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Der heutige Tag dürfte ähnlich orientierungslos verlaufen wie der Vortag. Marktteilnehmer warten auf die US-Arbeitsmarktdaten, die am Freitag um 14:30 Uhr MESZ gemeldet werden. Wie Powell im zweiten Teil des gestrigen Rechenschaftsberichts betonte, sind für die Tagung am 22. März 25 oder 50 Basispunkte denkbar. Letztendlich werden die Arbeitsmarktdaten und die Verbraucherpreise am nächsten Dienstag die Höhe des Zinsschritts entscheiden. Vor dem heutigen Opening ziehen die Renditen der 10-jährigen Staatsanleihen leicht an, mit dem US-Dollar unwesentlich schwächer. Es ist weiterhin beeindruckend zu sehen, wie widerstandsfähig die Wall Street ist. Bei den Einzelwerten steht American Express im Fokus, wie auch GE, MongoDB, Etsy und Silvergate Capital.
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Jerome Powell war im Rechenschaftsbericht vor dem Senat in seiner Rhetorik schärfer und deutlicher als die Wall Street erwartet hatte. Fallen die Wirtschaftsdaten im Februar ähnlich heiß aus wie im Vormonat, sind größere Zinsschritte erneut wahrscheinlich. Basierend auf dem FED-Watch-Tool der CME liegt die Wahrscheinlichkeit eine Anhebung um gleich 50 Basispunkte bei 77%. Vor einer Woche lag die Wahrscheinlichkeit bei 27%. Auch die Wahrscheinlichkeit einer Anhebung um 50 Basispunkte im Mai, ist von 30% auf rund 65% gestiegen. Es wird nun ein Zinsgipfel von 5,64% eingepreist. Die Zinskurve zwischen den 2- und 10-jährigen US-Staatsanleihen ist mit fast 110 Basispunkten so stark invers wie seit 2007 nicht mehr. Einhergehend mit den steigenden Renditen, zieht zu Lasten des Aktienmarktes auch der US-Dollar-Index an. Gerade auch wegen der Worte von Powell, richten sich die Blicke um so mehr auf die am Freitag anstehenden Arbeitsmarktdaten. Sollten im Februar über 300.000 Jobs geschaffen worden sein, dürften die Renditen der Staatsanleihen weiter anziehen, einhergehend mit dem US-Dollar. Sollten die Daten unter diesem Niveau liegen, dürften Aktien aufatmen. So schwach die Wall Street gestern war, fiel die Reaktion im Vergleich zum Rentenmarkt vergleichsweise mild aus.
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Im Vorfeld des um 16 Uhr MESZ anstehenden Rechenschaftsberichts von FED-Chef Jerome Powell, sorgt heute Morgen für Zurückhaltung. Wie dem auch sei, überwiegt die Chance, dass die Rhetorik weniger scharf als befürchtet ausfallen wird. Selbst wenn wir deshalb eine positive Reaktion der Wall Street sehen sollten, wird der am Freitag vor dem Opening anstehende Arbeitsmarktbericht den Enthusiasmus einfangen. Der Schuss kann in diesem Fall zweifelsohne in beide Richtungen losgehen. Im Fall sinkender Renditen und eines schwächeren US-Dollars, könnte die Bärenmarkt-Rallye den S&P 500 noch bis auf 4150 anheben, meint Morgan Stanley. J.P. Morgan bleibt heute Morgen hingegen negativ gestimmt, und fürchtet mit einer Fortsetzung des Bärenmarktes.
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Weder die Bullen noch die Bären hatten diese Woche den Mut aggressive zu handeln. Beeindruckend ist vor allem, dass sich die Wall Street trotz der teils deutlich gestiegenen Renditen nicht in die Knie zwingen lässt. Sollten wir einen Rücklauf bei den Renditen sehen, müsste der Aktienmarkt (und insbesondere der Tech-Sektor) mehr Rückenwind bekommen. Gestern sorgte eine Rede des Chefs der Notenbank von Atlanta für eine Erholung. Bostic sprach sich darin für eine Anhebung von 25 Basispunkten im März aus, mit Zinssenkungen bereits ab dem Sommer (unrealistisch). Um 16 Uhr MESZ wird der ISM Einkaufsmanager Index der Dienstleister gemeldet, mit der Inflationskomponente im Fokus. Das Ertragsbild ist uneinheitlich bis leicht negativ. Dell, Marvel Technology und Zscaler starten schwach in den Tag, mit Broadcom, C3ai, HP-Enterprise und VMWare freundlich.
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Solange wir keine Stabilisierung bei den Renditen der US-Staatsanleihen sehen, wird der Gegenwind auf der Aktienseite anhalten. Mit den Renditen 2-jähriger Staatsanleihen bei 4,9% signalisiert der Rentenmarkt die wachsende Furcht, dass die FED erneut zu wenig macht. Anders gesagt: Eine Anhebung um 50 und nicht 25 Basispunkte am 22. März würde vom Markt aktuell begrüßt werden. Dass sich der Dow Jones im Vergleich zum S&P 500 und Nasdaq heute besser halten kann, liegt einzig und allein an Salesforce. Da der Dow Jones ein Preisindex ist, bringt allein der Anstieg der Salesforce-Aktien dem Index rund 170-180 Punkte ein. Ansonsten sieht die Ertragsbild erneut überwiegend flau aus. Best Buy, Box, Snowflake und Splunk leiden unter den Aussichten. Im Einzelhandel profitieren die Aktien von American Eagle und Macy’s nach den Zahlen freundlich. Der Analystentag von Tesla wird an der Wall Street als enttäuschend beschrieben, mit der Aktie dementsprechend unter Druck. Trotz negativer geopolitischer Schlagzeilen tendieren chinesische Tech-Werte vorbörslich stabil. Morgan Stanley äußert sich positiv zu PDD, während die Bank America die Ziele für iQIYI anhebt.
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Vor dem um 16 Uhr MESZ anstehenden ISM Einkaufsmanager Index der Industrie werden wir an der Wall Street viel Zurückhaltung sehen. Liegen die Daten über den Zielen, und hier insbesondere die Inflationskomponente, könnten die Renditen der Staatsanleihen erneut anziehen und die Wall Street belasten. Unabhängig davon, fallen einige Ergebnisse heute Morgen enttäuschend aus. Der Kaufhausgigant Kohl’s meldet sehr schlechte Ergebnisse und Aussichten, mit dem Wert rund 8% unter Druck. Die Aktien von Rivian leiden unter den verfehlten Auslieferungen und reduzierten Produktionsaussichten. Bei Tesla steht heute der Analystentag im Fokus. Das Model Y wird vermutlich ein Facelift bekommen. Außerdem könnte Musk die Pläne für ein neues und preiswerteres Model A oder Model 2 vorstellen. Freundlich starten die Aktien von HP in den Tag. Die Ergebnisse lagen leicht über den Zielen, mit den Aussichten für 2023 bestätigt. Auch der Baumarktriese Lowe’s kann im Vergleich zu Home Depot bessere Zahlen liefern. Vorbörslich deutlich fester tendieren die Aktien chinesischer Tech-Aktien. Der Februar-Einkaufsmanager Index fiel im Industrie- und Dienstleistungsbereich deutlich besser aus.
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Obwohl der US-Kaufhausriese Target die Ertrags- und Margenaussichten deutlich senkt, kann die Aktie nach den Ergebnissen rund 4 Prozent zulegen, mit den Futures an der Wall Street ebenfalls auf der Gewinnerseite. Laut J.P. Morgan ist für den S&P 500 die Spanne von 3940 bis 3950 wichtig, also die Marke um die 200-Tageslinie. Unter diesem Niveau, und Richtung der 100-Tageslinie (bei 3920), könnten $50 Mrd. an Verkäufe durch quantitative Handelsmodelle aktiviert werden. Im Fokus stehen heute vor allem die seit letzter Nacht gemeldeten Ergebnisse. Zoom Video kann dank von Einsparungen die Ertragsziele und Ertragsaussichten deutlich schlagen. Die Aktien von Norwegian Cruise Line stehen aufgrund eines überhöhten Verlusts unter Druck und verlieren rund 7%. Chevron profitiert vom heutigen Analystentag. Das Management bestätigt die meisten Eckpunkte und weitet das Tempo der Aktienrückkäufe aus. Goldman Sachs wird wegen des heutigen Analystentags ebenfalls im Fokus stehen.
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Die Futures tendieren vorbörslich freundlich, mit einem insgesamt uneinheitlichen Bild. Der US-Dollar tendiert etwas schwächer, während die Renditen 10-jähriger US-Staatsanleihen leicht steigen. Nachdem es vor allem die Tech- und Mega-Tech-Aktien letzte Woche getroffen hat, sehen wir insbesondere in diesen Bereichen eine Gegenbewegung. Was den S&P 500 betrifft, sehen wir heute einen Bounce von der 200-Tageslinie, die bei 3966 Punkten liegt. Um eine tragfähige Rallye auf der Aktienseite zu bekommen, brauchen wir einen Rücklauf bei den Renditen der US-Staatsanleihen. Technisch ist der Anstieg bei den Renditen stark überzogen und emotionsgetrieben, mit einer nahenden Gegenbewegung sehr wahrscheinlich. Dass der PCE-Preisindex im Januar überhöht ausgefallen ist, hätte nach den Verbraucher- und Erzeugerpreisen keine Überraschung sein dürfen.
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Bullen wollen nicht zubeißen und die Bären trauen sich nicht aus der Reserve. Nach dem PCE-Preisindex ist die Wahrscheinlichkeit einer Anhebung um 50 Basispunkte am 22. März von 20 auf 29% gestiegen. Es wird nun ein Zinsgipfel von 5,39% eingepreist, mit einem Leitzins von 5,24% zum Jahresende. Der PCE ist im Januar im Vorjahresvergleich um 5,4% gestiegen, mit der Kernrate bei 4,7%. Beides lag über den Zielen des Marktes, was nach den bereits heißen Verbraucher- und Erzeugerpreisen keine Überraschung sein sollte. Bis auf die Aktien von Block, tendieren die meisten Werte nach den gestern Abend gemeldeten Ergebnissen und Aussichten unverändert bis schwächer. Booking Holdings und Intuit treten auf der Stelle, mit LiveNation leicht im Plus und Warner Brothers Discovery unter Druck. Das Boeing die Auslieferungen des Dreamliners erneut pausiert, um die Zertifizierungsunterlagen nach einem Analysefehler zu prüfen, wirkt sich bei dem Wert belastend aus.
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Die erfreulichen Ergebnisse und Aussichten von NVIDIA sind erfreulich, was in Folge auch die Aktien anderer Chip-Werte mit nach oben zieht. Auch die Aktien von ETSY tendieren freundlich. Wie dem auch sei, fallen die mit Abstand meisten Ergebnisse und Aussichten schwach aus, mit Kursverlusten auf breiter Front. Bumble, Cheesecake Factory, Domino’s Pizza, Ebay, Lucid, NetApp, Teladoc und Unity Software tendieren allesamt nach den Zahlen schwächer. Solange wir keinen Rücklauf bei den Renditen der US-Staatsanleihen sehen, stehen jegliche Versuche einer Erholung auf dünnem Eis. Ich fühle mich mit Anleihen weiterhin wohler als auf der Aktienseite. Nicht zuletzt wegen der erreichten Bewertung, was insbesondere auf die Aktien von NVIDIA zutrifft.
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