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Achtung, heute wird es düster bei Wunderbar Together – wir tauchen richtig tief ein in die Krise der amerikanischen Demokratie und die Schlammschlacht, die gerade dort drüben tobt. Mit dabei: Thomas Zimmer, Historiker und DAAD Visiting Professor an der Georgetown University in Washington, D.C. Er lehrt zu Themen wie der Krise der liberalen Demokratie und dem Aufstieg des rechtsradikalen Konservatismus. In Deutschland ist er als gefragter USA-Experte bekannt, gibt Interviews in der Tagesschau, schreibt für Zeit Online – und analysiert dort, in welchem Stadium der Verfassungskrise sich die USA gerade befinden.
Auch uns erklärt er, wie Trump und seine Anhänger das System aushebeln und zuletzt eine „blinkende rote Linie“ überschritten haben, indem sie sich über Bundesgerichtsbeschlüsse hinwegsetzten. „Es geht nicht mehr um neue politische Inhalte, sondern darum, die Spielregeln der Macht zu verändern“, sagt er.
Dass Thomas Zimmer so offene Worte findet – und diese auch „in jedes Mikro, das ihm unter die Nase gehalten wird“ äußert, liegt daran, dass sein Vertrag ausläuft – eine Tatsache, über die er nicht ganz unglücklich ist: „Angesichts der politischen Entwicklung haben wir uns entschieden, okay, wenn sowieso die Stelle jetzt ausläuft, dann ist vielleicht erst mal besser, wir verlassen das Land und das werden wir jetzt auch tun.“
Wann (und wo) er sich zuletzt richtig glücklich gefühlt hat, welche Medien er derzeit kommentiert, und warum er trotzdem immer noch einen Hauch von Optimismus verspürt (wirklich!) – das alles erzählt uns der wunderbare Thomas Zimmer in der 122. Folge von Wunderbar Together.
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Jennifer Janiska hat auf der ganzen Welt professionell Volleyball gespielt, jetzt startet die einstige Kapitänin der deutschen Volleyball-Nationalmannschaft noch einmal in den USA durch – in der brandneuen LOVB-Liga.
Jennifer ist 30 Jahre alt, 1,86 m groß und – so die Worte ihres Ex-Trainers – eine der besten Außenangreiferinnen der Welt. Als sie in der ersten Klasse ist, schleppt eine Freundin sie zum Volleyball. Der Sport ist extrem populär in ihrer Heimat Emlichheim, das direkt an der niederländischen Grenze liegt („Ich liebe Holland!“, sagt Jennifer – eine Aussage, die Katalina nur unterschreiben kann). Beim Training hat sie anfangs „ein bisschen Schiss vor dem Trainer“, bleibt aber trotzdem dabei, „weil gefühlt jedes Mädchen bei uns im Dorf Volleyball gespielt hat.“ Jennifer und ihre Trainer merken, dass sie Talent mitbringt – und auch unbändigen Ehrgeiz: „Ich wollte immer gewinnen.“ Dazu hat sie das, was damals im Frauensport rar ist: weibliche Vorbilder. Ihr Verein, der SCU Emlichheim, beheimatet sowohl Jugend- als auch Bundesligateams, alle Niveaus sind vertreten. Das wirkt sich auch auf die Motivation der jüngeren Spielerinnen aus: „Ich hatte immer ältere Spielerinnen, bei denen ich mir was abgucken konnte“, sagt Jenny, die bereits mit 14 Jahren ihre ersten Einsätze in der zweiten Bundesliga absolviert.
Ihr Leben verschreibt sie daraufhin dem Volleyball: Sie geht aufs Sportinternat nach Berlin, spielt in der Bundesliga und der italienischen Serie A1, wird für die A-Nationalmannschaft verpflichtet, nachdem sie in der Jugendnationalmannschaft gespielt hat, und wird bei der EM in Deutschland Vize-Europameisterin („das werde ich nie vergessen!“). Parallel beginnt sie ein Fernstudium. Sie spielt in Brasilien, in Japan, Thailand, Griechenland, Polen, Kasachstan – sie genießt die Reisen, die auch den Blick auf ihr Heimatland verändern. „Wir haben so viel erlebt, so viele schöne Dinge. Aber ich weiß jetzt auch die Standards zu schätzen, die wir zuhause haben.“
Nach einer kurzen Pause heuert sie im November 2024 in den USA an – in einer ganz neu gegründeten Profi-Liga: Die League One Volleyball, auch LOVB genannt (aussprechen soll man sie, so der Wunsch der Liga-Verantwortlichen, wie Love – also Liebe. Das sieht auf dem Papier super aus, ist aber in der Praxis gar nicht mal so leicht). Seit dem 8. Januar misst sie sich für LOVB Madison mit fünf anderen Teams, die in Atlanta, Austin, Houston, Omaha und Salt Lake City angesiedelt sind. In Playoffs Mitte April werden die Meisterinnen ermittelt, zudem gibt es einen Pokalwettbewerb. Die Liga lockt mit Star-Spielerinnen, guten Arbeitsbedingungen – und hohen Honoraren.
Die Volleyball-Faszination der US-Amerikaner ist riesig. Ein College-Spiel in Nebraska zog 2023 beeindruckende 92.003 Zuschauer an – ein Rekord im Frauensport. Trotzdem gibt es erst jetzt die ersten Profi-Ligen in den USA. Was diese von ihren europäischen Pendants lernen können, warum der Volleyball der Frauen immer schneller und härter wird und wie sie die Chancen auf eine Work-Life-Balance für Profisportlerinnen und Profisportler einschätzt – das alles erzählt die wunderbare Jennifer Janiska in dieser 121. Folge von Wunderbar Together. Danke, dass du bei Wunderbar Together zu Gast warst, liebe Jenny!
Herzlich willkommen zu einer neuen Episode von Wunderbar Together – in der wir uns gemeinsam mit Cyriac Roeding ins Silicon Valley stürzen. Dorthin, wo der Duft von Pine Trees und Innovation in der Luft hängen, wo Start-ups am laufenden Band entstehen und gewagte Moonshots anpeilen und erreichen – aber auch ebenso oft wieder von der Bildfläche verschwinden. Felix und Katalina sprechen mit ihm über seine Karriere im Mobile Marketing, seinen Wechsel in den Gesundheitsbereich – und über den Innovationsstandort Deutschland, den Cyriac unbedingt stärken will: „Deutschland braucht dringend Leute, die wissen, wie man Startups aufbaut.“
Auch, wenn er es nicht ausschließt, irgendwann nach Deutschland zurückzukehren: Sein Herz hat Cyriac ans Silicon Valley verloren. „Ich lebe hier, weil es immer schon mein Traum war, ins Silicon Valley zu ziehen, wo ich immer das Zentrum der Innovation und des Unternehmertums gesehen habe.“ Das Silicon Valley, Palo Alto, die Stanford University, „das ist für mich einfach die Welt, in der die Dinge passieren.“
Vor 20 Jahren zieht es Cyriac erstmals in die USA, um das Mobile Marketing des Fernsehsenders CBS auf Vordermann zu bringen. Dort ist sein europäisches Wissen damals besonders gefragt: „Europa war damals Weltmarktführer, zusammen mit Japan, in der Anwendung von mobilen Technologien. Das hört sich vielleicht verrückt an heutzutage, aber die besten Handys kamen mit Sicherheit nicht aus den USA. Und insofern kam ich sozusagen aus der Zukunft in die USA.“
Cyriac ist indes schon in einem ganz anderen Bereich tätig: Mit dem Startup Earli möchte er Krebserkrankungen auf eine revolutionäre Art erkennen und behandeln, mit Rewind arbeitet er daran, Diabetes-2-Erkrankungen umzukehren. „Mein Herz hat gesagt, ich möchte was in der Wissenschaft machen. Und ich bin ja eigentlich kein Wissenschaftler, ich bin Wirtschaftsingenieur. Aber ich habe mir gesagt, okay, vielleicht weiß ich ja was darüber, wie man Start-ups baut.“ Also macht er sich auf die Suche nach den besten Ideen – und setzt diese dann um, es ist sein ganz persönlicher Moonshot.
Dieses Anpacken, das immerwährende Suchen nach neuen Lösungen – genau das möchte er auch nutzen, um den Innovationsstandort Deutschland zu stärken. „Ich möchte einfach nicht nur daneben sitzen und tatenlos zugucken oder mich darüber beschweren, ich möchte was tun.“ Welche Vorschläge er hat, um die Voraussetzungen für einen deutschen Moonshot oder Weltmarktführer aus dem Startup-Bereich zu schaffen – und warum es dafür neue Schulfächer und einen Sovereign Wealth Fund braucht –, das erzählt der wunderbare Cyriac Roeding in der 120. Folge von Wunderbar Together. Vielen Dank, dass du da warst, Cyriac!
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Knapp zwei Jahre sind wir ihr hinterhergerannt – jetzt ist Franka Potente endlich zu Gast bei Wunderbar Together! Olli und Felix sprechen mit Franka über ihre Liebe zu Los Angeles, wie sich die Stadt durch die Brände verändert hat, ihre Vorliebe für gesundes Essen und ihre kulturelle Identität – und darüber, wie sich diese in den USA verändert hat.
Es gibt wohl kaum einen Millennial hierzulande, der sich nicht an Franka erinnern kann, wie sie mit feuerroten Haaren durch Berlin rennt. Auch international wurde Franka durch ihre Hauptrolle in Tom Tykwers Kultfilm Lola rennt bekannt. Später spielte sie neben Matt Damon in Die Bourne Identität und Die Bourne Verschwörung. 2020 gab sie mit dem Spielfilm Home ihr Regiedebüt, für das sie auch das Drehbuch schrieb. Zurzeit ist sie in Dinner Club auf Amazon Prime Video zu sehen, wo sie mit Sternekoch Andreas Caminada Mexiko und die mexikanische Küche erkundet. Das eigentliche Konzept der Show – die typische Landesküche zu erkunden – wurde ihr erst während des Drehs klar. („Ich dachte, wir gehen nur in Sternerestaurants essen!“). Begeistert hat sie die Woche in Mexiko dennoch, nicht zuletzt, weil sie bekennender Fan von The Bear ist: „Klar, ich wohne in L.A., hier ist andauernd Taco Tuesday. Aber dass ich das mit Andreas erleben konnte, fand ich halt geil. Das war toll.“
Auch wenn sie viel in Deutschland dreht und fast täglich mit ihrem besten Freund in Berlin telefoniert – ihr Alltag hat sich klar in Richtung der USA verschoben: „Mein Lebensmittelpunkt ist hier.“ Das, was sie definiert, sei jedoch von der Pendelei zwischen Deutschland und den USA unangetastet geblieben, betont sie: „Das, was man so in sich trägt an Neugier, Abenteuerlust, Veränderungswillen, das, was mich ausmacht, das bin ich ja auch hier.“ Ihre deutsche Heimat und den Hype um ihre Person, den sie insbesondere nach dem Erfolg von Lola rennt erfuhr, habe sie lange nicht wirklich ertragen können – das sei heute anders: „Also auf Englisch würde man sagen, back in the day I wasn't ready for it. I wasn't ready for the love. Jetzt bin ich… Irgendwie, I'm ready for it, it's okay.“
Warum sie East L.A. lieber mag als den Westen, weshalb sie niemals frühstückt und welche Projekte sie in Zukunft plant, das alles erzählt die wunderbare Franka Potente in der 119. Folge von Wunderbar Together.
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Alex Blania ist vielleicht einer der unbekanntesten deutschen Tech-Stars: er ist 30 Jahre alt, einige hundert Millionen Dollar wert und arbeitet sieben Tage die Woche mit seinem Mitgründer und besten Freund Sam Altman, bekannt als CEO von Open AI, in einem Hochhaus in San Francisco daran, alle Menschen der Welt mit einem neuartigen digitalen Pass auszustatten: der World AI.
Alex, der Tools for Humanity als CEO leitet, ist sich sicher: „AGI is going to happen in our lifetime.“ Wahrscheinlicher sei es sogar, dass Artificial General Intelligence sogar schon in ein bis zwei Jahren entwickelt würde. Dann werde eines wichtiger sein denn je: „Wir werden einen ‚proof of human‘ brauchen.“ Also eine Technologie, mit der man die Identität jedes Menschen im digitalen Raum sicher verifizieren kann.
„Wenn es zum Beispiel um Nachrichten geht, um Fake News, um Politik und um Kommunikation miteinander. Dann werden wir diesen ‚proof of human‘ brauchen, und zwar auf globaler Ebene, um zu wissen, dass wir es mit anderen Menschen zu tun haben. Ansonsten werden viele Sachen, die uns wichtig sind, zusammenbrechen.“
Alex hat sich seiner Sache voll verschrieben – er ist rund um die Uhr in seinem Office in San Francisco, geht an sieben Tagen ins Büro. Langweilig wird ihm dabei nie: „Der Job ist alle sechs Monate ein ganz anderer.“
Wie Alex Blania und Sam Altman ihr Netzwerk skalieren wollen, warum sie dabei auf basketballgroße Orbs und Iris-Scans setzen und warum Sam Altman ganz anders ist als Elon Musk – all das erzählt Alex Blania in der 118. Folge von Wunderbar Together.
Alex Blania
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Wenn Martin Puchner an Künstliche Intelligenz (KI) denkt, katapultieren ihn seine Gedanken nicht in die Zukunft, sondern weit zurück in die Vergangenheit. Denn für den Literaturwissenschaftler bietet die Fähigkeiten von KI eine der besten Möglichkeiten, die Geschichte der Menschheit neu zu interpretieren. „KI ist kein Alien, das plötzlich auftaucht. Es ist einfach die neueste Version von Schrift, Mathematik und Symbolen, die wir seit Tausenden von Jahren nutzen“, erzählt er im DLD-Spezial von Wunderbar Together. Und, auch wenn es leicht sei, darauf hereinzufallen: „Man muss der Katastrophenerzählung widerstehen.“
Wir haben Martin auf der DLD getroffen und ihn kurz nach seinem Vortrag zum Thema „Artificially Intelligent“ abgefangen (den ihr hier ansehen könnt), um ihn über die Macht der Katastrophenerzählung, die besten Geschichtenerzähler:innen der Welt und sein Leben an der amerikanischen Elite-Universität Harvard auszufragen. Dort lehrt Martin Englisch und Vergleichende Literaturwissenschaft – und das schon seit einem guten Vierteljahrhundert („Plötzlich lebt man da fast 30 Jahre!“).
Über ein Studium der Philosophie gelangt Martin zur Literaturwissenschaft, weil sie ihm alltagstauglicher erscheint als sein erstes Studienfach („Ich mochte die abstrakten Antworten der Philosophie. Aber Literatur kann Brücken schlagen zum alltäglichen Leben.“) Er studiert in Konstanz, Bologna und Santa Barbara, bevor es ihn nach Boston an die Harvard University verschlägt („Ich hatte das Gefühl, in Santa Barbara war es zu schön zum Arbeiten. Ich musste ins Kalte!“). Er hat eine Anthologie der Weltliteratur verfasst, das Werk Literature for a Changing Planet, oder auch: Culture: The Story of Us, from Cave Art to K-pop. Heute beschäftigt er sich vor allem damit, wie Geschichten reisen: „Ich glaube, dass wir Menschen Geschichten erzählende Wesen sind, in unseren Köpfen laufen ständig Geschichten ab über uns selber, über die Welt. Was ich dann spannend finde, ist, wie sie zirkulieren. Wo werden sie weitererzählt, was passiert, wenn man die Geschichten weiterspinnt?“
MARTIN PUCHNER
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„Du bist in einem anderen Universum, aber eigentlich bist du auch ganz nah an dir dran.“ So beschreibt Anne Philippi die Trips, auf die sie sich von „Magic Truffles“ und anderen Psychedelika schicken lässt – mit Begleitung, versteht sich. Denn Ziel ihrer Trips ist es nicht, im Rausch eine besonders gute Zeit zu haben. Vielmehr nutzt sie Psychedelika, um alte Traumata zu bewältigen, ihr Unterbewusstsein zu befragen und sich selbst dadurch besser kennen zu lernen. Dabei will sie sich vor allem einer Frage nähern: Was wärst du ohne dein Trauma? What would you do if you had no fear?
Anne hat sich die längste Zeit vor allem mit dem Leben (und hier und da auch den Traumata und Ängsten) anderer Menschen beschäftigt: Als Hollywood-Reporterin hat sie für Vanity Fair, Vogue, GQ, FAZ und das SZ-Magazin geschrieben, hat Superstars interviewt und mit Demi Moore (und WT-Gast Frances Schönberger!) zusammen Yoga gemacht. Kurz vor der Pandemie ließ sie LA hinter sich, um zurück nach Berlin zu ziehen. Der Stadt und ihrer rauen Kultur kann sie bis heute kaum etwas abgewinnen. „Mein Körper war in Berlin, aber meine Gedanken und mein System waren in Amerika, und da sind sie auch geblieben“, sagt sie. „Die Person in mir, die keine Angst hat, die funktioniert in den USA einfach besser.“
In Berlin beschäftigte sich die ehemalige Journalistin („In Interviews geht es immer auch darum, was einen selbst umtreibt“) erstmals mit psychedelischen Drogen, nimmt unter Aufsicht eines Therapeuten hochdosiertes LSD, liest Bücher und Studien zur Wirkung von Pilzen, MDMA und LSD. Sie beschließt, einen Podcast zu machen – und gründet mit „The New Health Club“ das gleichnamige Unternehmen dazu.
The New Health Club ist heute eine Plattform, die es sich zum Ziel gemacht hat, Psychedelics salonfähig zu machen, um sie in der Behandlung von Depressionen, Ängsten und PTSD einzusetzen. Sie seien bei der Behandlung von Traumata sinnvoller als Yoga oder Psychotherapie, schreibt Anne einst im Spiegel. Und hält bis heute daran fest, heute sogar „more than ever.“ („Auch wenn es natürlich nicht heißt, dass man kein Yoga machen soll!“)
Wir haben Anne im Rahmen der DLD getroffen und haben eine gute Stunde mit ihr über ihr Unternehmen gesprochen, wie sie die Chancen einer schrittweisen Legalisierung von Psychedelika in der Therapie einschätzt – und über die Personen, die in ihren Trips aufgetreten sind. Warum sie Hoffnungen in die Trump-Administration setzt, welche Drogen sie niemals ausprobieren würde und was passiert, wenn ein Trip so richtig schief läuft – all das erzählt uns die wunderbare Anne Philippi in der 116. Folge von Wunderbar Together.
ANNE PHILIPPI
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Filmfans aufgepasst – hier kommt ein Lehrstück in "how to make a (successful) Hollywood movie". Und das von einer, die damit Erfahrung hat: Jeanette Milio ist Produzentin und arbeitet seit 1999 in den USA. 2010 produzierte sie die Thriller "Das Experiment" und "13“, 2012 folgte "Dark Tide". "Ich mache Popcorn-Kino", sagt sie selbst über ihr Schaffen. Es seien nicht unbedingt Filme, die Kritiker bei Rotten Tomatoes oder das Feuilleton goutieren würden – wohl aber Filme, die kommerziell erfolgreich sind.
Jeanette Milio erzählt Geschichten, seit sie denken kann – und entdeckte schon früh die dazugehörigen unternehmerischen Fähigkeiten in sich, die sie für eine Karriere als Produzentin prädestinierten. Als Kind lud sie ihre Freundinnen und Freunde zu ihren selbst erdachten Shows ein und kassierte dafür zehn Pfennig Eintritt, als Jugendliche ging sie dazu über, die Wochenenden im Kino zu verbringen. "Ich besuchte jeden Sonntag die Matinée!"
Aufgewachsen im rheinischen Wissersheim, dessen Akzent sie bis heute mühelos hervorholen kann ("Das Rheinland ist immer noch mein Zuhause!"), lernt Jeanette nach dem Studium die Grundzüge des Produzentinnendaseins bei RTL, wo sie verschiedene Unterhaltungsshows betreut. Zunächst als Assistentin, dann als Produzentin: "Ich habe das Gute und das Böse am Produzentendasein gespürt. Die Kreativität und Freiheit – aber auch den Druck, das Geld ranzubringen." Erfinderisch und lösungsorientiert, macht sie sich schnell einen Namen und produziert zahlreiche Unterhaltungsformate. Doch der Traum von Hollywood ist immer präsent. "Für mich war es immer so: Wenn man den Job ernst nimmt, dann musst du nach Hollywood."
Mit einem Koffer, ihrer elfjährigen Tochter, einer Greencard und jeder Menge Motivation im Gepäck, zieht es Jeanette 1999 in die USA – um dort die Erfahrung zu machen, "im Haifischbecken schwimmen lernen zu müssen." Niemand habe auf sie gewartet, erinnert sie sich. "Jeanette who? Kein Hahn hat nach mir gekräht", erzählt sie über ihre ersten Jahre in Los Angeles. Doch ihr Mut und ihre Hartnäckigkeit zahlten sich aus: "Ich bin ziemlich nervig. Und super fearless."
Hollywood brachte viele Lektionen mit sich, besonders über die Finanzierung von Filmen. "Ganz früh in meiner Karriere habe ich gemerkt: Die Finanzierung ist entscheidend." Ihre Strategie: das finanzielle Risiko minimieren. Denn: Was ein Film im Kino einspiele, sage noch lange nichts über seinen finanziellen Erfolg aus – oder über das, was der Produzent oder die Produzentin verdiene. "Auch mit einem Blockbuster ist es nicht garantiert, dass du auch nur einen Cent davon siehst."
Neben der Finanzierung interessiere sie – als Geschichtenerzählerin – vor allem die Qualität des Skripts: "Es muss neu sein, interessant, juicy. Eine gute Story verkauft sich auf der ganzen Welt." Dass Streamingdienste Hollywood globaler gemacht haben, sieht sie positiv: "Wenn die Story stimmt, ist es heute egal, in welcher Sprache der Film erzählt wird."
Warum Hollywood früher provinzieller war, welche Rolle Streamingdienste heute spielen, und wie man überhaupt noch Geld mit Filmen verdient – das alles erzählt Jeanette Milio in der 115. Folge von Wunderbar Together. Wir danken dir für deinen Besuch, Jeanette, und für deine Einblicke in die Welt hinter den Kulissen!
Liebe Wunderbar-Together-Crew, wir hoffen, ihr habt die Feiertage genossen und freut euch auf das neue Jahr! Zum Jahresende haben wir noch ein kleines Highlight für euch mitgebracht – ein zauberhaftes Gespräch mit der wunderbaren Lucie Pohl.
Lucie beehrt uns bereits zum zweiten Mal. Aber keine Sorge: Langweilig wird es trotzdem nicht. Wie könnte es auch, schließlich ist Lucie Pohl nicht nur Stand-Up-Comedienne, sondern auch Schauspielerin, Autorin und Sprecherin. Als Deutsch-Amerikanerin mit jüdisch-rumänischen Wurzeln weiß sie genau, worüber die Deutschen (nicht) lachen können – und warum Humor gerade in Zeiten wie diesen besonders wichtig ist.
Als Spross einer beeindruckenden Künstler:innen-Dynastie – zu der Namen wie Brecht, Thalbach und, natürlich, Pohl zählen – ist die in Hamburg geborene Lucie in New York aufgewachsen. Sie ist die Schöpferin mehrerer Solo-Comedy-Programme, darunter "Hi, Hitler" (das auf einem kindlichen Verhörer basiert). Außerdem ist sie bekannt als Stimme von Mercy im Videospiel "Overwatch" sowie durch ihre Auftritte in Serien wie Homeland und Filmen wie Fantastic Beasts and Where to Find Them. In ihrem Podcast Immigrant Jam spricht sie über das Leben als Immigrantin in New York – oft sehr lustig, sehr berührend, und voller fantastischer Anekdoten.
Warum die Deutschen einen ganz eigenen Humor haben, wie sich die Comedy-Branche in den kommenden Jahren verändern wird, warum viele Comedians heute auch Creator sind und welche Witze Lucie niemals machen würde – all das erzählt sie in der 114. Folge von Wunderbar Together.
LUCIE POHL
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Liebe Wunderbar-Together-Crowd, die heutige Folge ist nicht weniger als ein Clash von zwei Welten: Felix, der wie ein waschechter New Yorker seine Küche vor allem als Ablage für Takeaway-Food versteht – und Svenja Ostwald, deren Küche nicht weniger ist als ihr Lebensmittelpunkt.
Svenja ist Health Coach, Influencerin und Kochbuchautorin. Vor allem aber ist sie leidenschaftliche Köchin – und dabei darf es gerne möglichst grün zugehen. „Vielleicht bin ich Gemüse-Influencerin“, sagt sie, obwohl sie den Begriff Influencerin ansonsten eher kritisch sieht: „Der hat so einen negativen Touch.“ Ihre wachsende Fangemeinde (auf Instagram folgen ihr knapp 230.000 Menschen) zeigt jedoch, dass ihre Rezepte und Tipps – vor allem zu den Themen Detox und Meal Prep – einen Nerv treffen.
Felix hat Svenja in ihrem Zuhause mit Blick auf den Stuyvesant-Park in New York City besucht – ein ehemaliges Krankenhaus, in dem „alle New Yorker Babys aus dem Jahr 1900 geboren wurden!“ Das Apartment ist für Svenja mehr als nur eine Wohnung – es ist ihr persönlicher Rückzugsort und kreativer Raum. Anders als viele New Yorker (wir erinnern noch mal an Felix), die kaum Zeit in der Küche verbringen, widmet sie sich dort täglich neuen Rezepten und neuen Meal-Prep-Ideen: Die Küche, sagt sie, sei schon immer der Ort gewesen, an dem die besten WG-Partys stattfanden. Heute ist sie vor allem der Mittelpunkt ihrer Meal-Prep-Routinen – oder, wie ihre Oma es nannte: „Vorkochen.“
Svenjas Philosophie dreht sich um die bewusste Planung und Zubereitung von Mahlzeiten. „Ich plane sehr gerne im Voraus“, erklärt die ehemalige Modedesignerin – und das vor allem, seit sie in den Staaten lebt, einem Land, das nicht gerade für seine ausgewogene Küche bekannt ist. „Ich möchte, dass es mir nach dem Essen so gut geht wie zuvor.“ Ihre Rezepte stehen für einfache, aber genussvolle Gerichte, die den Alltag erleichtern und gleichzeitig gesunde Gewohnheiten fördern. „Ich möchte zeigen, dass man gesunde Ernährung auch in einem hektischen Alltag unterbringen kann.“
Mit ihrem Schaffen möchte Svenja Ostwald vor allem eines: inspirieren. Dazu passt, dass sie ihren Instagram-Kanal und die dazugehörigen WhatsApp-Gruppen (die mitunter einige tausend Mitglieder haben) als Community versteht – Community, so Svenja, sei einer der entscheidenden Faktoren für ein langes und gesundes Leben.
Warum Svenja ihren Job als Modedesignerin aufgegeben hat, wie viel Halloween-Candy sie ihren Kindern erlaubt und wo es die besten Brezeln in New York gibt – das alles hat uns die wunderbare Svenja Ostwald in der 113. Folge von Wunderbar Together verraten.
Die liebe Svenja hat uns zudem ein Gastgeschenk mitgebracht – und zwar fünf Exemplare ihres Kochbuchs „Feel good with food“. Auf unserem Instagram-Kanal könnt ihr ab morgen (29.11.) eines davon gewinnen: @wunderbartogetherpodcast. Was ihr dafür tun müsst? Auch das gibt es ab morgen bei Instagram. Und falls ihr Svenja folgen wollt: Ihren Kanal findet ihr unter @svenja.ostwald.
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