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Bei einem Amoklauf in einer Grazer Schule in der Dreierschützengasse am Dienstag tötet ein ehemaliger Schüler zehn Menschen, und begeht schließlich Suizid. Noch nie hat es in Österreich einen vergleichbaren Amoklauf, an einer Schule, mit so vielen Toten, gegeben.
Eva Schrittwieser und Eva Winroither aus dem Chronik-Ressort der „Presse“ erklären, was am Dienstag in Graz genau passiert ist, was über die Tat bekannt ist und was nicht.
Gast: Eva Schrittwieser, Eva Winroither, „Die Presse“
Amoklauf in Graz: "Fragen Sie, wie es Ihrem Kind geht" ](https://www.diepresse.com/19780071/amoklauf-in-graz-fragen-sie-wie-es-ihrem-kind-damit-geht/?utm_source=podigee&utm_medium=podcastshownotes)
Kontakt für Angehörige und Betroffene des Amoklaufs in Graz
>>> Plattform des Innenministeriums für Hinweise zum Amoklauf
Mit dem wachsenden Anteil an E-Autos steigt auch die Belastung der Stromnetze. Forschende an der Montanuniversität Leoben entwickeln Konzepte für intelligentes Laden – und setzen auf Flexibilität, Kommunikation und Preisanreize.
Auch nach dem Jahr 2030, wenn nur noch emissionsfreie Pkw zugelassen werden dürfen, wird der Strom für die Mobilität aus der Steckdose kommen. Doch mit der steigenden Zahl an Elektrofahrzeugen wächst auch der Energiebedarf – und damit die Belastung der Stromnetze. Ein zentraler Baustein, um einer Überlastung vorzubeugen, ist das sogenannte „smarte Laden“ von E-Autos.
Im Rahmen des Innovationsforums diskutierte „Presse“-Redakteur Michael Köttritsch diese Thematik mit Thomas Kienberger, Leiter des Lehrstuhls für Energienetztechnik, und Julia Vopava-Wrienz, Leiterin der Forschungsgruppe „Verteilte Energiesysteme“ an der Montanuniversität Leoben – einer Institution, die als österreichische Innovationsschmiede bereits heute eine wichtige Rolle bei der Entwicklung intelligenter Energieversorgungssysteme spielt.
„Der globale Trend zeigt, dass die Elektromobilität ihren Siegeszug bereits angetreten hat. Wir müssen diese Fahrzeuge in unser Energiesystem integrieren. Das bringt Herausforderungen, aber auch Chancen mit sich“, betont Kienberger. Damit das Laden von E-Autos an privaten Wallboxen nicht zu Netzüberlastungen führt, sei unter anderem eine Reduktion der Ladeleistung notwendig. „Wenn alle Menschen ihre Fahrzeuge mit 11 kW laden, wird die Netzkapazität – auch in Verbindung mit Photovoltaik – überschritten“, warnt er.
Kommunikation zwischen Netz und Fahrzeug
Ein weiteres zentrales Element für das Gelingen der Energiewende ist laut Julia Vopava-Wrienz die Flexibilisierung des Stromverbrauchs. An der Montanuniversität Leoben wird daher an Systemen geforscht, die eine bidirektionale Kommunikation zwischen Verbraucher – etwa einem Elektroauto als Speichereinheit – und dem Stromnetz ermöglichen.
Ein zusätzlicher Anreiz für das netzschonende Laden könnte in einem dynamisch berechneten Strompreis liegen, etwa auf Basis des Spotmarkts. Vopava-Wrienz erklärt: „Jede:r kennt es aus dem Energievertrag – man bezahlt einen konstanten Preis. Die Idee ist nun, über den Spotmarktpreis abzurechnen. Dieser ergibt sich aus Angebot, Nachfrage und der tatsächlich am Markt verfügbaren Strommenge. Ein cooler Nebeneffekt: Ist zu viel Strom verfügbar, kann der Konsument sogar Geld dafür erhalten, wenn er Energie verbraucht.“
Um die Akzeptanz solcher Technologien in der breiten Bevölkerung zu erhöhen, sieht Kienberger die Universität auch in der Verantwortung, technisches Verständnis zu fördern: „Die Uni darf auf keinen Fall der sprichwörtliche Elfenbeinturm sein. Wir gehen regelmäßig in Schulen, um jungen Menschen zu zeigen, dass Technik und Forschung Spaß machen. Auch in den sozialen Medien sind wir präsent und zeigen, woran wir an der Universität arbeiten.“
Mehr zur Forschung an der Montanuniversität Leoben unter unileoben.ac.at
Gast: Thomas Muster, Tennis-Legende
Das Interview mit Thomas Muster zum Nachlesen:
Drei Wochen sind seit dem Sieg von JJ beim Eurovision Song Contest vergangen. Johannes Pietsch, wie der 24-jährige Sänger mit bürgerlichem Namen heißt, erzählt im „Presse“-Podcast von seinen Erfahrungen seither.
Ganz friktionsfrei waren die letzten drei Wochen für den jungen Sänger nicht unbedingt. In Interviews gegenüber spanischen Medien hat er sich gegen die Teilnahme Israels am nächsten ESC ausgesprochen. Sein in der Folge veröffentlichtes Statement dazu sei alles, was JJ in dieser Causa zu sagen habe, betont das Management. Fragen dazu waren nicht erwünscht.
In dieser Podcast-Folge mit einer der spannendsten Pop-Persönlichkeiten Österreichs geht es also um die Faszination für die menschliche Stimme, warum es JJ so wichtig ist als männlicher Sopran und nicht unbedingt als Countertenor wahrgenommen zu werden. Er erzählt von der Suche nach einem Glas Wasser unmittelbar nach seinem Song-Contest-Sieg und von einer Autofahrt nach nur vier Stunden Schlaf in 72 Stunden. Außerdem gibt er einen kleinen Einblick, wie seine Musik klingen soll, die er so bald wie möglich im Studio produzieren möchte.
Gast: JJ alias Johannes Pietsch, Song-Contest-Gewinner, Pop- und Opernsänger
Der Song Contest kostet Millionen – was bringt er?
Song Contest „ohne Israel“: Hat sich JJ antisemitisch geäußert?
„Worte missverstanden“ – JJ äußert sich nach Israelkritik
Gast: Mariam Schaghaghi, Filmjournalistin, schreibt für "Die Presse", "FAZ" oder "NZZ"
Richtigstellung: in dieser Folge wird an einer Stelle ein aktuelles Interview mit Sarah Jessica Parker der Journalistin Elisabeth Sereda zugeschrieben und der Vorwurf erhoben, die Entstehung des Interviews wurde nicht genau offengelegt. Beides stimmt nicht. Wir haben die Stelle aus dem Pocast entfernt.
Interview von Mariam Schaghaghi mit Tilda Swinton
Mariam Schaghaghi hat den Skandal rund um das Interview von Elisabeth Sereda mit Clint Eastwood im „Kurier“ natürlich mitbekommen. „Die Branche kocht“, sagt sie, betont aber, dass die ganze Sache in Deutschland nicht ganz so hohe Wellen schlägt wie in Österreich. Schaghaghi ist seit 25 Jahren als Filmjournalistin tätig, hat hunderte Stars interviewt, seit fünfzehn Jahren erscheinen ihre Interviews auch regelmäßig in der „Presse“. Wir erreichen sie für den Podcast in Hamburg, wo sie lebt und arbeitet. Elisabeth Sereda schätzt sie als seriöse Kollegin, sie sei ja auch anerkanntes Mitglied der Hollywood Foreign Press Association (kurz HFPA) gewesen, bis der Verband 2023 aufgelöst wurde.
„Letztlich will auch Eastwood Kinotickets verkaufen“
Trotzdem sagt Schaghaghi, es sei nicht üblich, (wie im Fall Eastwood) aus mehreren älteren Interviews eine Art „Best of“-Interview zu machen. Da wäre ein Fließtext besser geeignet, der klar macht, von wann welche Zitate des jeweiligen Stars stammen. Und sie plädiert für volle Transparenz. Wenn mache US-Journalisten behaupten, sie hätten mit einem Star im Café ums Eck das Interview geführt, kann sie kaum glauben. „Mir ist es noch nicht passiert, dass ich mich mit Stars im Café getroffen habe, auf jeden Fall nicht mit Julia Roberts.“ Dennoch weist die Filmjournalistin auch darauf hin, wie heikel es sei, auf bestimmte Kolleginnen zu zeigen. Es sei eine harte Branche, es gehe zwar vordergründig um Unterhaltung, aber dahinter stecke ein beinhartes Geschäft: „Letztendlich ging es auch Clint Eastwood darum, Kinotickets zu verkaufen.“
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WhatsApp, Signal oder Telegram: End-zu-End-verschlüsselte Nachrichtendienste, auf die auch sogenannte „Gefährder“ zurückgreifen. Doch wer unter Verdacht steht terroristisch oder verfassungsgefährdend zu agieren, dessen Messenger-Daten sollen zukünftig überwacht werden können.
Was unterscheidet die aktuell von der Bundesregierung vorgeschlagene Messenger-Überwachung vom Bundestrojaner? Und ist die gezielte Überwachung nur von Messenger-Diensten technisch überhaupt möglich?
Gast: Daniel Bischof, „Die Presse“; Barbara Steinbrenner, „Die Presse“
Gast: Manfred Seeh, Justizreporter "Die Presse"
Morgenglosse: Wann kommt Grasser endlich aus dem Gefängnis?
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Eigentlich ist er kein Politiker, doch er wettert gegen ukrainische Geflüchtete und punktet mit Slogans wie „Polen zuerst“: Dass Karol Nawrocki Trump-Fan ist, hat man in seinem Wahlkampf durchaus erkennen können. Mit Erfolg: Der rechtskonservative Historiker gewinnt für die Oppositionspartei PiS (Recht und Gerechtigkeit) die polnische Präsidentschaftswahl ganz knapp gegen den liberalen Kandidaten Rafal Trzaskowski.
„Es hilft Putin, dass Nawrocki gewonnen hat“, kommentiert Paul Flückiger, der Polen-Korrespondent der „Presse“ dieses Wahlergebnis, „ denn der innerpolnische Streit wird so weitergehen und das schwächt Polen.“ Er erklärt in dieser Folge, wieso der linksliberale Ministerpräsident Donald Tusk in Polen nicht überzeugen kann, was Nawrockis Wahlsieg für Polens Beziehungen zu EU und Ukraine bedeutet und warum die polnische Bevölkerung so gespalten ist.
„Es gibt kein vergleichbares Ereignis dieser Dimension im Alpenraum“, sagt der Forscher Jan Beutel. Der Professor für Technische Informatik an der Universität Innsbruck mit Schwerpunkt Hochalpine Kryosphäre hat den Bergsturz im Schweizer Lötschental am vergangenen Mittwoch per Livestream in Echtzeit mitverfolgt. Die Spitze des Kleinen Nesthorns ist abgebrochen und damit 3,5 Millionen Kubikmeter Stein ins Tal gerollt, die den zuvor evakuierten Ort Blatten komplett verschüttet haben. Im Podcast erklärt er, dass der Vorgang eigentlich normal ist in der Natur. „Dass eine Bergspitze runterkommt, dagegen kann man gar nichts tun.“
Er erzählt, was bei einem Bergsturz passiert („Alles, was oben ist, will irgendwann nach unten.“) und wie es dazu kam. Der Klimawandel sei nicht allein schuld an diesem Ereignis. Letztlich sei die Schwerkraft die treibende Kraft. „Es ist für die Natur ein großer Unfall, aber im Kontext eines ganz normalen Prozesses.“ Für die Menschen in diesem Lebensraum sei es natürlich eine Katastrophe: „Die Schule, die Kirche sind weg.“ Es werde nun spannend, wie man diesen Ort wieder aufbaut.
Kommt jetzt auch noch eine Flutwelle?
Und da bleibt ja auch noch die Sorge, ob der Damm all das Gestein und die Bäume und Gebäudeteile hält und was passiert, wenn er bricht. Wir fragen den Forscher, wie lange es dauern wird, bis die Gefahr einer möglichen Flutwelle gebannt ist? „Entspannt und sicher sein werden wir erst in einem Monat“, sagt Beutel.
Gast: Jan Beutel, Professor für Technische Informatik an der Universität Innsbruck mit Schwerpunkt Hochalpine Kryosphäre und ausgebildeter Bergführer (IVBV)
Gletscherabbruch in Lötschental: Erste Anzeichen, dass Wasser abfließt
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Die US-Regierung stoppt vorerst Visaverfahren für ausländische Studierende: Nur die letzte Eskalationsstufe in Donald Trumps Fehde gegen US-Universitäten, die weltberühmte Eliteuniversität Harvard allen voran. Schon letzte Woche hat die US-Regierung Harvard verboten, internationale Studierende aufzunehmen; das Verbot wurde kurz darauf von einem Bundesgericht gekippt. Hinzu kommen gestrichene Förderungen in Milliardenhöhe, das alles vor dem Vorwurf, die Universität sei linksextremistisch und antisemitisch.
Elisabeth Postl, US-Korrespondentin der „Presse“, erklärt in dieser Folge, wieso gerade internationale Studierende und intellektuelle Eliten zur Zielscheibe Trumps werden, und welcher Schaden dabei für den Wirtschafts- und Forschungsstandort USA entsteht.
Gast: Elisabeth Postl, US-Korrespondentin „Die Presse“
**Mehr zum Thema: **
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