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Im Gespräch mit Eva Komarek, General Editor for Trend Topics, Styria Media Group, erörterte Stefan Engleder, CEO von Engel Austria, weshalb der Standort Österreich in Zukunft an Relevanz verlieren könnte.
Die asiatischen Länder, allen voran China, scheinen sich zu erholen und die Vereinigten Staaten sind nach wie vor stark, aber Europa schwächelt ziemlich. Als Gründe ortet Stefan Engleder hohe Energie- und Rohstoffpreise und die hohen Lohn-Stückkosten in Österreich. Doch noch sind die Rahmenbedingungen gut, resümiert der CEO von Engel Spritzgussmaschinen. Aufgrund der Schutzzölle, die die USA auf gewisse Importe aus China erhebt, können Unternehmen unter guten Bedingungen von Europa aus nach Amerika liefern.
Trotz der Re-Industrialisierung der USA in vielen Sparten, von der Automobilindustrie über den Infrastruktur- bis in den Medizinbereich, kaufen amerikanische Unternehmen Hochtechnologie ein und dementsprechend sind europäische Produkte sehr gefragt. Ein größeres Problem sieht Engleder bei der Kommerzialisierung von KI, bei dem Mangel an Studierenden und Facharbeitern auf Österreich zukomme.
Zum Gesprächsteilnehmer:
Information:
Die Vorzeichen vor den nächste Woche beginnenden KV-Verhandlungen bei den Metallern sind schwierig wie lange nicht. Die Gewerkschaften haben bereits das Messer zwischen den Zähnen, sie fordern einen vollen Inflationsausgleich. Vielen Betrieben könnte das wiederum das wirtschaftliche Genick brechen. Streiks sind wahrscheinlich.
Die Gewerkschaften zeigen sich vor dem Auftakt der KV-Verhandlungen bereits kämpferisch: Man wolle die Kuh – also die Unternehmen – „ordentlich melken“, heißt es da. Unter der rollierenden Inflation von 9,6 Prozent werde es keinen Abschluss geben, stellt man unmissverständlich klar.
Aber so viel gibt es dieses Jahr bei vielen Betrieben gar nicht zu verteilen. Die Angst vor der Rezession geht um, allzu hohe Löhne würden wohl einigen Unternehmen das wirtschaftliche Genick brechen.
Jeannine Hierländer und Jakob Zirm aus der "Presse"-Wirtschaftsredaktion erklären im Gespräch mit David Freudenthaler, was man vor dem Start der Lohnrunde bei den Metallern unbedingt wissen muss. Warum Ökonomen eine völlig neue Methode als Verhandlungsgrundlage empfehlen und wie diesen Herbst die Chancen auf Generalstreiks stehen – Spoiler: hoch!
Gast: Jeannine Hierländer und Jakob Zirm
Jeannine Hierländer: Vor der Lohnrunde wachsen die Sorgen um den Standort
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Sie ist nicht nur eine der reichsten Frauen der Welt, sondern auch eine der berühmtesten öffentlichen Fürsprecherinnen der armenischen Diaspora: Kim Kardashian. In einem Tweet und einem zugehörigen Essay im Rolling Stone bezieht sie sich auf den aktuell wieder ausgebrochenen Konflikt in der Region Berg-Karabach: „Das ist meine Bitte an Präsident Joe Biden einen weiteren Genozid an den Armeniern zu verhindern. Es ist Zeit für Amerika die Welt einzugreifen und die Armenier vor Aserbaidschan zu beschützen“.
Am Dienstag hart Aserbaidschan dort eine militärische Operation gestartet, die dort lebende armenische Minderheit fürchtet um ihr Gebiet und ihre Zukunft. Völkerrechtsexperte Ralph Janik erklärt in dieser Folge, was prominente Vertreterinnen der armenischen Diaspora für die Minderheit in Berg-Karabach ausrichten könnten und wieso der Konflikt auch mit der EU zu tun hat.
**Mehr dazu: **
Duygu Özkan: Angriff Aserbaidschans: „Entscheidend war nur, was Moskau und Ankara sagen“
Gast: Ralph Janik, Privatdozent an der Universität Wien, Experte für Völkerrecht
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Spätestens 2027 will Österreich ganz auf russisches Gas verzichten. Um das zu schaffen, muss aber noch viel passieren. Anders als manch anderer EU-Staat tut sich Österreich bis heute schwer, seinen größten Gaslieferanten Russland loszuwerden. Matthias Auer erklärt in dieser Folge, woran das liegt.
Gast: Matthias Auer, Klima-Experte im Wirtschaftsressort der "Presse"
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Die Verteilung des Steuerkuchens im Rahmen des Finanzausgleichs erinnert an eine Szene aus Asterix und Obelix. Länder und Gemeinden bekommen mehr Geld, dringend nötige Reformen bleiben wieder einmal auf der Strecke.
Bei den aktuellen Verhandlungen zum Finanzausgleich geht es um einiges mehr, als nur darum, wie sich die Steuereinnahmen künftig auf Bund, Länder und Gemeinden aufteilen. Warum die türkis-grüne Bundesregierung dabei ihren letzten großen Reform-Hebel verspielt, wo die parteipolitischen und strukturellen Bruchlinien in den Verhandlungen verlaufen und über den noch etwas nebulösen, aber womöglich sehr wirksamen „Zukunftsfonds“ von Finanzminister Magnus Brunner.
Gast: Elisabeth Hofer und Klaus Knittelfelder
Klaus Knittelfelder: Das Ringen um die Steuermilliarden
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Laut dem Cybercrime Report des Bundeskriminalamts wurden 2022 mehr als 60.000 Fälle von Internetkriminalität in Österreich zur Anzeige gebracht. Das sind um 30 Prozent mehr als im Jahr zuvor und rund drei Mal so viel wie im Jahr 2018.
Dunkelziffer, Aufklärungsquote, Existenzbedrohung
Experten gehen zudem im Bereich der Internetkriminalität von einer hohen Dunkelziffer aus, da viele Betroffene die Anzeige bei der nächsten Polizeidienststelle scheuen, teils aus Scham, Angst vor Reputationsverlust oder weil angenommen wird, dass der Fall ohnehin nicht erfolgreich verfolgt werden könnte. Tatsächlich lag die Aufklärungsquote bei Cyberstraftaten in Österreich im Vorjahr nur bei 34 Prozent. Zu drastischen Ergebnissen kommt auch die KPMG-Studie „Cybersecurity in Österreich 2023“. Demnach haben alle 903 von KPMG befragten Unternehmen im vergangenen Jahr zumindest eine Cyberattacke erlebt. 63 Prozent der Unternehmen sind der Ansicht, dass die Cyberangriffe in den nächsten zwölf Monaten zunehmen werden, 55 Prozent der Befragten sagen, dass Cyberangriffe ihre geschäftliche Existenz bedrohen.
Crime as a Service
Die Ergebnisse der Studien spiegeln eine weltweite Entwicklung wider, in der zunehmend professionell agierende, teils staatlich unterstützte Tätergruppierungen den Ton angeben. Die Täterschaft benötigt dabei nicht zwingend tiefgehendes Fachwissen. Hackingtools, Schadsoftware, spezielle Dienstleistungen zur Geldwäsche oder die Nutzung von Bot-Netzwerken werden mittlerweile als „Crime as a Service“ angeboten. Durch die im Darknet angebotenen Dienste steigen laut Bundeskriminalamt vor allem Massenerpressungsmails und gezielte Erpressungen durch Ransomware mit Bitcoin-Forderungen an. Als besorgniserregend wird seitens der Cybersecurity-Experten vor allem das zunehmende Interesse der Angreifer an der kritischen Infrastruktur angesehen, sprich an Anlagen und Systemen, die von wesentlicher Bedeutung für die Aufrechterhaltung wichtiger gesellschaftlicher Funktionen sind.
Elementare Fragen und Antworten
Welchen Einfluss haben neue Technologien, wie die Anwendungen der künstlichen Intelligenz, auf die Entwicklung der Cyberkriminalität? Wie kann man Angriffen vorbeugen beziehungsweise kompromittierte Systeme wieder so rasch wie möglich lauffähig machen? Und warum gilt es auch im Zeitalter der Digitalisierung, bei Schutzmaßnahmen das Augenmerk vor allem auf den Faktor Mensch zu legen? Im „Presse“-Podcast beantwortet Stefan Haas, CEO des TÜV Austria, elementare Fragen zum Themenkreis Cybercrime. Im Fokus stehen die Aspekte Prävention, Detektion und Reaktion.
„Nachgefragt: Viertel vor Haas“ ist eine vierteljährliche Podcast-Reihe mit Christian Lenoble („Die Presse“) im Gespräch mit TÜV-AUSTRIA-CEO Stefan Haas. Die nächste „Viertel vor Haas“- Folge hören Sie am 27.11. | Folge 1 | Folge 2 | Folge 3 tuvaustria.com/viertelvorhaas
Wer im urbanen Raum bei der Entwicklung von Stadtquartieren und Immobilienprojekten nachhaltig agieren will, setzt auf Begrünungsmaßnahmen und alternative Energieversorgungssysteme. Aber rechnet sich das auch wirtschaftlich oder sind Ökologie und Ökonomie nur schwer vereinbar? Fakt ist, dass in Zeiten des Klimawandels alles unternommen werden muss, um Städte klimafit zu machen. An welchen Stellschrauben gilt es dabei zu drehen? Wie kann man den ökologischen Fußabdruck der ressourcenintensiven Immobilienwirtschaft verkleinern, ohne Investoren und Projektentwickler ökonomisch über Gebühr zu belasten? Und warum könnte gerade ein Leben auf verdichtetem urbanen Raum einen Beitrag zur Erreichung der Klimaziele leisten?
Zu den Gesprächsteilnehmern
Christoph Stadlhuber ist Mitglied des SIGNA Group Executive Board, Geschäftsführer der SIGNA Holding GmbH und Mitglied des Aufsichtsrats der SIGNA Prime Selection AG und der SIGNA Development Selection AG. Er ist seit 2011 für SIGNA tätig und begleitet mit seinem Netzwerk und seiner langjährigen Erfahrung die Immobilienaktivitäten in Österreich. Christoph Stadlhuber schloss das Studium der Raumplanung und Raumordnung an der Technischen Universität Wien ab. Er war u. a. Kabinettschef des österreichischen Bundesministers für Wirtschaft und Arbeit Dr. Martin Bartenstein. Als Geschäftsführer der Bundesimmobiliengesellschaft m.b.H. war er von 2003 bis 2011 tätig.
Gernot Wagner hat an der Harvard University sowie der Stanford University studiert und lehrt aktuell Klimaökonomie an der New York University. Er schreibt regelmäßig für englische und internationale Medien, seine Texte erscheinen u. a. in der „New York Times“, dem „Wall Street Journal“, der „Washington Post“ und dem „Time Magazine“. Als Buchautor machte er sich vor allem mit „Klimaschock“ einen Namen: In seinem jüngsten Werk, „Stadt, Land, Klima“ (2021), reflektiert Wagner über kompakte Stadtentwicklung, geißelt das Haus im Speckgürtel als Klimakiller und wartet mit alltagstauglichen, persönlichen und überraschenden Lösungen für ein klimafreundliches urbanes Leben auf.
Buchtipp
Gernot Wagner. „Stadt, Land, Klima. Warum wir nur mit einem urbanen Leben die Erde retten“, Brandstätter, ISBN: 978-3-7106-0508-6
Die Stimmung zwischen der Ukraine und dem ORF-Reporter Christian Wehrschütz ist getrübt. Jutta Sommerbauer, die Ukraine-Expertin der „Presse“, erzählt über die Arbeit im Kriegsgebiet, langwierige Akkreditierungsverfahren und sagt, wie sie die Sache mit Wehrschütz einschätzt
Gast: Jutta Sommerbauer, "Die Presse"
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Langes Händeschütteln und martialische Töne, im Hintergrund Raketenanlagen. So sieht es also aus, wenn sich zwei der gefährlichsten, aber mächtigsten Männer der Welt treffen. Wladimir Putin und Kim Jong-un brauchen einander, und genau deswegen hat Nordkoreas Machthaber seinem russischen Gegenüber im russischen Raumfahrtzentrum Wostotschny Unterstützung im Kampf gegen den Westen zugesichert. Was nordkoreanische Waffen im Ukrainekrieg überhaupt ausrichten können, wie ernst Putin sein Gegenüber nimmt und was das alles für internationale Weltordnung bedeutet, erklärt Thomas Vieregge aus dem Außenpolitikressort der „Presse“.
Mehr dazu:
Inna Hartwich: Warum Kim Jong-un zu Putin fährt
Gast: Thomas Vieregge, „Die Presse“
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Damit hat jetzt auch irgendwie niemand gerechnet. An der Donau-Uni Krems kann man ab Oktober Spionage studieren. In einem neuen Masterlehrgang sollen sich die Teilnehmer mit Nachrichtendiensten, Extremismus und Terrorismus auseinandersetzen. Der Lehrgang könnte als Rekrutierungsbecken für die Behörden dienen. Warum es diesen Masterlehrgang braucht, was dort unterrichtet wird und wo die heimischen Spione bisher rekrutiert wurden, das besprechen wir in dieser Folge.
Gast: Daniel Bischof, "Presse" Innenpolitik
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