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Die gemischten Aussagen von FED-Chef Jerome Powell und von Finanzministerin Janet Yellen haben beim S&P 500 zur Wochenmitte zu einem intraday reversal von fast 3% gesorgt. Powell bezeichnete die Turbulenzen bei den Banken als isolierte Ereignisse, mit dem Fokus weiterhin auf die hohe Inflation, und den robusten Arbeitsmarkt. Der eigentliche Grund für den gestrigen Kursrutsch lieferte allerdings Yellen. In einer Senatsanhörung betonte die Finanzministerin, dass die Biden Administration keine generelle Versicherung aller Kundeneinlagen bei amerikanischen Banken in Erwägung zieht.
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Wir befinden uns im Niemandsland, und was den kurzfristigen Trend betrifft, kann man genauso gut eine Münze werfen. Zu früh, um Short zu gehen, zu spät, um Long zu gehen, das höre ich von vielen Händlertischen an der Wall Street. Ein Markt für Spieler, meint ein Floor-Broker der NYSE. Wie sich das Debakel der First Republic weiter entfalten wird, bleibt schwer zu sagen. Ein Kapitaleinschuss von Investoren wird wohl nur gelingen, wenn die Regulatoren die größten Risiken in der Bilanz der Bank übernehmen oder gegen Verluste absichern. Was die heutige Tagung der FED betrifft, gehen die Meinungen weit auseinander. Der Leitzins dürfte wohl um 25 Basispunkte angehoben werden, aber wie geht es danach weiter? Sinken die angepeilten Zinsziele der FED für 2024 vielleicht sogar, und wird die Reduktion der Bilanz eingestellt? Die Aktien von GameStop liegen nach den Ergebnissen fast 40% zu, mit den Aktien von Nike leicht unter Druck. Während die Ergebnisse im abgelaufenen Quartal robust ausfielen, sind die Aussagen zu dem jetzt laufenden Quartal eher verhalten.
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Wir sehen eine globale Stabilisierung der Finanzmärkte, mit einer Fortsetzung der Erholung an der Wall Street, einhergehend mit einem Anstieg der Renditen bei US-Staatsanleihen. Tech und Banken führen die Gewinnerlisten vor dem Handelsstart an. Was die First Republic Bank betrifft, scheint sich unter der Führung von J.P. Morgan CEO Jamie Dimon eine Rettung anzubahnen. Sollten die $30 Mrd. an Einlagen, die eine Gruppe von Großbanken eingebracht haben in Aktien konvertiert werden, bedeutet das eine massive Verwässerung der aktuellen Aktionärsbasis. Bloomberg berichtet zudem, dass das Weiße Haus prüft, ob die FDIC-Einlagensicherung in Kooperation mit dem Finanzministerium ohne Zustimmung des Kongresses die Versicherung von Kundeneinlagen anheben könnte.
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Die Futures konnten sich von den vorbörslichen Tiefs deutlich erholen, wobei die Lage wenig transparent bleibt. Die EZB und European Banking Authority betonen, dass die Tier-1 Anleihen erst dann angetastet werden, wenn die Aktien im Vorfeld ausradiert sind. Damit reagiert man auf die Entscheidung der UBS/CS die Aktionäre vor die Inhaber dieser Anleihen zu stellen. Für die USA ist wesentlich wichtiger, wie es bei der First Republic weitergeht. Die 11. Größte Bank des Landes soll bis Ende letzter Woche 40% der Kundeneinlagen verloren haben. Eine Übernahme ist deutlich wahrscheinlicher geworden. J.P. Morgan betont erneut, dass das Umfeld der Banken mit der Finanzkrise nicht zu vergleichen sei, insbesondere nach den Maßnahmen der Regulatoren. Die Inflation sei zwar noch nicht „geheilt”, wie dem auch sei, ist das Wachstum aktuell robust, und wir sehen höchstwahrscheinlich das Ende von QT. Kombiniert mit niedrigeren Renditen und Realzinsen, und einer erneuten Ausweitung der FED-Bilanz, könne eine kurzfristige Rallye ausgelöst werden, mit dem Tech-Sektor im Lead. Dies sei allerdings nichts weiter als eine erneute Bärenmarkt-Rallye, die verkauft werden sollte. Um eine tragfähige Rallye zu bekommen, müsse die Inflation auf unter 3,5% sinken, und das Ertragswachstum zunehmen, bei einer gleichzeitigen Lösung der Bankenkrise.
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Trotz der dramatischen Schlagzeilen und hohen Volatilität bei den Banken, konnte der S&P 500 seit Wochenanfang bisher rund 2,6% zulegen, mit dem Nasdaq über 5% im Plus. Es sind vor allem die Big Tech-Aktien, die die Wall Street stabil gehalten haben. Bis sich die Gemüter final beruhigen, wird allerdings noch einige Zeit vergehen. Von meinen Kontakten an der Wall Street ist vor allem ein Satz zu hören: „Das ist erst die Spitze des Eisbergs“. Nach einem ersten Bounce bei den Banken, rücken die vielen Herausforderungen des Sektors in den Vordergrund. Mehr Regulatorik, reduzierte Flexibilität bei den Dividenden und Aktienrückkäufen, und Gegenwind auf der Ertragsseite. Mittelfristig sind die Aktien der Branche uninteressant. Dieses Wochenende, könnte so manchen Merger bei Regionalbanken bringen. Die schwachen REITS zeigen, dass die Sorge vor möglichen Kreditschieflagen und Dividendenstreichungen in den Fokus rücken. Mit der FED-Sitzung am Mittwoch, und dem Treffen zwischen Xi und Putin von Montag bis Mittwoch, dürfte Zurückhaltung dominieren. Freundlich tendieren die Aktien von FedEx. Dank aggressiver Einsparungen konnten die Ertragsziele geschlagen werden. Die Aussichten werden außerdem angehoben. NVIDIA wird von der Citi zum Kauf empfohlen. Warner Brothers Discovery wird bei Wells Fargo empfohlen.
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Die Turbulenzen bei den Aktien der europäischen und amerikanischen Banken treiben Investoren in die Aktien der Mega-Tech-Aktien. Viele dieser Unternehmen sind Cash-stark, mit soliden Bilanzen. Dass die Credit Suisse die Liquidität und Kapitalbasis durch einen $54 Mrd. Kredit der Schweizer Nationalbank stärkt, und über den offenen Markt einen Teil der ausstehenden Verbindlichkeiten zurückkauft, stabilisiert die Bank und den gesamten Sektor. In den USA heißt es, dass die First Republic Bank alle Optionen in Erwägung zieht, inklusive eines möglichen Verkaufs der Bank. Die Ratingagentur Fitch hat Western Alliance Bancorp außerdem auf die Watchlist für eine mögliche Abstufung der Bonität gesetzt. Dass die Wall Street in Wartestellung bleibt, mit der Stabilität des Bankensektors im Fokus, ist kaum erstaunlich.
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Die Tendenz der Wall Street steht und fällt weiterhin mit den Aktien der Banken. In diesem Fall werden die US-Märkte durch den Einbruch der europäischen Finanzwerte belastet. Die Saudi National Commercial Bank, der größte Aktionäre der Credit Suisse, will keine weitere Finanzhilfe leisten. Damit einhergehend meldet die UBS, dass die jüngsten Turbulenzen zu vermehrten Kapitalzuflüssen geführt hätten. Ein vielleicht weiteres Signal, dass die CS unter Druck steht und aufgefangen werden muss. Unabhängig davon dürfte die EZB an diesem Donnerstag den Zins um 50 Basispunkte anheben. Die Panik um europäische Bank-Aktien zieht selbst die Aktien der stärksten Finanzwerte in den Keller. Wer die Nerven behält, kann günstig aufsammeln. Was die FED betrifft, dürfte der Leitzins am 22. März entweder gar nicht oder um 25 Basispunkte angehoben.
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Nach dem gestrigen Einbruch bei den Aktien der Banken, geht es heute Morgen in dem Sektor auf breiter Front teils deutlich bergauf. Die Aktien von Charles Schwab und Western Alliance werden von Analysten vor dem Opening zum Kauf empfohlen. Zudem betont das Finanzministerium erneut, dass alle Kundeneinlagen bei US-Banken sicher seien. Die Aktien von United Airlines werden unter einer Ertragswarnung leiden. Wie dem auch sei, ist der Grund der Warnung bei weitem nicht so negativ wie die Schlagzeilen suggerieren. Was Inflation betrifft, lagen die Verbraucherpreise im Februar bei der Gesamt- und Kernrate im Rahmen der Erwartungen. Die Chancen stehen gut, dass die FED am 22. März den Zins nur um 25 Basispunkte (oder gar nicht) anheben wird.
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Drei Bankpleiten in unter einer Woche fachen die Panik an der Wall Street an. Wie dem auch sei, haben die Regulatoren am Wochenende die richtigen Entscheidungen getroffen, um die Lage stückweit zu beruhigen. Das auch die nicht FDIC versicherten Kundeneinlagen bei der SVB und Signature Bank sicher sind, ist ein großer Schritt in die richtige Richtung. Das ändert aber nichts daran, dass Aktionäre im Fall einer Pleite leer ausgehen. Wir sehen daher massive Kurseinbrüche bei Werten wie First Republic. Durch das neue Bank Termin Funding Programm der FED, haben Banken die Möglichkeit zusätzliche Liquidität einzusammeln. Was der Markt letztendlich sehen möchte, ist eine Ausweitung der FDIC versicherten Kundeneinlagen. Das kann aber nur mit Zustimmung des Kongresses umgesetzt werden. Goldman Sachs geht nun davon aus, dass die FED den Leitzins am 22. März gar nicht mehr anheben wird. Eine finale Anhebung um 25 Basispunkte, mit dem Signal, dass das Ende der Anhebungsphase erreicht ist, würde zur Beruhigung der Lage aber auch schon beitragen
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In den USA wurden im Februar 311.000 Jobs geschaffen, während die Wall Street im Schnitt mit 225.000 gerechnet hatte. Wie dem auch sei, lagen die Flüsterschätzungen bei 275.000 bis 300.000 Jobs. Die Arbeitslosenrate ist auf 3,6% gestiegen vs. die Wall Street von 3,4% ausging. Die Lohninflation verliert an Dynamik und lag bei 0,2% vs. der angepeilten 0,3 bis 0,4%. Wir sehen einen nur leichten Bounce an der Wall Street. Über 3% hat der S&P 500 bis zum gestrigen Closing diese Woche verloren. Neben dem Rechenschaftsbericht von FED-Chef Jerome Powell, und der Zurückhaltung im Vorfeld der Arbeitsmarktdaten, sorgt vor allem der kräftige Kursrutsch der Banken für Sorge. Auch wenn der Kollaps von Silvergate Capital und der Einbruch von SVB Financial aufgrund der Geschäftsfelder beider Finanzhäuser als Sondersituation zu verstehen ist, werden nun die ersten Folgen der aggressiven Geldpolitik sichtbar. Im vergangenen Jahr haben Kunden erstmals seit 1948 Geld von Banken abgezogen, und zwar laut der FDIC-Einlagenversicherung netto $278 Mrd. Das Geld fließt in Geldmarkt-Fonds oder in kurzlaufende T-Bills. Um Kundeneinlagen zu halten, müssen Banken den Kunden höhere Zinsen bieten. Ich selbst habe diese Woche einen Sparbrief von J.P. Morgan erworben, der einen Zins von über 4% zahlt. Banken parken die Einlagen hingegen in langlaufenden Staatsanleihen, die den Banken weniger Zinsen einbringen. Erschwerend kommt hinzu, dass die von Banken gehaltenen langlaufenden Staatsanleihen in den Bilanzen nicht zum Marktwert bewertet werden, sondern zum Wert, den die Anleihen zum Zeitpunkt aus Auslauftermins haben. Wenn Banken diese Anleihen liquidieren müssten, würden hohe Verluste entstehen.
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