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Der Mann traut sich was: Der Altonaer Architekt Jakob Siemonsen beschreitet gern andere Wege, er mag nicht nur die Gründerzeit, er orientiert sich in seinen Entwürfen auch oft daran. Er entwarf klassische Villen in den Elbvororten, aber auch Neubauten, die sich sensibel in die Altbaustruktur einfügen. Zuletzt hat er eine Debatte ausgelöst, als er vorschlug, bei der Neugestaltung des Bahnhofsgeländes in Altona an der Stelle des bestehenden Bahnhofsgebäudes das alte, 1974 abgerissene Portal wiederzuerrichten. Ein Gespräch über die Lehren der Gründerzeit, ökologisches Bauen – und warum er selbst manchmal zu modern ist.
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Burkhard Schwenker hat fast die ganze Welt gesehen: Als Chef von Roland Berger jettete er über die Kontinente. Im Podcast „Was wird aus Hamburg“ spricht er über die Schwächen und Stärken seiner Wahlheimat. „Mir fallen viele Dinge ein, die im Vergleich zu anderen Städten sehr gut funktionieren. Hamburg hat einen großartigen Nahverkehr. Hamburg hat eine beeindruckende Kultur- und vor allem Musikszene“, sagt der 68-Jährige.
Zwei Dinge würde der Strategieberater in Hamburg ändern. „Wer in die Stadt kommt, spürt die Schönheit, aber auch die Selbstzufriedenheit ihrer Bürger.“ Eindringlich fordert er Mut zur Entbürokratisierung: „Wenn wir wieder auf einen Wachstumskurs finden wollen, müssen wir an die Regelungswut heran. Hamburg könnte das exemplarisch machen – als Leuchtturmprojekt für eine gelungene Entbürokratisierung.“
Ein Gespräch über die Strategien erfolgreicher Städte, warum er den HHLA-Deal ablehnt und weshalb er gegen Olympische Spiele gestimmt hat.
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Mithat Capar lebt seit seiner Geburt 1979 in Ottensen – der Stadtteil hat ihn geprägt, nun prägt er den Stadtteil. „Ich kenne Ottensen noch als echten Arbeiterstadtteil“, sagt der Sozialdemokrat. Er war Distriktvorsitzender in Ottensen, heute sitzt er in der Bürgerschaft und ist dort Mitglied im Stadtentwicklungsausschuss.
Mit der Entwicklung des Holsten-Quartiers und des früheren Segros-Geländes in Bahrenfeld entstehen in den kommenden Jahren hunderte neue Wohnungen. Auch dem umstrittenen Umzug des Bahnhofs Altona nach Diebsteich kann der SPD-Politiker viel Positives abgewinnen – für Wohnungsbau wie Stadtentwicklung. Noch trennten die Bahnflächen Bahrenfeld, Ottensen und Altona-Nord stark voneinander. „Wenn wir klug planen, könnten wir entlang der S-Bahn-Trasse eine attraktive Grünverbindung schaffen – etwa vom S-Bahnhof Bahrenfeld durch die neue Mitte Altona weiter Richtung Altona-Nord und zur Holstenstraße.“
Ein Gespräch über eine Kindheit in Ottensen, Gentrifizierung – und warum er ein drittes Hochhaus an der Palmaille vorschlägt.
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Über die Zukunft Hamburgs diskutieren bei der öffentlichen Podcast-Aufnahme Olympia-Bewerbungschef Steffen Rülke, Malte Siegert, Nabu-Chef in Hamburg, und Julia Offen, Geschäftsführerin der Handelskammer im Uebel & Gefährlich.
Dabei wurde deutlich: Hamburg steht vor großen Herausforderungen. Offen blickt mit Sorge auf mangelnde Investitionen im Technologiebereich. „Wir konkurrieren mit dem Silicon Valley in den USA und Shenzhen in China“, so Offen. Skeptisch schaut Siegert ins Jahr 2040. Klimabedingt werde es dann wohl „deutlich wärmer“ sein. Siegert prognostiziert für den Klimaschutz aber auch Positives.
Dass Olympische Spiele ein Allheilmittel sind, glaubt auch Rülke nicht. „Wir lösen nicht alle Probleme in Hamburg, aber die Wahrscheinlichkeit, dass wir mit den Spielen mehr Probleme lösen als ohne, ist sehr hoch“, sagt er.
Am Ende gab es viel Einigkeit: Hamburg sollte mehr über Chancen sprechen – und weniger über Ängste.
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Ist Hamburg zu schnell zufrieden mit sich selbst? In der neuen Folge begrüßt Matthias Iken einen „Herzens-Hamburger und kompetenten Kritiker“: Harry Wenzel, CEO einer internationalen Kanzlei und ehemaliger Chef von Hamburg Marketing.
Wenzel zieht eine scharfe Bilanz: Während Hamburg bei Kilometer 10 des Standort-Marathons durch die Wiedervereinigung „schnelle Schuhe“ geschenkt bekam und bei Kilometer 20 durch die Globalisierung eine „Vitaminspritze“ erhielt, fehlt es heute an eigenem Biss. Warum wandern Start-ups nach München ab? Wieso braucht der Hafen „Sandboxes“ mit estnischem Datenschutz? Und weshalb ist Olympia 2040 vielleicht die letzte Chance für den echten Aufbruch?
Ein Gespräch über die Forderung nach 20.000 zusätzlichen MINT-Studierenden, die Zukunft des Flughafens in Kaltenkirchen und die Frage, warum „altes Geld“ in Hamburg öfter in Immobilien als in Innovationen fließt.
Jetzt reinhören und erfahren, wie Hamburg wieder zum Sprinter wird!
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Ab dem em 4. Mai wird Hamburg wieder zur Bühne für Baukultur. Bereits zum elften Mal lädt das Festival dazu ein, Architektur, Stadtentwicklung und Gesellschaft neu zu entdecken. So enterte 2015 ein Steinbock den Kopf des Bismarck-Denkmals, in St. Katharinen schwebte plötzlich ein riesiger Felsbrocken im lichten Kirchenschiff. In diesem Jahr wird es bis zum 31. Juli mehr als 300 Veranstaltungen geben. Im temporären Info-Pavillon am Urbaneo in der HafenCity entsteht ein zentraler Begegnungsort.
Der Architektursommer ist längst eine Hamburgensie: „Es gibt Nachahmerformate, aber weder in dieser Größenordnung noch über diesen langen Zeitraum“, sagt Christoph Winkler, Vorstand der Initiative Hamburger Architektur Sommer. Das Festival vereint Ausstellungen, etwa zum Ungebauten Hamburg, Workshops und Vorträge mit Filmen und Performances. Es gibt größere Konferenzen wie zur Neuen Deutschen Architektur oder Rundgänge zur Denkmalpflege. Der Debatte um ein offenes Schwimmbad will die Installation „Rauf aufs Wasser!“ des Büros Störmer Murphy and Partner neuen Auftrieb geben.
Ein Gespräch über eine faszinierende Idee, klügere Schulen - und warum Winkler mit der Oper hadert.
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Aller guten Dinge sind drei? Hamburg bewirbt sich erneut um die Austragung olympischer und paralympischer Sommerspiele. Beim ersten Mal 2003 scheiterte die Hansestadt an sich selbst, beim zweiten Mal 2015 an der Mehrheit der Bürger. Dieses Mal soll es klappen – zumindest wenn es nach dem Kommunikationsprofi Matthias Onken geht. Mit Mitstreitern hat er die Initiative OlympJa gegründet. Sie will am 24. April ab 16 Uhr gemeinsam mit Sportlern und Künstlern ein Signal für die Bewerbung am Jungfernstieg setzen. „Das soll ein Sportfest werden. Die Mannschaften sind eingeladen, in Trikots, mit Bällen, Schlägern und Trainingssachen zu kommen.“
Die erste Bewerbung erlebte Onken als Journalist, die zweite als Kommunikationsberater. Nun macht er sich ehrenamtlich für die Spiele stark: Er verweist auf das Sommermärchen 2006. „Damals feierten 100.000 Menschen auf dem Heiligengeistfeld. Die Stimmung war unglaublich positiv; wer das damals erlebt hat, wird es nicht mehr vergessen.“ Nun ergäbe sich eine einmalige Chance für seine Heimatstadt: „Wir sollten endlich einmal wieder etwas Großes wagen. Und mal wieder für etwas sein statt gegen etwas.“ Ein Gespräch über die drei Bewerbungen, die Ursachen des Scheiterns - und warum er dieses Mal optimistisch ist.
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Die Immobilienkrise hat in Hamburg so manche Brache hinterlassen. Besonders schmerzen zwei Quartiere, über die seit mehr als einem Jahrzehnt debattiert wird, die aber trotzdem nie vorankamen: Das Paloma-Viertel am Spielbudenplatz und das Holstenquartier auf dem früheren Brauerei-Gelände in Altona. In den kommenden Monaten aber sollen beide Großprojekte starten – und Frank Gerhard Schmidt, Vorstand beim Projektentwickler Quantum, ist gemeinsam mit der Saga die treibende Kraft hinter dem Neubeginn.
„Es wird neu geplant. Gutes übernehmen wir, weniger Gutes nicht“, betont Schmidt. Zu Letzterem zählt er die große Busspur, die durch das Holstenquartier verlaufen sollte. „Wir machen uns für ein autofreies Viertel stark, was uns mehr Möglichkeiten gibt, den Außenraum zu gestalten.“ Zugleich ist dem Quantum-Gründer wichtig, den Baubestand besser einzubinden – als Herz für das neue Quartier. Denkmalschützer dürfen sicher sein, dass zwei Turmbauten (Malzsilo und Sudhaus) sowie die alte Schwankhalle in ihrem ursprünglichen Bestand erhalten bleiben.
Das Großprojekt auf St. Pauli soll mit einem Spatenstich im kommenden Monat beginnen. Es wurde neu geplant, jedoch nicht alles verworfen. Auch der Name ist ein anderer: Aus dem Paloma-Viertel – den hatte einst eine Jury ersonnen – wird die Kiezkante.
Ein Gespräch über Bürgerbeteiligung, die Zukunft des Elbtowers - und warum die Stadt sich mehr zutrauen sollte.
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Ein Bürgermeister prägt die Stadt: Henning Voscherau hat die HafenCity erfunden, Ole von Beust die Elbphilharmonie ermöglicht, Olaf Scholz den Elbtower angestoßen. Im Podcast „Was wird aus Hamburg“ geht die Frage an Bürgermeister Peter Tschentscher, der die Stadt seit acht Jahren regiert. „Das müssen künftige Generationen bewerten. Aber ich kann sagen, dass in den letzten acht Jahren meiner Amtszeit viele Projekte vorangekommen sind.“ Der 60-Jährige nennt exemplarisch die Entwicklung der Science City und des Grasbrooks, der die HafenCity über die Elbe weiterbaut. „Wir haben große Schritte in der Stadtentwicklung gemacht“, sagt Tschentscher. Ausdrücklich lobt er den geplanten Opernneubau auf dem Baakenhöft.
Beim Entwurf des Dänen Bjarke Ingels gerät der Sozialdemokrat ins Schwärmen: „Das wird ein faszinierender Bau wie die Elbphilharmonie. Da entsteht eine zweite Perle der Kulturnation Deutschlands, von der Bundespräsident Joachim Gauck bei der Eröffnung gesprochen hat.“ Es sei großartig, dass mit Klaus-Michael Kühne ein Mäzen die Oper stiften will. „Dieses Geschenk haben wir natürlich gerne angenommen. Das wird ein herausragender Ort für die Opernkultur und für die Stadt insgesamt.“
Ein Gespräch über Olympische Sommerspiele, ein Alsterschwimmbad und den Elbtowers - und warum seine Hamburg-Zeit in einer Ente begann.
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Das Büro agn Leusmann plant und baut Schulen, Büro- und Geschäftshäuser, Hotels. Der Hamburger Bernd Leusmann ist für den zweiten Teil des Unternehmensnamens verantwortlich. Die Liste seiner Baustellen liest sich wie ein Who is Who der aktuellen Projekte in Hamburg. Von den Stadthöfen bis zum Klöpperhaus, vom CCH bis zum Vivo ist alles dabei.
Eine der großen Herausforderungen ist der Umbau des Vivo an der Bahrenfelder Straße: Das einstige Vorzeigeprojekt des Senats, das 2003 zum größten Bio-Einkaufs- und Dienstleistungscenter Deutschlands werden sollte und von Beginn an floppte, erhält jetzt eine zweite Chance – als Schule. In der Innenstadt soll in diesem Jahr das Klöpperhaus, der alte Kaufhof, in neuem Glanz erstrahlen.
Ein Gespräch über Hamburgs Großprojekte, die Zukunft des Elbtowers - und warum die Bürokratie seine Branche ausbremst.
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