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Aus dem prognostizierten Erdrutschsieg für Modi wurde nichts. Im Gegenteil: Die indische Opposition und ist so stark wie lange nicht mehr. Was bedeutet die Wahl für Modi selbst, sein Land und die Rolle Indiens in der Welt?
Fast eine Milliarde Inderinnen und Inder waren in den vergangenen sechs Wochen aufgerufen, zu wählen. Wie erwartet, setzte sich der hindunationalistische Langzeit-Premier Narendra Modi durch. Doch knapper als erwartet. David Freudenthaler analysiert mit Indien-Korrespondentin Natalie Mayroth die Folgen der Mega-Wahl. Und sie gehen der Frage nach, mit wem Modi wohl am liebsten eine gemeinsame Tasse Tee trinken würde? Mit Wladimir Putin, Ursula von der Leyen oder doch lieber mit Donald Trump?
Gast: Natalie Mayroth, Indien-Korrespondentin
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Das sogenannte Verbrenner-Aus ist seit dem Vorjahr beschlossen. Allerdings hat es wenig mit einem wirklichen Aus von Verbrenner-Motoren zu tun. Die Regierung, allen voran die ÖVP, sollte das wissen, sie hat diese EU-Verordnung mitverhandelt und ihr auch zugestimmt. Warum macht Kanzler Karl Nehammer jetzt also mit einem Runden Tisch dagegen mobil. Was soll der bringen und was sind die eigentlichen Probleme, die der Standort Österreich in der Autoindustrie hat?
Gast: Jakob Zirm, „Die Presse“
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Wie läuft es an der Front in der Ukraine, wer hat was erobert, wie sieht es im russischen Staatsapparat aus? Das sind Themen, die vor allem die westliche Sicht auf den Überfall der Ukraine prägen. Doch wie erlebt man in Russland den Krieg? Was für Plakate prägen die Straßen, wie gehen die Russen miteinander bei dem Thema um und warum fühlen sich auch die progressiven Russen von Europa immer vor den Kopf gestoßen? Einen sehr persönlichen Einblick gibt Moskau-Korrespondentin Inna Hartwich in dieser Folge.
Gast: Inna Hartwich, „Die Presse“
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Knapp eine Woche vor dem Start der EU-Wahlen ist in unserer kleinen Reihe zur EU Martin Selmayr zu Gast, bis 2023 Vertreter der EU-Kommission in Österreich, der seit Februar eine Gastprofessur für Europarecht am Institut für Innovation und Digitalisierung im Recht der Universität Wien. Ob ihn Sorgen plagen vor den Wahlen, die von 6. bis 9. Juni in 27 EU-Staaten? Darauf sagt er: „Sorgen mache ich mir bei Wahlen nie, weil der Wähler ist am Wort. Sorgen macht man sich, weil man sich durch Umfragen verleiten lässt.“ Die einen würden warnen vor einem Linksruck, die anderen vor einem Rechtsruck. „Ich habe keine Sorge vor Rucken, ich sehe eher, dass wir einen Ruck in die Mitte haben.“
„Absurde Diskussion“ um die Sommerzeit
In der Rubrik „Bullshit“ nennt Martin Selmayr „die absurde Diskussion“ um die Sommerzeit. „Wenn das das Hauptproblem ist in Europa, dann ärgert mich das.“ Was Michael Laczynski nach vielen Jahren der Berichterstattung nicht mehr hören kann: „Wenn Regierungen sagen, unser Land hat seine Hausaufgaben gemacht. Weil mit Hausaufgaben ist es so, man macht sie, aber es gibt immer wieder neue.“ Was er seitens der EU-Kommission nicht mehr hören könne ist der Stehsatz: „Wir verfolgen das mit großer Aufmerksamkeit“.
Gast: Martin Selmayr, Michael Laczynski („Die Presse“)
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Die Ansage ist klar: Asylwerber müssen in Zukunft etwas für ihre Grundversorgung tun. Das will die Regierung mit der neuen "Arbeitspflicht für Asylwerbern" beschließen. In Zukunft müssen sie gemeinnützige Arbeit leisten für 1,50 Euro die Stunde. Solange sie zumindest in der Betreuung des Bundes sind. Ukrainer sind von der Pflicht übrigens ausgenommen. Sie gelten auch nicht als Asylwerber.
Doch dass Asylwerber gemeinnützige Arbeit leisten, ist per se nicht neu. Auch in den Ländern nicht, die zwar die meisten Asylwerber in der Grundversorgung haben, von der neuen Regelung aber derzeit noch gar nicht betroffen sind.
Gast: Elisabeth Hofer, "Die Presse"
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Die Geburtenquote sinkt, die Pensionierungswelle der Babyboomer rollt langsam aber sicher an. Gleichzeitig ist auch das Mindset vieler Jüngerer im Wandel – immer mehr Menschen wollen nicht mehr 40 Stunden die Woche arbeiten. Um unsere Wirtschaft und damit auch unseren Wohlstand am Laufen zu halten, hat sich bei der Politik eine Erkenntnis durchgesetzt: Wir brauchen mehr Menschen aus dem Ausland, die die Arbeit machen.
Ob und wie sinnvoll das ist, analysiert "Presse"-Arbeitsmarkt-Expertin Jeannine Hierländer im Gespräch mit David Freudenthaler. "Wir dürfen uns nicht ausschließlich auf Arbeitsmigration verlassen“, so Hierländer. Das Kosten-Nutzen-Verhältnis von Migration auf den österreichischen Wirtschaftsstandort ist deutlich differenzierter, als medial oft dargestellt. Eine Analyse.
Gast: Jeannine Hierländer
Die Beschäftigung wächst nur noch durch Zuwanderung
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Als Fiskalrat-Chef ist Christoph Badelt der oberste Wächter über die Staatsfinanzen. Obwohl sich die Wirtschaft nach turbulenten Jahren langsam wieder erholt, drohen die Staatsschulden weiter anzuwachsen, warnt der Ökonom im "Presse"-Podcast: Österreich sei in der Rangliste der Euroländer in Sachen Finanzierbarkeit deutlich abgerutscht. Durch die wachsende Staatsverschuldung würden Probleme nur hinausgeschoben werden, so Badelt im Gespräch mit "Presse"-Redakteur David Freudenthaler: „Das Hauptproblem für das wachsendes Defizit ist das Nichtzusammenpassen der Politik auf der Einnahmen- und auf der Ausgabenseite.“
In Zeiten einer konjunkturbedingt schwachen Einnahmedynamik, müsse die Politik noch stärker bei den Staatsausgaben ansetzen - "das Gegenteil ist aber passiert".
Auch auf der Einnahmenseite fordert der Ökonom Reformen: Die im internationalen Vergleich hohe Abgabenquote auf Arbeit gehöre gesenkt, diese sei "weder gut für Wirtschaftsstandort noch für die Beschäftigten“. Die CO2-Besteuerung gehöre im Gegenzug erhöht, zudem spricht sich Badelt für Erbschaftssteuern aus: "Erbe ist ein leistungsfreies Einkommen" - aus steuerlogischen Gesichtspunkten sei eine Besteuerung dessen sinnvoll.
Eine Vermögensbestandssteuer, wie sie etwa SPÖ-Chef Andreas Babler fordert, sieht Badelt wie viele andere Ökonomen kritisch. Es gäbe gute Gründe dafür, warum der damalige SPÖ-Finanzminister Ferdinand Lacina die Vermögenssteuer in den 1990er-Jahren abgeschafft hat. Die Einnahmen waren überschaubar, Ausweichreaktionen wie Steuerflucht ins Ausland die Folge. "Im Augenblick gibt es so etwas wie eine Stimmungsmache gegen jeden, der reich ist." Dass Reiche immer öfter als "Schmarotzer in unserem System" bezeichnet werden, löse in ihm "ein gewisses Unbehagen aus", so Badelt. "Und ich mag keine Haltung, die reiche Menschen á priori als asozial darstellt."
Vielmehr sollte sich die Politik auf europäischer Ebene um eine Mindestbesteuerung großer internationaler Kapitalgesellschaften bemühen, hier sei der Hebel deutlich größer, so Badelt.
Gast: Christoph Badelt, Fiskalrat-Chef
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Daten gelten als Rohstoff der Wirtschaft. Die gute Nachricht: Von einem Rohstoffmangel kann keine Rede sein. Im Gegenteil. Die Wachstumskurve des Datenvolumens, das Unternehmen zur Verfügung steht, ist exponentieller Natur. Mit der bloßen Verfügbarkeit von Daten ist es aber nicht getan. Wollen Unternehmen in einer digitalisierten Ökonomie einen entscheidenden Wettbewerbsvorteil generieren, müssen sie die Daten zu Wissen transformieren.
Wer die digitale Transformation ernst nimmt und digitalisierte Geschäftsprozesse vorantreiben will, muss also neue Wege bei der Datensuche und Wissensgenerierung gehen. Warum und wie Software-Lösungen dabei auf künstliche Intelligenz setzen und welchen Beitrag besondere Ökosysteme leisten können – das sind die Themenfragen dieses Podcasts. Frei nach dem Motto „Die (KI-)Kunst, aus Daten Einblicke zu gewinnen“ diskutieren unter der Leitung von „Die Presse“-Wirtschaftsfachfrau Eva Komarek:
Daniel Fallmann, Gründer und Geschäftsführer von Mindbreeze und
Seit etwa zwei Wochen gibt es im österreichischen EU-Wahlkampf nur noch ein Thema: Persönliches und Politisches rund um die grüne Spitzenkandidatin Lena Schilling dominiert die öffentliche Diskussion und die mediale Berichterstattung. Inhaltliche Auseinandersetzung mit Themen oder politischen Programmen gibt es kaum.
Die Grünen müssen Krisenkommunikation betreiben und tun sich damit sichtlich schwer. Auch die Medien sind gefragt darüber zu reflektieren, was berichtenswert ist. Oliver Pink, Innenpolitik-Ressortchef der „Presse“ spricht in dieser Folge über die Kommunikationsstrategie der Grünen, und darüber, ob sich die Partei von der Causa überhaupt noch erholen kann.
Gast: Oliver Pink, „Die Presse“
>>> Affäre Schilling: Freund, Feind, Jugendfreund
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Gast: Judith Kohlenberger, Migrationsexpertin; Anna Gabriel, Redakteurin im EU-Ressort der "Presse"
Kleiner Hinweis: Die finale Abstimmung im EU-Rat zum Migrationspakt fand am Dienstag, den 14. Mai 2024 statt.
Am 9. Juni wählt Europa ein neues EU-Parlament. Wir reden ab sofort jeden Mittwoch im Podcast „Was wichtig ist“ über die EU. In Folge zwei zu Gast sind Migrationsexpertin Judith Kohlenberger und „Presse“-EU-Expertin Anna Gabriel. Judith Kohlenberger forscht und lehrt an der WU Wien und ist auch Teil der neuen Initiative „Mehr Grips“, im Juni erscheint ihr neues Buch „Gegen die neue Härte“ bei dtv. Anna Gabriel ist seit fast 15 Jahren bei der „Presse“, mehr als zehn Jahre davon im EU-Ressort.
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