Was wird aus Hamburg? – Stadtentwicklung im Fokus

Was wird aus Hamburg? – Stadtentwicklung im Fokus

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Was wird aus Hamburg? – Stadtentwicklung im Fokus episodes

  • Warum die FDP von der Straßenbahn träumt

    Die Bergedorferin Sonja Jacobsen ist FDP-Landesvorsitzende und hat auch in ihrem Heimatbezirk Bergedorf ein Ampel-Bündnis geschlossen. Trotz vieler Probleme mit dem grünen Partner sagt sie: „Wir haben geschafft, uns in einer sehr wichtigen Frage zusammenzuraufen: beim größten Neubauprojekte der Stadt Oberbillwerder.“ Der städtische Projektentwickler IBA Hamburg plant in den Bergedorfer Marschlanden auf 118 Hektar Fläche einen neuen Stadtteil mit 6500 Wohnungen.

    Jacobsen plädiert eindringlich dafür, in Hamburg mehr zu bauen. Dafür müssen Klimastandrads auf den Prüfstand, das Bauen entbürokratisiert werden und die Grunderwerbssteuer ausgesetzt werden. Die Liberale fordert ein neues Denken in der Verkehrspolitik und macht einen für die FDP ungewöhnlichen Vorschlag: „Wenn wir kluge Stadtentwicklung wollen, müssen wir die Pendlerverkehre in den Griff bekommen. Da sollten wir über die Straßenbahn nachdenken.“

    Ein Gespräch über die Ampel, die wachsende Unmündigkeit der Menschen und die Zukunft der Innenstadt. 


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    38 min
  • Die Wiederentdeckung des Wassers

    Hamburg ist das Venedig des Nordens: Die Hansestadt zählt 2.500 Brücken und rangiert damit weit vor Wien und Amsterdam; und doch wird das Wasser wenig inszeniert. Jeder kennt Elbe und Alster. Aber wer denkt an die Bille? Wer an die Fleete und Kanäle?

    Einer von ihren ist der Hamburger Architekt und Bauingenieur Marc Ewers. Der 53-Jährige sagt: „Wir müssen mit dem, was wir vor der Haustür haben, wuchern - wir müssen das Wasser in den Mittelpunkt rücken.“ Er plädiert für die Wiederentdeckung des Wassers und wünscht sich ein „Grachtengefühl“ für Hamburg.

    Seine Idee ist der Bau von Stegen und Pontons auf dem Nikolaifleet vom Neß bis zur Alstermündung im Binnenhafen. „Das wäre die gesuchte Verbindung aus der Innenstadt in die Speicherstadt.“ Und sie erzählt Hamburger Geschichte - viele Sehenswürdigkeiten sind wie Perlen an einer Kette aufgereiht.

    Ein Gespräch über das Wasser, unentdeckte Lagen und eine Chance für die Stadt. 


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    31 min
  • Auf dem Weg in die Wohnungskatastrophe

    Der Hamburger Andreas Mattner führt seit 2009 als Präsident den Zentralen Immobilien Ausschuss ZIA, den Spitzenverband der deutschen Immobilienwirtschaft. Die Branche verfolgt Mattner seit 35 Jahren, als er persönlicher Referent des damaligen Staatssekretär im Bundesbauministerium wurde. „Ich habe schon einiges gesehen und kann mich gut an die Weltfinanzkrise 2008/09 erinnern. Das war schlimm“, sagt er im Podcast „Was wird aus Hamburg“ „So schlimm wie heute aber war es noch nie. Ich hätte niemals gedacht, dass wir in eine Situation geraten, in der drei Krisen zusammenkommen.“

    Das Problem am Immobilienmarkt spitzt sich von zwei Seiten zu: Der Bedarf steigt einerseits exorbitant, ein erheblicher Teil an Wohnungen wird für die Flüchtlinge aus der Ukraine benötigt. Längst lässt sich die Krise nicht nur in Worte fassen, sondern auch in Zahlen. Der Wohnungsmangel wächst Mattners Worten zufolge von heute 600.000 auf 830.000 im Jahr 2027. „Im kommenden Jahr fehlen uns 720.000 Wohnungen – das ist der gesamte Wohnungsbestand von Bremen und dem Saarland. Das ist dramatisch. Wir kommen vom Wohnungsmangel über die Wohnungsnot zur Wohnungskatastrophe“, warnt der Ex-Politiker. Er schlägt ein Programm vor, das über vergünstigte Finanzierungen schnell den Markt ankurbeln könnte und sich sogar finanziell von selbst trägt.

    Zudem spricht Andreas Mattner über die Lage am Bau, überbordende Bürografie – und was hierzulande schief läuft.


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    38 min
  • Warum wir den Abriss stoppen müssen

    Denkmalschützer wie Anna Katharina Zülch haben in der Hansestadt derzeit alle Hände voll zu tun: Sie ist Mitglied im Vorstand der Hamburgischen Architektenkammer, des Kuratoriums Stiftung Denkmalpflege und Vorsitzende des Denkmalrates der Hansestadt. Und sieht mit wachsendem Ärger, wenn wieder ein Stück Hamburg im Staub versinkt.

    „Nach dem Krieg ist manchmal mehr kaputt gegangen als im Krieg“, sagt sie. Eine wirkliche Besserung sieht die Architektin bis heute nicht. Besonders vermisst die 78-Jährige den City-Hof am Klosterwall und das Allianz-Hochhaus am Großen Burstah - beide Nachkriegsbauten fielen erst vor wenigen Jahren, die Neubauten an ihrer Stelle sind gerade erst fertiggestellt. Viele Großgebäude der 50er-, 60er oder 70-er Jahre hätten es schwer, weil sich die Nutzungsanforderungen radikal gewandelt hätten. So ist die Zeit der Großbüros vorbei. Zülch, die gerade die Sanierung des HEW-Hochhauses in der City Nord betreut, plädiert trotzdem für den Erhalt: Angesichts der grauen Energie, also der im Gebäude gebundenen Energie, solle man weniger abreißen und neu bauen.

    Zudem spricht Anna Katharina Zülch über die Lage der City, den Gänsemarkt – und warum wir die Bauvorschriften dringend entrümpeln müssen.


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    34 min
  • Warum das Clubsterben die ganze Stadt betrifft

    Mit der Elbphilharmonie, der Hamburger Schule und dem Reeperbahn-Festival gilt Hamburg als erste Adresse der Musik. Während die Stadt von diesem Sound profitiert, kommen die Spielstätten unter die Räder. Die drohende Schließung des „Molotow“ bewegt die Menschen wie die Politik. „Das Molotow hat ein sehr hohes Ansehen durch seine mehr als 30-jährige Geschichte“, sagt Thore Debor, Geschäftsführer des Clubkombinats Hamburg e.V. „Wahrscheinlich war das Molotow der Tropfen, der das Fass zum Überlaufen gebracht hat.“

    In Hamburg grassiert das Clubsterben. Das wird zu einem Standortnachteil. „Natürlich schauen junge Menschen, wie attraktiv das Nacht- und Kulturleben in einer Stadt ist. Musikclubs sind im Wettbewerb ein Argument für Hamburg.“ Auch der Start-up-Monitor fragt als eine zentrale Kategorie für Unternehmensgründer die kulturelle Attraktivität eines Standortes ab. Stadtvermarkter setzen auf Musik als Standortfaktor

    Zudem spricht Thore Debor über den Ärger mit Anwohnern, Long-Covid der Branche und seine Wünsche an die Politik. 


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    33 min
  • Wie Hamburg die südlichste Stadt Skandinaviens wird

    Hamburg spricht wieder über Olympische Sommerspiele. Nach der Volksabstimmung am 29. November 2015, bei der 51,6 Prozent der Hamburger die Bewerbung stoppten, war es lange Zeit still geworden. Bei der Jahresschlussveranstaltung der Versammlung eines Ehrbaren Kaufmanns wagte Handelskammer-Präses Prof. Norbert Aust einen neuen Vorstoß: Er schlug Ende Dezember vor, Sommerspiele 2040 gemeinsam mit Kopenhagen zu organisieren.

    „Hinter der olympischen Idee steht die Begegnung von Menschen, die Völkerverständigung. Ich fände es toll, wenn zum zehnten Jubiläum der Fehmarnbelt-Querung die olympischen Spiele in diesem großen Lebens- und Wirtschaftsraum stattfinden können“, sagte er nun im Podcast „Was wird aus Hamburg“. Mit der Fertigstellung des Auto- und Bahntunnels verkürzt sich die Reisezeit in die dänische Hauptstadt deutlich: Züge sollen ab 2029 statt fünf nur noch zweieinhalb Stunden benötigen. In einer gemeinsamen Wirtschaftsregion zwischen Südschweden und Niedersachsen sieht er Hamburgs Zukunft.

    Zudem spricht Aust über neue Impulse für die Innenstadt, den MSC-Deal und die Untertunnelung der Ludwig-Erhard-Straße


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    35 min
  • Woran der Klimaschutz bei Gebäuden oft scheitert

    Deutschlands Gebäude kommen den ehrgeizigen Klimazielen nicht hinterher. Laut Zahlen der Agora Energiewende hat der Gebäudesektor die Obergrenze von 101 Millionen Tonnen CO2 deutlich um acht Millionen Tonnen gerissen. Zwar ging damit der Ausstoß des Klimagases um drei Millionen Tonnen zurück – diese Verbesserung führen Experten aber vor allem auf den geringeren Heizbedarf wegen der vergleichsweise milden Witterung zurück.

    Glaubt man Torsten Flomm, wird sich daran so bald nichts ändern. Seit bald sieben Jahren ist er Vorsitzender des Grundeigentümer-Verbands Hamburg mit seinen 30.000 Mitgliedern. In dieser Funktion kennt er nicht nur die Sorgen der Vermieter, sondern die Probleme aller Haus- und Wohnungseigentümer. „Im Moment kommen erstaunlich wenig Fragen zur energetischen Modernisierung“, sagt er im Podcast „Was wird aus Hamburg“. Eine der Ursachen für die verpassten Klimaziele und den Investitionsstau sieht der Jurist im Hin und Her beim Gebäude-Energiegesetz: „Die Leute versuchen immer noch zu verstehen, was der Gesetzgeber wirklich von ihnen möchte.“

    Zudem spricht Flomm über die verfehlten Wohnungsbauziele, schwarze Schafe in der Branche und wo noch Potenziale schlummern.  


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    33 min
  • Warum Kneipen und Restaurants so wichtig für eine Stadt sind

    „Wo die Wirtschaft stirbt, stirbt der Ort“, brachte es der Kulturgeograf Prof. Hans Hopfinger einmal auf den Punkt. Er sprach dabei nicht von Industriebetrieben oder Autobauern, sondern von der Eckkneipe, dem Dorfkrug oder dem Wirtshaus im Viertel. Seine Botschaft: Gaststätten sind ein Kulturgut - auf dem Lande, aber auch in der Stadt. Doch die Branche steckt in der Krise: Zählte das Statistikamt Nord 2009 in der Hansestadt noch 1182 Steuerpflichtige im Geschäftsfeld Ausschank von Getränken, waren es 2021 nur noch 828.

    Es sind Zahlen und Entwicklungen, die Patrick Rüther seit 2003 umtreiben - dem Jahr, als er mit dem City Beach Club eine der ersten Strandbars in einer Großstadt gründete. „Kneipen sind Begegnungsstätten und enorm wichtig für Stadt und Land. Früher sagte man, sie sind der dritte Ort neben Arbeit und Zuhause. In Zeiten des Homeoffice sind sie zum zweiten Ort geworden“, sagt der 50-Jährige. Rüther hat nicht nur viele Konzepte verwirklicht wie die Bullerei in den Schanzenhöfen, das Alte Mädchen gleich nebenan oder das Überquell auf St. Pauli, er berät deutschlandweit Gastronomen mit seiner Agentur Tellerrand Consulting.

    Im Podcast „Was wird aus Hamburg“ spricht er über die Kraft der Gastronomie, die schwarzen Schafe – und warum ein Wiener Schnitzel eigentlich 30 Euro kosten muss


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    37 min
  • Der Umbau einer Ikone - Auffrischung für die City Nord

    Das HEW-Gebäude in Hamburgs City Nord, entworfen vom dänischen Stardesigner Arne Jacobsen, zählt zu den Architektur-Ikonen der Stadt. Und nun wird es sich verändern. Die Baugenehmigung für den Umbau ist erteilt, verrät Martin Schaer vom Immobilienentwickler Matrix im Podcast „Was wird aus Hamburg?“. Das Hamburger Unternehmen will die vier Hochhausscheiben fit für das 21. Jahrhundert machen. 

    Matrix sieht sich als ein Experte für das „Bauen im Bestand“. Diese Zauberformel verspricht, alles unter einen Hut zu bringen: Klimabewusstes Bauen, Nachhaltigkeit und Kostenersparnis. Der Investor spricht über die Herausforderungen des Denkmalschutzes, die positive CO2-Bilanz – und warum die City Nord große Potenziale hat. „Das Quartier wandelt sich gerade, wird immer urbaner und durchmischter. Und die Anbindung an den Nahverkehr ist fantastisch“, sagt Schaer. Zugleich bricht der Immobilienexperte eine Lanze für den umstrittenen Investor René Benko.


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    37 min
  • Stadtbahn – sag niemals nie

    Die SPD hat die „ganze Stadt“ im Blick, versprach die Partei 2021 und gewann damit souverän die Bürgerschaftswahl. Stadtentwicklung war eines der Themen, mit denen die Sozialdemokraten punkten konnten. Denn auch ein anderes Versprechen, den Bau von 10.000 neuen Wohnungen jährlich, hatten sie bis dahin stets eingelöst.

    Heute ist vieles anders: Die Stadt wird erstmals ihr Wohnungsbauziel krachend verfehlen und mit dem Desaster an den Elbbrücken verbinden viele Olaf Scholz, der den Elbtower einst unbedingt wollte. Auch dem SPD-Fraktionschef Dirk Kienscherf bläst seitdem der Wind ungemütlicher ins Gesicht. 

    Im Podcast „Was wird aus Hamburg?” spricht der Politiker über Probleme und Herausforderungen – in der Stadt, aber auch bei konkreten Projekten wie dem Holsten-Quartier und dem Paloma-Viertel. 


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    35 min

About Was wird aus Hamburg? – Stadtentwicklung im Fokus

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Entdecken Sie den faszinierenden Podcast des Hamburger Abendblatts "Was wird aus Hamburg? Stadtentwicklung im Fokus", moderiert von Matthias Iken. In unserem alle 14 Tage erscheinenden Format beleuchten wir die Zukunft Hamburgs. Die Themen drehen sich zum Beispiel um Gentrifizierung, historische Stadtteile und moderne Architektur. Wir diskutieren die Herausforderungen der Infrastruktur und die Bedeutung von Nachhaltigkeit in der Stadtplanung. Erfahren Sie mehr über die Ideen für bezahlbaren Wohnraum und Lösungen für die Wohnungsnot. Wir werfen auch einen Blick auf die Urbanisierung und die Zukunft Hamburgs, sowie innovative Verkehrskonzepte und die Mobilitätswende (angesichts der vielen Baustellen). Verpassen Sie nicht die spannenden Gespräche und fundierten Einblicke in die Entwicklung unserer Hansestadt. Jetzt abonnieren! Feedback und Anregungen bitte unter [email protected]

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