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Nachdem ich bereits einmal mit meinen Eltern über das Gesundheitssystem in der DDR gesprochen habe, ist das Thema erneut in der Sendung – doch dieses Mal aus einem anderen Blickwinkel. Zu Gast ist Chris, die Krankenschwester gelernt hat und sowohl in der DDR als auch nach der Wende im vereinten Deutschland in diesem Beruf tätig war. Sie berichtet von Ihrer Ausbildung und dem Arbeitsalltag in einem Krankenhaus, welche Besonderheiten sie in den beiden Systemen ausmachen konnte und warum sie trotz der Zufriedenheit im Beruf die Ausreise in den Westen wagte. Chris erzählt von einem bewegten Leben zwischen Kunst und Wissenschaft. Vielen Dank an Hörerin Anja, die ihre Mutter für dieses Interview vorgeschlagen hat.
Nach langer Wartezeit haben wir es wieder einmal geschafft: Meine Eltern sind zu Gast. Nicht nur im Podcast, sondern sie waren auch zu Gast bei mir in Berlin. Gemeinsam haben wir das Museum in der Kulturbrauerei besucht und das zum Anlass genommen, über die Allgegenwart der Propaganda in der DDR zu sprechen. Wie haben die Parolen der SED das Leben der Menschen beeinflusst und drangen die Botschaften überhaupt ins Bewusstsein des "neuen sozialistischen Menschen"? Diese Fragen besprechen wir in dieser Episode und freuen uns wie immer über Eure Ergänzungen und Kommentare!
Dies ist die zweite Crossover-Folge mit Ulrike Kretzmers "Exponiert-Museumspodcast aus Berlin". Die Aufnahme liegt auch noch gar nicht so lange zurück: Anfang November 2015 waren wir an zwei Wochenende in der Gedenkstätte Hohenschönhausen. Ulrike schreibt in ihrem Eintrag zur Folge: "Aus Gründen diesmal ohne vor Ort Aufnahmen, dennoch möchten wir euch die Stiftung Gedenkstätte Hohenschönhausen sehr ans Herz legen. Die Möglichkeit, sich mit Zeitzeugen über ihre Erfahrungen in der Untersuchungshaft der Stasi zu unterhalten, wird es nicht für immer geben. Auch die Dauerausstellung ist sehr empfehlenswert."
Bereits am 30. Mai 2015 durfte ich zu Gast sein in der ersten Folge von Ulrike Kretzmers "Exponiert-Museumspodcast aus Berlin". Diese Folge gibt’s nun auch hier noch einmal publiziert. Ulrike schrieb damals: "Die lang ersehnte erste Folge des Exponiert-Museumspodcasts ist online! Ich und mein Gast, Martin Fischer (Staatsbürgerkunde-Podcast), besuchten am 30. Mai 2015 das DDR Museum in Berlin. Ein Hands-On-Museum, in dem es ungewohnt viel anzufassen, auszuprobieren und zu hören gibt. Entstanden ist ein unterhaltsamer und atmosphärischer Rundgang durch die aktuelle Dauerausstellung rund um die DDR, bei dem ihr uns belauschen dürft. Leicht abschweifendes In-Erinnerungen-Schwelgen inklusive!"
Trotz strikter Überwachung der Kommunikation mit dem Ausland gelangen doch hin und wieder Kontakte und sogar Freundschaften zwischen Ost und West. Und im Fall der Familie Rimroth aus Nürnberg und der Familie Jahreis aus Jena war es sogar eine besonders innige und bis heute andauernde Freundschaft. Alles begann mit Briefen, die die Grenze überquerten – doch auch ihre Verfasser fanden Mittel und Wege, die Mauer für gegenseitige Besuche zu überwinden. Im Advent 2015 war ich zu Gast in Jena und habe mit Dorothea und Wolfgang Rimroth sowie Gerhard Jahreis über knapp vierzig Jahre Freundschaft im zunächst noch geteilten und dann wiedervereinten Deutschland gesprochen.
Vielen Dank an unserer Hörerin Christiane Rimroth, die mich auf die Idee zu der Folge über die Freundschaft ihrer Eltern mit Gerhard Jahreis gebracht und den Kontakt hergestellt hat!
Mit einer besonderen Folge beschließen wir das Jahr. Lothar Schulz hat eine Seite der DDR kennen gelernt, die zu den dunkelsten dieses Landes gehörte. Er war Gefangener der Staatssicherheit. In unserem Gespräch berichtet er von seinem Werdegang als Ingenieur und wie er an die Grenzen des Staates stieß. Lothar erzählt, wie es zu seiner Verhaftung gekommen ist, wie er die Untersuchungshaft erlebt hat und wie es nach seinem Prozess mit ihm weiterging. Ein sehr eindringliches und nachdenkliches Gespräch erwartet Euch und wir sind wie immer interessiert an Eure Kommentaren.
Ein großes Dankeschön in dieser Folge geht an Ulrike Kretzmer von Exponiert – Dem Museums-Podcast aus Berlin für die Vermittlung des Kontakts!
Nach über drei Jahren wird es Zeit für etwas Sport – ein Thema, das in den vergangenen Folgen nur am Rande gestreift wurde. Doch dieses Mal wird der Nachholbedarf dank Gast Nils mehr als gedeckt. Als aktiver Leipziger habe ich ihn in seiner Heimatstadt besucht und über seine Begeisterung für den Fußball (besonders natürlich Lokomotive Leipzig), das Radfahren und den Status des Sports in der DDR gesprochen. Auch wir kommen nicht umhin, über Negativ-Schlagworte wie "Doping" oder "Hooligans" zu sprechen, arbeiten aber auch heraus, welche hohe Bedeutung Sport für den Einzelnen und eine Gemeinschaft haben kann und warum es nicht immer Spitzensport sein muss. Das alles erzählen wir anhand des Sportlerlebens von Nils. Wir wünschen Euch viel Spaß beim Hören und freuen uns über Eure Ergänzungen und Kommentare.
Nach der Aufnahme wies mich Nils noch darauf hin, dass Jürgen Schult seinen Weltrekord 1988 nicht im Speerwurf erreichte, sondern im Diskuswerfen. Und es gibt noch Ergänzungen zur Geschichte des Frauenradrennsports. Nils hat recherchiert und den verlinkten Wikipedia-Artikel gefunden. Besonders der Abschnitt über die Zeit zwischen 1945 und 1984 ist lesenswert und bringt mit einem Vergleich zwischen BRD und DDR noch neue wichtige Aspekte in unsere Debatte – die Friedensfahrt war aber tatsächlich eine reine Männerveranstaltung. Einen Überblick über die DDR-Meisterschaften im Frauenradsport gibt es ebenfalls.
Außerdem möchte ich es nicht versäumen, noch folgende Links zu den angesprochenen Themen in der Sendung anzufügen:
Frisch umgezogen nach Berlin geht’s jetzt endlich weiter mit neuen Folgen. Und weil die Stadt an der ehemaligen Nahtstelle zwischen Ost und West sich perfekt dafür eignet, ist sie selbst Gegenstand dieser Episode. Aber nicht in ihrem trubeligen und pulsierenden Zentrum gehen mein Gast und ich auf Suche nach Spuren der DDR-Vergangenheit, sondern an ihren Rändern. Gemeinsam mit Cornelis Kater – als Podcaster vom Unterwegs-Podcast "Schöne Ecken" bestens geeignet dafür – laufe ich ein Stück des Mauerwegs auf dem ehemaligen Grenzstreifen zwischen DDR und BRD. Kein klassisches Zeitzeugengespräch, dafür aber eine atmosphärische Annäherung an eine Stadt mit bewegter Geschichte und eine schöne Gemeinschaftsproduktion. Seid gespannt auf diese und dann viele weitere "klassische" Folgen aus der Hauptstadt.
Mal wieder habe ich mit ajuvo zusammengesetzt und über seine Berührungspunkte mit der DDR gesprochen. Er war in den Wendejahren an der Beurteilung und Neustrukturierung der DDR-Wirtschaft beteiligt und ist daher der perfekte Gast für das Thema Treuhand. Für viele ist die Arbeit der gleichnamigen Anstalt verbunden mit dem "Ausverkauf" der DDR, doch berichtet ajuvo auch von der schwierigen Aufgabe, die Firmen und Betriebe eines ganzen Landes neu zu ordnen. Aus den Räumen von Kiez.FM erwartet Euch eine Crossover-Folge mit damalsTM zu einem nach wie vor kontroversen Aspekt aus der Endzeit der DDR.
In dieser Folge schauen wir einmal vom Westen in die DDR. Und zwar mit Tom Siewert, einem waschechten West-Berliner, der lange Zeit mit der Mauer und der halben Stadt Berlin gelebt hat. Seine Eindrücke sowohl aus dem Westteil als auch die von seinen Besuchen im Osten der Stadt prägen unser Gespräch über den Status Berlins durch die Jahre bis zur Wiedervereinigung. Von der wie festzementiert erscheinenden Teilung der Stadt bis hin zum Regierungssitz des wiedervereinigten Landes geht unsere Reise mit vielen Anekdoten über das Leben in der Enklave West-Berlin.
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