mit Wim Klooster und Gabi Schenkel
Er ist nur der zweitgrößte Ozean auf der Erde – und doch übt vor allem der Atlantik eine besondere Faszination aus. Es war eben nicht irgendein Meer, das Christoph Kolumbus 1492 überquerte, um die neue Welt zu "entdecken". Es war jenes „grüne Meer der Dunkelheit“, vor dem sich die Menschen bis dahin fürchteten. Bis heute ist der Atlantik unser Sinnbild von einem wilden, ungezähmten Meer. Der Mythos vom sagenhaften Atlantis ist damit ebenso verbunden wie die grausamen Schlachten im Zweiten Weltkrieg, die als Atlantikschlacht in die Geschichtsbücher eingegangen sind. Doch Atlantik steht noch für viel mehr. Er steht für Luxusreisen ebenso wie für die baskischen Walfänger, die dem Weg des Kolumbus in ihren Ruderbooten folgten, um an der Küste Neufundlands Kabeljau und Wale zu jagen; für die dunkle Geschichte des Sklavenhandels und die der Auswanderung nach Amerika. Und auch für die Geschichte davon, etwas wieder zu vereinen, was die Natur einst getrennt hat: Der erste Versuch, ein Seekabel für die Telegraphie auf dem Grund eines Ozeans zu verlegen.
Dagmar Bellmann: Mikrokosmos an Bord (2018): Der Beginn der modernen Kreuzfahrt , in: Jürgen Elvert und Martina Elvert (Hrsg.): Agenten, Akteure, Abenteurer. Berlin, S. 501-515. Berlin, Duncker & Humblot.John Costello, Terry Hughes (1992): Atlantikschlacht (= Bastei-Lübbe-Taschenbuch. Band 65038). 4. Auflage. Bastei Lübbe.Max Häberlein (2017): Atlantische Geschichte - Versuch einer Zwischenbilanz. Zeitschrift für Historische Forschung, Vol. 44, No. 2 (2017), pp. 275-299.Thor Heyerdahl (1973): Expedition Ra – im Papyrusboot über den Atlantik. Berlin, Verlag Volk und Welt.Wim Klooster und Alfred Padula (2016): The Atlantic World. Essays on Slavery, Migration and Integration. Routledge. Mare. Die Zeitschrift der Meere (1997). „Transatlantik. Losfahren und Ankommen. Der Ozean.“ Heft Nr. 1, April/Mai.Daniel Uziel (2019): „Graue Wölfe – Ritter der Tiefe“. NS-Propaganda als Leitmotiv der heutigen Darstellung des U-Boot-Kriegs. In: Jens Westemeier (Hrsg.): „So war der deutsche Landser …“. Das populäre Bild der Wehrmacht. Ferdinand Schöningh, S. 227–245.Links und Internetquellen:
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