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Die ÖBB verschiebt die Anbindung der Ostbahn an den Flughafen nach hinten, das Kunsthistorische Museum muss noch länger auf einen barrierefreien Eingang warten, Klimaticket und E-Card sind künftig deutlich teurer, es gibt keine neuen Planstellen in der Justiz, und deutlich weniger Entwicklungshilfe, in kleinen Mittelschulklassen wird künftig wieder nur eine Lehrperson unterrichten. Die Sparmaßnahmen zur Budgetkonsolidierung erstrecken sich über alle Ressorts hinweg.
Jakob Zirm, „Economist“-Ressortleiter der „Presse“, analysiert in dieser Folge das von der schwarz-rot-pinken Regierung vorgelegte Doppelbudget. Wer wird wie stark zur Kasse gebeten? Wie wird auf die Konjunktur Rücksicht genommen? Und welche Sparmaßnahmen sind besonders umstritten?
Gast: Jakob Zirm, Ressortleiter Economist „Die Presse“
Mehr als 500.000 Menschen benötigen in Österreich Betreuung und Pflege. Im Jahr 2050 werden es Prognosen zufolge bereits 750.000 Personen sein. Studien belegen, dass sich die große Mehrheit der Betroffenen wünscht, in vertrauter Umgebung in den eigenen vier Wänden verbleiben zu können. Tatsächlich werden 85 Prozent zu Hause von ihren Angehörigen gepflegt und nur 15 Prozent in stationären Einrichtungen versorgt.
System vor dem Kollaps?
Doch das Modell der Betreuung zu Hause befindet sich in der Krise. Gravierend ist etwa die Personalnot bei den Betreuungskräften. Österreich verliert hier zunehmend seinen Standortvorteil. Osteuropäische Betreuerinnen verbleiben vermehrt im eigenen Land oder folgen dem Ruf von Deutschland, den Benelux- oder den skandinavischen Staaten, also von Ländern, in denen bessere Rahmenbedingungen herrschen und höhere Löhne bezahlt werden.
Monetäre Fragen betreffen auch die Familien der Pflegebedürftigen. Pflegegelder und Förderungen decken nicht die wahren Kosten ab. Obwohl aufgrund einer alternden Gesellschaft die Nachfrage nach einer 24-Stunden-Betreuung zu Hause wächst, können sich immer weniger Familien die Lösung leisten. Bricht dieses Betreuungsmodell zusammen, kämen laut Experten rund 32.000 zusätzliche Patienten auf die stationäre Pflege zu. Dort gibt es aber weder ausreichend Betten noch genügend Personal.
Im „Presse“-Podcast erklärt Angelika Pozdena, Geschäftsführerin der cura domo 24-Stunden-Betreuung, was Pflege und Betreuung unterscheidet und welche unterschiedlichen Betreuungsformen es gibt, spricht von den Herausforderungen für Betroffene, Angehörige, Betreuerinnen, Pflegefachkräfte und Vermittlungsagenturen, und skizziert die notwendigen Rahmenbedingungen, um eine Betreuung zu Hause auch in Zukunft sicherstellen zu können.
Das Gespräch führt Christian Lenoble.
Zur Person und zum Unternehmen
Angelika Pozdena ist Unternehmerin und Vertreterin der Personenbetreuung in Österreich. Gemeinsam mit ihrem Ehemann, Robert Pozdena, gründete sie vor 22 Jahren die cura domo 24-Stunden-Betreuung GmbH – eine Agentur, die sie und ihr Gatte zur größten ihres Bereichs in Österreich aufgebaut haben.
Leistbares Wohnen, billiges Mensa-Essen, klimagerechte Hochschule, mehr Selbstbestimmung im Studium oder bessere Vereinbarkeit mit dem Nebenjob: Das ist nur eine kleine Auswahl der Forderungen und Ideen der elf Fraktionen und Listen, die bei den ÖH-Wahlen um die Stimmen von 400 000 wahlberechtigten Studierenden werben.
Julia Neuhauser aus dem Innenpolitik-Ressort der „Presse“ erklärt in dieser Folge welche Listen und Fraktionen bei der bundesweiten ÖH-Wahl antreten, warum die Wahlbeteiligung traditionell so niedrig ist, und erzählt, wie die ÖH-Pflichtmitgliedschaft -fast!- abgeschafft worden wäre. . .
Alle Infos zur ÖH-Wahl gibt's hier.
Die Überraschung und die Freude war groß, als bekannt wurde, dass der US-Amerikaner Robert Francis Prevost als Leo XIV. zum neuen Papst gewählt worden ist. Die Erwartungen sind groß, auch von vielen, die der Kirche nicht (mehr) nahe stehen: Der neue Papst soll eine Gegenfigur zu Trump sein, ein Mann der Weltkirche, ein Fürsprecher für die Armen wie Franziskus.
Michael Prüller, ehemaliger Chefredakteur der „Presse“ und mittlerweile Leiter der Öffentlichkeitsarbeit der Erzdiözese Wien, reflektiert, wie sehr die Erwartungen innerhalb und außerhalb der Kirche übereinstimmen und Till Schönwälder, Leiter des Ressorts Religion und Sinnfragen der Wochenzeitung „Die Furche“ analysiert, wie gerade ein US-amerikanischer Papst ein Gegenentwurf zu fundamentalistischen Eliten in den USA sein kann.
**Gast: **Michael Prüller, Erzdiözese Wien;
**Mehr zum Thema: **
>>> Schönborn über neuen Papst Leo XIV.: „Meine Freude ist riesengroß“
Ein wenig überdeckt von Konklave, Gaza-Krieg und neuer Regierung in Deutschland hat sich der Konflikt zwischen Indien und Pakistan zuletzt wieder verschärft. Es wäre nicht der erste Krieg zwischen den beiden Atommächten um die Krisenregion im Kaschmir.
Am 22. April gab es einen Anschlag auf indische Touristen im indischen Teil der Kaschmir-Region. In der Nähe des beliebten Urlaubsortes Pahalgam tötete eine Splittergruppe der islamistischen Terrororganisation Lashkar-e-Taiba 34 Menschen. Nach Tagen der Eskalation bombardierte Indien vor einer Woche schließlich mehrere Ziele in Pakistan. Bei den massiven Angriffen wurden nach offiziellen Angaben mindestens 43 Menschen getötet.
Wie wird Pakistan reagieren? Welche Interessen und Ziele haben Pakistan und Indien - und woher kommt eigentlich diese Feindschaft. Und nicht zuletzt: Was ist eigentlich der Kaschmir-Konflikt? Das erklärt „Presse“-Journalistin Susanna Bastaroli im Nachrichtenpodcast.
Gast: Susanna Bastaroli, „Die Presse“
Die Autorenseite von Susanna Bastarolie auf diepresse.com
Krise zwischen Atommächten: Wie gefährlich ist der Konflikt zwischen Indien und Pakistan?
Leitartikel: Ein großer Krieg zwischen Indien und Pakistan hätte jetzt gerade noch gefehlt
Mehrere Tote nach indischem Angriff auf Pakistan – Pakistan kündigt Gegenmaßnahmen an
Störsender, eher einfaches Essen und ein Morgengebet. Das Konklave folgt strengen Regeln. Welche? Darüber sprechen Klemens Patek und Eva Winroither in dieser Folge.
Gast: Klemens Patek, "Die Presse"
Mehr dazu:
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Gast: David Freudenthaler
Merz zieht nach Demütigung ins deutsche Kanzleramt
Kanzler Merz ist beschädigt, aber eine Staatskrise war das nicht
Vor 80 Jahren endete der Zweite Weltkrieg – ein historischer Wendepunkt mit Auswirkungen bis in die Gegenwart. Was damals geschah, prägt unser Verständnis von Krieg und Frieden bis heute. Dieses Jubiläum ist auch ein Anlass, über grundlegende Fragen nachzudenken: Wie enden Kriege – und wie lässt sich ein Kriegsende überhaupt definieren? Wie verlief das Ende des Zweiten Weltkriegs konkret in Österreich – und welche Spuren hat es in der Gesellschaft hinterlassen?
Fachkundige Einblicke in diese Themen liefern drei ausgewiesene Expertinnen und Experten, die Moderatorin Theresa Steininger im Podcast-Studio der „Presse“ begrüßt:
Georg Hoffmann, Direktor des Heeresgeschichtlichen Museums Wien,
Richard Germann, Zeithistoriker und Forscher am Heeresgeschichtlichen Museum
Barbara Stelzl-Marx, Historikerin, Leiterin des Ludwig Boltzmann Instituts für Kriegsfolgenforschung und Professorin an der Universität Graz.
Im Podcast-Studio zu Gast:
Georg Hoffmann ist Zeithistoriker und seit 2023 Direktor des Heeresgeschichtlichen Museums in Wien. Nach Stationen als wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Geschichte der Universität Graz im Fachbereich Zeitgeschichte, wo er auch 2014 promovierte, am Center Austria der University of New Orleans war er 2013 Research Fellow. Von 2017 bis 2019 arbeitete er als Kurator am Haus der Geschichte Österreich, anschließend im Österreichische Staatsarchiv und dem Bundesministerium für Landesverteidigung. 2018 erhielt Georg Hoffmann den Förderungspreis des Karl-von-Vogelsang-Staatspreises für Geschichte der Gesellschaftswissenschaften für seine 2015 im Verlag Ferdinand Schöningh erschienene Publikation Fliegerlynchjustiz: Gewalt gegen abgeschossene alliierte Flugzeugbesatzungen 1943–1945.
Die Historikerin Barbara Stelzl-Marx leitet seit 2019 das Ludwig Boltzmann Institut für Kriegsfolgenforschung in Graz, Wien und Raabs und wurde vom Klub der Bildungs- und Wissenschaftsjournalisten zur österreichischen Wissenschaftlerin des Jahres 2019 gewählt. Sie ist Professorin für europäische Zeitgeschichte an der Universität Graz, Vizepräsidentin der Österreichischen UNESCO-Kommission und Lektorin an der Diplomatischen Akademie Wien, Mitglied im Forschungs-, Wissenschafts-, Innovations- und Technologieentwicklungsrat der Republik Österreich sowie u. a. in der Jury des Simon-Wiesenthal-Preises des Österreichischen Parlaments.
Richard Germann ist Zeithistoriker mit Schwerpunkt auf der österreichischen Geschichte des 20. Jahrhunderts – von der Spätmonarchie bis zur Gegenwart –, die er mit kritischen militär-, sozial- und politikgeschichtlichen Fragestellungen erschließt. Eine besondere Forschungsvertiefung gilt dem Zeitalter der Weltkriege. Germann ist Teil des Forscher:innenteams des Heeresgeschichtlichen Museums (HGM), Lehrveranstaltungsleiter am Institut für Zeitgeschichte der Universität Wien und Mitglied der Wissenschaftskommission beim Bundesministerium für Landesverteidigung (Militärhistorischer Beirat).
Gast: Herbert Lackner, Journalist, ehemaliger "Profil"-Chefredakteur, Autor
Festrede von Historiker Christopher Clark: „Krise unserer Zeit passiert nicht nur vor unseren Augen, sondern in unseren Köpfen"
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Österreich kann zum Standortfaktor für günstigen Strom werden, aber dazu müssten dringend wichtige standortpolitische Signale gesetzt werden.
Laut Internationaler Energieagentur brauchen wir in der EU bis 2050 mehr als doppelt so viel Strom wie jetzt. Kommen soll die Energie von dezentralen Wind- und Solaranlagen anstatt von großen Kraftwerken. Der Ausbau der Erneuerbaren schreitet in der Tat sichtbar voran. Noch nie sind so viele PV-Anlagen in Europa und auch Österreich installiert worden wie in den vergangenen Jahren. Dennoch gibt es Schatten über diesem „Projekt der Zukunft“. Mehr Erneuerbare brauchen ein wesentlich stärkeres Energienetz, als wir es bisher haben. Die Infrastruktur ist notwendig für die Wettbewerbsfähigkeit des Landes. Kriegt man das alles nicht im vorgegebenen Zeitraum hin, kostet das Unsummen.
„Die Presse“ versuchte im Branchengespräch zu analysieren, welche Schritte notwendig sind, um den Ausbau der Erneuerbaren zu optimieren. Dazu begrüßte „Presse“-Redakteurin Melanie Klug als Gesprächsleiterin
Information: Das Branchengespräch Photovoltaik ist eine Kooperation von „Die Presse“ und PV Austria, Enery und Agenda Austria mit finanzieller Unterstützung.
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