
Sign up to save your podcasts
Or


Mehrmals die Woche legt er auf – in Clubs, auf Rooftops, bei Stars zuhause, oder hoch über Manhattan auf The Edge. Dabei will er selbst kein Star sein: “ich finde es am besten, wenn der DJ irgendwo in einer Ecke steht. Es geht um den Raum, um die Leute, um die Musik, ums Tanzen."
In seinem Wohnzimmer in Brooklyn, aus dem Philipp mit Olli und Felix spricht, stapeln sich Schallplatten aus mehreren Generationen. Er sammelt seltene und vergessene Musik, betreibt mit Grand Function Records ein eigenes Label und erzählt am liebsten vom Plattenteller aus Geschichten – quer durch Hip-Hop, Disco, House, Techno und globalen Pop.
Seine eigene Geschichte führte ihn zunächst weit weg von Deutschland. Als er nach New York kam, wollte er nicht einmal als Deutscher erkannt werden: „Ich habe mit britischem Akzent gesprochen. Ich wollte nicht, dass die Leute merken, dass ich Deutscher bin.“
Heute hat sich das Verhältnis zur Heimat gedreht. Philipp spricht mit seiner Tochter Deutsch, hält engen Kontakt nach Aachen und beschäftigt sich wieder stärker mit der Frage, was Menschen zwischen Deutschland und den USA miteinander verbinden kann.
Wie er als Familienvater in Brooklyn seine Miete bezahlt, ob Hip-Hop reif fürs Museum ist, und was einen wirklich guten DJ ausmacht – darum geht's in dieser 161. Folge von Wunderbar Together. Dazu gibt's gute Musik, denn Philipp aka Sticky Dojah hat vor allem einen Appell an euch: „Wir müssen alle mehr tanzen.“
PHILIPP LEMBKE
Schaut gerne bei The Lot Radio vorbei; hier spielt Phil aka Sticky Dojah regelmäßig ein Set. Wer mit Phil in Kontakt treten will oder ihn buchen möchte, schreibt ihm auf Instagram.
SENNHEISER
Ihr fragt euch, warum Felix und ich in diesem Podcast so gut klingen? Die Antwort ist ganz einfach: Wir nutzen ein ganz neues Sennheiser-Mikrofon. Trommelwirbel: Sennheiser ist unser neuer Partner, der uns dabei hilft, das nächste Level für Wunderbar Together zu erreichen. Vielleicht kennt ihr Sennheiser von Stadionkonzerten, Broadway-Shows oder den Oscars. Oder aus Hörsälen oder Meetings. Oder aus dem Auto (z.B. im ganz neuen smart). Sennheiser kommt aus Hannover und liefert heute in Amerika und rund um die Welt den Sound unseres Alltags. Wir sind sehr stolz, dass wir diesen Podcast nun mithilfe von Sennheiser-Produkten aufnehmen und produzieren können.
PAULANER SUNSET
Jeder Wunderbar Together Gast bekommt von unserem Partner Paulaner Sunset ein kleines Überraschungspaket. Natürlich kriegt auch Philipp ein Six-Pack Paulaner Sunset, die amerikanische Version der legendären Paulaner Spezi. Prost Philipp.
RADIO.DE
Wunderbar Together gibt es auch bei radio.de – zum Streamen, Folgen und Weiterempfehlen.
SHARING IS CARING
Wenn euch die Folge gefällt, schickt sie gerne an eure besten Freunde oder an eure Familienmitglieder. Folgt uns auf Spotify und Apple Podcasts – und verpasst in Zukunft keine Folge mehr. Vielen Dank!
MITARBEIT
Redaktion: Felix Zeltner, Katalina Farkas und Olli Nermerich
Visuals: Vivian Schmidt
Schnitt: Heiner D’Alquen
Edi Frauneder ist Wiener, Koch, Gastronom und seit 25 Jahren New Yorker. Er hat Restaurants geöffnet und geschlossen, österreichische Küche in der Stadt populär gemacht, für Stars gekocht – und hielt über fast ein Jahrzehnt einen Michelin-Stern, den “Oscar eines Kochs”.
Und er heilt Heimweh: Seit vielen Jahren versorgt er das deutsche Generalkonsulat mit einer bemerkenswert hohen Dosis seiner legendären Schnitzel: "Inzwischen ist dreimal die Woche Schnitzeltag”. Darüber hinaus betreibt er aktuell unter anderem das Café Fleuri in Lower Manhattan und Taco Vista auf Governors Island.
Mit Felix und Olli spricht Edi aber nicht nur über die perfekte Schnitzelrezeptur, sondern vor allem darüber, was hinter der glamourösen Welt der Gastronomie steckt: wie Hurricane Sandy sein Restaurant flutete, warum die Pandemie schlimmer war als 9/11 und die Finanzkrise, wie man mit fünf bis acht Prozent Gewinnmarge überlebt – und weshalb ein Taco-Stand attraktiver sein kann als eine Michelin-Sterneküche.
Und Edi blickt offen auf sich selbst zurück. Als junger Küchenchef war er hart und ungeduldig. Seit er Kinder hat, ist er mit seinen Mitarbeiter geduldiger geworden – und dadurch auch viel erfolgreicher. Überhaupt hat sich seine Definition von Erfolg verändert. In einer Stadt, in der immer jemand mehr Geld hat als man selbst, misst Edi Erfolg heute daran, wie viele Generationen gemeinsam an einem Tisch sitzen. Drei sind großartig. Bei vier lässt er schon mal eine Flasche springen.
Was wirklich zählt im Leben? Bei der Geburt seiner Kinder und beim Tod seines Vaters war Edi dabei. „Alles andere: fluff.“
Viel Freude und an Guadn, mit Edi Frauneder bei Wunderbar Together!
EDI FRAUNEDER
SENNHEISER
PAULANER SUNSET
RADIO.DE
SHARING IS CARING**
MITARBEIT
Deutsch oder persisch? Deutschland oder Amerika? Weltbank oder Flüchtlingslager? NGO oder Startup?
Unser Gast heute sagt dazu: Warum nicht beides?
Bidjan Nashat ist in Westberlin aufgewachsen. Sein Vater kam aus dem Iran nach Deutschland, große Teile seiner persischen Familie leben heute in den USA. Bidjan selbst hat in Washington D.C. studiert, bei der Weltbank gearbeitet, war viele Jahre in Führungspositionen bei Save the Children, hat Krisengebiete auf der ganzen Welt bereist – und lebt heute wieder mit seiner Familie am Rande der US-Hauptstadt.
Und dort erlebt er aus nächster Nähe, was in den USA passiert. Eltern an der Schule seiner Tochter verlieren ihre Jobs, die National Guard steht in den Straßen und eine Regierung verändert ein Land, das für seine Familie lange für etwas ganz anderes stand. Sein Vater hat ihm dazu schon 2017 gesagt: „Trump is not America.“
Und genau darum geht es in dieser Folge: Was ist Amerika eigentlich? Was ist Deutschland? Was bedeutet Heimat, wenn man mehrere davon hat? Und was können wir selbst tun, wenn uns die Richtung nicht gefällt, in die sich ein Land bewegt?
Bidjan macht darauf gerade seine ganz eigene Wette. Nach zehn Jahren in der humanitären Arbeit hat er ein AI-Startup gegründet, das ausgerechnet die Menschen stärken soll, die von Technologie und Unternehmen oft zuletzt bedacht werden: Krankenpfleger, Fabrikarbeiter, Krisenhelfer und andere Frontline Workers.
Natürlich sprechen wir auch über die AfD – und die Frage, wann eine Heimat aufhört, Heimat zu sein. Bidjans überraschende Antwort: Sollte die AfD in Deutschland an die Macht kommen, wäre das für ihn womöglich gerade ein Grund, nach Deutschland zurückzugehen – „einfach aus Prinzip“. Denn: „Diese andere Heimat würde ich nie verlieren wollen. Ich glaube, dafür lohnt es doch, sich einzusetzen.“
Viel Freude euch beim Hören und Nachdenken mit der 159. Folge von Wunderbar Together.
BIDJAN NASHAT
MILES & MORE CREDIT CARD
SENNHEISER
PAULANER SUNSET
RADIO.DE
SHARING IS CARING**
MITARBEIT
Warum sind wir alle Sternenstaub? Wann verschluckt unsere Sonne die Erde? Gibt es Aliens? Was ist vor dem Urknall passiert? Gibt es eine zweite Erde – und falls ja, wie kommen wir dahin?
All das haben wir Anna Frebel, Astronomin und Professorin am MIT gefragt. Und sie hat so großartig geantwortet, dass wir diesen Podcast allen empfehlen, die gerne in den Nachthimmel gucken – auch ohne Teleskop.
Anna war bereits mit Mitte Zwanzig an der Entdeckung einer der ältesten bekannten Sterne beteiligt und ist heute eine der weltweit führenden Wissenschaftlerin auf dem Gebiet der stellaren Archäologie. Sie versucht herauszufinden, wie die ersten Sterne entstanden, woher die chemischen Elemente kommen, aus denen auch wir bestehen – und ob sich eines Tages der Heilige Gral ihres Fachs finden lässt: ein noch heute existierender Stern aus der allerersten Generation des Universums. Oder, wie sie es selbst formuliert: „Meine Arbeit besteht daraus, die Lotterie zu gewinnen.“
Dazu geht's auch um irdische Fragen: Wie forscht man am MIT, während die US-Regierungen die Wissenschaft attackiert und Gelder einfriert? Wie funktioniert das Leben als Mutter, wenn man nachts vom Wohnzimmertisch ein Teleskop in Chile steuert und morgens die Kinder zur Schule bringt? Und ist es Zufall, dass Annas Initialen ALF sind?
Hört rein – viel Freude bei der galaktischen 158. Folge von Wunderbar Together.
ANNA FREBEL
MILES & MORE CREDIT CARD
SENNHEISER
PAULANER SUNSET
RADIO.DE
SHARING IS CARING**
MITARBEIT
Warum sind wir alle Sternenstaub? Wann verschluckt unsere Sonne die Erde? Gibt es Aliens? Was ist vor dem Urknall passiert? Gibt es eine zweite Erde – und falls ja, wie kommen wir dahin?
All das haben wir Anna Frebel, Astronomin und Professorin am MIT gefragt. Und sie hat so großartig geantwortet, dass wir diesen Podcast allen empfehlen, die gerne in den Nachthimmel gucken – auch ohne Teleskop.
Anna war bereits mit Mitte Zwanzig an der Entdeckung einer der ältesten bekannten Sterne beteiligt und ist heute eine der weltweit führenden Wissenschaftlerin auf dem Gebiet der stellaren Archäologie. Sie versucht herauszufinden, wie die ersten Sterne entstanden, woher die chemischen Elemente kommen, aus denen auch wir bestehen – und ob sich eines Tages der Heilige Gral ihres Fachs finden lässt: ein noch heute existierender Stern aus der allerersten Generation des Universums. Oder, wie sie es selbst formuliert: „Meine Arbeit besteht daraus, die Lotterie zu gewinnen.“
Dazu geht's auch um irdische Fragen: Wie forscht man am MIT, während die US-Regierungen die Wissenschaft attackiert und Gelder einfriert? Wie funktioniert das Leben als Mutter, wenn man nachts vom Wohnzimmertisch ein Teleskop in Chile steuert und morgens die Kinder zur Schule bringt? Und ist es Zufall, dass Annas Initialen ALF sind?
Hört rein – viel Freude bei der galaktischen 158. Folge von Wunderbar Together.
ANNA FREBEL
MILES & MORE CREDIT CARD
SENNHEISER
PAULANER SUNSET
RADIO.DE
SHARING IS CARING**
MITARBEIT
Sein jüngerer Bruder Malik spielt bei der WM für Team USA, schießt sein erstes WM-Tor – und Timothy Tillman, genau wie sein Bruder Fußballprofi, sitzt auf der Tribüne. Er wurde nicht nominiert. „Das war eine harte Nachricht und das muss man dann auch erstmal schlucken.“ Neid? Fehlanzeige. „Am Ende des Tages ist es ja trotzdem auch mein Bruder. Und das ist auch viel wichtiger als alles, was wir in unserer Karriere jemals erreichen.“
Rückblende: Timothy “Timmy” Tillman wächst in und um Nürnberg auf, spielt beim FC Bayern und in Fürth als hoch gehandelter Jungprofi – und verliert irgendwann die Freude am Fußball. „Ich bin ins Training gefahren und ich hatte eigentlich gar keine Lust.“ Der Ausweg: raus aus der Komfortzone und über den Atlantik! Er folgt einem Angebot nach Los Angeles zum LAFC. Heute fühlt sich der 27-Jährige in den USA, dem Land seines Vaters, der einst als Soldat nach Franken kam, genauso zuhause wie in Deutschland.
Mit Felix und Olli spricht er über die Unterschiede zwischen Bundesliga und MLS (“5:4 ist besser als 1:0”), über seine Mutter, die für die Karrieren ihrer beiden Söhne enorm viel geopfert hat, und über das, was ihm in der Ferne am meisten fehlt: “Döner – und Schäufele”.
Außerdem erklärt der 27-Jährige, weshalb sein Fußballleben irgendwann dort enden könnte, wo alles angefangen hat: mit Freunden in der Kreisliga.
Folge 157 von Wunderbar Together – mit Timmy Tillman.
Timothy Tillman
MILES & MORE CREDIT CARD
SENNHEISER
PAULANER SUNSET
RADIO.DE
SHARING IS CARING**
MITARBEIT
In Deutschland werden Comedians oft gut bezahlt. In New York müssen sie selbst zahlen – oder zehn Freunde mitbringen, die Tickets kaufen und je zwei Drinks bestellen.
Für unseren Gast Annick Adelle, der es geschafft hat, auf beiden Seiten des Atlantiks als Comedian erfolgreich zu sein, ist der Fall klar: Die deutsche Comedy-Szene ist im Vergleich zur amerikanischen noch jung, und ein bisschen verwöhnt. Aber sie boomt – vielleicht gerade deshalb, weil Menschen im Zeitalter von KI wieder Lust auf etwas Echtes haben.
Annick, der es schafft die Menschen in Brooklyn, wo er lebt, genauso wie in Berlin, Hamburg oder München zum Lachen zu bringen, arbeitete eigentlich als gut bezahlter Anwalt bei PayPal, bestand das kalifornische Bar Exam und war auf gutem Weg in eine Silicon-Valley-Karriere.
Dann stellte Annick sich während eines kurzen Sabbaticals einer Aufgabe, vor der er richtig Angst hatte: Stand-up-Comedy! Der erste Auftritt war furchtbar. Trotzdem wusste er sofort: „Das ist es.“
Mit Felix spricht Annick über seinen steinigen Weg, der darauf folgte: von der Anwältin zum Comedian, von Corporate-Karriere zu unbezahlter Kunst, und von Frau zu Mann. Es geht um Familienkonflikte, People-Pleasing, das life in-between - „Ich lebe zwischen zwei Welten: im Gender, im Beruf, im Land“ - vor allem aber geht es um den Mut, endlich man selbst zu werden.
ANNICK ADELLE
MILES & MORE CREDIT CARD
SENNHEISER
PAULANER SUNSET
RADIO.DE
SHARING IS CARING**
MITARBEIT
Silke Burmeister sagt normalerweise Nein, wenn sie selbst vors Mikrofon soll. Viel lieber stellt sie die Fragen. Für Wunderbar Together macht die Journalistin und Producerin aus Los Angeles eine Ausnahme – und erzählt von Ben Afflecks 40. Geburtstag, der mit sechs Leuten in seiner Küche endete, oder von Udo Lindenberg, den sie bei Starbucks erst für ein Double hielt, bevor er sie tanzend durch den Laden führte und anschließend an den Pool des Château Marmont einlud. Silke sagte ab. Sie musste arbeiten. Oscars!
Dabei beginnt ihre Geschichte weit weg vom roten Teppich. Silke wird in Deutschland geboren, wächst in Westafrika auf – und verliebt sich über Hollywood-Filme und „Beverly Hills, 90210“ in eine Stadt weit weg von der afrikanischen Wüste. Mit 18 fliegt sie allein nach Los Angeles, zieht für acht Dollar pro Nacht in ein Hostel am Hollywood Boulevard und weiß: Genau hier will ich sein.
Sie studiert Broadcast Journalism, macht Praktika bei MTV und HBO und arbeitet als Hostess in einem Promi-Restaurant am Sunset Boulevard. Als eines Abends nur noch ein Tisch auf der Terrasse frei ist, setzt sie den deutschen Moderator Steven Gätjen vor die Linsen der Paparazzi – und Star Jessica Simpson nach drinnen. Ihr Manager rastet aus. Silke bekommt dafür einen Kontakt, der sie später zu ProSieben und an den roten Teppich der Oscars führt. (Steven war bei uns übrigens auch schon zu Gast - hört hier herein.)
Heute produziert Silke unter anderem für deutsche TV-Sender und Formate, arbeitete mit am Erfolgs-Format „Kaulitz & Kaulitz“ und kennt die Regeln der Stadt: Vertrauen ist wertvoller als die Gästeliste, Stars sind meistens professioneller als ihr Ruf – und Los Angeles ist viel kleiner, als es auf der Karte aussieht. „LA ist ein Dorf. Das ist wirklich so.“
Wir sprechen darüber, wie man sich in einer Stadt ein Zuhause baut, in der fast alle auf den nächsten großen Durchbruch warten. Wie Silke es schafft, dass Hollywoodstars sie wiedererkennen. Ob Bill und Tom Kaulitz vor der Kamera tatsächlich so sind wie im echten Leben. Welche Frage man Channing Tatum stellt, wenn man endlich mehr als vier Interview-Minuten mit ihm hat. Und wo man in Los Angeles hingehen muss, wenn man gute Drinks, burleske Nächte oder Angelina Jolie erleben möchte.
Aber wir schauen auch hinter die Palmen. Auf eine Filmindustrie unter Druck, Projekte, die nach Monaten plötzlich platzen, Waldbrände, absurd hohe Lebenshaltungskosten und die Frage, ob Silkes Zukunft vielleicht wieder stärker in Europa liegt. „Ich fühle mich so überall und irgendwo zu Hause. Aber ich bin sehr gut in ‘making a home for myself’. Das kann ich. Egal wo.“Wunderbar Together über Hollywood. Ohne Hollywood-Blabla. Hört rein!
MASTERCLASS MIT SILKE!
PAULANER SUNSET
MILES & MORE CREDIT CARD
RADIO.DE
SHARING IS CARING**
MITARBEIT
Marcel Ostwald kommt sommerlich angezogen – weißes Hemd, Shorts, Converse – und mit einem Lebenslauf zu Wunderbar Together, auf dem fast kein Superstar der Modewelt fehlt: Wolfgang Joop, Giorgio Armani, Jil Sander, Hugo Boss, Tommy Hilfiger, Michael Kors. Und trotzdem lautet eines seiner wichtigsten Erkenntnisse nach mehr als drei Jahrzehnten im Geschäft: „Stil kannst du kaufen – Style kannst du nicht kaufen.“
Und er erklärt: Warum bleiben Männer einer Hose treu, sobald ihr Hintern darin gut aussieht? Weshalb zahlt kaum noch jemand den vollen Preis? Und warum hält ausgerechnet ein Fashion Executive New York inzwischen für „relativ langweilig zum Shoppen“?
Marcel wächst im fränkischen Kitzingen auf, will aber schon früh hinaus in die große, mondäne Welt. Sein Idol: Wolfgang Joop. Als Teenager marschiert er unangemeldet in dessen Hamburger Altbauvilla und verlangt, den Designer persönlich zu sprechen. Am Empfang wird er abgewiesen. Marcel dreht sich noch einmal um und sagt: „Merken Sie sich meinen Namen. Ich komme zurück.“
Spoiler: Jahre später begrüßt Joop ihn mit den Worten: „Und, blondes Gift, wer bist du denn?“ Es ist der Beginn einer Karriere, die Marcel von Hamburg über Metzingen bis nach Manhattan führt. Bei Giorgio Armani lernt er, dass gute Verkäufer ihren Kunden nicht schmeicheln, sondern ihnen ehrlich sagen, was ihnen nicht steht. Bei Hugo Boss verbringt er fast zwölf Jahre und pendelt sieben Jahre lang wöchentlich zwischen Süddeutschland und Hamburg. Dort lernt er auch Svenja kennen – die bereits zu Gast bei Wunderbar Together war und die seinen festen Vorsatz widerlegt, niemals eine Kollegin zu daten.
In New York wartet dann seine bislang größte Challenge: die Männermode von Michael Kors als „Start-up innerhalb eines Milliardenkonzerns“ aufzubauen. Ohne Team, ohne Produkt und zunächst sogar ohne richtiges Budget. Es folgen fast elf Jahre High Fashion, High Tempo und High Money. Marcel nennt das seinen „Roboter-Modus“: funktionieren, reagieren, weitermachen. Inzwischen hat er Michael Kors verlassen – er glaubt an Neuanfänge, Umwege und die produktive Kraft von Krisen.
Warum guter Einzelhandel nicht tot ist, sondern endlich wieder persönlich werden muss, weshalb Marken ihre Kunden häufiger unterschätzen und was hinter einem 200-Dollar-T-Shirt wirklich steckt – das alles erzählt Marcel Ostwald in dieser Folge von Wunderbar Together.
Und falls ihr gerade selbst vor einer großen Entscheidung steht, hat Marcel noch einen Satz für euch: „Ich bin davon überzeugt, dass die besten Momente dich finden.“
CONNECTION MIT MARCEL OSTWALD
MILES & MORE CREDITCARD
PAULANER SUNSET
RADIO.DE
SHARING IS CARING
MITARBEIT
Zugeschaltet aus seinem mondänen Glas-Studio in den Bergen über Hollywood, spricht Toby Gad mit Felix und Olli darüber, wie Welthits entstehen, was bei den besten Songs oft ganz schnell geht – und was passiert, wenn John Legend frisch verliebt ins Studio kommt.
Es geht um eine wilde Kindheit in Bayern, Frank Farian, geschredderte Schecks, Shakira auf den Bahamas, Madonna im Studio, die neue Macht der Songwriter – und die alte Unsichtbarkeit dahinter. „Das ist wie Ghostwriter“, sagt Toby über seine Rolle. „Jeder denkt, dass diese Songs immer 100 Prozent von dem Künstler geschrieben sind – und das ist fast nie der Fall.“
Heute steht Toby selbst stärker im Vordergrund. Mit seinem Projekt Piano Diaries nimmt er seine größten Hits neu auf: reduziert, offen, mit Klavier, Streichern und großen Stimmen. „Zeitlose Pianomusik mit schönen Stimmen, das mache ich am allerliebsten“, sagt er.
Außerdem sprechen wir über die Demokratisierung der Musikindustrie und die Frage, ob Menschen in Zukunft überhaupt noch merken, ob ein Lied von einem Menschen oder einer Maschine geschrieben wurde. Toby meint: „Ich glaube, wir werden nie in ein Konzert gehen und einen Roboter anschauen.“ Was meint ihr? Hört rein – nicht nur in diese Episode, sondern auch in das neue Album "The Eureka Concert" (Spotify | YouTube) von Toby Gad, das diese Woche erschienen ist.
WICHTIGER HÖRTIPP
MILES & MORE CREDITCARD
PAULANER SUNSET
RADIO.DE
SHARING IS CARING
MITARBEIT
From the publisher's feed

32 Listeners

225 Listeners

1 Listeners

9 Listeners

183 Listeners

123 Listeners

14 Listeners

20 Listeners

52 Listeners

11 Listeners

47 Listeners

13 Listeners

316 Listeners

141 Listeners