Was bleibt auf, was geht zu: Diese Debatte hat in den letzten Lockdown-Monaten für viel Diskussion gesorgt. Im Januar meldeten sich durchaus prominent, die Sammlerin Julia Stoschek und Museumsdirektorin Susanne Gaensheimer in der SZ zu Wort, ihre Forderung: Öffnet die Museen! Das ist verständlich und Museen haben gute Voraussetzungen, um unter Hygienebedingungen zu öffnen, andererseits haben sie doch eigentlich auch gute Voraussetzungen, um trotz Lockdown ihr Angebot ins Netz zu stellen. Das werde auch viel gemacht, in Form von Podcasts zum Beispiel, nun könne man anfangen, zu schauen, wie man Menschen in Ausstellungen zusammenbringen könnte, sagt Anika Meier in SWR2 Kultur Aktuell. Sie ist Kunstwissenschaftlerin, Kuratorin und Journalistin mit dem Schwerpunkt: Digitale Kunst. Und die Digitalität können Museen mehr nutzen. Mit der Galrie König habe sie auf die Möglichkeiten von Computerspielen zurückgegriffen und ein Multi-Player-Game zu einer Ausstellung des britischen Künstlers Thomas Webb umgesetzt: "Man gibt seinen User-Name ein und taucht dann als Avatar auf und sieht, welche User sich noch in der Computerspiele-Welt bewegen." Das kommt bei den Besucher*innen gut an: Am Eröffnungsabend waren so innerhalb von vier Stunden 5.000 Besucher*innen da.