Alexander Gutzmer war 1982 das erste Mal im Stadion, als er sich in den HSV verliebte. Die Hamburger spielten allerdings nicht im Volksparkstadion, sondern im Münchner Olympiastadion. Der HSV gewann in einem dramatischen Spiel mit 4:3 und wurde anschließend Deutscher Meister. "Mein Opa, der auch HSV-Fan ist, sagte mir vor dem Spiel: Die Götter des Fußballs werden dir ein Zeichen geben. Danach dachte ich: Oh mein Gott, es gibt die Götter des Fußballs."
Und obwohl Gutzmer heute in München lebte, geht er mit seinem Sohn am liebsten zum HSV. Gutzmer ist nicht nur HSV-Fan, sondern auch Experte für Architektur und Fußballstadien. Der Professor für Medien und Kommunikation von der Quadriga Hochschule in Berlin hat bereits zwei Bücher über Stadien geschrieben: „Bundesliga-Kathedralen“ und „Fußball-Wunder-Bauten: Die schönsten Stadien und ihre Geschichten“. Aktuell publiziert er im Bundesliga-Magazin regelmäßig Reportagen über die deutschen Stadien. Titel der Serie: Tempel.
Der gebürtige Hamburger hat mitbekommen, dass der HSV das Volksparkstadion ausbauen will. Genauer gesagt: Er will die Kapazität von 57.000 auf 60.000 Plätze erweitern. Finanziert werden sollen dieser Prozess durch die Einnahmen des Supporters Trusts. Auch Gutzmer und sein Sohn wollen Genossen werden und sich Anteile an dem Trust sichern.
Gutzmer sagt über die Pläne eines neuen Stadions für die Olympischen Spiele und die Zeit danach: "70.000 Plätze im Volksparkstadion würde der HSV immer voll kriegen." Was der Experte über die Zukunft des Volksparkstadions denkt und welche seiner Meinung nach die besten Stadien der Welt sind, hören sie in der aktuellen Folge von "HSV - wir müssen reden".
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