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Was haben ein Cowboyhut, ein voller Trophäenschrank und ein Schuh aus dem 3D-Drucker gemeinsam? Sie alle stehen im Zimmer von Till Steinforth – deutscher Zehnkämpfer, Architekturstudent und Gast unserer heutigen Folge.
Till heißt uns in Lincoln, Nebraska, willkommen – und nimmt uns mit in seinen Alltag zwischen Trainingseinheiten, Unterrichtsstunden und diversen Designprojekten, an denen er feilt. Wir sprechen über das Leben im Mittleren Westen, über die brutale Realität des Zehnkampfs – und darüber, warum das US-Uni-System für viele deutsche Athlet:innen ein Gamechanger ist.
Schon früh entscheidet Till – der aus einer Familie von Ringern kommt –, dass sein Herz eigentlich für die Leichtathletik schlägt. Und dort nicht nur für eine Disziplin. Er mag einfach alles – ganz so wie auch außerhalb der Tartanbahn: „Ich bezeichne mich als Mehrkämpfer, weil das für mich nicht nur sportlich gilt. Ich finde es einfach gut, verschiedene Sachen zu lernen und viele verschiedene Dinge zu machen – im Sport, aber auch im Leben. Ich war nie zufrieden damit, nur eine Disziplin zu machen. Diese Vielseitigkeit passt einfach zu meiner Persönlichkeit“, sagt er. Seine liebste Disziplin ist der Hürdenlauf, großen Respekt hat er hingegen vor dem Stabhochsprung: „Beim Stabhochsprung musst du voll committed sein. Du bist nach zwei Tagen Zehnkampf körperlich und mental eigentlich schon fertig, hast einen fünf Meter langen Stab in der Hand und musst maximal anlaufen. Wenn du da zögerst oder nicht voll fokussiert bist, kann sehr viel schiefgehen.“
Im Sommer ist Till – der mit 6.388 Punkten den deutschen Rekord im Siebenkampf hält – bei den Weltmeisterschaften in Tokio angetreten, jetzt bereitet er sich nicht nur auf die kommende Saison vor, sondern heimst mit seinen selbst entwickelten Designs – darunter Schuhe, Hocker und Schreibtisch-Organizer – Preise ein.
Was uns besonders beeindruckt hat: Till erzählt offen, reflektiert und mit beeindruckender Klarheit darüber, wie viel Organisation, Disziplin – aber auch Neugier – es braucht, um auf Weltklasse-Niveau Sport zu treiben und gleichzeitig einen so anspruchsvollen Studiengang wie Architektur zu meistern.
UNSER SPONSOR: MILES & MORE CREDITCARD
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By Felix Zeltner, Katalina Farkas und Oliver Nermerich5
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Was haben ein Cowboyhut, ein voller Trophäenschrank und ein Schuh aus dem 3D-Drucker gemeinsam? Sie alle stehen im Zimmer von Till Steinforth – deutscher Zehnkämpfer, Architekturstudent und Gast unserer heutigen Folge.
Till heißt uns in Lincoln, Nebraska, willkommen – und nimmt uns mit in seinen Alltag zwischen Trainingseinheiten, Unterrichtsstunden und diversen Designprojekten, an denen er feilt. Wir sprechen über das Leben im Mittleren Westen, über die brutale Realität des Zehnkampfs – und darüber, warum das US-Uni-System für viele deutsche Athlet:innen ein Gamechanger ist.
Schon früh entscheidet Till – der aus einer Familie von Ringern kommt –, dass sein Herz eigentlich für die Leichtathletik schlägt. Und dort nicht nur für eine Disziplin. Er mag einfach alles – ganz so wie auch außerhalb der Tartanbahn: „Ich bezeichne mich als Mehrkämpfer, weil das für mich nicht nur sportlich gilt. Ich finde es einfach gut, verschiedene Sachen zu lernen und viele verschiedene Dinge zu machen – im Sport, aber auch im Leben. Ich war nie zufrieden damit, nur eine Disziplin zu machen. Diese Vielseitigkeit passt einfach zu meiner Persönlichkeit“, sagt er. Seine liebste Disziplin ist der Hürdenlauf, großen Respekt hat er hingegen vor dem Stabhochsprung: „Beim Stabhochsprung musst du voll committed sein. Du bist nach zwei Tagen Zehnkampf körperlich und mental eigentlich schon fertig, hast einen fünf Meter langen Stab in der Hand und musst maximal anlaufen. Wenn du da zögerst oder nicht voll fokussiert bist, kann sehr viel schiefgehen.“
Im Sommer ist Till – der mit 6.388 Punkten den deutschen Rekord im Siebenkampf hält – bei den Weltmeisterschaften in Tokio angetreten, jetzt bereitet er sich nicht nur auf die kommende Saison vor, sondern heimst mit seinen selbst entwickelten Designs – darunter Schuhe, Hocker und Schreibtisch-Organizer – Preise ein.
Was uns besonders beeindruckt hat: Till erzählt offen, reflektiert und mit beeindruckender Klarheit darüber, wie viel Organisation, Disziplin – aber auch Neugier – es braucht, um auf Weltklasse-Niveau Sport zu treiben und gleichzeitig einen so anspruchsvollen Studiengang wie Architektur zu meistern.
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