nymoen und Wolfgang M. Schmitt über diesen finsteren Roman.
Literatur:
Michel Houellebecq: Serotonin. Übersetzt von Stephan Kleiner. Dumont.
Unsere Zusatzinhalte könnt ihr bei Apple Podcasts, Steady und Patreon hören – oder über eine YouTube-Kanalmitgliedschaft. Vielen Dank!
Apple Podcasts: https://podcasts.apple.com/de/podcast/wohlstand-f%C3%BCr-alle/id1476402723
Patreon: https://www.patreon.com/oleundwolfgang
Steady: https://steadyhq.com/de/oleundwolfgang/about
By Ole Nymoen, Wolfgang M. Schmitt4.7
1313 ratings
Nach „Plattform“ und „Vernichten“ sprechen wir bei WfA-Literatur erneut über einen Roman von Michel Houellebecq: „Serotonin“ erschien 2019 zeitgleich zu den Protesten der Gelbwesten.
In dem Roman werden es Landwirte sein, die zum bewaffneten Kampf übergehen, weil sie sich nicht der grenzenlosen Freihandelspolitik, durch die die Milchpreise immer weiter sinken, ergeben wollen. Der Ich-Erzähler ist ein Mitarbeiter des Landwirtschaftsministeriums, der jedoch die globalen, für die französischen Bauern schädlichen Entwicklungen nicht aufhalten konnte.
Houellebecqs Text stammt aus einer Zeit, als Protektionismus noch völlig verpönt war. Der schwer depressive Protagonist kündigt seinen Job, verlässt seine japanische Lebensgefährtin und fährt mit der Mercedes G-Klasse durch ein abgewirtschaftetes Land. Nur ein starkes Antidepressivum bringt ihn durch gleichförmige Tage, an denen auch die Lust keine Rolle spielt – nur Erinnerungen einiger Augenblicke des Glücks flackern auf.
„Serotonin“ ist ein düsteres Porträt einer EU, in der keine Hoffnung mehr auf Besserung besteht. In „Wohlstand für Alle“ diskutieren Ole Nymoen und Wolfgang M. Schmitt über diesen finsteren Roman.
Literatur:
Michel Houellebecq: Serotonin. Übersetzt von Stephan Kleiner. Dumont.
Unsere Zusatzinhalte könnt ihr bei Apple Podcasts, Steady und Patreon hören – oder über eine YouTube-Kanalmitgliedschaft. Vielen Dank!
Apple Podcasts: https://podcasts.apple.com/de/podcast/wohlstand-f%C3%BCr-alle/id1476402723
Patreon: https://www.patreon.com/oleundwolfgang
Steady: https://steadyhq.com/de/oleundwolfgang/about

65 Listeners

217 Listeners

25 Listeners

5 Listeners

19 Listeners

3 Listeners

10 Listeners

7 Listeners

1 Listeners

26 Listeners

7 Listeners

5 Listeners

3 Listeners

3 Listeners