Wunderbar Together

Wunderbar Together

By Felix Zeltner, Katalina Farkas und Oliver NermerichSociety & Culture
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Wunderbar Together episodes

  • Was braucht ein Raum, Annabelle Selldorf?

    Herzlich willkommen zu einer neuen Folge von Wunderbar Together. Heute ist die wunderbare Architektin Annabelle Selldorf bei uns zu Gast und macht mit uns einen Ausflug in die Welt der Architektur – die, wenn man ihr Glauben schenkt, immer auch ein Spiegelbild der Gesellschaft ist, in der wir leben.

    Auch Felix – der diesmal aus dem elterlichen Zuhause im schönen Nürnberg podcastet – hätte für diese Aufzeichnung gerne einen Ausflug gemacht. Wäre es nach ihm gegangen, er hätte sich auf ein City-Bike geschwungen und wäre die Westside hinunter bis 860 Broadway geradelt. Bis zum Union Square, mitten hinein in das Büro von Selldorf Architects. Andy Warhol betrieb hier einst eines seiner berühmten Studios, direkt unter seiner einstigen Kunstschmiede liegt heute das Büro von Annabelle. „Ich scherze immer darüber, dass Andy mir seine guten Ideen durch die Decke schickt“, erzählt sie. Die Ideen kann sie dann direkt mit ihrem Team teilen – denn Annabelle, die sich selbst als ziemlich involvierte Chefin beschreibt, besitzt kein Corner Office, ihr Reich ist nur durch ein paar Regale vom Rest des lichten, offenen Büros getrennt.

    Die Welt von Annabelle Selldorf, sie ist geprägt von Tageslichtverhältnissen, von Proportionen, „darum, wie man von einem Raum zum nächsten kommt, und wie man sich darin bewegt.“ Ihre Arbeit habe viel damit zu tun, wie Menschen miteinander agierten, erklärt sie. „Es geht darum, wie wir uns selbst verstehen, wie wir uns als Gesellschaft verstehen. Wie viel Aufmerksamkeit wir darauf verwenden, dass Menschen wirklich zusammenkommen und miteinander in den Dialog treten.“ Räume spiegelten diese Dialogbereitschaft wider – offene natürlich sehr viel mehr als die, in denen der Chef im verschlossenen Eckbüro sitzt.

    Seit 40 Jahren arbeitet und wirkt Annabelle als Architektin in den USA und Europa, hat dort Wohnhäuser ebenso wie Galerien und Museen entworfen oder ihnen ein neues Aussehen verschafft. (Ich bin sehr New-Yorker-ish", sagt sie.) Ihr Stil? Elegantes Understatement, wie auch die Vogue unlängst attestierte, und sicherlich wenig Instagram-tauglich, wie Annabelle nicht ohne leisen Stolz sagt. „Unsere Projekte sind geprägt davon, ein gewisses Selbstbewusstsein zu haben, das nicht darauf beruht, Aufmerksamkeit erregen zu wollen.“ Die Reduktion auf das Essentielle, das ist es, was die Arbeit von Annabelle auszeichnet.

    Wie es ist, als Architektin in einer Branche voller Männer zu arbeiten, was Donald Trump für ihr Geschäft bedeutet, worauf sie wirklich stolz ist und welche architektonischen Fehlgriffe sie überhaupt nicht ausstehen kann – all das erzählt uns Annabelle Selldorf in dieser 102. Folge von Wunderbar Together. Wir freuen uns schon auf eine Fortsetzung des Gesprächs – dann natürlich aus den Räumen auf 860 Broadway.

    Es gibt ein tolles Porträt über Annabelle gerade in der Vogue ("How Annabelle Selldorf became the architect of our moment"). Sehr lesenswert. Zu ihrer Website geht es hier entlang.

    50 min
  • Wie wird Olympia für dich, Leonie Fiebich?

    Achtung, es wird nerdig: Heute sprechen wir über eine unserer Lieblingssportarten bei Wunderbar Together – Basketball! Und das mit der fantastischen Leonie Fiebich, die seit Anfang des Jahres die WNBA als Spielerin der New York Liberty aufmischt. Und in den nächsten Tagen den deutschen Frauenbasketball bei den Olympischen Spielen in Paris vertreten wird.

    Auch, wenn sie jetzt gerade auf dem Weg nach Frankreich ist: Wenn Leonie aus dem Fenster ihres Apartments in Brooklyn schaut, kann sie es immer noch kaum glauben, dass sie von dort aus tatsächlich auf die Skyline von Manhattan blicken kann. "Manchmal muss man sich wirklich hinsetzen und mal kurz überlegen. OK, was habe ich überhaupt geschafft, und wo geht es jetzt hin?", sagt sie. Vor drei Jahren erstmals gedraftet, ist viel Zeit ins Land gegangen, bevor sie erstmals amerikanisches Basketballparkett betreten durfte. Dort tritt sie für eines der besten Teams der Liga an.

    Der Zeitpunkt könnte aber kein besserer sein: Die Women’s National Basketball Association wird gerade mit einer der Welle der Aufmerksamkeit überrollt, ein Zuschauer-, oder Einschaltquotenrekord jagt den nächsten (wer möchte, darf den „Caitlin-Clark-Effekt“ googeln). „So viel mediale Aufmerksamkeit gibt es in Europa nicht“, sagt Leonie. Dass sie (noch) nicht im Zentrum dieser Aufmerksamkeit steht, sieht sie gelassen. „Ich brauche das nicht, auch nicht auf Social Media.“ Dort würden die Fans der Liga derzeit so genau hinsehen, dass schon ein falscher Blick einen Shitstorm auslösen könne.

    Sowieso will Leonie sich lieber aufs Spielen konzentrieren als auf das Drumherum. „Das Spiel ist sehr schnell hier, wenn eine Spielerin die Möglichkeit zum Wurf sieht, nimmt sie sie – egal, wie viel Zeit noch auf der Uhr ist.“ Ihr Start in New York sei daher auch nicht nur reibungslos gelaufen, auch wenn sie sich mit WNBA-Spielerin Nyara Sabally (die Schwester von Satou Sabally) über eine langjährige Weggefährtin als neue Teamkameradin in New York freuen durfte, die ihr von Anfang an zur Seite stand. „Ich hatte nur zwei Trainings, dann gingen direkt die Spiele los. Und das war schon eine Herausforderung, weil hier extrem viele Superstars spielen, die alle sehr eingespielt sind.“

    Dazu sei die Hierarchie in der WNBA extremer als in Europa, wo Leonie zuletzt zwei Mal zum MVP der spanischen Liga gewählt wurde. „Es gibt eine krasse Abstufung zwischen den Starting Five, also den Spielerinnen, die von Anfang an auf dem Feld stehen, und dem Rest der Bank. Das kannte ich so vorher auch nicht.“ Heute ist sie aber angekommen in der Liga, das beweisen nicht nur ihre Stats, sondern auch der Zusammenhalt mit den Teamkolleginnen: „Mittlerweile habe ich herausgefunden, dass die alle ganz nett sind.“

    Ein Team, das Leonie aber noch deutlich mehr ans Herz gewachsen ist, ist die deutsche Basketballnationalmannschaft („Da kriege ich schon wieder direkt Gänsehaut!“). Mit der tritt sie am kommenden Montag zum ersten Mal in der Geschichte des deutschen Frauenbasketballs bei den olympischen Spielen an. „Da freue ich mich einfach nur drauf. Natürlich will ich auch gewinnen, aber ich werde versuchen, es einfach nur zu genießen.“ Auch, weil der Erfolg des Teams vor allem dem Zusammenhalt geschuldet ist. „Wir haben nicht viel Unterstützung bekommen in den letzten Jahren. Wir haben dafür gekämpft und uns das alles Stück für Stück erarbeitet.“

    Wie sie sich den Erfolg erkämpft hat (und welche Rolle Kartenspiele dabei eingenommen haben), was Leonie sich für den Basketball wünscht und welches ihrer Idole sie bis heute nicht getroffen hat – das alles erzählt sie in der 101. Folge von Wunderbar Together.

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    Redaktion: Felix Zeltner, Katalina Farkas und Olli Nermerich
    Visuals: Vivian Schmidt
    Producing und Sound: Heiner D'Alquen

    54 min
  • Warum ist New York eine Bühne, Felix Zeltner?

    Drumroll, please! Leute, wir können es kaum glauben, aber hier ist sie, die einhundertste Folge von Wunderbar Together! Und ja, wir haben uns nächtelang die Köpfe darüber zerbrochen, welchen Gast wir für diese Folge vors Mikrofon zerren. Wir haben Namen in den Raum geworfen, diskutiert und wieder verworfen, sind dem ein oder anderen Star hinterhergelaufen (Wim, Franka, Dirk, you know where to find us), und haben uns nach langem Debattieren für den bestmöglichen Interviewgast ever entschieden. Here he is, the one and only: Felix Zeltner!

    Felix ist nicht nur seit der ersten Folge bei Wunderbar Together am Start, er kennt auch New York wie kein zweiter. Denn er ist, seit er New York 2012 zu seinem Wohnort auserkoren hat, mehr als ein gutes Dutzend Mal umgezogen, hat aus einem logistischen Alptraum (der mit einem Rauswurf aus einer Mietwohnung begann) ein großes Abenteuer gemacht, hat mit Kind und Kegel (oder besser gesagt: Christina und Emma) in Brooklyn, Chinatown, Long Island und der Bronx gelebt.

    New York hat es Felix nicht immer leicht gemacht: Als seine Partnerin eine Stelle als DPA-Korrespondentin in der Metropole angeboten bekam, zögerten die beiden nicht und sagten sofort zu. Die Frage, wie man sich als freier Journalist in einer der teuersten Städte der Welt durchschlägt, holte Felix ein paar Tage später ein. „Ich bin überall Klinken putzen gegangen“, erzählt er. Und: „Ich habe gelernt, viel härter zu verhandeln.“ Die wohl wichtigste Lektion, die er als freier Journalist von New York gelernt habe: „Wenn du in New York bist, bist du unter einem Brennglas.“ New York als Bühne zu nutzen für die Welt, zu zeigen, dass man dort sei, am Nabel der Welt, das sei in der Stadt an der Tagesordnung – „auch wenn es den New Yorkern total egal ist, was du machst“.

    Heute fühlt er sich New York verbundener denn je: „ Wir haben viel in die Stadt reingesteckt, und die Stadt hat uns viel zurückgegeben.“ Wenn er im Flugzeug sitze und die Hochhäuser über dem Hudson River in der Sonne glänzen sehe, gehe ihm schon mal das Herz auf: „Wenn wir nach New York kommen, blühe ich auf.“ Auch wenn er die heißen Sommer trotzdem lieber in Niederbayern verbringt.

    Sie ist sehr euphorisch, und auch ein bisschen rührselig geworden, diese 100. Folge von Wunderbar Together. Wir sprechen über die besten Podcastmomente, die spannendsten Interviewgäste – und auch über die sich immer wandelnde Bedeutung von Wunderbar Together. Wem das alles ein bisschen zu selbstreferenziell ist, der darf sich nächste Woche auf das nächste tolle Interview freuen, in dem es endlich wieder sportlich wird!

    Alle anderen dürfen erfahren, wie Felix ein kleines bisschen New York City nach Fischbach bei Nürnberg bringt, warum er vielleicht demnächst bald wieder umziehen muss, und warum New Yorker in ständiger Erwartung der Apokalypse leben. Vielen Dank, lieber Felix, wir wünschen uns mindestens 100 weitere Folgen mit dir! Und wir möchten uns natürlich auch bei euch bedanken, liebe Wunderbar-Together-Community. Dafür, dass ihr immer wieder zuhört, uns so tolles und wertschätzendes Feedback schickt und Gäste vorschlagt.

    Auf die nächsten 100!

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    1 hr 14 min
  • Warum wird‘s dir nie zu bunt, Alex Proba?

    Alex Proba bringt Farbe in unseren Podcast: ihr Tisch ist pink, das Regal hinter ihr dunkelgrün, ihre Brille hat ein Schildkröten-Muster – und ihr Kleid, das sie bei unserer Aufnahme trägt? "Das ist aus Finnland, gestreift, grün, rosa, weiß, blau, schwarz, alles zusammen."

    Alex ist Designerin und vor einigen Jahren von New York an die Westküste, genauer nach Portland gezogen, wo sie mit Partner und Hund ein von außen minimalistisch schwarzes, von innen mit ihren kunterbunten Teppichen und Wandkunstwerken ausgeschmücktes Haus bewohnt, eine Reise in ihr Gehirn, das – wie ihre gesamte Arbeit als preisgekrönte Designerin – mehr Farbe hat as alles, mit dem sich die meisten Menschen sonst so umgeben. "Im Schlafzimmer und Badezimmer gibt's keinen Inch, der nicht angemalt ist", sagt Alex, "und viele meiner Freunde und meine Eltern haben gesagt 'Oh Gott, das ist viel zu crazy, wie kann man nur', aber ich finde, wenn man wirklich hier ist, macht es einen viel ruhiger."

    Die Vorliebe für Farben hat Alex von ihrer Oma mitbekommen, mit der sie bis heute quasi täglich telefoniert. Ihre Familie wandert in den 1980er Jahren aus Polen nach Deutschland ein und findet im Sauerland ein Zuhause. Die Eltern sind Ärzte und arbeiten hart. Die Oma, die "Babcia", wie Alex sie bis heute nennt, verbringt viel Zeit mit Alex und ihren Bruder. "Die Welt meiner Eltern war schwarz-weiß mit dunkelblau, alles recht scientific. Meine Oma war Blumenhändlerin. Bei ihr war alles bunt, von der Küche zum Garten bis zu ihrer Kleidung."

    Als Alex als Austauschschülerin nach Ohio geht, landet sie in einer ganz besonderen Familie: "Die Mutter war Modedesignerin und das ganze Haus voller Kunst, handgeschriebene Gedichte an den Wänden, goldene Wände, Farbe überall. Mit den Kindern bin ich jedes Wochenende ins Museum. Das war ein Schock für mich." Sie beginnt selbst zu designen, die Familie unterstützt sie – aber zurück in Deutschland gewinnt die Skepsis. Alex beginnt ein Zahnmedizin-Studium.

    Ein Kniff ihres damaligen Freundes und Hilfe aus Ohio bringen sie schließlich doch auf die Kunstschule und von dort nach New York, wo sie klein anfängt, "ich habe tausend Dollar im Monat verdient und mir mit einer Freundin ein Bett geteilt". Sie studiert tagsüber und arbeitet nachts. Selbst als sie ihren ersten Vollzeit-Job landet, arbeitet sie in jeder freien Minute und an Wochenenden weiter an ihren eigenen Projekten.

    2013 beschließt sie, jeden Tag 30 Minuten lang ein Poster zu designen und zu posten. Etwa ab Tag 100 geht das Projekt durch die Decke. Blogs berichten, die Followerschaft wächst, es ist ihr Durchbruch. Nach drei Jahren Poster-Erfolg entschließt sich Alex 2016, ihren Traum vom eigenen Designstudio wahr zu machen, arbeitet seither mit den berühmtesten Marken der Welt von Louis Vuitton bis Google, und baut parallel ein Imperium aus Home-Design, Kinder-Design und sogar Haustier-Design auf. "Von unserem Hund machen wir jedes Jahr eine Skulptur – eine davon ist eine Bank in unserem Wohnzimmer, auf der man sitzen kann."

    Warum 21 Kunstwerke aus Alex' Hand im Art District von Miami stehen, wieso es keine schlechten Farbkombinationen gibt, und was das alles mit einem umgestürzten Riesen-Eis am Kölner Neumarkt zu tun hat – all das und mehr gibt's in der allerbuntesten 99. Folge von Wunderbar Together.

    Folgt Alex Proba unbedingt auf Instagram und auf ihrer Website. Es gibt so tolle Arbeiten von ihr. Wer mehr zu ihrer Serie "A poster a day" erfahren will, hierlang. Danke, dass du bei uns eingecheckt hast, liebe Alex.

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    1 hr 38 min
  • Wie liest du die Zukunft, Pascal Finette?

    Internet-Pionier, Gründer, Berater und ganz grundsätzlich ein jolly good fellow: Pascal Finette ist all das, und außerdem ein wundervoller Podcast-Gast. Pascal wurde uns schon mehrfach ans Herz gelegt – zuletzt von Silicon-Valley-Guru Andreas Rayo Kniep, dem wir dafür unheimlich dankbar sind. Denn mit Pascal darüber zu reden, wie man in die Zukunft blicken kann, ohne Kaffeesatzleserei zu betreiben, ist nicht nur spannend, sondern auch lehrreich.

    Pascal ist gebürtiger Kölner und entscheidet sich nach der Schule für ein BWL-Studium – zunächst in Ermangelung eines besseren Plans, dann aber doch begeistert. „Das war für mich als Computernerd genau das richtige Umfeld.“ Nach dem Abschluss zieht es ihn „ziel- und planlos, aber voller Optimismus“ nach Berlin, wo er „das gemacht hat, was damals alle gemacht haben: Man hat ein Unternehmen gegründet, weil es einfach cool war.“ Er stellt Mitarbeitende ein und verbucht erste Erfolge, doch die Dotcom-Blase zieht ihm den finanziellen Boden unter den Füßen weg. Das Scheitern lässt ihn in ein Loch fallen, eine Rucksackreise durch Nicaragua rettet ihn – sowie ein Anruf von eBay, wo er nach der Reise anheuert. „Ich habe bei eBay meinen echten MBA gemacht“, sagt er heute über seine Lehrjahre dort.

    Nach einer Zwischenstation in London geht Pascal zu Mozilla. Das Unternehmen bietet ihm an, in die USA zu gehen. Pascal sagt sofort zu – und hat die Entscheidung noch keine Sekunde bereut. Er zieht nach San Francisco, lebt im Tech-Mekka Mountain View, geht später zu Google und gründet dann die Singularity University – eine Schule für Führungskräfte, denen er beibringt, die Zukunft zu antizipieren. Nachdem er irgendwann genug von der Valley-Bubble hatte, zog ihn zu Beginn der Pandemie eine „Spreadsheet-getriebene" Entscheidung nach Boulder, Colorado – einen Ort, den der begeisterte Kletterer auch aufgrund seiner Nähe zu den Rocky Mountains schätzt, liebt, und heute als Heimat bezeichnet.

    „Ich finde die Zukunft spannend und helfe Menschen und Unternehmen, sie besser zu bewältigen“, sagt Pascal, der auch heute noch ausgemachter Tech-Optimist ist. Genau zu beobachten sei entscheidend, um Ableitungen treffen zu können. „Denn die Zukunft ist ein Spiel aus Wahrscheinlichkeiten“. Eine gute Übung sei es, mit offenen Augen durch die Welt zu laufen und genau dann innezuhalten, wenn etwas außerhalb des Altbekannten liegt. „Wenn ich etwas sehe und denke ‘Isn’t that interesting?’, dann zwingt mich diese Frage, darüber nachzudenken, was gerade in der Welt passiert.“

    Welche Hinweise er Unternehmen gibt, die zukunftsweisende Entscheidungen treffen, warum er kein Fan davon ist, das eigene Scheitern zu glorifizieren, und was Menschen in Colorado wirklich mit der Frage ‘What do you do?’ meinen – das alles erzählt uns der wunderbare Pascal Finette in der 98. Folge von Wunderbar Together.

    Pascal ist wahnsinnig präsent in der Podcast-Welt. Wer nicht genug von ihm bekommen kann, der mag doch hier reinhören. Hier geht's zu seiner Company, be radical.

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    1 hr 36 min
  • Wie gewinnt man Wahlen in Amerika, Julius van de Laar?

    Es gibt wohl kaum einen Deutschen, der sich besser auskennt mit dem US-amerikanischen Wahlkampf als er: Julius van de Laar ist Politikberater, Polit-Stratege und dem race to the white house spätestens seit 2008 verfallen – dem Jahr, in dem er zum ersten Mal Wahlkampf für Barack Obama machte.

    Julius hat uns bereits zum zweiten Mal bei Wunderbar Together beehrt. Es ist uns immer wieder eine Freude, weil niemand sonst so voller Elan vom Wahlkampf zwischen Trump und Biden erzählen kann. „Ich stecke mit Haut und Haaren drin“, sagt Julius über sich selbst. „Und ich muss sagen: Ich liebe diese Phase.“

    Während er im Wahlkampfjahr 2024 kein „man on the ground“ mehr ist, verfolgt er die Kampagnen von Trump und Biden immer noch genau, hat unlängst den Iowa Caucus der Republikaner besucht. Warum genau? Es geht ihm darum, ins Getümmel einzutauchen, zu beobachten, zu analysieren. Und das aus gutem Grund: Immerhin berät der Politik- und Kommunikationswissenschaftler heute politische Organisationen, NGOs, und Unternehmen, und entwickelt mit ihnen Kampagnen. Aus dem Herzen der Hauptstadt kommentiert und analysiert er für verschiedene Medien aktuelle politische Ereignisse. Und hat einen Podcast zur US-Wahl, den wir euch gerne ans Herz legen: „Race to the White House“, den er mit Chelsea Spieker moderiert.

    Die US-Wahl 2024 zwischen Trump und Biden sei eine besondere, sagt Julius. Denn: „Keiner kann die beiden leiden.“ Die politische Lage würde derzeit jedoch vor allem Trump in die Karten spielen, die Kriege in der Ukraine und im Nahen Osten, vor allem aber die Inflation im eigenen Land: „Einer der Grundsätze der Kommunikation ist: Wahrnehmung ist Wirklichkeit. Und die Wahrnehmung ist derzeit eben, dass Dinge teurer sind und Leute weniger im Geldbeutel haben, als sie vor vier Jahren hatten, und dementsprechend wünschen sich jetzt auch viele Leute diese vermeintlichen goldenen Zeiten von Donald Trump zurück.“ (Und ja, wir sprechen immer noch von dem MAGA-Mann, der vor wenigen Jahren seinen Landsleuten empfahl, Bleiche zu trinken, um sich gegen Covid zu schützen, auch wenn er die Aussage später zurücknehmen wollte). Trotzdem räume er Joe Biden weiterhin große Chancen ein, betont Julius – warum, erfahrt ihr im Podcast.

    Und auch die hiesige Politik liegt ihm am Herzen: „Vote, vote, vote!“ sagt er, auf die anstehenden Europawahlen angesprochen. „Es steht so viel auf dem Spiel. Und ich glaube, gerade in dieser Zeit merkt man, welche Relevanz Europa hat.“

    Wie KI den Wahlkampf beeinflusst (und ihn in Zukunft beeinflussen könnte), warum ihn der US-Wahlkampf an Cowboys im Wilden Westen erinnert, und welche Politiker:innen die Wahl noch beeinflussen könnten: Das alles erzählt uns der wunderbare Julius van de Laar in der 97. Folge von Wunderbar Together!

    JULIUS VAN DE LAAR

    Julius ist zum zweiten Mal bei Wunderbar Together. Hier geht es zur ersten Folge. Julius hat einen eigenen Podcast - Race to the White House. Hört gerne rein!

    RADIO.DE

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    47 min
  • Wie verändert die Klimakrise New York, Klaus Jacob?

    Achtung, es wird jetzt düster. Wir bekommen es mit Regenwolken zu tun. Und auch mit Hochwasser. Nach unserem Gespräch mit Dr. Klaus Jacob, dem selbsternannten „Mad Scientist“ von der Columbia University, wissen wir: Die New Yorker werden – wie so viele Menschen weltweit – im nächsten Jahrhundert in einer völlig anderen Stadt leben, und der Weg dorthin ist kein schöner.

    Klaus muss es wissen: Als diplomierter Geophysiker und Professor emeritus am Lamont-Doherty Earth Observatory (LDEO) der Columbia Climate School forscht er seit Jahrzehnten zum Klimawandel, den Auswirkungen von Unwettern und den Folgen des ansteigenden Meeresspiegels.

    Geboren 1936 in Stuttgart, wuchs Klaus in Süddeutschland auf und promovierte dort als junger Mann, bevor es ihn 1968 für einen einjährigen Post-Doc an die Columbia University zog. Das Jahr verging, und weil es ihm so gut gefiel, blieb er 56 weitere, ein gutes halbes Jahrhundert.

    Forschungsaufenthalte brachten ihn nach Pakistan, Indien, Indonesien, Vietnam und in verschiedene afrikanische und mittelamerikanische Länder. „Ich war eigentlich immer ein Weltbürger“, lacht er.

    Bekanntheit erlangt Klaus, als er die dramatischen Folgen von Hurrikan Sandy vorhersagt, der 2012 an der amerikanischen Ostküste wütete und In New York, New Jersey und anderen Gegenden großen Schaden anrichtete. Weil seine Berechnungen über die Ausmaße des Sturms so präzise sind, ernennt ihn das TIME Magazine zu einem der bedeutendsten Menschen des Jahres 2012. Vor allem die New Yorker Metro („Die U-Bahn ist die Achillesferse der Infrastruktur!“) profitiert von seinen Prognosen und kann existenzielle Schaden von Gleisen und Schaltstellen abwenden.

    Heute wohnt Klaus in einem kleinen Ort am Hudson River, Piermont, gut zwanzig Autominuten von Manhattan entfernt – er hat das Haus auf Stelzen gebaut, um sich davor zu schützen, wenn der Fluss mal wieder über die Ufer tritt. Denn das wird er, ganz sicher. „Bis zum Jahr 2100 wird sich der Meeresspiegel um bis zu zwei Meter anheben“, sagt Klaus. „Das bedeutet, dass eine halbe Million Menschen, die jetzt an der Waterfront in und um New York leben, dann umziehen müssen.“ Die Prognose sei weder optimistisch noch pessimistisch, obwohl ihm Letzteres manchmal nachgesagt wird. „Ich bin Realist."

    Ein kleines bisschen optimistisch zeigt er sich dann aber doch: „Wir müssen die Stadt eh umbauen. Warum das dann nicht nutzen, um die Stadt zu verbessern?“ Geld sei genug da. „Die Frage ist: Wie wird es richtig genutzt?“ Und bringt gleich ein paar Vorschläge: „Wir brauchen mehrere High Lines, die die Hochhäuser miteinander verbinden.“ Auch über Amphibientaxis müsse man nachdenken. Vor allem aber solle der Staat es denjenigen, die jetzt in Ufernähe wohnen, ermöglichen, umzusiedeln. Zur Not auf umfunktionierte Friedhöfe, die höchsten unbewohnten Flächen Manhattans. „Den Toten ist das Hochwasser egal.“

    Warum Klaus nach 56 Jahren Pause plötzlich wieder Deutsch spricht, was er als New Yorker Bürgermeister machen würde und warum ihn seine Nachbarn bewundern – das alles erfahrt ihr in der 96. Folge von Wunderbar Together mit dem wunderbaren Dr. Klaus Jacob.

    Dr. Klaus Jacob

    Wer direkt mit dem Klimaforscher in Kontakt treten will, gerne hier entlang. Schreibt ihm gerne, er antwortet sehr schnell.

    PS: Bitte entschuldigt die Soundqualität; das Gespräch wurde über den Sound seines Laptops aufgenommen.

    RADIO.DE

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    1 hr 11 min
  • Was braucht ein Logo, Tobias van Schneider?

    Liebe Wunderbar-Together-Crew, wann habt ihr zuletzt in den Nachthimmel geschaut? Dort oben – und zwar ziemlich, ziemlich weit oben – surrt, auf dem Mars, ein Rover herum. Und der wiederum trägt ein Logo, das aus der Feder unseres heutigen Gastes stammt.

    Tobias van Schneider ist Designer und Unternehmer. Aufgewachsen in Deutschland und Österreich lebt er heute in Brooklyn, New York. Den Großteil seiner Zeit verbringt er mittlerweile damit, drei Digitalunternehmen zu führen und einen sehr lesenswerten Newsletter zu verfassen. Das Design und die Gestaltung von Logos und Brand Identities, längste Zeit seine beruflichen Schwerpunkte, sind mittlerweile eher zur Leidenschaft geworden. „Aber wenn die NASA sich meldet und um ein Logo bittet, dann sagt man nicht nein.“ Zum Glück!

    Van Schneider, der sich sein Wissen selbst angeeignet hat, lebt seit 13 Jahren in New York. „Die Stadt war immer mein Sehnsuchtsort“, erzählt er. In Deutschland wechselt die Familie oft den Wohnort; als er elf Jahre alt ist, zieht seine Mutter mit ihm und seinen Geschwistern nach Österreich – in ein abgelegenes Bauernhaus ohne Strom und fließend Wasser. „Für uns Kinder war es ein großes Abenteuer“, erinnert sich van Schneider. „Wir hatten nicht viel Geld. Aber es war ein riesiger Spaß.“

    Weniger Spaß macht ihm die Schule. Lehrer und Mitschüler stempeln ihn direkt als „Piefke“ ab – und grenzen ihn aus. Statt zu lernen, fährt er lieber Skateboard. Oder spielt Computer. „Ich habe angefangen, erste Websites zu programmieren. Und wenn man das damals gemacht hat, war man irgendwie direkt auch Webdesigner.“ Nach einer gescheiterten Ausbildung macht er sich mit einem Designstudio selbstständig – und hat auf einmal Erfolg.

    Bei seinem ersten Besuch in New York ist er überwältigt von der Offenheit und Begeisterungsfähigkeit der Amerikaner. „Nach einer Woche habe ich mich schon zuhause gefühlt – stärker, als ich mich in über zehn Jahren in Österreich jemals zuhause gefühlt habe. Ich habe mich natürlich gefragt: Warum ist das so? Und ich glaube, ich wurde in den USA einfach mehr akzeptiert als in Österreich. In Österreich war es so, da bin ich der Schullabbrecher, kein Abitur, kein gar nichts. Und hier in den USA war ich eben einfach jemand, der hart arbeiten wollte.” Er entscheidet sich, zu bleiben. Und blickt nicht mehr zurück. „Es klingt wie ein Klischee, aber ich glaube an den American Dream. Work hard and you can make it, Und ich glaube daran, einfach weil ich es an meiner eigenen Geschichte ablesen kann.“

    Was ein gelungenes Logo für ihn ausmacht, wie er seine Ankunft in New York gemeistert hat und warum er sich insgeheim wünscht, sein Sohn würde irgendwann eine Karriere außerhalb des Design-Bereichs anstreben – das alles erzählt Tobias van Schneider in der 95. Folge von Wunderbar Together.

    TOBIAS VAN SCHNEIDER

    Tobias van Schneider ist ein renommierter Designer und Kreativer, geboren in Deutschland und aufgewachsen in Österreich. Aktuell lebt er mit seiner Familie in New York City. Hier geht's zu seiner Website. Wer noch mehr von ihm hören will, dem sei dieser Podcast empfohlen.

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  • Warum müssen wir ins Theater, Susi Damilano?

    Vorhang auf für den ersten Wunderbar-Together-Theater-Podcast mit Susi Damilano – bei dem eine der Hauptdarstellerinnen beinahe ihren Einsatz verpasst hätte. Solche F-Ups seien am Theater an der Tagesordnung, haben wir von Susi gelernt, die uns gleich noch eine Lebensweisheit mitgegeben hat: Don’t apologize: No matter how you enter the stage, you own up to it. Und das haben wir – nachdem Felix mit feinsten Improvisationskünsten geglänzt hat – dann auch gemacht.

    Aber von Anfang an: Susi Damilano ist gelernte Buchhalterin, Schauspielerin, Regisseurin und Mit-Eigentümerin des San Francisco Playhouse. An diesem spielt und inszeniert sie nicht nur, sondern kümmert sich auch nach wie vor um die Finanzen – gelernt ist gelernt.

    Gelegen im zweiten Stock eines hundertjährigen Hotels am Union Square in San Francisco, gleicht das Betreten des Theaters einer kleinen Zeitreise. „You feel like you walk into history“, sagt Susi. „And along with that history, there's a lot of ghosts.“

    Richtig, die Geister der Vergangenheit. Die sie als Schauspielerin natürlich ernst nehmen muss und keinesfalls belächeln darf. Warum Schauspieler:innen grundsätzlich abergläubisch sind, mit welchen Ritualen sie die Gespenster im San Francisco Playhouse bei Laune hält und warum ein Medium den Theatersaal einst schallend lachend verlassen hat, hat sie uns dann auch verraten.

    Trotz – oder vielleicht auch wegen – der Geister: Das San Francisco Playhouse, das sie gemeinsam mit ihrem Mann Bill English betreibt, versteht Susi Damilano als Empathy Gym. Einen Ort, an dem ihre Gäste sich sicher fühlen dürfen und so Empathie und Mitgefühl entwickeln können. „Because they're sitting safely in the dark, they can open their hearts to a story about people they thought they had nothing in common with, and then they find themselves laughing when they laugh, crying when they cry, and in the end find out they have more in common with them than they don't.“ Das würde sie letztlich – und ja, hier darf man zu den ganz großen Worten greifen – zu besseren Menschen machen. „By practicing those powers of empathy, we build the muscle of compassion. And we go out into the world and make it a better place, one play at a time.“ Dafür müssen die Stücke nicht einmal besonders ernsthaft sein, Susi ist große Comedy-Verfechterin. Ihr Credo: „It's easier to face the world if you've had a good laugh.“

    Warum sie Schauspiel für Magie hält, warum die Stücke von William Shakespeare zeitlos sind und wie man auf jeder (wirklich jeder!) Bühne überzeugt – das alles erzählt uns die wunderbare Susi Damilano in der 94. Folge von Wunderbar Together.

    PS: Ihr kleinen Spürhunde habt es euch wahrscheinlich schon gedacht, aber wir haben das Gespräch mit Susi auf Englisch geführt. Sie hat Deutschland bereits als Vierjährige verlassen – gemeinsam mit ihrer Mutter, die in den USA ein besseres Leben für sich und ihre Tochter suchte. Und so aus der gebürtigen Heidelbergerin ein echtes California Girl machte.

    SUSI DAMILANO

    Hier geht's zur Website des San Francisco Playhouse, das Susi auch gehört.

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    1 hr 22 min
  • Wie bringst du Menschen zusammen, Gesche Haas?

    Gesche Wai-Yi Haas ist ein waschechter Global Citizen – als Tochter einer chinesisch-malayischen Mutter und eines deutschen Vaters wurde sie im afrikanischen Eswatini geboren. Sie hat in Deutschland gelebt, in Hongkong und New York studiert und gearbeitet – und wohnt heute in Jackson Hole, Wyoming: einem Ort mit gerade mal 10.000 Einwohnern.

    Gesche hat uns erzählt, warum es sie in die amerikanische Provinz verschlagen hat und wie sie es geschafft hat, von dort aus ein Netzwerk für Unternehmerinnen und Investorinnen auf die Beine zu stellen – ein Netzwerk, das mittlerweile einen siebenstelligen Jahresumsatz generiert.

    Dass das Netzwerken und das Community-Building Gesches große Stärke ist, hat sich schon früh gezeigt. Während des Studiums in New York verbrachte sie mehr Zeit in den Bars der Stadt als in der Universitätsbibliothek („In Hong Kong musste ich richtig viel lernen, aber in den USA ging es auf einmal nur noch darum, zu bestehen!“) und landete so ihr erstes Vorstellungsgespräch für ein Praktikum bei einem großen amerikanischen Hedgefonds. Es ergab sich – very American – über eine Bar-Bekanntschaft: „Eine Freundin schlug mir vor, mich zu bewerben. Natürlich musste ich noch im Gespräch überzeugen. Aber es war wahrscheinlich das Beste für meine Karriere, dass ich nicht so viel studiert habe. So habe ich mein erstes Praktikum bekommen – weil ich so viel ausgegangen bin.“

    Weil Frauen in der Finanz- und Startup-Welt, in der sie sich damals bewegt, unterrepräsentiert sind und auch mit Vorurteilen und Misstrauen zu kämpfen haben, beginnt sie, ein Netzwerk zu spinnen – in dem Frauen aus ihrer Branche sich austauschen und gegenseitig stärken können. „Ich habe Brunches organisiert und mich mit anderen Frauen getroffen. Und irgendwann wurden wir immer mehr und ich dachte: Das könnte etwas werden.”

    Was als Meetup am Wochenende startet, wächst rasant. Und beschäftigt Gesche auf einmal rund um die Uhr. „Ich wurde so oft belächelt und gefragt, wie es meinem kleinen Projekt geht. Dabei habe ich in jeder freien Sekunde daran gearbeitet.” Sie beschließt, sich dem Netzwerk vollständig zu widmen, verlässt den Hedgefonds und gründet vor zehn Jahren Dreamers & Doers, ihr eigenes Unternehmen.

    Heute ist Dreamers & Doers, das als „Happy Accident“ begann, ein mächtiges und einflussreiches Netzwerk von rund 700 Unternehmerinnen und Investorinnen, eine „PR Hype Machine”, wie Gesche sie nennt. „Wir vermitteln unseren Mitgliedern die Öffentlichkeit und Credibility, die sie brauchen, um erfolgreich zu sein. Denn dadurch, dass sie Frauen sind, haben sie es oft viel schwerer in der Branche, Investoren zu überzeugen. Aber sobald Medien über sie berichtet haben, ändert sich das.” Die Mitgliedschaft basiert auf einem Abo-Modell, die Community ist exklusiv – und vielleicht auch deshalb so erfolgreich. Einige Mitglieder sind seit der ersten Stunde dabei, das Unternehmen erreicht mittlerweile einen regelmäßigen Jahresumsatz von einer Million Euro und beschäftigt sieben Mitarbeitende in Vollzeit.

    Warum wir so versessen sind auf Communities, welche unternehmerischen Netzwerke sie inspirieren und wie sie es geschafft hat, ihre eigene Community in einem Land aufzubauen, in dem die Menschen zwar schnell begeistert sind von einer Sache, dann aber auch schnell wieder das Interesse verlieren – das alles verrät uns Gesche Haas in der 93. Folge von Wunderbar Together.

    GESCHE HAAS

    Wer sich mit Gesche connecten will, kann das direkt auf LinkedIn tun. Gesche ist ein Netzwerker par excellence und freut sich über neue Kontakte.

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