
Sign up to save your podcasts
Or


Wie kam es eigentlich, dass Alena jetzt mit „Bei euch ist es immer so unheimlich still“ sowas wie den zweiten Teil einer Serie oder Reihe geschrieben hat? Und behalten wir beim Schreiben zusammenhängender Bücher den Überblick? Wie ist es, zu Figuren zurückzukehren, und wie führt man eine Reihe zuende, zum Beispiel Till seine Danowski-Reihe? Wir sprechen über die Asterix-Seite mit den bisher veröffentlichten Heften, ein eher unangenehmes Geheimnis in Tills Vergangenheit und Alenas Überraschungseier-Expertise.
Zum Thema Überraschungs-Eier empfehlen wir folgendes TikTok:
Als Buch-Serie, die man verstörenderweise in beliebiger Reihenfolge lesen kann, erwähnt Till Nghi Vo und „The Empress of Salt and Fortune“:
Eine wichtige und wie immer hörenswerte Komplementärfolge zu unserer Gatekeeping-Folge ist die „Temporär und Prekär“-Folge von Son Lewandowski und Svenja Reiner zum Thema Literaturpreise, Stipendien und Konkurrenz:
Tills Fortsetzungsroman „Bother“ auf Mastodon ist unter seinem Profil dort zu finden:
Unsere Veranstaltung zur Feier von 100 Folgen sexy und bodenständig findet am 26. September 2023 um 20 Uhr in der lettrétage in Berlin statt.
Wir arbeiten Zuhörer*innen-Reaktionen zum Thema Gatekeeping auf und feiern dann ein Mini-Jubiliäum, indem wir an das Thema unserer allerersten Folge anschließen. Damals Leiden am Schreiben, jetzt geht es um Freude. Warum und unter welchen Umständen Produktivität, Fabulieren, Plot und schöne Passagen uns beim Schreiben Freude machen; warum wir gern an der Danksagung basteln, und warum überhaupt das Schönste am Schreiben die Erkenntnis ist, dass man nicht alles allein machen muss. Insgesamt unironisch die Folge, die wir beide zu Beginn unserer beruflichen Laufbahn selbst gern gehört hätten.
Über das heutige Thema weiß der eine von uns noch weniger als die andere, aber natürlich bestimmt es, wer was wo schreiben oder lesen kann und darf. Wer regelt die Zugänge, wie wirkt es sich aus, wenn manche Räume überwältigend sind, und warum landen manche Menschen bei der BILD-Zeitung? In welche seltsamen Kreise und Clubs kann man geraten, ohne je gewusst zu haben, dass sie irgendwie existieren, und vor allem: was muss man dafür getan haben? Ist schon die Art, wie wir schreiben gate-keeping? Zu diesem Thema gibt es einen kurzen Exkurs über Thomas Pynchon, außerdem sprechen wir über die Performative Buchmesse in Hamburg, über Barrierefreiheit und den schrecklichen Satz von der fehlenden Tiefe.
Nach einem kurzen Exkurs zu den Feierlichkeiten des 100-Podcast-Jubiläums im Sommer und zur Entwicklung der Freizeitmode, sprechen wir darüber, wer beim Schreiben eigentlich von wem was erwartet. Wissen Autor*innen, was Verlage eigentlich erwarten? Und umgekehrt? Was erwarten wir selbst, wenn wir abgegeben haben, oder davor? Ist Buchschreiben ein geschäftlicher Vorgang, der von Erwartungen überlagert und gestört wird, oder etwas Wunderbares, fast Magisches, das vom Geschäftlichen beeinträchtigt wird? Wir knüpfen an ein paar Social-Media-Diskussionen des Frühjahrs 2023, darunter dieser Thread von Karla Paul: https://twitter.com/Buchkolumne/status/1635927552400162817…, diese Instagram-Posts von Hanser (https://instagram.com/p/CqF59LWtoK1/?igshid=MzRlODBiNWFlZA==…) und Kiwi (https://instagram.com/reel/CqF1XV0uKtC/?igshid=MzRlODBiNWFlZA==…).
Wir haben Grund zum Feiern: Alena hat ihr Manuskript abgeschlossen, und Till hat in Berlin Buchpremiere von "Die Architektin" gefeiert. Aber passt das überhaupt zusammen, Feiern und Schreiben? Kann Till von der Feier-Meisterin Alena lernen, dass und wie man sich feiern lässt? Ist es ein Zeichen von mangelndem Selbstwert oder von mangelnder Demut, wenn man sich nicht feiern lassen kann? Und wie feiert man sich selbst, wenn die anderen es nicht tun? Was für Rituale oder Belohnungssysteme haben wir, um es uns beim Schreiben feierlich zu machen, und was hat das alles mit der unglaublichen Schriftsteller-Performance eines Springer-Schlüsselroman-Autors zu tun?
Beim Erscheinen eines neuen Buches von uns sprechen wir darüber, Anfang April ist nun "Die Architektin" dran. Alena befragt Till über seine Kindheitserinnerungen an die 70er Jahre, Gerüche, Recherchen und historische Vorbilder. Wir sprechen über zärtliche Männerfreundschaften, die Zuschreibung "Emanze", sexistische Klischees, West-Berlin und aus dem Warenspektrum verschwundene Alkohol-Sorten.
Hilft uns Routine beim Schreiben, oder hindert sie uns eher? Wie kommt es und wann kommt es, dass uns unsere Gewohnheiten und Angewohnheiten zum Halse raushängen? Gibt es irgendeine Lebensweisheit, die dagegen vielleicht helfen könnte? Wir sprechen über eingerostete Werkzeugkästen, Fummeln und Quetschen, Chaos und Ordnung und das Genervtsein vom eigenen Sound.
Was ist eigentlich Autofiktion, und warum ist sie gerade so angesagt? Siehe den Nobelpreis für Annie Ernaux! Vor allem: Sind eigentlich die Kolumnen, die wir schreiben, Autofiktion? (Ja.) Und "Bin ich schon depressiv, oder ist das noch das Leben?" (Ja.) Und "Junge Frau, am Fenster stehend, Abendlicht, blaues Kleid"? (Nein.) Wir sprechen über Ehrlichkeit und Authentizität, die Illusion von Nähe und Kennen, und darüber, ob man sich selber als Stück Fleisch in die Theke legt. In einem Exkurs geht es um Franziska Giffey als Romanfigur, vor allem aber nehmen wir kurz Bezug auf und empfehlen folgende autofiktionale Texte:
*leider nur auf Englisch, Deutsch ab 23. Juni 2023
Eine aktuelle Folge, in der es eher indirekt ums Schreiben geht: Wir haben uns in der Redaktion Brigitte kennengelernt und schreiben beide immer noch für Titel der Brigitte-Gruppe, darunter auch solche, die jetzt eingestellt werden, Brigitte Mom und Brigitte Woman. Deshalb ranten wir über die Ideenlosigkeit von Konzernen, starre Hierarchien, billige Häme und darüber, dass es am Ende vor allem Leserinnen und Redakteurinnen trifft.
Was ist eigentlich Talent, braucht man es zum Schreiben, und wann hat uns eigentlich jemand gesagt, ob wir Talent haben? Wir sprechen über Talent als Gatekeeping, als Herablassung, und als etwas, was sehr vernichtend sein kann, wenn man es anderen abspricht. Ist es nicht egal, ob man Talent hat, solange andere glauben, man hätte es? Und einen dann fördern? Kann jeder Schreiben lernen? Haben oder hätten wir eigentlich noch andere Talente, und falls nicht oder davon abgesehen, was ist unser jeweiliges Haupttalent beim Schreiben?
From the publisher's feed

5 Listeners

2 Listeners

4 Listeners

186 Listeners

17 Listeners

26 Listeners

26 Listeners

1 Listeners

13 Listeners

5 Listeners

21 Listeners

98 Listeners

0 Listeners

0 Listeners

1 Listeners