20359 Sankt Pauli

20359 Sankt Pauli

By Antje + IngoSociety & CultureLeisure
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20359 Sankt Pauli episodes

  • Der Andreas & Die Liebeserklärung ans Frittenfett
    Ein Leben ohne Pommes? Jamais, c'est impensable! Was “dem Deutschen” sein Pils, ist “dem Belgier” seine Fritte. Doppelt geröstet, ausgebacken in feinstem Blanc de Boeuf, oder auch in “Ossewit”, wie der Flame zu sagen pflegt. Ossewit, das ist doppelt raffinierter, homogenisierter Rindertalg. Ein tierisches Fett also, dass von geschlachteten Wiederkäuern gewonnen wird. Und in dem in Belgien traditionell die Pommes frittiert werden. Bon appetit, liebe Veganer*innen.
    Dass Pommes in Belgien alles andere als ein vegetarisch-korrekter Gegenentwurf zu Schweineleber, Steak und Huhn sind, das hat uns Andreas verraten. Aufgewachsen in Belgien, in der deutschsprachigen Minderheit gleich hinter der deutsch-belgischen Grenze, da, wo der Gang zur lokalen “Frituur” ein Musthave ist, hat es ihn vor vielen Jahren nach Hamburg verschlagen. Wo er heute als stilsicherer Interieurberater arbeitet und im 5. Stock einer angeblich niemals fertig eingerichteten Altbauwohnung östlich der Alster (uh!) wohnt. Was er Kund*innen entgegnet, die während des Beratungsgesprächs im Einrichtungsladen schon auf Idealo die Onlinepreise checken, warum Oma Anna gern Nudeln frittiert und was Hamburg mit der belgischen Eifel zu tun hat? Erfahrt ihr diese Woche im Podcast.
    Andreas, Antje und Ingo in der zweizwanzigsten Folge von 20359 über frittierte Makkaronibällchen, Sprachnachrichten an Mama und eine Ode an die belgische Küche.
    Die Playlist zum Podcast: https://t1p.de/20359playlist
    54 min
  • 2G-lühwein für alle & Amaretto im Kinderpunsch
    Antje und Ingo in der einundzwanzigsten Folge von 20359 über eine Mahnwache auf der Reeperbahn, illegalen Kinderpunsch und Nachschub fürs Hüftfett.
    -> Das beste Fondue in Hamburg findet ihr hier: https://www.schweiz-ahoi.de
    -> Liegnitzer Bömbchen für alle: https://www.kochbar.de/rezept/513012/Liegnitzer-Bomben.html
    Die Playlist zum Podcast: https://t1p.de/20359playlist
    53 min
  • Die Jules & Das Glitzerpälmchen im Dorf-Mojito
    Leute vom Land wählen rechts, hören Helene Fischer und stehen auf JGA auf der Reeperbahn. Sie p****n an Haustüren, lieben Wodka-Red-Bull in 99-Cent-Bars und fahren tiefergelegte Autos, die mindestens so stark zum Klimawandel beitragen, wie die Bergbauindustrie im Westen Chinas. Die Großstadtmenschen hingegen, die sind längst viel weiter. Nur noch per nachhaltigem E-Cargobike (huch, hat ja Batterie) gehts gleich ums Eck zum Biocafé (huch, ist ja ‘ne Kette), wo nur der linksdrehende Iced Flat White mit Pea Milk aus fairem Handel noch den nächsten Allergieschock verhindert. Land & Leute? Findet man voll super, man ist ja tolerant. Bis am frühen Abend der erste ICE zurück ins Herz der Metropole geht. First Class gern, mit Crémant und veganen Rauchmandeln aus der Region. Tschüß, ihr Übriggebliebenen, wir sind dann mal wieder fort. In Hamburg und Berlin, in New York, Rio, Tokyo.
    Stadt gegen Land, Land gegen Stadt - das ist längst mehr als nur eine potenziell spaßige Asterix-Anekdote, in der Römer gegen Gallier kämpften. Es ist Sinnbild einer sich immer stärker spaltenden Gesellschaft, in der Polarisierung mehr zählt als der Blick über die Dorfkircher. Oder den Stadtrand. Stadt und Land - müssen wir das nicht viel stärker gemeinsam denken? Die Jules, die versucht genau das. Und lebt schon seit Langem an gleich zwei Orten. Mal in Hamburg, mal in Hessen. Zwei Wochen hier, zwei Wochen da. Kein Entweder oder, sondern der Versuch, das Beste aus beiden Welten zu verbinden. Kann das gelingen? Warum überhaupt so ein Split? Und warum in drei Teufels Namen tauscht man eigentlich HAMBURG gegen HESSEN?
    Jules, Antje und Ingo in der zwanzigsten Folge von 20359 über opulente Cocktaildeko, Abzocke im Landcafé und einen wirklich viel, viel, viel zu starken Portwein.
    Die Playlist zum Podcast: https://t1p.de/20359playlist
    54 min
  • Schubser auf Rolltreppen & Monogamie im Berghain
    Darkroom ist nur was für Singles. Finden manche. Andere meinen: Dann und wann mal in fremden Beeten ernten, das geht auch in 'ner Partnerschaft gut klar. Ist das jetzt schlimmster Ehebruch? Oder eigentlich erst recht ein Zeichen von unbändiger Treue, weil nach dem Snack im Technoclub der Hauptgang eben doch daheim serviert wird, und das womöglich heißer als zuvor? Welche Rolle spielt Treue heute überhaupt noch? Und wieso wird sie so oft mit Monogamie gleichgesetzt?
    Dem Monogamisten setzt des Partners Ausflug ins kuschlige Nachbarsbett vermutlich sofort den Geduldsfaden in Flammen. Großbrandgefahr, ganz sicher. Aber auch sonst ist es mit der Geduld bei vielen Menschen nicht weit her. Hupen, pöbeln, schubsen, drängeln, immer schneller soll es gehen, möglichst ohne Zeitverlust. Straight, direkt und ohne Störung, bitte. In der Rushhour vier Minuten auf die Bahn warten? Puls auf 160. Auswärtiger Autofahrer mit 40 auf der Reeperbahn? Lichthupenstakkato. Warum dieser Stress? Können wir uns nicht endlich mal entspannen? Und an roten Fußgängerampeln warten, auch wenn kein Verkehr kommt? Klingt alles super. Nur, warum sollten wir das tun?
    Antje und Ingo in der neunzehnten Folge von 20359 über Trockenblumen beim Heiratsantrag, Tobsucht im U-Bahnhof und einen furchtbaren (und furchtbar teuren) Naturweinflop.
    Die Playlist zum Podcast: https://t1p.de/20359playlist
    51 min
  • Die Anja & Das Ende der Eitelkeit
    Kind bekommen und für immer raus dem Job? Was für Mütter lang Normalzustand war, ist für Anja - eine Horrorvorstellung. Das Kind ein Karrierekiller, die Schwangerschaft das Ende für den Job? Für Anja war klar: Nicht jede Mutter landet heute auf dem beruflichen Abstellgleis - und sie schon gar nicht. Eine jammende Minijobmutti? No f**king way. Also gab sie Vollgas. Von morgens bis abends, im Meeting in London und danach auf dem Spielplatz in Ottensen, um Marketingjob (Achtung, Denglisch!) und Familienleben irgendwie unter den Hut zu kriegen. Geht das auf Dauer wirklich klar? Was sagen Kolleg:innen, das Kind, der Partner? Und warum ists eigentlich noch immer so besonders, wenn Mütter krass Karriere machen?
    Vielleicht gehört ein bisschen Eitelkeit dazu. Ein bisschen auf sich achten, nicht aufgeben, selbstverliebt bleiben. Zumindest in gesundem Maße. Weshalb ist Eitelkeit in unserer Gesellschaft so verpönt? Sind wir nicht alle - manchmal - ein bisschen eitel und ist das nicht eigentlich auch gut so? Wann wird Eitelkeit creepy und wann ist ein bisschen mehr von ihr gut? Und was passiert eigentlich mit der Eitelkeit bei Eltern? Werden wir nachlässiger mit uns selbst, wenn Kinder - oder Hunde ;) - ins Leben treten und kaum mehr Zeit bleibt für Korkenzieherlocken, Lipstick, Gelfrisur?
    Anja, Antje und Ingo in der achtzehnten Folge von 20359 über Karriere trotz Kind (oder Kind trotz Karriere), ein denglisches Sprachgewitter und das böse, böse P-Wort.
    Die Playlist zum Podcast: https://t1p.de/20359playlist
    53 min
  • Botox zum Mittag & Ohnmacht beim Doggystyle
    Heute schon die Lippen aufgespritzt? Auf Insta den Bodensee zum Malediven-Urlaub umgefiltert? Trotz knurrendem Magen nur Puffreiswaffel geknuspert, der lieben Kalorien wegen? Oder mal wieder trotz Muskelkater ins Gym gequält, in der schwindenden Hoffnung, dass es nur so eines Tages doch noch klappt mit Six Pack, Oberarmen, muskulösem Schenkel? In einer Zeit, in der “Forward ever, backward never” längst zur grotesk verzerrten Leitidee einer ganzen Zivilisation geworden ist, tendieren immer mehr Menschen zu gnadenloser Selbstoptimierung. Schritte zählen, Puls checken, Muskeln aufbauen. Wie lange geht das noch gut? Brauchen wir einfach dringend einen Therapeuten?
    Vielleicht hilft auch ein Coach. Einer, der uns mal richtig erdet und fordert. Ein Coach wie Eddie (@kiezdog) vielleicht, der Ende September auf St. Pauli eingezogen ist und seitdem Ingos (und Patricks) Leben gehörig durcheinander wirbelt. Mit Schlafentzug, Beißattacken und Pipi auf dem Dielenboden. Eddie ist 13 Monate alt, Beagle-Welpe, ein echter Teufelskerl. Und manchmal auch bloß Teufel - einer, der leider goldig ist. Doch was nun tun, wenn sich der beste Plan, die beste Vorbereitung ganz plötzlich in Wohlgefallen auflöst? Wenn eine einzige Entscheidung das Leben noch viel mehr auf den Kopf stellt als gedacht? Wenn Ratschläge nicht mehr helfen und sich ein Gefühl der Überforderung breit macht? Bereuen und beenden - oder durchatmen, lächeln, weitermachen?
    Antje und Ingo in der siebzehnten Folge von 20359 über Unfälle bei Schönheits-OPs, Welpenblues auf der Hundewiese und ein Bad in Schokolade.
    Die Playlist zum Podcast: https://t1p.de/20359playlist
    Die guten Nachrichten von Squirrel News gibts hier: https://squirrel-news.net/de/
    51 min
  • Die Elisa & Die Schildkröte vom Polenmarkt
    Aus der schönen Oberlausitz, dort wo man zu Ostern in Trachten reitet und dem Rotwild per “Ratziglasl” nachstellt, ist Elisa mit Mitte Zwanzig nach Hamburg gezogen. Weil eh schon viele fortgegangen waren und sie auf der Reeperbahn so ein geiles Wochenende hatte. EIN Wochenende, wohl gemerkt. Denn nur zwei Tage und zwei Nächte reichten damals für sie aus, um das Zittauer Gebirge kurzerhand gegen den Hamburger Berg einzutauschen. Eine Stadt, in der sie niemanden kannte und die sie, von den zwei Kiez-Nächten abgesehen, nur von einer Trabi-Reise mit den Eltern kurz nach dem Mauerfall kannte. Ziemlich mutig, könnte man meinen. Oder verrückt?
    Wie siehts aus mit Mut generell? Müssen wir alle mal wieder mutiger sein? Mehr Risiko wagen, Komfortzone verlassen, weniger Angst vor Fehlern haben? Verlässt einem im Alter die Traute? Oder sind wir längst viel mutiger als wir denken - und sehen es nur nicht mehr? In eine fremde Stadt ziehen, den Job wechseln, ferne Länder bereisen, in der Corona-Pandemie die letzte Rückflugmöglichkeit nach Deutschland sausen lassen - wir alle haben schon Mut bewiesen im Leben. Doch was ist mutig, was schon fahrlässig? Wo ist die Grenze?
    Antje, Ingo und Elisa in der sechzehnten Folge von 20359 über borstige Kamerunschafe, sauren Kochwein und dreißig Sekunden azoreanisches Wellness.
    Die Playlist zum Podcast: t1p.de/20359playlist
    Das fluter-Magazin mit Schwerpunktthema Risiko: fluter.de/heft79
    55 min
  • Urlaub auf Keta & Kleine Rotlichtsünden
    Job stressig, Sport stressig, Freunde treffen stressig. Termin hier, Termin da, Meeting hüben, Telko drüben. Abends noch schnell kochen, trinken, Gassi gehen, zwischendrin WhatsApp, Signal, Insta-Story. Wär's nicht mal wieder geil abzuschalten, durchzuatmen, nix zu tun? Wie geht diese komische Achtsamkeit noch mal - und was ist das eigentlich? Zählt der samstägliche Festivalausflug zum Planeten Naboo auch dazu? Oder sollten wir lieber doch das Meditieren beginnen, von wegen Shakra und so?
    Womöglich haben wir uns die Achtsamkeit längst selbst verboten, und das ohne es zu merken. Wäre ja auch typisch deutsch. Mit den Verboten, da kennen wir uns schließlich aus. Schilderwald am Campingplatz, Verbotstiraden auf dem Spielplatz - bei Regelwerken und Einschränkungen macht uns niemand was vor. Fast revolutionär wirkt da der Gang über Rot. Oder die Zigarette mit 15 oder die kurzzeitige Radfahrer auf der falschen Seite. Können wir nicht mal entspannter sein, mit uns und dem Leben und den Regeln? Oder sind uns die einen oder anderen Verbote vielleicht doch lieber als wir denken - wir viel typisch-deutscher sind als wir wahrhaben wollen?
    Antje und Ingo in der 15. Folge von 20359 über Verbotskultur, diese verdammte FOMO und einen Aufruf an alle Fußgänger da draußen.
    Die Playlist zum Podcast: t1p.de/20359playlist
    50 min
  • Der Olli & Die 339 Millionen Streams
    YouTuber und Drohnenpilot, Outdoor-Influencer und Buchautor, der Olli ist ein Tausendsassa. Und das sehr erfolgreich. Videojobs, unzählige Streams und Likes, Fotoaufträge, Sponsorings von Marken und Firmen - Kohle machen mit dem eigenem Content, davon träumen viele. Bei Olli wurde es Realität. Zumindest so halb. Denn seine Berufung*en zum Beruf gemacht hat er trotzdem nicht komplett. Warum? Weil Konzernjobs besser sind als manche denken? Oder weil das Influencing auf Insta & Co. irgendwann zum algorithmischen Seelenverkauf mutiert?
    Auch abseits von Insta gewinnen Algorithmen immer mehr an Einfluss. Etwa in der Musik: Wöchentliche Playlists und kuratierte Sender auf Basis von Lieblingshits - Spotify, Deezer, Amazon & Co. manövrieren uns in akustische Blasen. Vorbei die Zeit, als Radiosender landauf landab, jedes Jahr aufs Neue uniforme Summer-Hits durch die Äther jagten. Hörgewohnheit, Lieblingshits, all das ist fragmentierter denn je. Was macht das mit unserem Musikgeschmack? Sollten wir Angst haben vor dem Spotify-Diktat? Warum sind “Radio Edits” nur noch zwei Minuten lang? Und warum hören wir nicht mal die indischen Charts?
    Antje, Ingo und der Olli in der vierzehnten Folge von 20359 über Leonardo da Vincis Notizblock, ein verpasstes Prodigy-Konzert und einen kolumbianischen Nummer-1-Hit, der millionenfach gehört wird - und den hier trotzdem kaum wer kennt.
    Die Playlist zum Podcast: https://t1p.de/20359playlist
    54 min
  • Gespenster im Kühlschrank & Stürze im Suff
    Schwarze Katzen, dreizehnte Freitage, zerbrochene Christstollen oder Waschtage zwischen den Jahren - all das jagt manchen Menschen nicht nur einen kalten Schauer über den Rücken. Es ist für sie auch sonnenklar, dass nach eben solch einer Erscheinung etwas Schlechtes alsbald folgen muss. Aberglaube, über Jahrhunderte, wenn nicht Jahrtausende gewachsen, ist bis heute Teil der Gesellschaften. Er prägt Menschen - und manchmal tötet er sogar. Warum nur glauben so viele Menschen noch daran? Trotz Aufklärung und Wissenschaft? Weil wir noch immer nicht alles erforscht haben, noch immer nicht alles erklären können? Brauchen wir mehr Gegenzauber?
    Erklären können wir uns manchmal auch nicht, warum der gestrige Abend, die gestrige Nacht mal wieder so eskaliert ist. Zuviel Crémant, noch Rotwein drauf und zack, da legt’s Dich nieder. Was des Nächtens Spaß und Freude bringt, bestraft spätestens der Morgen drauf ganz hart und fies. Mit Kopfweh, Reumut, flauem Magen und der sich ewig wiederholenden Frage: Wann lerne ich endlich dazu? Doch: Müssen wir wirklich bereuen, wenn wir - zumal nach all den Lockdowns - manchmal einfach über die Stränge schlagen? Wenn die Nacht zu jung, die Gesellschaft zu nett ist, um nach zwei drei Gläschen Schaumwein zu gehen? Wo ist die Grenze? Wann ists zu viel? Und was, wenn die Erinnerung plötzlich - schwarz bleibt?
    Antje und Ingo in der 13. (!) Folge von 20359 über randalierende Geister, Nebel im Kopf und den Ar**h des Zentauren. (Liebe Grüße an Queenie!)
    Die Playlist zum Podcast gibt's auf Spotify: https://t1p.de/20359playlist
    52 min

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20359 ist der Podcast aus Hamburg-St. Pauli. Mit Antje, Ingo, Rotwein und Gästen. Lob, Kritik, Anmerkungen oder Bock mit uns schnacken? Dann schreib uns: [email protected]. Die Playlist zum…