Interview am 13.9.2018 mit Andreas Meder | Eine Hommage an Bob Dylan, ein Theaterabend über die Grundregeln des Kapitalismus, Stücke von Samuel Beckett oder eine Adaption von Jules Verne, das alles gibt es beim Theater-Festival "Grenzenlos Kultur" in Mainz. Ein Festival, bei dem Künstlerinnen und Künstler mit und ohne Behinderung gemeinsam auftreten. Im ersten Jahr habe niemand daran gedacht, "dass wir mal ein 20jähriges Jubiläum feiern werden", sagt Festivalleiter Andreas Meder. Bei Theateraufführungen mit Behinderten gebe es natürlich Unterschiede zum herkömmlichen Theater. "Die Schauspieler haben andere Ausdrucksweisen und man findet andere Bilder und Wege, um auch komplexe Inhalte zu transportieren." Mittlerweile gehe es auch darum, Behinderten im Publikum den Theaterbesuch zu erleichtern, beispielsweise durch Gebärdensprache-Dolmetscher. "Wenn man sich eine inklusive Gesellschaft wünscht, dann kann man im Theater mitunter sehen, wie das funktionieren könnte."