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Nachdem der iranische Präsident Ebrahim Raisi in der Nacht auf Montag bei einem Hubschrauberabsturz ums Leben kam, hat sich das Mullah-Regime bisher als stabil erwiesen. Doch die Suche nach einem neuen Präsidenten hat bereits begonnen. An der Macht des „Obersten Führers“ Ayatollah Ali Khamenei wird auch er nicht rütteln. Doch wie lange werden die Hardliner im Iran noch das Sagen haben?
Christian Ultsch, Leiter des Außenpolitik-Ressorts und stellvertretender Chefredakteur der „Presse“, erklärt in dieser Folge auf welchen Säulen das Regime seine Macht aufgebaut hat und was für innen- und außenpolitische Folgen der Tod Raisis haben könnte.
Gast: Christian Ultsch, „Die Presse“
**Mehr zum Thema: **
>>> Raisis Tod könnte die Säulen der MAchgt im Iran ins Wanken bringen
>>> Die Stunde der Wahrheit für den Iran kommt erst
>>>> Machtkampf der Hardliner im Iran: Die Rolle der Paydari-Front
>>> Irans neuer Präsident Mochber: Der Vertratue des Ayatollah
Alle elf Sinfonien von Anton Bruckner so, wie dieser sie ursprünglich wollte – nichts weniger als das verspricht das Internationale Brucknerfest Linz für die Ausgabe vom September und Oktober 2024. Originalklangorchester wie Les Musiciens du Louvre, Anima Eterna Brugge und Orchester Wiener Akademie werden die Werke in Ursprungsversionen präsentieren. Der Dramaturg des Brucknerhauses Linz und des Brucknerfests Linz, Andreas Meier, erklärt im Gespräch mit „Presse“-Musikspezialistin Theresa Steininger, welche Unterschiede man dabei heraushören kann und was der Einsatz von Instrumenten aus Bruckners Zeit bewirkt. Außerdem spricht er darüber, wie man durch Kombination mit Werken anderer Komponisten wie der „Coriolan“-Ouvertüre von Ludwig van Beethoven interessante Bezüge herstellen kann.
Musik
Anton Bruckner: Symphonie Nr. 6, I. Satz (Wiener Philharmoniker – Christian Thielemann)
Anton Bruckner: Symphonie Nr. 4, I. Satz (ORF RSO Wien – Markus Poschner, Bruckner Orchester Linz – Markus Poschner)
Ludwig van Beethoven: Ouvertüre c-Moll zu Heinrich J. von Collins Trauerspiel „Coriolan“ (Berliner Philharmoniker – Herbert von Karajan)
Anton Bruckner: Symphonie Nr. 1, I. Satz (Wiener Philharmoniker – Christian Thielemann)
Wolfgang Amadeus Mozart: Requiem (Singverein, Wiener Philharmoniker – Herbert von Karajan)
Anton Bruckner: Symphonie Nr. 5, II. Satz (ORF RSO Wien – Markus Poschner)
Anton Bruckner: Symphonie Nr. 8, Finale (Wiener Philharmoniker – Herbert von Karajan)
Natur- und Umweltschutz wird gemeinhin als jung, alternativ und werteliberal wahrgenommen. Doch wer sich auf Social Media zu Umweltschutz, Naturschutz oder Ökologie informieren möchte, findet auch andere Inhalte: Heimische Gebirgszüge oder unberührte Wälder unterlegt mit Rechtsrock. Naturschutz bedeutet hier Heimatschutz und Volksschutz. Akteure der Neuen Rechten versuchen auch über Social Media rechtskonservativen Umweltschützern ein entsprechendes Angebot zu machen - und sie knüpfen dabei an in Vergessenheit geratene Strömungen und Ideologien im Naturschutz an.
Cornelia Grobner aus dem Wissenschafts-Ressort der „Presse“ spricht in dieser Folge über die Kontinuitäten von völkischer oder rechtsextremer Ideologie im Naturschutz und darüber, mit welchen Codes Rechtsextreme heute ihr Gedankengut im Natur- und Umweltschutz verankern.
Gast: Cornelia Grobner, „Die Presse“
**Weitere Quellen: **
Wie Wohneigentum leistbar werden kann, erörterten Willi Cernko, Vorstandsvorsitzender der Erste Group, und Martin Kocher, Bundesminister für Arbeit und Wirtschaft, im Gespräch mit „Presse“-Redakteurin Jeannine Hierländer.
Österreich ist ein Land der Mieter, etwa die Hälfte der Bevölkerung verfügt über keine eigenen vier Wände. Ein Blick über die Grenzen zeigt, dass es anders geht: In der Tschechischen Republik etwa leben 78 Prozent der Menschen in ihrer eigenen Wohnung oder im eigenen Haus, in der Slowakei, in Ungarn, Rumänien und Kroatien sind es jeweils mehr als 90 Prozent. Dem will Bundeskanzler Karl Nehammer entgegenwirken, so Martin Kocher: „Wir verfügen über eine Eigenheimquote von nur 48 Prozent. Im Plan des Bundeskanzlers ist das Ziel festgeschrieben, bis zum Jahr 2030 einen Eigentumsanteil von 60 Prozent zu erreichen. Das ist ein gutes Ziel und wir müssen überlegen, wie wir Menschen dabei unterstützen können, leichter Eigentum zu erwerben. Das ist natürlich auch eine bessere Absicherung für das Alter. Das soll aber kein Programm gegen das Mieten oder gegen Mietverhältnisse sein.“
Der Staat muss handeln:
Sinkende Zinsen, mehr Wohneigentum:
Information
Rund um das Attentat auf den slowakischen Ministerpräsident Robert Fico sind noch einige Fragen ungeklärt. Was bewegte den Täter, was war sein Motiv? Hat die die polarisierte politische Kultur der letzten Jahre die Tat ermöglicht? Und wie wird es jetzt in der Slowakei weitergehen?
Als "scheinheilig" bezeichnet zumindest Christoph Thanei, Slowakei-Korrespondent der "Presse", die jetzt öffentlich geführte Debatte zwischen Opposition und Regierung, die von gegenseitigen Schuldzuweisungen und Vorwürfen geprägt ist. In dieser Folge von "Was wichtig ist" spricht er darüber, was den Politiker Robert Fico ausmacht, welche Reaktionen das Attentat in der Bevölkerung ausgelöst hat und welche politischen Beweggründe dahinter stehen könnten.
Gast: Christoph Thanei, „Die Presse“
**Mehr zum Thema: **
>>> Wenn erste Schüsse gefallen sind, ist es zu spät
Diesen Podcast können Sie auch ansehen und zwar hier.
Am 9. Juni wählen die Europäerinnen und Europäer ein neues EU-Parlament. Wir reden bis dahin jeden Mittwoch im Podcast „Was wichtig ist“ über die EU und sehen uns an, was dort gut läuft, was schlecht. In der ersten Ausgabe zu Gast sind Schriftsteller Robert Menasse und EU-Reporter Wolfgang Böhm. Menasse hat eine zeitlang in Brüssel gelebt und schreibt seit mehr als 15 Jahren über die Mechanismen der EU, zuletzt ist von ihm das Buch erschienen „Die Welt von morgen. Ein souveränes demokratisches Europa – und seine Feinde“.
Zum Schluss die Rubrik „Bullshit“
Robert Menasse sagt: „Es geht auch darum, dass sich endlich die Einsicht durchsetzt, dass grundsätzliche Krisen nur durch Gemeinschaftspolitik gelöst werden können. Die großen Probleme vor denen wir stehen, können von keinem souveränen Staat allein gelöst werden.“
Zuletzt erschienen von Robert Menasse ist: "Die Welt von morgen. Ein souveränes demokratisches Europa – und seine Feinde" Suhrkamp, Berlin 2024
Gast: Robert Menasse, Schriftsteller; Wolfgang Böhm, langjähriger Leiter des EU-Ressorts der "Presse".
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Die rechte "Alternative für Deutschland" (AfD) musste Anfang der Woche eine schwere juristische Niederlage einstecken: Der Deutsche Verfassungsschutz darf die Partei weiter als „rechtsextremen Verdachtsfall“ beobachten. Das hat am Montag das Oberverwaltungsgericht in Münster festgestellt.
Warum manche die AfD in Deutschland sogar von Wahlen ausschließen wollen, ihr Verhältnis zur FPÖ und schwere Vorwürfe gegen die rechten Vordenker der Partei besprechen "Presse"-Deutschland-Korrespondent Christoph Zotter und David Freudenthaler.
Gast: Christoph Zotter
Leitartikel: (Rechts-)Extremisten besiegen, nicht verbieten
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Hat sie oder hat sie nicht? Die Vorwürfe gegen Lena Schilling, die der Standard vergangene Woche in einem Artikel veröffentlicht hat, wiegen schwer. Was hat sich seither getan, welche Vorwürfe lassen sich belegen und ist Lena Schilling damit weiterhin für die Grünen tragbar? Der Versuch einer Einordnung von Innenpolitik-Redakteurin Elisabeth Hofer.
Gast: Elisabeth Hofer, Die Presse
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Bundeskanzler Karl Nehammer hat die Initiative „Mehr Grips“ öffentlich sehr freundlich begrüßt. Via X betonte er am 25. April, dass er einen Wettbewerb der Ideen gut finde und alle Vertreter der Initiative zum Gespräch lade. Auf der Hinterbühne aber soll vor allem die ÖVP alles andere als erfreut über die Gründung von „Mehr Grips“, ja sogar einigermaßen überrascht gewesen sein. Das mag daran liegen, dass dort auch Expertinnen und Experten dabei sind, die man sonst in ÖVP-Nähe rücken würde.
Doch das Ende April gegründete „Mehr Grips“ will bewusst ein privates, parteifernes Denkgremium sein, in dem entlang von vier Themenbereichen wie Bildung, digitale und ökologische Transformation und sozialer Stabilität Vorschläge für die Zukunft erarbeiten und auch präsentieren. Natürlich passiert das aber nicht zufällig in einem Superwahljahr wie diesem. Die Liste der Grips-Köpfe ist schillernd. Dabei sind unter anderem AMS-Vorstand Johannes Kopf, die Wirtschaftsforscher Christoph Badelt und Gabriel Felbermayr, die Politikberaterin Heidi Glück, Ex-Verbund-Vorstand Wolfgang Anzengruber, der Generalsekretär der Industriellen Vereinigung, Christoph Neumayer, die Klimaaktivistin und Autorin Katharina Rogenhofer, die Infineon-Geschäftsführerin Sabine Herlitschka, ORF-Stiftungsratsvorsitzender Lothar Lockl, die Migrationsforscherin Judith Kohlenberger und Agnes Streissler-Führer, die stellvertretende Bundesgeschäftsführerin der Gewerkschaft der Privatangestellten. Die von „Mehr Grips“ betonte Diversität lässt etwas zu wünschen übrig, ist es doch ein Gremium von sehr arrivierten Expertinnen und Experten. Menschen mit Migrationshintergrund oder einem nicht-akademischen Background fehlen.
Franz Essl ist Ökologe, Biodiversitätsforscher und einer der Vertreter von „Mehr Grips“ und nimmt sich im „Presse“-Podcast die Zeit, Idee und Wirkung des Gremiums zu erklären. Niemand sei an einem Kanzer- oder Regierungsbashing interessiert. Es gehe um die besten Ideen, zusammengetragen von Menschen aus unterschiedlichen Bereichen, die hier noch dazu ihre ohnehin spärliche freie Zeit zur Verfügung stellen würden. Hören Sie sich an, was Franz Essl zu sagen hat.
Gast: Franz Essl, Ökologe, Wissenschaftler des Jahres 2022, Mitglied von "Mehr Grips"
Webseite von Mehr Grips
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Der chinesische Präsident Xi Jinping tourt dieser Tage durch Europa. Erst buhlten der französische Präsident Emmanuel Macron und EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen um die Gunst des chinesischen Führers: Peking solle im geopolitischen Werte-Machtkampf ein Stück Richtung Westen rücken – und Russland den Rücken kehren. Doch die Stimmung war spürbar unterkühlt.
Und Xi macht aus dem geostrategischen Kalkül seines Europas-Besuchs nicht einmal oberflächlich ein Geheimnis: Von Frankreich ging es weiter nach Serbien und Ungarn – beide Länder sind dezidiert Putin-freundlich und der EU nicht immer ganz wohlwollend zugetan.
Dazu kommt die zunehmende wirtschaftliche Abhängigkeit Europas von China - vor allem bei grünen Technologien und Rohstoffen. "Presse"-Wirtschaftsredakteur Aloysius Widmann analysiert, warum sich die EU schon wieder in ein gefährliches Abhängigkeitsverhältnis begibt.
Gast: Aloysius Widmann
Europas Abhängigkeit von China gefährdet die grüne Zukunft
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