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Diesmal liegt die Home-Court-Advantage bei Katalina – wir haben endlich wieder eine Basketballerin im Studio von Wunderbar Together! Luisa Geiselsöder, Centerspielerin der Dallas Wings, erzählt von ihrem ersten Jahr in der WNBA – und was es bedeutet, in der besten Liga der Welt anzukommen, nachdem man nur als 24 Stunden zuvor die französische Meisterschaft gewonnen hat.
Luisa erlebt gerade ein echtes Ausnahmejahr: französischer Titel, WNBA-Debüt, Europameisterschaft mit der Nationalmannschaft, Reha, jetzt Türkei. "Das waren wirklich ein paar aufregende Monate," lacht sie – und erzählt, wie anders alles drüben läuft. Klar, der Sport sei auf den ersten Blick der gleiche, "aber selbst der Basketball ist ein anderer Style da. Es ist eine ganz andere Welt. Man merkt, dass da sehr viel mehr Geld drinsteckt."
Neben der neuen Liga lernt sie auch ein neues Land kennen. Oder besser gesagt: eine neue Welt, kommt Texas doch schließlich mit einigen ganz besonderen amerikanischen Eigenheiten daher. "Man fragt sich manchmal, ob man in einer Filmkulisse lebt, wenn man zum Beispiel echte Cowboys in einer Bar sitzen sieht," lacht sie. Und wird kurze Zeit später ganz ernst. "Hier gilt open carry. Die Leute dürfen sogar mit der Waffe in der Hand einkaufen gehen."
Auch ein Moment auf dem Rollfeld, kurz vor dem Abflug zu einem Auswärtsspiel, habe sich ihr eingebrannt: "Wir haben auf unseren Flieger gewartet und aus der Abflughalle gesehen, wie Teenager in Trainingsanzügen und mit Handschellen zu einem Flugzeug ohne Aufschrift geführt wurden. Und dann merkst du auf einmal: die werden gerade abgeschoben. Die sind einfach aus ihrem Leben gezogen worden und werden jetzt abgeschoben. Und das ist so ein Moment, da wirst du kurz ganz still."
Trotz vollem WNBA-Kalender habe sie auch viel Zeit zum Nachdenken gehabt – sei sich dabei aber auch immer ihrer Perspektive bewusst gewesen. "Wir kommen hier rein und wir sind Basketballer aus Europa. Wir sind hier für vier Monate und dann gehen wir wieder. Das ist nicht unser Zuhause, wir leben ja nicht wirklich diesen Standard." Das gehört auch zum Leben einer Profisportlerin – immer wieder neu anfangen, in neuen Städten, mit neuen Teams.
Trotz allem blickt sie nach vorn: auf ihre Rückkehr auf den Court nach einer Schulterverletzung, auf neue Spiele, ihre nächste WNBA-Saison – und darauf, dass Frauenbasketball in Deutschland endlich die Aufmerksamkeit bekommt, die er verdient.
Warum Felix glaubt, dass Luisa mit ihren Geschwistern eine Countryband gründen sollte, was ihr Hund Nala mit ihrer Trainingsroutine zu tun hat – und wie es ist, mit Basketball-Superstar A’ja Wilson abzuklatschen, hört ihr in der 142. Folge von Wunderbar Together.
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Margit Wennmachers ist die vielleicht einflussreichste Storytellerin im Silicon Valley – tritt selbst aber nur selten vors Mikrofon: Dass sie heute bei Wunderbar Together zu Gast ist und Felix dafür in seiner Wohnung an der Upper West Side besucht hat, ist also eine besondere Ehre für uns. Als PR-Pionierin hat Margit das Tech-Storytelling neu erfunden – und im Hintergrund die Narrative einer Industrie geprägt. Jetzt startet ihr „drittes Karriere-Kapitel“ – uns erzählt sie, was sie vorhat.
Die gebürtige Rheinländerin („Ich komme aus einem kleinen Kaff, in dem die Telefonnummern dreistellig waren!“) ist seit 2008 eine Schlüsselfigur bei Andreessen Horowitz (auch bekannt als a16z) – der wohl mächtigsten Venture-Capital-Firma der Welt. Zunächst betreute sie die PR von Marc Andreessen und Ben Horowitz, 2010 stieg sie als Chief Marketing Officer in das Unternehmen ein. Unter ihrer Führung setzt a16z neue Maßstäbe in der Kommunikation, bespielt als Vorreiter Kanäle wie Podcasts und Newsletter und verändert, wie über Tech gesprochen wird. Für Wired gilt Margit als eine der „talentiertesten Spin Masters im Silicon Valley“, CNN nannte sie „die wahre Queen des Silicon Valley“.
„Ich bin in die Tech-Branche gefallen“, erzählt Margit im Podcast. Nach dem Studium macht sie eine Ausbildung zur Sekretärin, lernt Stenografie in drei Sprachen, jobbt bei Ardent Computer – und verantwortet mit 24 Jahren bereits das gesamte Europamarketing des Unternehmens. 1991 zieht sie mit ihrem „Greencard-Husband“ (ihre Worte!) in die USA. Dort schlägt sie sich zunächst mit Zeitarbeit durch und gründet dann die Agentur OutCast, die später Kunden wie Airbnb, Amazon, Facebook, HBO, Instagram, Nike oder Lyft betreut (und die sie 2005 für rund zehn Millionen Dollar verkauft).
Mehr als zwei Jahrzehnte lang hat Margit Wennmachers gesteuert, wie über die Tech-Welt berichtet und gesprochen wird. Heute, als Partner Emeritus bei a16z, nimmt sie sich zum ersten Mal bewusst Zeit: „Ich habe 23 Jahre lang fast jeden Tag gearbeitet. Jetzt freue ich mich, keine Meetings mehr zu haben.“ Ganz loslassen kann sie indes nicht: „Wenn man 15 Jahre in ein Unternehmen investiert, was ich zwei Mal gemacht habe, das ist wie ein Körperteil. Deswegen bin ich auch so gespannt darauf, wie es ist ohne die ganzen Labels, CMO hier, Mitgründer da.“ Worauf sie sich sonst noch freut, was sie am wenigsten vermissen wird – und wie sie ihre neu gewonnene Freiheit nutzen will: darüber spricht sie in der 141. Folge von Wunderbar Together.
Hans Königsmann schaut am liebsten in der kalifornischen Wüste in die Sterne – wir haben ihn in Berlin getroffen. Für Sternengucker ist die lichtverschmutzte Hauptstadt zwar eher ungeeignet, für eine Podcast-Aufzeichnung reicht es jedoch allemal. Felix hat mit Hans über seine Karriere gesprochen, die von der TU Berlin bis Cape Canaveral reicht: Fast 20 Jahre hat er für SpaceX gearbeitet, war dort für Kontrollalgorithmen und Flugsicherheit zuständig und zuletzt als Vizepräsident tätig. Dabei hat er auch das ein oder andere über Elon Musk gelernt.
Hans' Weg in die Raumfahrt beginnt zufällig: Weil seine Kurzsichtigkeit ihn daran hindert, Pilot zu werden, entscheidet er sich kurzerhand für Luft- und Raumfahrt an der TU Berlin. Das Studium ist "hands-on", im Berliner Westen baut er an Satelliten mit, programmiert Steuerungen, tüftelt an Kleinsystemen. Nach der Promotion zieht er 1995 mit seiner Frau in die USA, wo er bei Microcosm in Kalifornien arbeitet. „Tatsächlich war meine Frau da mehr begeistert als ich. Aber ich hatte dann halt jemanden, der das auch unterstützt, und konnte meine eigene Trägheit ein bisschen überwinden.“
In Kalifornien lernt er auch "Elon" kennen – Elon Musk. Sie treffen sich bei einem Raketen-Bastler-Wochenende in der Mojave-Wüste, wo Leute ihre selbstgebauten Raketen starten. Kurz darauf ruft Musk ihn an, weil er von anderen gehört hatte, dass Königsmann "nicht alles falsch" macht. Er fragt ihn, ob er Interesse hätte, eine Firma mitzugründen – SpaceX. Das Ziel: Musk möchte den Mars besiedeln. Und braucht dafür eine Rakete (warum er nicht einfach eine kaufen konnte, erzählt Hans im Podcast).
Am Anfang sind SpaceX vier Leute und eine Kreditkarte – 100 Millionen US-Dollar aus Musks Vermögen. Drei Raketenstarts scheitern, der vierte gelingt. „Bei Raketen geht es entweder sehr gut. Oder es geht sehr schlecht.“ Dass SpaceX trotzdem überlebt, liegt auch am Durchhaltevermögen der ersten Mitarbeiter. "Dir glaubt keiner, dass das wirklich ernst gemeint ist." Immer wieder geht es darum, das Unmögliche möglich zu machen: "Eine Sache, die SpaceX gut gemacht hat, ist die Wiederverwertbarkeit der Rakete. Und am Anfang hat jeder gesagt: das klappt nicht. Aber wir haben gelernt, dass man teilweise auch Gegenwind braucht."
Für Hans geht es weiterhin um den Blick von oben. Heute fliegt er – privat, und mit gelaseren Augen – ein selbstgebautes Sling TSI, ein experimentelles Leichtflugzeug aus Südafrika. Außerdem erfüllt sich ein lange gehegter Traum, über den er zum Zeitpunkt der Aufzeichnung leider noch nicht sprechen durfte: Er darf demnächst den Weltraum erkunden – an Bord einer New-Shepard-Rakete von Blue Origin, der Firma von Amazon-Gründer Jeff Bezos.
Wie weit man mit 100 Millionen US-Dollar im Raketenbusiness kommt, was er von Los Angeles gelernt hat und weshalb Raketen so oft explodieren – darüber spricht Hans Königsmann in der 140. Folge von Wunderbar Together.
Warum liebst du Texas Barbecue, Lino Brandi?
Texas Barbecue ist nicht nur ein Essen – es ist eine Lebenseinstellung. Das zumindest sagt Lino Brandi, und der muss es wissen. Lino ist der letzte Gast unseres Summer Specials, für das wir den Wunderbar-Together-Spieß umgedreht haben – und ein paar der coolsten Amerikaner:innen in Deutschland besucht haben.
Wir haben mit unseren amerikanischen Gästen über Bier gesprochen, über Literatur, Humor und den deutschen Blick auf Amerika. In dieser Folge widmen wir uns dem Herz der texanischen BBQ-Kultur. Dafür sind Felix und Katalina in den Berliner Wedding gefahren und haben Lino Brandi in seinem Restaurant besucht: Lino’s BBQ (mit korrekt gesetztem Apostroph, etwas, woran viele deutsche Barbesitzer:innen immer noch scheitern).
Lino – und das ist keine Untertreibung – liebt Barbecue. Das mit dem deutschen Grillen wirklich wenig zu tun hat. „Barbecue ist das authentischste Essen der USA. Darauf können sich alle einigen.“ In Texas geboren und in Deutschland aufgewachsen, pendelt er seit seiner Kindheit zwischen den Welten. Nach der Ausbildung in der Gastronomie verschlägt es ihn für ein Jahr nach Texas, wo er in verschiedenen Barbecue-Restaurants arbeitet. "Ich wusste nicht so richtig, was ich machen sollte. Und da habe ich meine Liebe zum Barbecue entdeckt." Es ist eine Zeit, die ihn nachhaltig geprägt hat. "Da habe ich Barbecue wirklich von Grund auf gelernt – damals gab es noch keine YouTube-Tutorials oder Bücher darüber, man musste es sich selbst aneignen."
In Texas erlernt er nicht nur das nötige Handwerk eines Pitmasters und wie man einen sieben Meter langen Grill (sorry, Pit!) bedient – er denkt auch erstmals darüber nach, sich mit einem Barbecue-Restaurant in Berlin selbstständig zu machen. 2017 eröffnete er sein eigenes Restaurant in einer alten Eckkneipe im Wedding. "So wie wir es machen, gibt es das in Europa sonst nicht: Wir haben den Pit direkt im Restaurant, zwei Meter von hier, wie in Texas." Von Brisket über hausgemachte Würstchen bis hin zu Pickles – alles entsteht vor Ort, alles ist handgemacht.
Barbecue ist für Lino mehr als nur ein Handwerk. Es geht nicht nur darum, Fleisch bei niedrigen Temperaturen zu garen. Es ist ein Essen, das verbindet – auch Menschen, die ansonsten nicht unbedingt die gleichen politischen Ansichten teilen. „Für mich funktioniert es, da eine Grenze zu ziehen, wenn ich in Texas bin: Wir reden nicht über Politik, wir reden über das, was uns verbindet – Barbecue, Musik, gemeinsame Zeit.“ Gerade in einer Zeit, in der die USA politisch tief gespalten sind, erlebt er Barbecue als verbindendes Ritual: ein Event, das Menschen zusammenbringt.
„Wenn jemand sich so lange Zeit nimmt, um Essen herzustellen, dann ist es etwas Besonderes.“ Für Lino ist Barbecue deshalb auch eine Form von Love Language. Im Podcast erzählt er von Nächten am Pit und von der harten Realität der Gastronomie. Was eine Texas Trinity ist, welche Herausforderungen Lino bevorstehen und wie er in die Zukunft seines Restaurants blickt. Das alles erzählt der wunderbare Lino Brandi in der 139. Folge von Wunderbar Together.
PS: Wir haben Lino nicht nur besucht, um mit ihm über Barbecue zu quatschen. Katalina hat ein paar Tage nach der Aufzeichnung mit ihrer Familie die Texas Trinity getestet – und war begeistert. Solltet ihr in Berlin sein und Fleisch essen – tut euch und Lino einen Gefallen und stattet ihm einen Besuch ab!
Liebe Wunderbar-Together-Crew, heute wird es politisch – in a fun way! Felix hat Chelsea Spieker in Charlottenburg besucht – im Office der Medienplattform „The Pioneer“. Chelsea ist Journalistin und Podcast-Moderatorin, berichtet über Geopolitik und transatlantische Beziehungen – und bringt dabei ihre ganz eigene amerikanische Perspektive mit.
Chelsea stammt aus Cherry Valley, einem winzigen Ort in Upstate New York. Dort gibt es eine einzige Ampel, weite Wege – und nach dem Niedergang der hiesigen Industrie auch jede Menge Armut und Drogenschicksale. Chelsea indes ist immer die Klassenbeste, spielt Fußball, Basketball, ist im Cheerleading-Squad. Ein Austauschjahr nach der High School soll sie nach Frankreich bringen – stattdessen landet sie mit 17 Jahren in Überlingen am Bodensee. Es ist ein Schock („Ich dachte nur: Ich weiß nichts über Deutschland, ich kann nicht einmal Hallo sagen, und Deutsch ist so hässlich!“), über den sie heute lachen kann.
Nach einem Studium an der George Washington University und einem verlängerten Zwischenstopp in Japan gelangt sie wieder nach Deutschland – und bleibt. Als Journalistin berichtet sie über ihre amerikanische Heimat, versteht sich aber trotz ihrer amerikanischen Herkunft als Beobachterin: „Ich verstehe die Menschen in Amerika besser als jemand, der noch nie dort gelebt hat. Und trotzdem bin ich auch ein bisschen außerhalb jetzt und beobachte daher.“
Umso wichtiger für ihre Arbeit seien die Menschen vor Ort, ihr Netzwerk, ihre Freunde und Familie. „Ich versuche, mit ihnen im Austausch zu bleiben und das in meine Gespräche einzubringen. Ich versuche, auch ein bisschen gemäßigter und faktenbasierter zu berichten.“
Sie plädiert für mehr Ausgewogenheit in der Berichterstattung – und in der Rezeption ebendieser: „In Europa ist es einfach zu sagen: Trump ist der Teufel und macht alles kaputt. Aber er hat mehr als die Hälfte des Landes überzeugt – da muss also etwas dran sein. Nicht alles, was er macht, ist falsch, nur weil es Trump ist. Man darf nicht alles über einen Kamm scheren und ich finde, das ist in Europa manchmal ein bisschen zu beobachten.“
Im Gespräch erzählt Chelsea von der politischen Zerrissenheit ihrer Heimat, die sie auch in ihrer eigenen Familie erkennen kann. Dort sitzen Linke, die Alexandria Ocasio-Cortez abfeiern, zusammen mit Tea-Party-Republikanern am Thanksgiving-Tisch. Ihr Take: Wer verstehen will, muss zuhören – und nicht nur reden. „Es würde uns gut tun, einfach mal die Klappe zu halten.“ Außerdem warnt sie davor, Wählergruppen vorschnell abzuschreiben. Und: Auch in Europa müsse man genauer hinschauen, warum autoritäre Stimmen Zulauf bekommen.
Warum Chelsea trotz aller Herausforderungen optimistisch bleibt, wenn sie an ihr Heimatland denkt, was sie am meisten an den USA vermisst, und weshalb sie auch mit einem AfD-Wähler immer den Dialog suchen würde – das alles erzählt die wunderbare Chelsea Spieker in der 138. Folge von Wunderbar Together.
Liebe Wunderbar-Together-Crew, es ist Halbzeit bei unserem Sommer-Special und wir sagen Prost zu einem Amerikaner, der sich an die heilige Kuh der Germans getraut hat: Bier! Gleich zwei Brauerei-Gaststätten hat Brian Trauth in den vergangenen Jahren in Berlin eröffnet.
„Ich glaube, es gibt nur drei Sachen, auf die die Deutschen nach dem Zweiten Weltkrieg stolz sein dürfen“, sagt Brian. "Fußball, Autos und Bier.“ Und fügt gleich hinzu, dass zwar viele Deutsche sehr stolz auf ihr Bier seien, aber eigentlich gar nicht so viel darüber wüssten.
Nach Stationen in Boston und New York, in Pisa, Paris und London („Ich war bei Lehman Brothers, als die pleite gegangen sind – die Frau, die neben mir saß, war mit ihrem Karton auf den Times-Cover“) landet Brian in Berlin, mit einem Stipendium der Robert-Bosch-Stiftung. Er forscht zu kleinen und mittelständischen Unternehmen – und entscheidet sich am Ende des Stiftungsjahres, seine eigene Brauerei "Bräugier" zu gründen und als Schankwirt an die Berliner auszuschenken, was schnell viele Fans findet.
Für Brian ist Bier nicht nur ein Getränk, sondern eine Art, Kultur und Geschichten erfahrbar zu machen. Das hat er auch mit "Bräugier" ermöglicht – wo er echte amerikanische Craft-Biere und deutsche Klassiker zusammengebracht hat „Wenn ich ein IPA braue, will ich, dass es schmeckt wie in San Francisco oder Boston. Aber wenn ich ein Pils mache, will ich ein verdammt gutes, herbes norddeutsches Pils.“
Was er wirklich vom Reinheitsgebot hält, warum am Ende aus seiner harten Arbeit doch kein Bier-Imperium wurde, und wie gut sich Felix, dessen Familie in Nürnberg Bier braut, mit all dem auskennt – das erfahrt in der 137. Folge von Wunderbar Together.
Für die zweite Folge des "Wunderbar Together"-Summer-Specials haben Katalina & Felix die Autorin Nell Zink getroffen, die in rural Virginia aufwuchs, heute in rural Brandenburg lebt und unlängst mit Sister Europe einen der vielleicht besten Berlin-Romane aller Zeiten geschrieben hat.
„Ich hatte keine Ahnung, dass man vom Schreiben leben kann“, erzählt sie, doch genau das ist eingetreten, nachdem kein Geringerer als Jonathan Franzen sie dazu ermutigt hatte, einen Roman zu schreiben. „Ich schrieb meine erste Novelle nur für ihn“, erzählt sie, „und er hat zugeben müssen, dass ich wirklich schreiben kann.“ Die Geschichte sei allerdings zu kurz; für einen echten Roman müsse sie schon mindestens 180 Seiten verfassen, schrieb Franzen. „Er meinte nur: Wenn du das irgendwann zu Ende schreibst, dann sag mir Bescheid.“ Nell legte nach und veröffentlichte Der Mauerläufer, „eine Vogelschutznovelle“, die zum literarischen Erfolg in Deutschland und den USA wurde.
Kann sie heute vom Schreiben leben? „Ich kann sehr viel mehr als davon leben.“ Doch besonders der amerikanische Markt habe sich verändert. „Wenn ich jetzt loslegen würde, würde es nicht mehr gehen. Der Markt für Belletristik ist komplett kollabiert.“ In Deutschland komme man mit Lesungen, Stipendien und Förderprogrammen noch über die Runden, in den USA sähe es düster aus. „Dort wird es in die Richtung gehen, dass die Autoren wieder von etwas anderem leben – vor allem von Daddy’s Money."
Wie sie so gut über Berlin schreiben kann, was sie raus aufs Land nach Bad Belzig gezogen hat, und warum die selbst ernannte „Herumstreiferin“ Angst vor Spaziergängen in ihrer amerikanischen Heimat hat – das alles erzählt uns die wunderbare Nell Zink in der 136. Episode von Wunderbar Together.
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Liebe Wunderbar-Together-Crew, endlich ist es soweit: Unser Summer Special startet! In fünf Folgen stellen wir euch zum allerersten Mal einige der coolsten AmerikanerInnen in Deutschland vor – und sind dafür tagelang durch Berlin gerast.
Den Anfang macht Drew Portnoy.
Drew wächst in Denver, Colorado auf – in einer „Klischeekindheit der Achtzigerjahre“, wie er selbst sagt: Scheidung, ein großes Haus in den Suburbs, und Nachbarn, die – kein Witz – an Atomwaffen arbeiteten. Schnell wird ihm klar: Diese Stadt ist zu klein für ihn. Seine erste Ausflucht? Die deutsche Sprache – ebenfalls kein Witz. Während seine Mitschüler Spanisch oder Französisch wählen, entscheidet er sich bewusst für das Außenseiterfach. „Wenn niemand Deutsch wählt, dann ist es Punk.“
Ein Schüleraustausch bringt ihn in die Nähe von Mönchengladbach. „Ich wollte danach immer zurück“, sagt Drew. Er lernt weiter Deutsch, wird Finanzjournalist, arbeitet für Bloomberg und landet schließlich in Frankfurt. Aber irgendetwas fehlt. „Ich wusste: Da ist was in Deutschland. Aber nicht in Frankfurt.“ Es zieht ihn nach Berlin – in eine Stadt, die Anfang der 2000er vor allem mit zwei Dingen lockt: „Billig Wohnen und geile Partys“. Mit dem New Yorker Gehalt leistet er sich eine Wohnung im Prenzlauer Berg. Es ist ein Schritt, den er nicht bereut: "Heute denke ich, wir hätten das ganze Haus kaufen sollen.“
Von Berlin aus arbeitet Drew für den Nachrichtensender N24 als politischer Kommentator – und fängt nebenbei an, Comedy zu machen. „Als ich das dem Redakteur gesagt habe, ist er ausgetickt. 'Was denkst du ey, du kannst nicht Comedy und Journalismus machen! Die Leute werden dich nicht ernst nehmen!' Ich hab nur gedacht: Das ist genau der Punkt.“ Während N24 eingestellt wird, gewinnt Drew erste Comedy-Wettbewerbe.
Als die Pandemie über Deutschland kommt, erlebt Comedy einen Boom – und Drew ist mittendrin. „Ich war immer unterwegs. Und irgendwann habe ich gemerkt: Ich kann jetzt davon leben.“ Große Ziele hat er trotzdem noch – welche, verrät er uns im Podcast.
Warum er morgens Spaß in der Schlange beim Bäcker hat, wie sich DE- vom US-Humor unterscheidet und welches amerikanische Gefühl ihm in Deutschland fehlt, das alles erzählt der wunderbare Drew Portnoy in der 135. Folge von Wunderbar Together.
Viel Spaß mit dem Opener unseres Summer-Specials. Mehr Drew gibt's auf Instagram unter @drewportnoyhaha.
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Liebe Wunderbar-Together-Crew, heute öffnen wir eine ganz besondere Tasche – und zwar die von Lili Radu. Die Unternehmerin und Gründerin von Vee Collective ist vor zehn Monaten mit Mann und Kids von Berlin nach New York gezogen. Ein Container mit Habseligkeiten steht zwar immer noch in Deutschland („Die werden schon irgendwann kommen“), hinterfragt hat sie den Schritt aber bisher keine Sekunde: „Wir haben uns gedacht: Wir machen das einfach. Das Leben ist zu kurz.“ Und wenn Lili Radu sich einer Sache verschreibt, dann gibt es kein Zurück: „Ich bleibe einfach immer dran.“
Lili ist Unternehmerin aus Leidenschaft. Mit ihrer ersten Marke, LILI RADU, machte sie Leder-Accessoires salonfähig. Mit Vee Collective hat sie nachgelegt, weil sie eine Marktlücke erkannte – eine ultraleichte, große Tasche, „eine Mary-Poppins-Bag, wo dein ganzes Leben reinpasst.“ Gut aussehen sollte sie und darüber hinaus nachhaltig sein. „Aber da gab es einfach nichts, was total insane ist.“ Lili und ihr Mann Patrick Löwe erkannten „ein Riesenpotenzial“ – und entwickelten kurzerhand die „quilted tote bag“, die heute das Markenzeichen von Vee Collective ist.
Funktionalität, Stil und Nachhaltigkeit sind bei ihr keine Buzzwords, sondern Grundvoraussetzungen. Außerdem testet sie die Taschen ausgiebig selbst. „Wenn die Tasche nicht an mir funktioniert, dann haben wir ein Problem“, sagt sie lachend – meint es aber ernst: „Für mich gibt es keinen Plan B. Diese Firma wird riesig.“
Groß träumen – und dann alles tun, um den Traum zu realisieren: Das ist der Modus Operandi von Lili Radu. Und auch der Grund, weshalb Familie und Unternehmen jetzt von New York aus gesteuert werden. „New York ist wahnsinnig wichtig“, sagt sie. „Du kannst nicht einen amerikanischen Markt groß machen, wenn du nicht vor Ort bist.“ Überhaupt sei der amerikanische Markt so facettenreich wie das Land selbst: „Das ist Europa mal 100. Der Kunde in Dallas sieht auch anders aus als der in L.A. oder in New York. Da musst du einfach vor Ort sein.“
Außerdem sei es immer ihr Traum gewesen, in New York zu leben. „New York ist einfach die geilste Stadt. Ich will jeden Morgen aufstehen in einer Stadt, die eine solche Energie mit sich bringt. Da ist ja jeder am Hustlen. Jeder hat ja um sieben schon ein halbes Leben hinter sich.“
Warum sie in Tribeca am liebsten zu sich nach Hause einlädt, warum sie niemals Montags eine Mail verschicken würde und was sie alles in ihrer Tasche trägt – das erzählt die wunderbare Lili Radu in der 134. Folge von Wunderbar Together.
Gewinnspiel
Lili hat 4 ihrer wunderschönen Taschen zum Verlosen mitgebracht. Wie das geht? Das erfahrt ihr auf unserem Instagram-Kanal @wunderbartogetherpodcast.
Erol Inanc ist ein New Yorker Original, wie es nur der Big Apple hervorbringen kann – umso schöner, dass er Wunderbar Together endlich einen Besuch abgestattet hat! „New York war immer schon ein Sehnsuchtsort“, sagt der gebürtige Münchner, der sein Leben vor fast 35 Jahren nach New York verlegt hat (BTW: Im Intro sagen wir 25! Das muss an der Hitze der letzten Tage gelegen haben, die scheinbar unsere Gehirne frittiert hat. Sorry, Erol!).
Seine erste Erinnerung an die Stadt? Es war, wie auf einem anderen Planeten zu landen – alles neu, aber alles auch irgendwie vertraut. „Ich kam mit dem Taxi vom Flughafen und es war genau so, wie ich mir New York vorgestellt habe.“ Jung, neugierig und ohne große Ansprüche an das Leben („New York ist gut, wenn man Geld hat. Oder jung und leidensfähig ist.“), schlägt Erol sich mit Gelegenheitsjobs durch. Er arbeitet als Umzugshelfer, als Verkäufer im Elektrofachhandel, gibt Deutschunterricht. Er wohnt im East Village, einem Ort, den er bis heute voller Wärme beschreibt: günstige Mieten, viel Freiraum für Individualität – und auch ein bisschen Anarchie. „Du konntest ein bisschen Freak sein!“ Heute habe sich das Viertel verändert. „Es ist alles sehr viel gleichförmiger. Von den Shops, aber von den Leuten auch.“ Erol ist vor ein paar Jahren nach Harlem gezogen – und wird dort auch vorerst bleiben.
Gleichzeitig hält er es wie wohl jeder echte New Yorker: Er macht sich darüber gar keine Sorgen. „New York wird immer interessant bleiben.“ Was in der Stadt passiert, darüber berichtet er auf Deutsch auf seinem Blog „Echt New York“. Echt New York ist eine Mischung aus Blog, Nachrichtenportal und Netzwerk, in dessen Zentrum er selbst steht, als New Yorker Original. Neben „Echt New York“ bietet Erol Touren durch seine Wahlheimat, führt wöchentlich Menschen durch seine liebsten Bezirke, erzählt ihnen alles über New York. Aus einer Laune heraus beschloss er, die Planung von Hochzeiten anzubieten – was sich binnen kürzester Zeit zu einem veritablen Side-Business entwickelt hat.
Für alle, die aus dem Ausland anreisen und sich in New York das Jawort geben wollen („Das ist einfacher als gedacht!“), ist er heute der perfekte Ansprechpartner, der einfach alles organisiert: Von den administrativen Details, den notwendigen Dokumenten, bis hin zur Auswahl von Fotografen und Stylisten. Welche kuriosen Anfragen dabei auf seinem Tisch landen, was er für eine Super-Tour durch die Stadt plant und was er sich vom Leben wünscht – das alles (und noch viel mehr) erzählt er in der 133. Episode von Wunderbar Together.
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