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„Es trifft dich das, was dich betrifft.“
Ein unpassender Kommentar im Meeting. Ein Kollege, der ständig Grenzen überschreitet. Eine Führungskraft, deren Tonfall keinen Widerspruch duldet. Oft schweigen wir, um Konflikte zu vermeiden. Doch was passiert, wenn wir immer wieder nachgeben? Wer seine eigenen Grenzen nicht kennt und verteidigt, überlässt anderen die Kontrolle. Dabei braucht es nicht immer die perfekte Antwort, sondern vor allem ein starkes Selbstverständnis.
„Gute Kommunikation setzt da an, wo die Schlagfertigkeit aufhört.“
Bestsellerautorin und Kommunikationstrainerin Nicole Staudinger weiß, wie wichtig es ist, für sich einzustehen. Durch ihre Brustkrebserkrankung entwickelte sie eine neue Perspektive auf Mut, Selbstvertrauen und den Wert der eigenen Lebenszeit. Im Gespräch mit Georgiy Michailov erklärt sie, warum Schlagfertigkeit allein keine Konflikte löst, wie wir konstruktiv Klartext sprechen und weshalb echte Stärke auch bedeutet, Kritik anzunehmen. Außerdem sprechen die beiden über toxische Kommunikation, Wertschätzung in Unternehmen und den Umgang mit Macht.
Zur Person:
Nicole Staudinger zählt zu den bekanntesten Kommunikationstrainerinnen Deutschlands. Die gebürtige Kölnerin ist Bestsellerautorin, Keynote-Speakerin und Gründerin einer eigenen Akademie. Nach ihrer Brustkrebsdiagnose im Alter von 32 Jahren machte sie es sich zur Aufgabe, Menschen zu ermutigen, selbstbewusst für sich einzustehen und Herausforderungen mit Mut und Humor zu begegnen. Mit ihren Büchern, Vorträgen und Trainings vermittelt sie praxisnahe Strategien für Schlagfertigkeit, Resilienz und erfolgreiche Kommunikation. Ihr Credo: Haltung zeigen, Klartext reden und sich selbst dabei treu bleiben.
Mehr über Nicole Staudinger
https://nicolestaudinger.de/
Ihr aktuelles Buch heißt: Time for Tacheles
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„Verantwortung ohne Entscheidungskompetenz ist eine Farce.“
Viele Unternehmen wünschen sich mehr Eigeninitiative, Unternehmertum und Kundenzentrierung. Doch in der Praxis dominieren oft zentrale Vorgaben, Kontrolle und starre Zielsysteme. Wie viel Freiheit verträgt eine Organisation? Und wie gelingt Führung, wenn Entscheidungen dort getroffen werden sollen, wo der Kundenkontakt tatsächlich stattfindet?
„Aus den scheinbaren Widersprüchen entsteht eine kreative Spannung, aus der Vortrieb entsteht.“
Christoph Werner, Vorsitzender der Geschäftsführung von dm-drogerie markt, setzt auf genau diese Spannung. Für ihn brauchen Führungskräfte Ambiguitätskompetenz: die Fähigkeit, Zentralisierung und Dezentralisierung, Effizienz und Individualisierung oder Hierarchie und Selbstverantwortung nicht als Gegensätze zu betrachten. Entscheidend ist eine Unternehmenskultur, die Menschen befähigt, selbst Entscheidungen zu treffen und Führung als Rahmen versteht, in dem Selbstwirksamkeit entstehen kann. Mit Georgiy Michailov spricht Werner außerdem über intrinsische Motivation, Vergütung und die Rolle von Unternehmenskultur im Konfliktfall.
Zur Person:
Christoph Werner ist seit 2019 Vorsitzender der Geschäftsführung von dm-drogerie markt. Bereits seit 2011 verantwortete er als Geschäftsführer die Bereiche Marketing und Beschaffung sowie mehrere Regionen. Vor seinem Wechsel zu dm im Jahr 2010 sammelte Werner über 15 Jahre internationale Erfahrung in der Markenartikelindustrie, unter anderem bei L’Oréal und GlaxoSmithKline in den USA und Frankreich. Er studierte Betriebswirtschaftslehre an der Dualen Hochschule Karlsruhe und absolvierte einen International Executive MBA an der Katz Graduate School of Business in Pittsburgh.
Mehr über Christoph Werner
https://tumceoseries.de/guest/christoph-werner/
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„Krieg ist ein Verlustgeschäft.“
Warum führen Staaten Kriege, obwohl dabei gigantische Summen vernichtet werden? Und warum endet ein Krieg nicht einfach, wenn seine Kosten immer weiter steigen? Hinter militärischen Konflikten stecken nicht nur Machtpolitik und Strategie, sondern auch ökonomische Zwänge. Besonders brisant wird es, wenn eine Kriegswirtschaft eine Eigendynamik entwickelt und Frieden plötzlich selbst zum wirtschaftlichen Risiko wird.
„In dem Moment, wo man eine Kriegswirtschaft startet, kommt man da nicht mehr einfach raus.“
Ulrike Herrmann betrachtet genau diese Mechanismen aus ökonomischer Perspektive. Die Wirtschaftsjournalistin und Autorin erklärt im Gespräch mit Georgiy Michailov, warum sie Russlands Krieg auch als Folge langfristiger wirtschaftlicher Probleme versteht und weshalb der Übergang zurück zur Friedenswirtschaft Inflation, Arbeitslosigkeit und politische Instabilität auslösen könnte. Dabei zeigt sie auch, warum Russland und China trotz autoritärer Strukturen wirtschaftlich völlig unterschiedliche Wege eingeschlagen haben. Darüber hinaus sprechen Georgiy Michailov und Ulrike Herrmann über Korruption als Machtinstrument, Chinas exportgetriebenes Wirtschaftsmodell und die Klimakrise.
Zur Person:
Ulrike Herrmann ist eine deutsche Wirtschaftsjournalistin, Publizistin und Autorin. Die 1964 in Hamburg geborene Journalistin absolvierte zunächst eine Ausbildung zur Bankkauffrau und studierte anschließend Geschichte und Philosophie an der Freien Universität Berlin. Seit 2000 ist sie bei der taz tätig, unter anderem als Wirtschaftskorrespondentin. Ihre Schwerpunkte liegen auf Wirtschaftspolitik und Wirtschaftsgeschichte sowie den Zusammenhängen zwischen Kapitalismus, gesellschaftlicher Ungleichheit und Klimaschutz. Als Autorin zahlreicher Sachbücher ordnet sie wirtschaftliche Entwicklungen historisch ein und beschäftigt sich insbesondere mit der Funktionsweise des Kapitalismus, wirtschaftlichen Krisen und den Auswirkungen des Klimawandels auf Wirtschaft und Wohlstand.
Mehr über Ulrike Herrmann:
https://www.poetenfest-erlangen.de/ulrike-herrmann
Ihr aktuelles Buch heißt: Geld als Waffe
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„Mein Buch ist nicht nostalgisch.“
Über Jahrzehnte lenkte ein enges Netzwerk aus Bankern, Industriellen und Managern die deutsche Wirtschaft – informell, aber wirkungsvoll. Schon 1909 prägte der Publizist Walther Rathenau dafür ein Bild, das bis heute nachhallt: 300 Männer, die über die wirtschaftlichen Geschicke des Landes bestimmen. Wer waren diese Männer wirklich? Wie funktionierte ein System, in dem Deutsche Bank, Siemens und Co. sich über Aktienpakete und Aufsichtsratsposten gegenseitig kontrollierten und was ist von dieser sogenannten Deutschland AG übrig geblieben?
„Ich kann nur sagen, dass das Interesse an der deutschen Wirtschaft extrem gesunken ist.“
Konstantin Richter ist Journalist und wurde für sein Buch „Dreihundert Männer. Aufstieg und Fall der Deutschland AG“ mit dem Deutschen Sachbuchpreis 2026 ausgezeichnet. Er hat der deutschen Wirtschaftselite damit ein literarisches Denkmal gesetzt – ohne sie zu verklären. Im Gespräch mit Georgiy Michailov erklärt er, wie sich Unternehmer im Nationalsozialismus wirklich verhielten, warum die Deutschland AG in den 1990er-Jahren zerfiel und weshalb internationale Fonds wie BlackRock die alten Netzwerke nicht ersetzen können.
Zur Person:
Konstantin Richter lebt als freier Autor in Berlin. Er arbeitete u. a. als Reporter für die Columbia Journalism Review in New York und die Cambodia Daily in Phnom Penh, war Management-Korrespondent des Wall Street Journal in Brüssel und schrieb zudem für The Guardian, The New York Times und Die Zeit. Neben zwei Romanen „Bettermann“ (2007) und „Die Kanzlerin. Eine Fiktion“ (2017) veröffentlichte er 2025 sein erstes Sachbuch „Dreihundert Männer. Aufstieg und Fall der Deutschland AG“ (Suhrkamp), für das er 2026 mit dem Deutschen Sachbuchpreis ausgezeichnet wurde. Im Gespräch mit Georgiy Michailov erklärt er, warum sein Buch bewusst nicht nostalgisch ist und was die deutsche Wirtschaft heute von den alten Netzwerken lernen kann.
Mehr über Konstantin Richter:
https://www.suhrkamp.de/person/konstantin-richter-p-7605
Sein aktuelles Buch heißt: Dreihundert Männer – Aufstieg und Fall der Deutschland AG.
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„Nicht jede Grenze lässt sich überwinden, aber viele davon.“
Was ist wirklich unmöglich und was halten wir nur dafür? Ein schwerer Unfall verändert das eigene Leben innerhalb von Sekunden. Plötzlich gelten andere Regeln, vertraute Fähigkeiten verschwinden und die eigene Identität gerät ins Wanken. Doch Grenzen entstehen nicht nur durch äußere Umstände. Manche existieren vor allem in unserem Kopf. Entscheidend ist, wie wir mit ihnen umgehen und ob wir bereit sind, unsere Ziele trotzdem weiterzuverfolgen.
„Man muss diese großen Träume und Ziele haben und die möglichst hoch stecken.“
Michaela Benthaus ist Raumfahrtingenieurin und sitzt seit einem Mountainbike-Unfall im Rollstuhl. Ihren Traum vom Weltraum gab sie dennoch nicht auf. Über Mechatronik sowie Luft- und Raumfahrttechnik, einen Parabelflug und eine simulierte Raumfahrtmission führte ihr Weg schließlich zu Blue Origin: Als eine der ersten Menschen mit Behinderung erlebte sie den Blick auf die Erde aus dem All. Ihre Geschichte zeigt, was entstehen kann, wenn aus vermeintlich unrealistischen Zielen konkrete nächste Schritte werden. Mit Georgiy Michailov spricht Benthaus außerdem über Selbstvertrauen und das Impostor-Syndrom, den Identitätsverlust nach ihrem Unfall, über Zufälle und selbst geschaffene Chancen und Barrierefreiheit in der Raumfahrt.
Zur Person:
Michaela Benthaus, geboren 1992 in Kiel, ist Raumfahrtingenieurin bei der Europäischen Weltraumorganisation (ESA) und engagiert sich für eine barrierefreie Raumfahrt. Seit einem schweren Mountainbike-Unfall 2018 ist sie querschnittsgelähmt. Ihren Traum vom All verfolgte sie dennoch konsequent weiter. 2022 erlebte Benthaus bei einem Parabelflug von AstroAccess erstmals Schwerelosigkeit. 2024 leitete sie als Commander eine analoge Astronautenmission. Im Dezember 2025 schrieb sie schließlich Raumfahrtgeschichte: Als erste Person im Rollstuhl flog sie bei einem Suborbitalflug ins All. Heute spricht sie regelmäßig über Raumfahrt, Inklusion und neue Perspektiven im Umgang mit persönlichen Grenzen.
Mehr über Michaela Benthaus:
www.penguin.de/autoren/michaela-benthaus/768894
Ihr neues Buch heißt: Zwischen Schwerkraft und Schwerelosigkeit
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„Wofür bist du bereit, auch mal Frust einzustecken? Die viel interessantere Frage als: Was macht dir Spaß?“
Quiet Quitting, Bitcoin-Frührente, Workation und Vier-Tage-Woche. Die Abkehr von der Arbeit hat viele Gesichter, aber laut Dr. Hans Rusinek eine gemeinsame Wurzel: Arbeit wird als Erosionsraum erlebt statt als Ort, an dem man wachsen kann. Ist Arbeit für die meisten Menschen wirklich nur noch etwas, das man übersteht?
„Wenn du es gerne machst, machst du es gut.“
Dr. Hans Rusinek erforscht an der Universität St. Gallen, was Menschen bei der Arbeit wirklich antreibt – zwischen Sinnsuche, Führung und der ständigen Versuchung, Arbeit entweder zu verklären oder totzuschweigen. Im Gespräch mit Georgiy Michailov erklärt er, warum der Mythos vom einsamen Genie oft trügt, wie starke Führung in der Krise ohne Autoritarismus gelingt und weshalb performative Sichtbarkeit die eigentliche Leistung in Unternehmen zunehmend verdrängt.
Zur Person:
Dr. Hans Rusinek forscht an der Universität St. Gallen zu Sinn, Führung, künstlicher Intelligenz und der Transformation der Arbeitswelt. Bevor er in Forschung und Beratung wechselte, arbeitete er als Strategieberater bei der BCG-Transformationsberatung BrightHouse. Heute ist er Visiting Lecturer für KI & Organisationstransformation an der ESMT Berlin, Fellow der Respect Research Group der Universität Hamburg und wurde vom Personalmagazin zu einem der Top-10-HR-Influencer Deutschlands gekürt. Sein Buch „Work-Survive-Balance“ (2023) stand auf der Shortlist für das Politische Buch der Friedrich-Ebert-Stiftung und im Gespräch mit Georgiy Michailov erklärt er, warum Hoffnung keine Gewissheit über die Zukunft ist, sondern eine tägliche Entscheidung – und was das mit guter Führung zu tun hat.
Mehr über Dr. Hans Rusinek:
https://www.hans-rusinek.de
Sein Buch heißt: Reclaim Work. Für eine Arbeitswelt, die wieder Hoffnung macht.
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„Von dem Preis, den wir im Laden bezahlen, landen nur zwei Prozent bei den Menschen, die die Dinge herstellen.“
Ein T-Shirt für drei Euro und Wohnaccessoires für unter zwei Euro: Wie kann das sein? Carl Tillessen kennt die Antwort – und sie hat wenig mit den Fabriken in Fernost zu tun und viel mit uns selbst. Warum verlieren wir beim Griff zum Billigprodukt so schnell das schlechte Gewissen, das wir eigentlich verspüren?
„Ich stelle in meinem Buch die These auf, dass unser Konsum suchtartige Züge angenommen hat.“
Carl Tillessen, Trendforscher und Geschäftsführer des Deutschen Mode-Instituts (DMI), hat mit seinem Buch „Konsum. Warum wir kaufen, was wir nicht brauchen“ die eigene Branche schonungslos seziert. Im Gespräch mit Georgiy Michailov erklärt er, warum unser Gehirn beim Ein-Euro-Artikel den Preisschmerz komplett ausschaltet, wie der Lockdown unsere Beziehung zu Besitz verändert hat und weshalb der wirksamere Hebel für nachhaltigeren Konsum nicht der Preis, sondern der soziale Druck ist.
Zur Person:
Carl Tillessen kommt selbst aus der Modeindustrie. Er gründete 1997 das Berliner Modelabel FIRMA, das er 17 Jahre lang als Creative Director und Geschäftsführer leitete – mit weltweit vertriebenen Kollektionen, sechs eigenen Stores, einer eigenen E-Commerce-Plattform und einer Kosmetiklinie. Heute ist er Trendforscher und seit Dezember 2024 Geschäftsführer des Deutschen Mode-Instituts (DMI) in Köln. Mit „Konsum. Warum wir kaufen, was wir nicht brauchen“ legte er eine vielbeachtete Abrechnung mit der eigenen Branche vor, deren Grundthese er bis heute für gültig hält – auch wenn sich mit dem europäischen Lieferkettengesetz seither erstmals ein politisches Problembewusstsein entwickelt hat. Im Gespräch mit Georgiy Michailov erklärt er, warum die Corona-Lockdowns zum größten kollektiven Konsum-Experiment unserer Zeit wurden.
Mehr über Carl Tillessen:
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„Wenn wir regelmäßig positive Gefühle erleben, dann werden wir ‚better versions of ourselves‘."
Unangenehme Gefühle wie Angst oder Wut schützen uns. Sie warnen uns und sichern im Zweifel unser Überleben – das leuchtet sofort ein. Aber wofür sind eigentlich angenehme Gefühle gut? Reicht es nicht, wenn wir einfach lernen, mit dem Unangenehmen besser umzugehen? Und macht uns die ständige Suche nach dem eigenen Glück am Ende nicht sogar unglücklicher?
„Auf der einen Seite habe ich Golfbälle, negative Reize. Auf der anderen Seite Seifenblasen, die ganz sanft hereinschweben. Aber wenn so ein Golfball durchrauscht, dann sind die kaputt."
Dr. Daniela Blickhan ist Diplom-Psychologin, Gründerin des Inntal Instituts und seit über 35 Jahren als Coach, Trainerin und Autorin tätig. Als Gründungsmitglied und erste Vorsitzende des Deutschsprachigen Dachverbands für Positive Psychologie (DACH-PP) hat sie das Forschungsfeld im deutschsprachigen Raum entscheidend geprägt. Im Gespräch mit Georgiy Michailov erklärt sie, warum unser Gehirn Negatives schneller wahrnimmt als Positives, wie sich mit der 3-2-1-Übung Dankbarkeit neu entdecken lässt und weshalb die selbstwirksame Freude beim Aufbau neuer Gewohnheiten oft mehr bewirkt als strikte Disziplin.
Zur Person:
Dr. Daniela Blickhan ist Diplom-Psychologin und promovierte an der Freien Universität Berlin zur positiven Psychologie; ihre Dissertation erschien 2017 als Buch „Anleitung zum Glücklichsein“. Sie gründete 1991 das Inntal Institut in Bad Aibling, das sie bis heute leitet. Als Gründungsmitglied und erste Vorsitzende des Deutschsprachigen Dachverbands für Positive Psychologie (DACH-PP) hat sie die Etablierung des Forschungsfelds im deutschsprachigen Raum entscheidend gestaltet. Sie gilt als meistgelesene Autorin für angewandte positive Psychologie im deutschsprachigen Raum und ihr Buch „Positive Psychologie im Coaching“ wurde 2021 als Trainings- und Coachingbuch des Jahres ausgezeichnet. Seit mehr als 35 Jahren bildet sie Coaches aus und begleitet Menschen und Organisationen in Einzel-, Team- und Führungskontexten.
Mehr über Dr. Daniela Blickhan:
https://www.danielablickhan.de/
Ihr aktuelles Buch heißt: Das eigene Selbstbild erkennen und entfalten – Coaching mit dem Persönlichkeits-Panorama.
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„Diese Personenorientierung hat sich über die Jahrzehnte hartnäckig gehalten.“
Ob Steve Jobs oder der neue Trainer, der die gesamte Fußballmannschaft umkrempelt: Führungserfolg wird gern an einzelnen Persönlichkeiten festgemacht. Doch was, wenn genau das einer der hartnäckigsten Irrtümer der Führungsforschung ist? Wer trägt tatsächlich die Verantwortung, wenn Führung nicht als Charaktereigenschaft, sondern als Funktion verstanden wird?
„Wir gehen davon aus, dass Führung etwas ist, was in Organisationen als Funktion gebraucht wird.“
Prof. Dr. Rudolf Wimmer zählt zu den prägendsten Vordenkern der systemischen Organisationsberatung im deutschsprachigen Raum. Als Senior Partner von osb international und langjähriger Professor am Wittener Institut für Familienunternehmen (WIFU) verbindet er wissenschaftliche Tiefe mit jahrzehntelanger Beratungspraxis. Im Gespräch mit Georgiy Michailov erklärt er, warum Führung eine Funktion und keine Persönlichkeitsfrage ist und weshalb sich Komplexität nicht auflösen, sondern nur gestalten lässt.
Zur Person:
Prof. Dr. Rudolf Wimmer zählt zu den einflussreichsten Vordenkern der systemischen Organisationsberatung im deutschsprachigen Raum. Er begleitet seit rund fünf Jahrzehnten Unternehmen und Familienunternehmen als Berater und Aufsichtsrat durch Generationswechsel und Krisen. Nach seiner Habilitation für Gruppendynamik und Organisationsberatung an der Universität Klagenfurt gründete er die osb Wien mit und ist bis heute Senior Partner von osb international. Von 1999 bis 2004 hatte er den Lehrstuhl für Führung und Organisation am neu gegründeten Wittener Institut für Familienunternehmen (WIFU) inne und seit 2004 ist er dort außerplanmäßiger Professor. Prof. Dr. Rudolf Wimmer ist Autor zahlreicher Bücher zu Führung und Organisationsberatung, zuletzt veröffentlichte er: „Führung und Organisation in Familienunternehmen“. Im Gespräch mit Georgiy Michailov erklärt er, warum gute Führung eine Funktion und keine Persönlichkeitsfrage ist.
Mehr über Prof. Dr. Rudolf Wimmer:
https://www.osb-i.com/de/ueber-uns/osb-international/beraterinnen/univ-prof-dr-rudolf-wimmer/
Sein aktuelles Buch heißt: Führung und Organisation in Familienunternehmen: Aufbruch zu zukunftsfähigen Unternehmensstrukturen.
„Wenn Sie einen starken inneren Kritiker haben, dann wird er einen Grund haben.“
Es ist mitten in der Nacht, und im Kopf tobt ein Streit: Eine Stimme macht Vorwürfe, eine zweite kritisiert, dass man sich davon überhaupt stören lässt. Viele Menschen kennen dieses Gefühl, sich selbst im Weg zu stehen – als wäre man sich selbst der eigene Gegner. Woher kommen diese inneren Stimmen wirklich? Und ist es möglich, mit dem inneren Kritiker Frieden zu schließen, statt ihn immer nur temporär zum Schweigen zu bringen?
„Ich gehe nicht weg. Ich lass dich nicht allein. Ich bleib dabei.“
Antworten darauf liefert Dagmar Kumbier, Diplom-Psychologin und Psychologische Psychotherapeutin, die das Modell des Inneren Teams von Friedemann Schulz von Thun für die Psychotherapie weiterentwickelt hat. Im Gespräch mit Georgiy Michailov erklärt sie, warum innere Kritiker, Wächter und verletzte Anteile eigentlich beschützen wollen, wie man auch nachts um drei Kontakt zu ihnen aufnehmen kann und warum echte Selbstführung nicht bedeutet, Zweifel und Angst ganz zu verlieren, sondern zu lernen, mit ihnen in Verbindung zu bleiben.
Zur Person:
Dagmar Kumbier ist Diplom-Psychologin, Psychologische Psychotherapeutin und Geisteswissenschaftlerin (M.A.). Nach dem Studium der Psychologie und Geisteswissenschaften war sie Mitarbeiterin von Friedemann Schulz von Thun an der Universität Hamburg und arbeitete als Psychotherapeutin in Kliniken mit Schwerpunkt Traumatherapie. Sie bildete sich in tiefenpsychologisch fundierter Psychotherapie, Paarberatung sowie in der Arbeit mit inneren Anteilen bei Luise Reddemann und Richard C. Schwartz (IFS) weiter. 2016 gründete sie das Institut für integrative Teilearbeit (IfiT) in Hamburg, das sie bis heute leitet. Ihr heutiger Schwerpunkt liegt darin, das Modell der inneren Anteile über die Psychotherapie hinaus nutzbar zu machen: Als Lehrtrainerin am Schulz-von-Thun-Institut bildet sie Coaches, Berater:innen und Führungskräfte darin aus, innere Blockaden, Perfektionismus und Entscheidungskonflikte als Führungsthema zu verstehen und gezielt für bessere Selbststeuerung im beruflichen Alltag zu nutzen. Kumbier hat das Modell des Inneren Teams von Friedemann Schulz von Thun für die Psychotherapie weiterentwickelt und mehrere Bücher dazu veröffentlicht, zuletzt „Wie dein Inneres Team tickt".
Mehr über Dagmar Kumbier:
https://www.dagmar-kumbier.de/
Ihr aktuelles Buch heißt: Wie dein Inneres Team tickt.
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