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Michael Ludwig muss in Floridsdorf zittern. Die FPÖ setzt ihre ganze Kraft dort ein, um den Bezirk zu gewinnen, der Sieg der SPÖ ist mehr als ungewiss. Auch in anderen Bezirken wird das Ergebnis knapp. Wohin muss man bei der Wienwahl schauen?
Gast: Martin Stuhlpfarrer, „Die Presse“
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Der Klimastatusbericht von Copernicus, dem europäischen Klimawandelservice, entwirft alles andere als ein rosiges Zukunftsszenario: In Zukunft werden noch mehr Hitzewellen, Dürren und Überschwemmungen, verstärkt durch den menschengemachten Klimawandel, Menschen und Wirtschaft in Europa schaden.
„Österreich ist eines der Länder, das früh damit begonnen hat, sich mit den Folgen des Klimawandels auseinanderzusetzen“, sagt dazu Matthias Auer, Leiter des Klimateams der „Presse“, „aber viel was in Österreich passiert, ist etwas zerstückelt.“ Er erklärt in dieser Folge, wie sich Europa langfristig an den Klimawandel anpassen sollte, welche Maßnahmen insbesondere in Österreich getroffen werden sollten, was das Klimaschutzgesetz damit zu tun hat und wie viel die Anpassung kosten sollte.
Gast: Matthias Auer, „Die Presse“
>>> Zum Bericht von Copernicus
Was steckt noch im alten Auto? An der Montanuniversität Leoben entstehen neue Technologien, die wertvolle Metalle aus Autowracks zurückgewinnen – präzise, nachhaltig und mit Hilfe von Künstlicher Intelligenz.
Erreicht ein Pkw das Ende seiner Lebensdauer, landet er heute nicht mehr auf dem Autofriedhof, sondern wird recycelt. Was früher als Schrottplatz-Schicksal endete, ist heute ein Ausgangspunkt für Innovation. Denn an der Montanuniversität Leoben werden neue Technologien zur Wiederverwertung entwickelt, die das Recycling ausgedienter Fahrzeuge auf ein neues Niveau heben sollen.
Wertstoffe im Fokus
Die Universität in der Steiermark hat sich längst als Innovationsschmiede etabliert und nimmt eine Vorreiterrolle beim Recycling von Fahrzeugen ein. Davon profitieren nicht nur die Forschung und Lehre, sondern auch Studierende, die frühzeitig in Projekte eingebunden werden.
Mit KI zu besserem Schrott
Hier kommt das Projekt „Kiramet“ ins Spiel. Unter der Leitung von Alexia Tischberger-Aldrian wird daran gearbeitet, ein KI-gestütztes Verfahren zur Aufbereitung von Metallverbundabfällen zu entwickeln. Ziel ist es, die Qualität von Schredderschrotten deutlich zu verbessern und sie hochwertigen Recyclingprozessen zuzuführen. Dabei handelt es sich nicht nur um eine technische Herausforderung, sondern auch um eine strategisch bedeutende Entwicklung: Denn politische Rahmenbedingungen wie der European Green Deal, der Green Industrial Deal sowie der Critical Raw Materials Act erhöhen den Druck auf Industrie und Forschung, nachhaltige Lösungen zu finden. Letzterer definiert sogar jene Rohstoffe, die als besonders kritisch und strategisch wichtig gelten – etwa Kupfer.
Forschung mit Praxisbezug
Dass solche Projekte nicht im luftleeren Raum entstehen, zeigt die enge Zusammenarbeit zwischen Wissenschaft und Wirtschaft. An der Montanuniversität Leoben sind Studierende bereits ab dem vierten Semester in Forschungsarbeiten eingebunden – eine frühe Verbindung von Theorie und Praxis, die nachhaltige Innovation fördert. Diese Praxisnähe ist auch für Roland Pomberger zentral: „Wir sitzen in der Montanuniversität nicht im Elfenbeinturm, sondern leisten angewandte Forschung auf einem hohen technologischen Level.“ Ohne Partner aus der Industrie und Unternehmen, die sich mit KI beschäftigen, seien Vorhaben wie „Kiramet“ nicht umsetzbar.
Der Schlüssel zum Erfolg liege daher im Aufbau eines Konsortiums, das alle relevanten Akteure entlang der gesamten Wertschöpfungskette einbindet. „Forschung im stillen Kämmerlein – das werden Sie an der Montanuniversität nicht finden“, bringt Pomberger es auf den Punkt.
Mehr zu „Kiramet“ erfahren Sie unter unileoben.ac.at
Bei der Präsentation seines schwarz-roten Koalitionsprogrammes wendet sich der künftige deutsche Bundeskanzler Friedrich Merz gleich einmal an Donald Trump mit einer eindeutigen Message: „Germany is back on track“, Deutschland sei wieder auf Kurs.
„On track“ ist dabei aber weder die wirtschaftliche Prognose Deutschlands noch die Union in Umfragen. David Freudenthaler, „Presse“-Korrespondent in Berlin, skizziert, wie Deutschland in Zukunft regiert werden wird, mit welchen Schwierigkeiten die neue deutsche Regierung jetzt schon kämpft und ob ein Kanzler Merz nicht nur seinen eigenen Prognosen sondern auch den internationalen Erwartungen an ihn gerecht werden kann.
Gast: David Freudenthaler, „Die Presse“
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Die Statistik ist alarmierend: 18 Firmenpleiten pro Tag wurden 2024 in Österreich registriert. Zu den Treibern dieser Insolvenzzahlen zählt an vorderster Front die Bau- und Immobilienwirtschaft. Vier Jahre nachdem mit der Pandemie das Ende eines von stetem Wachstum geprägten Jahrzehnts eingeläutet wurde, findet sich die Branche in einer profunden Existenzkrise wieder.
Die Gründe sind mannigfaltiger Natur, seien es äußere Rahmenbedingungen der letzten Jahre, wie rapide Zinsanstiege und zweistellige Inflationsraten, oder Fehleinschätzungen der Unternehmen selbst, am Beispiel von falschen Risikobewertungen und Expansionsstrategien ohne entsprechende Marktexpertise. Dazu kommen politische Eingriffe in die Marktwirtschaft, die das natürliche Gefüge von Angebot und Nachfrage aus der Balance bringen. Eingriffe in die Mietpreisgestaltung, Stichwort „Mietendeckel“, der erschwerte Zugang zu Finanzierungen, langwierige, nicht einklagbare Behördenverfahren sowie Regulierungswut und Bürokratie zählen zu Maßnahmen bzw. Umständen, die die Lage eher weiter verschärfen, als dass sie zur Entspannung beitragen.
Im „Presse“-Podcast analysiert Thomas Winkler, CEO des börsenotierten Immobilienentwicklers UBM, den Status quo und skizziert den Weg in eine nachhaltige Zukunft. Ein Gespräch über das Marktspiel von Zinsen und Preisen, die Rolle des Staates als Gesetzgeber, unternehmerisches Risikomanagement, ESG, Holzbau als Alternative zu Beton und Stahl und – anlässlich der Präsentation der eigenen Zahlen aus dem Geschäftsjahr 2024 – die Zukunftsaussichten von UBM, insbesondere was Liquidität und Profitabilität betrifft.
Zur Person
Mehr zum Unternehmen finden Sie hier
Sie verwalten Bezirke mit über 200.000 Einwohnern oder gerade einmal um die 16.000 Einwohner. Das bewegt sich in der Größenordnung zwischen Linz und Eisenstadt. Woher speist sich die Macht der Bezirksvorsteher und Bezirksvorsteherinnen, was dürfen sie entscheiden, was nicht – und warum kann der Stellvertreter-Job ein besonders gut bezahlter sein? Außerdem: Wirkt sich die Ankündigung von Leonore Gewessler, die Bundes-Grünen anführen zu wollen, auf den Wiener Wahlkampf aus? Bis jetzt hat der noch Probleme, in die Gänge zu kommen. Warum? Das erklärt Martin Stuhlpfarrer.
**Und eine Ankündigung in eigener Sache: **
Diesen Freitag, 11. April, steht etwa ÖVP-Parteichef Karl Mahrer Rede und Antwort.
Zur Anmeldung geht es hier:
Gast: Martin Stuhlpfarrer, „Die Presse“
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Gast: Monika Rosen, Finanzanalystin
Nicole Stern: Die USA sind auf dem besten Weg in die Rezession
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„Finger weg“ von unserer Demokratie - so die Aufforderung von Hunderttausenden an US-Präsident Donald Trump: Unter dem Motto „Hands off“ fanden am Samstag im ganzen Land Proteste und Demonstrationen statt. Elisabeth Postl, US-Korrespondentin der „Presse“ erklärt in dieser Folge, warum es ganze 75 Tage dauerte, bis sich größerer Protest formierte, wieso die Demokraten nicht offensiver als Opposition in Erscheinung treten, und wie Trumps rigorose Zollpolitik sogar für Kritik in den Reihen der Republikaner sorgt.
Gast: Elisabeth Postl, „Die Presse“
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Weniger Regulierung, weniger Bürokratie, einen schlanken Staat – das fordern viele Entscheidungsträger aus Wirtschaft und Politik. Die Sorge geht um, dass ein hohes Maß an Regulativen wirtschaftliches Wachstum bremst und Innovation verhindert. Doch ist diese Sorge berechtigt?
Aktuelle Zahlen scheinen den Zusammenhang zwischen überbordenden Regelwerken und innovationsfeindlicher Überlastung von Unternehmen zu bestätigen. Laut einer Hochrechnung der Wirtschaftsforscher von Economica erreichen Bürokratiekosten für Industrie und Wirtschaft in Österreich eine Größenordnung von 10 bis 15 Milliarden Euro, was rund 3,8 Prozent des BIP entspricht. Österreichs Unternehmen geben der Studie zufolge im Durchschnitt 2,5 Prozent ihrer Umsatzerlöse für die Einhaltung bürokratischer Vorschriften aus. Wirtschaftsverbände schlussfolgern, dass genau diese Mittel für Investitionen und Innovationen fehlen. In einer jüngsten Investitionsumfrage der Europäischen Investitionsbank (EIB) nennen 61 Prozent der EU-Unternehmen den Bereich „Unternehmensregulierung“ als stärkstes Investitionshindernis. In Österreich sind es sogar 71 Prozent.
„America innovates, Europe regulates“
In die Kritik geraten ist insbesondere die Europäische Union. Der AI Act, das Lieferkettensorgfaltspflichtengesetz oder die Corporate Sustainability Reporting Directive (CSRD, Stichwort Nachhaltigkeitsberichterstattung) stehen beispielhaft für eine vermeintliche Regulierungswut, die ob der bürokratischen Folgewirkungen als Wachstumsbremse angeprangert wird. Der Sinnspruch „America innovates, Europe regulates“ nimmt darauf Bezug, dass Europa auf diesem Weg im Weltgefüge an wirtschaftlicher Macht verliert.
Im „Presse“-Podcast wirbt Stefan Haas, CEO des TÜV Austria, für einen differenzierteren, „unaufgeregten Blick aus größerer Flughöhe“ auf die Thematik. Regulative per se seien grundsätzlich eine Notwendigkeit, um neue Technologien bei deren wirtschaftlicher Nutzbarmachung zu begleiten und sie zum Wohle der Gesellschaft sicher verfügbar zu machen. Damit Regulierung nicht zur Überregulierung mutiert, gilt es laut Haas, vor allem bei der praktikablen Umsetzung nachzubessern und – aus Sicht des staatlichen Gesetzgebers – bei der Anwendbarkeit von Regeln bis zum Ende zu denken, mit Fokus auf die Wirksamkeit. Gelingt dies, findet Innovation auch in Europa weiterhin statt und Regulierungswerke werden von „Verhinderungsakten zu Ermöglichungsakten“.
„Nachgefragt: Viertel vor Haas“ ist eine vierteljährliche Podcast-Reihe mit Christian Lenoble („Die Presse“) im Gespräch mit TÜV-AUSTRIA-CEO Stefan Haas. Alle Folgen:
Viertel vor Haas #1 Nachhaltigkeit
Viertel vor Haas #2 Künstliche Intelligenz
Viertel vor Haas #3 Cybersecurity
Viertel vor Haas #4 E-Mobility
Viertel vor Haas #5 CSRD
Viertel vor Haas #6 Innovationen
Viertel vor Haas #7 Optimismus
Vierte vor Haas #8 Faktencheck
tuvaustria.com/viertelvorhaas
Zur Person: Stefan Haas, geboren 1965 in Wien, studierte Maschinenbau an der Technischen Universität Wien und schloss 1994 das Studium mit dem Doktorat der technischen Wissenschaften mit Auszeichnung ab. Seit dem 1. März 2013 ist der Manager und Wissenschaftler, der für seine Forschungs- und Entwicklungsarbeiten mit nationalen und internationalen Preisen bedacht wurde, Vorsitzender des Vorstands (CEO) der TÜV AUSTRIA Holding AG.
Gast: Julia Neuhauser, „Die Presse“
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