Am Sonntag wird in Brandenburg gewählt und Bildung ist eines der großen Themen im Wahlkampf. Da die neun Universitäten und Hochschulen des Landes dabei eine Hauptrolle spielen, haben die Präsidenten und Rektoren dieser Bildungsinstitutionen die politischen Parteien nach ihren Plänen für diese gefragt. Heute: Prof. Dr. Wilhelm-Günther Vahrson, Präsident der Hochschule für nachhaltige Entwicklung Eberswalde .
Die Natur zu erforschen und sie mit seinen Empfindungen abzugleichen, ging bei Alexander von Humboldt Hand in Hand. Damit hatte er großen Einfluss auf amerikanische Literaten wie Walt Whitman. Ob seine Art zu schreiben heute noch aktuell ist, beleuchtet übermorgen der Abend "Wissenschaft und Poesie" im Rahmen der Festwoche zu seinen Ehren an der Humboldt-Universität Berlin.
Zweitausend Jahre alte Papyrus-Stücke sind für die Altertumsforschung wichtig - aber wie kann man sie lesen, ohne sie zu zerstören? Denn Luft und Licht sind Gift für sie. Eine neue Röntgenmethode hilft, die "Tinte" auf den Papyri besser sichtbar zu machen. Wie das funktioniert, erklärt Heinz-Eberhard Mahnke vom Helmholtz-Zentrum Berlin für Materialien und Energie.
Am Freitag jährt sich zum 80. Mal die Unterzeichnung des Hitler-Stalin-Paktes. Er hielt nur zwei knappe Jahre, hatte aber für Mittel- und Südosteuropa weitreichende Folgen. Die Kulturwissenschaftlerin Claudia Weber von der Europa-Universität Viadrina hat darüber ein Buch geschreiben: "Der Pakt: Stalin, Hitler und die Geschichte einer mörderischen Allianz".
Das Merkwürdige liegt nah beim Wunderbaren – jedenfalls in den mittelalterlichen Handschriften des islamischen Astronomen und Philosophen al-Qazwini. In ihnen verband er Wissenschaft mit unterhaltsamen Geschichten – und wunderschönen, bunten Zeichnungen. Im Pergamonmuseum sind jetzt seine "Weltbilder" in einer Sonderschau zu sehen.
Weil es in unserer Region seit Monaten nur wenig regnet, herrscht in den Flüssen an vielen Orten Niedrigwasser. Die Schwarze Elster ist an einigen Stellen sogar ausgetrocknet. Das Brandenburger Landesamt für Umwelt meldet, die Situation sei weiterhin angespannt, Wasser zu entnehmen ist derzeit verboten. Wie ernst ist die Lage an Elster und Spree? Ein Gespräch mit Rigo Vallet vom Landesamt für Umwelt Brandenburg.
Das Leben und die kollektiven Erfahrungen von Menschen in Ostdeutschland unterscheiden sich wesentlich von denen im Westen. Wie sie sich bis heute auswirken, zeichnet der Soziologe Steffen Mau von der Humboldt-Universität Berlin in einem Buch nach. "Lütten Klein" heißt es - nach dem Vorort in Rostock, wo Steffen Mau aufwuchs.
Schmal ist das literarische Werk von Heinrich von Kleist. Schmal ist auch das, was von ihm an Handschriften überliefert ist: von Hunderten von Briefen sind nur 173 erhalten. Jetzt zeigt das Geheime Staatsarchiv in Berlin einige der Briefe und andere Dokumente in einer Ausstellung. Was verraten sie über seine Sprache und sein Leben? Das fragen wir Anke Klare, eine der Kuratorinnen.
Der Weltklimarat empfiehlt in seinem aktuellen Sonderbericht eine Kehrtwende in der Landwirtschaft. Denn sie ist für fast ein Viertel der Treibhausemissionen verantwortlich - und damit auch für den Klimawandel. Wie könnte bei uns in Brandenburg eine klimagerechte Landwirtschaft aussehen? Ein Gespräch mit Ralf Bloch vom Leibniz-Institut für Agrarlandschaftsforschung.
Können Kreative aus der Großstadt und schrumpfende Dörfer voneinander profitieren? Das hat das Berlin-Instititut für Bevölkerung und Entwicklung untersucht. Es hat bei 18 Projekten in Ostdeutschland nachgeforscht, wie Städter auf dem Dorf zusammen leben und arbeiten - trotz schwacher Infrastruktur. Ob die Menschen im Dorf auch etwas davon, fragen wir den Co-Autor der Studie, Reiner Klingholz.
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