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Streiten macht keinen Spaß! Und dennoch passiert es immer wieder. In Familien, okay, Privatsache. Aber auch im Berufsumfeld. Streit ist etwas Emotionales, er scheint unvermeidlich, wenn Menschenmiteinander interagieren.
Ist das wirklich so?
Streit klärt die Hackordnung sagen einige. Da bin ich mir nicht sicher, ich denke das geht auch ohne. Aber lassen Sie uns erst einmal ein paar Begriffe klären.
Im Job oft eine unschöne Vermischung “Es geht doch nur um die Sache” NEIN, geht es fast nie! Sehr oft geht es um ganz anderes: Macht, Anerkennung, Wertschätzung. Existenzangst! Ehre.
Gute Streitkultur = Diskussionskultur
Bedeutet, wir haben unsere Beziehung geklärt und können ohne Angst andere sachliche- / fachliche Positionen einnehmen.
Streit führt zu:
Und doch kommt es immer wieder zu Streitereien, besonders im Firmenumfeld.
Kinder hören oft, wenn es zum Streit gekommen ist, diese beiden Fragen:
Beides Unsinn und führt zu unwirksamen Verhalten: Es führt natürlich dazu, nicht als Anfänger zu gelten und nicht „schuld“ zu sein.
Angefangen haben immer beide! Sie können sich nicht alleine streiten. Diese Fragen sind schon schlecht, aber das bekommen wir seit frühester Kindheit mit auf den Weg.
Die Schuldfrage führt oft zu sogenanntem „Passiv-Aggressivem Verhalten“: Der Konflikt ist ja da, ich versuche ihn nur so zu spielen, dass ich weder angefangen habe noch „schuld“ bin.
Passiv-aggressives Verhalten ist oft in Beziehungen zu beobachten: “Wenn Du mich lieben würdest…”. Dieses Augen-verdrehen, wenn der eine etwas macht, das dem anderen nicht passt. Spirale „WAS?“ – „Ich habe nichts gemacht!“
Das Ausblenden der Nonverbalen Kommunikation und der Metakommunikation, Reduktion auf das rein gesprochene Wort zeigt, dass dort gerade die Bedeutung ganz woanders war.
Mein Papa sagte immer: „Der Ton macht die Musik“.
Der andere verweigert dann gern die Anerkennung „Was Du immer hörst“ oder geht gleich zum Angriff über „Stell Dich nicht so an“.
Werkzeug desjenigen, der sich schwächer fühlt und sich noch schwächer macht.
Wie haben sich Ihre Eltern gestritten?
Wie streitet man sich in Ihrer Firma? Gar nicht? Diskutiert man? Schweigt man es Tod? Wir tun, was wir oft sehen.
Streiten gehört nicht an den Arbeitsplatz! Die Diskussion gehört dort hin. Streit muss vermieden werden! Unbedingt!
Beim Streit geht es um Gefühle. Die muss man erst einmal sehen (können) dazu bedarf es Selbstvertrauen und Selbstreflexion.
Wann „gehen sie hoch“? Antrainiertes Verhalten, nichts Physikalisches.
Im Streit geht es um Gefühle, Macht, Anerkennung, Wertschätzung. Existenzangst! Ehre. Der Umgang damit erfordert Selbstvertrauen, siehe „LF 271 People move with the speed of trust“
Sie müssen sich selber über den Weg trauen, um sich selber eine Schwäche eingestehen zu können. Ein Roter Knopf ist ja genau das: Eine Schwäche! Erlauben sie sich selber, ihre eigenen Schwächen einzugestehen und die der anderen nicht auszunutzen.
Und das geht ausschließlich, wenn es ein vertrauensvolles Miteinander gibt. Ich kann eine Schwäche zeigen und weiß, dass der andere diese nicht ausnutzt.
Witzig: Oft empfinden Menschen etwas als schwäche, ohne dass es irgendjemand anders ebenso sieht. In vielen Kulturen gilt das Übernehmen eines besseren Argumentes als Schwäche, als „Gesicht verlieren“.
„Im Zweifel für den Angeklagten!“. Mein Chef / MA will mir nichts Böses. Das darf ich glauben und das darf ich leben. Gerade die Mitarbeiter dürfen fühlen, dass sie keine Angst haben müssen.
– Der MA will mich nicht wissentlich hängen lassen
– Der Chef will mich nicht rauswerfen.
Der Chef legt vor!
Gefühle dürfen absolut am Arbeitsplatz diskutiert werden. Das erfordert Offenheit, Ehrlichkeit und das wissen, das dies nicht als Schwäche genutzt wird.
Über die eigenen Gefühle klar sein:
– worum geht es mir hier wirklich? – Mangelnder Respekt / Wertschätzung? Enttäuschung?
-> Feedback = Beobachtbares Verhalten aufzeigen.
– Auf die eigenen Gefühle beziehen
– Ich habe das Gefühl, Du ignorierst mich
– in der Gegenwart bleiben
– “Früher warst Du schon genauso!”
– “Ich habs Dir schon immer gesagt”
Nicht die Person ist das Problem sondern die aktuelle Situation
– Sie gehen immer vor Feierabend und sagen nie Bescheid, wenn sie etwas nicht fertig bekommen!
Gegenschläge machen es nur schlimmer:
– “Sie geben mir die Aufgaben ja auch immer nur in der letzten Minute”
– „nun beruhigen sie sich mal“ / “Stellen sie sich nicht so an!
– “Lass uns in 2h weiterreden”, NICHT “lass uns später weiterreden” – Kein Damoklesschwert!
– Streit braucht einen Abschluss. “Jetzt, wo ich weiß, was sie bewegt, werde ich in Zukunft darauf achten.“ Nicht entschuldigen, das Defizit lag bei beiden.
Bleiben Sie in Führung!
—Folgen Sie uns auf YouTube—
By Olaf KapinskiStreiten macht keinen Spaß! Und dennoch passiert es immer wieder. In Familien, okay, Privatsache. Aber auch im Berufsumfeld. Streit ist etwas Emotionales, er scheint unvermeidlich, wenn Menschenmiteinander interagieren.
Ist das wirklich so?
Streit klärt die Hackordnung sagen einige. Da bin ich mir nicht sicher, ich denke das geht auch ohne. Aber lassen Sie uns erst einmal ein paar Begriffe klären.
Im Job oft eine unschöne Vermischung “Es geht doch nur um die Sache” NEIN, geht es fast nie! Sehr oft geht es um ganz anderes: Macht, Anerkennung, Wertschätzung. Existenzangst! Ehre.
Gute Streitkultur = Diskussionskultur
Bedeutet, wir haben unsere Beziehung geklärt und können ohne Angst andere sachliche- / fachliche Positionen einnehmen.
Streit führt zu:
Und doch kommt es immer wieder zu Streitereien, besonders im Firmenumfeld.
Kinder hören oft, wenn es zum Streit gekommen ist, diese beiden Fragen:
Beides Unsinn und führt zu unwirksamen Verhalten: Es führt natürlich dazu, nicht als Anfänger zu gelten und nicht „schuld“ zu sein.
Angefangen haben immer beide! Sie können sich nicht alleine streiten. Diese Fragen sind schon schlecht, aber das bekommen wir seit frühester Kindheit mit auf den Weg.
Die Schuldfrage führt oft zu sogenanntem „Passiv-Aggressivem Verhalten“: Der Konflikt ist ja da, ich versuche ihn nur so zu spielen, dass ich weder angefangen habe noch „schuld“ bin.
Passiv-aggressives Verhalten ist oft in Beziehungen zu beobachten: “Wenn Du mich lieben würdest…”. Dieses Augen-verdrehen, wenn der eine etwas macht, das dem anderen nicht passt. Spirale „WAS?“ – „Ich habe nichts gemacht!“
Das Ausblenden der Nonverbalen Kommunikation und der Metakommunikation, Reduktion auf das rein gesprochene Wort zeigt, dass dort gerade die Bedeutung ganz woanders war.
Mein Papa sagte immer: „Der Ton macht die Musik“.
Der andere verweigert dann gern die Anerkennung „Was Du immer hörst“ oder geht gleich zum Angriff über „Stell Dich nicht so an“.
Werkzeug desjenigen, der sich schwächer fühlt und sich noch schwächer macht.
Wie haben sich Ihre Eltern gestritten?
Wie streitet man sich in Ihrer Firma? Gar nicht? Diskutiert man? Schweigt man es Tod? Wir tun, was wir oft sehen.
Streiten gehört nicht an den Arbeitsplatz! Die Diskussion gehört dort hin. Streit muss vermieden werden! Unbedingt!
Beim Streit geht es um Gefühle. Die muss man erst einmal sehen (können) dazu bedarf es Selbstvertrauen und Selbstreflexion.
Wann „gehen sie hoch“? Antrainiertes Verhalten, nichts Physikalisches.
Im Streit geht es um Gefühle, Macht, Anerkennung, Wertschätzung. Existenzangst! Ehre. Der Umgang damit erfordert Selbstvertrauen, siehe „LF 271 People move with the speed of trust“
Sie müssen sich selber über den Weg trauen, um sich selber eine Schwäche eingestehen zu können. Ein Roter Knopf ist ja genau das: Eine Schwäche! Erlauben sie sich selber, ihre eigenen Schwächen einzugestehen und die der anderen nicht auszunutzen.
Und das geht ausschließlich, wenn es ein vertrauensvolles Miteinander gibt. Ich kann eine Schwäche zeigen und weiß, dass der andere diese nicht ausnutzt.
Witzig: Oft empfinden Menschen etwas als schwäche, ohne dass es irgendjemand anders ebenso sieht. In vielen Kulturen gilt das Übernehmen eines besseren Argumentes als Schwäche, als „Gesicht verlieren“.
„Im Zweifel für den Angeklagten!“. Mein Chef / MA will mir nichts Böses. Das darf ich glauben und das darf ich leben. Gerade die Mitarbeiter dürfen fühlen, dass sie keine Angst haben müssen.
– Der MA will mich nicht wissentlich hängen lassen
– Der Chef will mich nicht rauswerfen.
Der Chef legt vor!
Gefühle dürfen absolut am Arbeitsplatz diskutiert werden. Das erfordert Offenheit, Ehrlichkeit und das wissen, das dies nicht als Schwäche genutzt wird.
Über die eigenen Gefühle klar sein:
– worum geht es mir hier wirklich? – Mangelnder Respekt / Wertschätzung? Enttäuschung?
-> Feedback = Beobachtbares Verhalten aufzeigen.
– Auf die eigenen Gefühle beziehen
– Ich habe das Gefühl, Du ignorierst mich
– in der Gegenwart bleiben
– “Früher warst Du schon genauso!”
– “Ich habs Dir schon immer gesagt”
Nicht die Person ist das Problem sondern die aktuelle Situation
– Sie gehen immer vor Feierabend und sagen nie Bescheid, wenn sie etwas nicht fertig bekommen!
Gegenschläge machen es nur schlimmer:
– “Sie geben mir die Aufgaben ja auch immer nur in der letzten Minute”
– „nun beruhigen sie sich mal“ / “Stellen sie sich nicht so an!
– “Lass uns in 2h weiterreden”, NICHT “lass uns später weiterreden” – Kein Damoklesschwert!
– Streit braucht einen Abschluss. “Jetzt, wo ich weiß, was sie bewegt, werde ich in Zukunft darauf achten.“ Nicht entschuldigen, das Defizit lag bei beiden.
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