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Der Dow Jones hat mittlerweile die gesamten Jahresgewinne abgegeben, mit dem S&P 500 nur noch 3,4% im Plus. Die vielen Bären, die seit Jahresauftakt daneben lagen, sehen sich bestätigt. Gestern haben sich Morgan Stanley, J.P. Morgan und die Bank of America negativ zu den Aussichten der Wall Street geäußert. Der Chef der Notenbank von St Louis, James Bullard, hat sich vor dem Opening erneut für einen kurzfristig größeren Zinsschritt ausgesprochen. Disinflation und ein solider Arbeitsmarkt, seien durchaus denkbar. Die Ergebnisse von Walmart würden zeigen, dass der Prozess einer geringeren Inflation eingeleitet ist. Was Ergebnisse betrifft, fallen die meisten seit gestern Abend gemeldeten Zahlen erfreulich aus, mit den Aktien von Palo Alto Networks, Toll Brothers und Coinbase im Plus. TJX meldet mit flauen Aussichten, mit keiner größeren Reaktion der Aktie. Nach dem Closing stehen NVIDIA, Etsy, Lucid und Ebay im Fokus.
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Die vorbörslich überwiegend enttäuschenden Ertragszahlen liegen der Wall Street nach dem verlängerten Wochenende schwer im Magen. Home Depot kann die Ertragsziele nur dank niedriger Steuersätze schlagen, muss aber die Aussichten für das Fiskaljahr 2023 senken. Walmart blickt zwar auf ein solides viertes Quartal, kappt aber die Ertragsziele für das laufende Quartal und für das Fiskaljahr 2024. Fluor verfehlt die Ziele für das abgelaufene Quartal wiederum deutlich, mit der Aktie knapp 10% unter Druck. Denkbar, dass die um 15:45 MESZ anstehenden Wirtschaftsdaten die Wall Street stützen werden. Die Februar-Flash PMIs für die Industrie und Dienstleister lagen in Europa und Großbritannien über den Zielen, mit gleichzeitig nachlassendem Inflationsdruck. Schaut man sich die Bewertung des S&P 500 an, sieht das Verhältnis von Chance zu Risiko bei Anleihen aktuell besser aus.
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Der S&P 500 bewegt sich seit mindestens drei Wochen so ziemlich auf der gleichen Stelle, während insbesondere der Nasdaq von überwiegend soliden Ergebnissen und Aussichten aus dem Tech-Sektor profitierte. Applied Materials, DoorDash, HubSpot und DraftKings haben seit dem gestrigen Closing nicht nur die Ziele geschlagen, sondern auch die Aussichten angehoben. Auch AutoNation und Deere melden solide Zahlen, und heben die Aussichten an. Was die Wall Street seit gestern überschattet, sind die kontinuierlich weiter steigenden Renditen der US-Staatsanleihen, die im 10-jährigen Bereich die Marke von 3,9% nahezu erreicht haben. Damit einhergehend tendiert ebenfalls der US-Dollar Index fester. Beides belastet die Aktienseite. Der Kapitalmarkt peilt nun einen Zinsgipfel von 5,3% an vs. 4,75% vor Bekanntgabe der erschreckend soliden Arbeitsmarktdaten. Das für Ende 2023 angepeilte Zinsniveau liegt bei 5,13%. Anfang Februar lagen wir bei 4,23%! Der Traum von Zinssenkungen in diesem Jahr, hat sich ausgeträumt. Nach März und Mai, nehmen Spekulationen zu, dass wir im Juni eine dritte Anhebung sehen werden. Die Debatte wird zu früh geführt! In Anbetracht der erreichten Bewertung des S&P 500, gekoppelt mit kurzfristig eher heißen Inflationsdaten (nächsten Freitag wird der für die FED wichtige PCE Inflations-Index gemeldet), sollte für Gegenwind sorgen. Wichtig ist, dass die Marke von 4000 Punkten gehalten und verteidigt werden kann. Unter diesem Niveau drohen systemische Verkäufe.
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Blackstone Präsident Jonathan Gray mahnt, dass der Zinsgipfel in einer Spanne von 5,25 bis 5,5% liegen dürfte. Aktuell hat der Kapitalmarkt ein Niveau von 5,25% eingepreist. Die Erzeugerpreise sind im Januar um 6% gestiegen und lagen damit über den Erwartungen von 5,4%. Auch die Kernrate lag mit 4,5% über den Zielen des Marktes. Im Vergleich zum Vormonat lagen die Raten bei 0,7% und 0,5%, im Vergleich zu den Erwartungen von 0,4% und 0,3%. Der Aktienmarkt ignoriert bisher den Anstieg der Renditen, wie auch die Warnungen der Federal Reserve. Spätestens nach dem Ende der Berichtssaison, dürfte sich das Blatt zu Lasten der Wall Street wenden. Die Ergebnisse fallen seit letzter Nacht gemischt aus. Cisco, Roku, Twilio, Zillow und Crocs tendieren nach den Ergebnissen freundlich, während es bei Paramount, Synopsis und Shopify bergab geht.
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Wir sehen erneute Zeichen, dass die US-Wirtschaft an Schwung gewinnt. Der Einzelhandel performte im Januar weitaus besser als erwartet. Einhergehend mit den gestrigen Verbraucherpreisen, hält die Sorge vor einer auch längerfristig überhöhten Inflation im Markt. Wie dem auch sei, liegen die Markterwartungen und die bisherigen Aussagen der FED nun auf der gleichen Wellenlinie. Die mahnenden Worte der FED sind eingepreist. Der erwartete Zinsgipfel liegt bei nun 5,25% mit einem Zinsniveau von 5,05% zum Jahresende. Basierend auf dem Anstieg der Renditen 2-jährigen US-Staatsanleihen, müsste der Nadsaq rund 5% niedriger notieren, schätzt Marko Kolanovic von J.P. Morgan. Was den S&P 500 betrifft, dürfte der systemische Verkaufsdruck ist bei einer Marke von unter 4000 Punkten deutlich zunehmen. Um 3980 bis 4000 Punkten dürften bis zu $200 Mrd. an Verkäufen ausgelöst werden. Wie dem auch sei, fallen die jüngsten Ergebnisse anhaltend robust aus. Airbnb, Analog Devices, Roblox, Tripadvisor und Upstart tendieren nach den Zahlen teils deutlich fester.
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Wie erwartet wurde, liegen die Verbraucherpreise im Januar leicht über den Zielen der Wall Street. Im Vergleich zum Vormonat und Vorjahr lagen wir bei 0,5% und 6,4% vs. den Zielen von 0,4% und 6,2%. Exklusive Nahrungsmittel und Energie lagen die Raten bei 0,4% und 5,6% vs. den angepeilten 0,3% und 5,5%. Die Marktreaktion war zunächst positiv, wobei sich die Rallye nicht zu halten scheint. Abgesehen von den Inflationsdaten, werden sich im Tagesverlauf zahlreiche Notenbanker zu Wort melden. Es sprechen unter anderem Barkin, Logan, Harker und Williams. Was den Aktienmarkt betrifft, sehen wir seit seit Tagen kontinuierlich solide Ergebnisse von Corporate America. Seit dem Closing gestern Abend, konnten Arista Networks, Avis Budget, Cadence, Coca-Cola, Global Foundries, Marriott International, Palantir und Zoetis die Schätzungen schlagen. In den meisten Fällen werden ebenfalls die Aussichten angehoben. Nach dem Closing melden Airbnb, Akamai, Devon Energy und TripAdvisor Quartalszahlen.
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Nachdem nahezu jeder Wirtschaftsindikator auf eine temporäre Pause bei dem desinflationären Trend deutet, warten Marktteilnehmer mit Spannung (und Sorge) auf die am Dienstag anstehenden Verbraucherpreise. Anleihen preisen bereits einen höheren Zinsgipfel ein, wie auch einen längeren Zeitraum auf einem erhöhten Zinsniveau. Solange die Inflation leicht über den Erwartungen liegt, dürfte der Rentenmarkt das verdauen können. Wie dem auch sei, wurde ein solches Szenario auf der Aktienseite bisher kaum eingepreist. Das liegt daran, dass sich das Wachstumsbild global gebessert hat. Selbst wenn der Aktienmarkt eine positive Reaktion sehen sollte, dürfte ein Anstieg auf über 4200 im S&P 500 nur bei einem überraschenden Rückgang der Verbraucherpreise möglich sein. Mein Motto bleibt Rallyes zum Ausstieg zu nutzen, um Shorts zu etablieren. Ich rechne mit einem schwierigen Sommer.
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Das wilde auf und ab der letzten Handelstage setzt sich fort, mit den Aktien von Disney heute im Fokus. Das abgelaufene Quartal fiel vor allem im Bereich der Erlebnisparks robust aus. Was den Kurs vor allem anfacht, sind die Einsparungspläne von $5,5 Mrd. und neue Konzernstruktur unter CEO Bob Iger. Die Kursziele an der Wall Street steigen auf breiter Front. Die Aktien von Pepsi, Philip Morris, Robinhood, MGM Resort und Wynn tendieren nach den Ergebnissen ebenfalls freundlich. Mattel liefert hingegen lausige Zahlen und Aussichten, mit der Aktie vorbörslich 10% schwächer. Affirm liefert ähnlich schlechte Zahlen und plant knapp 20% der Stellen zu streichen. Die Aktie verliert rund 20%. Der größte Bremsklotz bleiben die Inflationsdaten, die am 14. Februar gemeldet werden. Nachdem der Manheim Used Car Index überraschend gestiegen ist, meldet Manhattan ein neues Rekordniveau bei den Mietpreisen. New York City gehört zu den größten US-Mietmärkten, und Mieten machen rund ein Drittel der Verbraucherpreise aus.
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Nach der gestrigen Rallye hat die Wall Street erneut Sand im Getriebe. Jerome Powell hat in der Podiumsdiskussion am Dienstag nur wiederholt, was der Chef der FED bereits am Tag der letzten Tagung in den Raum gestellt hatte. Zudem hat der Anleihemarkt nach den robusten Arbeitsmarktdaten bereits eine weitere Zinsanhebung im Mai eingepreist. Marktteilnehmer blicken nervös auf die am 14. Februar anstehenden Verbraucherpreise. Einige Indikatoren deuten auf eine leicht zunehmende Dynamik, was vor allem die Rallye im Tech-Sektor gefährden könnte. Die meisten Ergebnisse fallen vor Handelsstart solide aus. Die Aktien von CVS Health, Enphase Energy, Fortinet, Uber und Under Armour tendieren nach den teils sehr soliden Zahlen freundlich. Enttäuschende Ergebnisse sorgen hingegen bei Chipotle Mexican Grill für Abgabedruck. Der Kurs von Activision leidet unter negativen Kommentaren der britischen Wettbewerbshüter. Die vorgeschlagene $69 Mrd. Übernahme durch Microsoft würde den Wettbewerb erheblich einschränken. Die Chancen des Deals trüben sich somit ein.
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Nach wenigen Tagen des Abgabedrucks, sehen wir eine Stabilisierung an der Wall Street. Der um 18 Uhr MESZ anstehende Auftritt von FED-Chef Jerome Powell dürfte trotz der robusten Arbeitsmarktdaten kaum schärfer ausfallen als am Tag der FED-Sitzung. Powell hatte letzte Woche mehr als nur eine weitere Zinsanhebung in Aussicht gestellt, mit keiner Zinssenkung in diesem Jahr. Eine weitere Anhebung im Mai wurde am Anleihemarkt in den letzten zwei Handelstagen nahezu eingepreist. Auch J.P. Morgan betont heute Morgen, dass wir im Mai eine weitere Anhebung um 25 Basispunkte sehen sollten. Der Anleihemarkt preist für Ende 2023 jetzt ein Zinsniveau von 4,76% ein, was rund 40 Basispunkte über dem Niveau vor zwei Wochen liegt. Mein Fazit: Das Risiko des heutigen Powell-Auftritts ist im Wesentlichen entschärft.
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