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Schattenarbeit muss nicht dramatisch sein. Du musst nicht jede einzelne Wunde aufreissen, um zu heilen. Manchmal reicht es, einen Anteil in dir zu sehen, ihn ernst zu nehmen und ihm zu geben, was er wirklich braucht.
Schattenarbeit ist etwas, was ich sehr mag und auch viel machen. Denn was ich nicht mag, sind Schatten. Dunkle Ecken in meinem Leben oder dunkle Bereiche in meiner Geschichte, die ich nicht anschaue. Genau darum ist für mich schon lange klar, dass Schatten nicht böse sind. Schatten bedeuten ganz einfach, dass ein Thema noch unbewusst ist.
Das können Erfahrungen, Erlebnisse oder Ängste sein, die wir weggeschoben haben, weil sie uns damals zu viel waren und genau diese Anteile melden sich später oft über Trigger.
Wir leben in einer Gesellschaft, in der immer alles gut sein sollte. Souverän. Kontrolliert. Wir sollten drüber stehen. Egal, über was. Wenn dann ein Trigger kommt, kann das schnell das Gefühl auslösen, dass mit einem etwas nicht stimmt.
Aber das ist weit weg von der Wahrheit. Ein Trigger ist kein Beweis, dass man falsch ist. Ein Trigger ist eine Einladung, hinzuschauen. Gleichzeitig ist mir etwas ganz wichtig: Schattenarbeit und Hinschauen ist super persönlich. Es gibt Menschen, die lieben es, hinzuschauen – ich gehöre definitiv dazu und es gibt Menschen, die schauen erst hin, wenn es richtig laut brüllt und schmerzt.
Beide Wege sind okay. Ich würde niemanden mit dem Kopf in den Schatten drücken. Jeder Mensch geht in seinem Tempo und wenn du in meinem Tempo gehen müsstest, wäre das falsch – weil es eben nicht dein Tempo ist.
Manchmal passiert es, dass wir beim Thema Schattenarbeit direkt tief tauchen wollen. Wir wollen alles lösen, alles verstehen, alles richtig machen und dann zeigt sich vielleicht ein Thema, das so viel mit sich bringt, dass uns diese Tiefe überfordert. Wenn du merkst, dass dich ein Thema überfordert, bin ich sicher, das ist eine Einladung, genauer hinzuschauen, ob dein Nervensystem gerade mehr Sicherheit braucht.
Denn aus einem verunsicherten, unruhigen Nervensystem heraus Schattenarbeit zu machen, überfordert das System komplett. Allerdings kann ein komplett überfordertes System vielleicht hinschauen – aber wirklich auflösen wird dann kaum möglich sein.
Wenn wir hinschauen wollen, werden oft innere Anteile laut, die dich eigentlich schützen möchten – aber dabei manchmal verhindern, dass du wirklich weiterkommst.
Die innere Kritikerin
Die innere Kritikerin macht irgendwo Sinn. Sie will dich vor Fehlern, vor Ablehnung und vor Scham schützen und genau deshalb wird sie oft besonders laut, wenn du Themen berührst, die mit Scham oder Ablehnung verbunden sind. Dann brüllt sie innerlich, weil sie findet, dass es da nicht lang geht. Du ziehst dich dann rasch zurück, weil du vielleicht denkst, dass du nicht gut genug bist. Genau da lohnt es sich hinzuschauen, welche innere Stimme da gerade spricht.
Das verletzte innere Kind
Wenn dein System reagiert wie ein verletztes Kind, dann will dieses Kind nicht analysiert werden. Es will gesehen werden. Ein Satz, der dann so viel verändern kann, ist folgender: Ich kann dich sehen. Darf ich dich in den Arm nehmen?
Manchmal zieht sich dieses innere Kind zurück. Manchmal wird es zickig, wenn es eher ein innerer Teenager ist. Aber die Botschaft dahinter ist oft dieselbe. Nämlich der Wunsch nach Sicherheit.
Die innere Perfektionistin
Die innere Perfektionistin trägt einen alten Glauben in sich: Nur wenn ich perfekt bin, bin ich sicher. Das führt dann unter Umständen dazu, dass du gar nichts tust – aus Angst, dass es nicht richtig und nicht perfekt ist. Wenn du diese Anteile erkennst, darfst du dich fragen, was dich gerade daran hindert, in die Tiefe zu schauen. Oder, ob du gerade mit einem dieser Anteile arbeiten darfst, damit er sich sicher fühlt?
Je nachdem, welcher Anteil sich zeigt, kann dein nächster Schritt ganz unterschiedlich aussehen. Wenn sich dein inneres Kind zeigt, kann es sein, dass es heute fünf Minuten braucht, in denen du spielst, albern bist, dich in eine warme Decke kuschelst, einen Tee trinkst, dich einrollst und deinem Körper Wärme gibst. Suche dir dafür einen Ort, an dem du dich sicher fühlst.
Wenn deine innere Perfektionistin laut ist, dann mache heute etwas einfach fertig, statt es perfekt zu machen. Räume etwas fertig auf. Bring etwas zu Ende. Dann spüre, was in dir passiert, wenn es nicht perfekt ist und halte dieses Gefühl einen Moment aus.
Mir ist wichtig, dass du wirklich weisst, dass du nicht kaputt bist. Du bist vielschichtig. Vielleicht komplex – und ich mag dieses Wort. Du bist nicht eindimensional, sondern multidimensional.
Und jeder Anteil in dir will am Ende das Gleiche:
Wenn du bereit bist, dir selbst diese Sicherheit und diese Liebe zu geben, dann hast du den grössten Schritt in der Schattenarbeit schon gemacht. Die geistige Welt sagt immer, wenn wir ein Thema erkannt haben, dann haben wir es zu neunzig Prozent gelöst. Eben - weil wir es erkannt haben.
Wenn du magst, fühle jetzt gleich in dich hinein, welcher Anteil in dir heute am lautesten ist und was heute ein sanfter Schritt für dich wäre.
Ich freue mich riesig, in den Kommentaren von deinem sanften Schritt zu lesen.
Alles Liebe,
Marisa
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By Seelenschimmer Herzensdialog - Gespräche mit MarisaSchattenarbeit muss nicht dramatisch sein. Du musst nicht jede einzelne Wunde aufreissen, um zu heilen. Manchmal reicht es, einen Anteil in dir zu sehen, ihn ernst zu nehmen und ihm zu geben, was er wirklich braucht.
Schattenarbeit ist etwas, was ich sehr mag und auch viel machen. Denn was ich nicht mag, sind Schatten. Dunkle Ecken in meinem Leben oder dunkle Bereiche in meiner Geschichte, die ich nicht anschaue. Genau darum ist für mich schon lange klar, dass Schatten nicht böse sind. Schatten bedeuten ganz einfach, dass ein Thema noch unbewusst ist.
Das können Erfahrungen, Erlebnisse oder Ängste sein, die wir weggeschoben haben, weil sie uns damals zu viel waren und genau diese Anteile melden sich später oft über Trigger.
Wir leben in einer Gesellschaft, in der immer alles gut sein sollte. Souverän. Kontrolliert. Wir sollten drüber stehen. Egal, über was. Wenn dann ein Trigger kommt, kann das schnell das Gefühl auslösen, dass mit einem etwas nicht stimmt.
Aber das ist weit weg von der Wahrheit. Ein Trigger ist kein Beweis, dass man falsch ist. Ein Trigger ist eine Einladung, hinzuschauen. Gleichzeitig ist mir etwas ganz wichtig: Schattenarbeit und Hinschauen ist super persönlich. Es gibt Menschen, die lieben es, hinzuschauen – ich gehöre definitiv dazu und es gibt Menschen, die schauen erst hin, wenn es richtig laut brüllt und schmerzt.
Beide Wege sind okay. Ich würde niemanden mit dem Kopf in den Schatten drücken. Jeder Mensch geht in seinem Tempo und wenn du in meinem Tempo gehen müsstest, wäre das falsch – weil es eben nicht dein Tempo ist.
Manchmal passiert es, dass wir beim Thema Schattenarbeit direkt tief tauchen wollen. Wir wollen alles lösen, alles verstehen, alles richtig machen und dann zeigt sich vielleicht ein Thema, das so viel mit sich bringt, dass uns diese Tiefe überfordert. Wenn du merkst, dass dich ein Thema überfordert, bin ich sicher, das ist eine Einladung, genauer hinzuschauen, ob dein Nervensystem gerade mehr Sicherheit braucht.
Denn aus einem verunsicherten, unruhigen Nervensystem heraus Schattenarbeit zu machen, überfordert das System komplett. Allerdings kann ein komplett überfordertes System vielleicht hinschauen – aber wirklich auflösen wird dann kaum möglich sein.
Wenn wir hinschauen wollen, werden oft innere Anteile laut, die dich eigentlich schützen möchten – aber dabei manchmal verhindern, dass du wirklich weiterkommst.
Die innere Kritikerin
Die innere Kritikerin macht irgendwo Sinn. Sie will dich vor Fehlern, vor Ablehnung und vor Scham schützen und genau deshalb wird sie oft besonders laut, wenn du Themen berührst, die mit Scham oder Ablehnung verbunden sind. Dann brüllt sie innerlich, weil sie findet, dass es da nicht lang geht. Du ziehst dich dann rasch zurück, weil du vielleicht denkst, dass du nicht gut genug bist. Genau da lohnt es sich hinzuschauen, welche innere Stimme da gerade spricht.
Das verletzte innere Kind
Wenn dein System reagiert wie ein verletztes Kind, dann will dieses Kind nicht analysiert werden. Es will gesehen werden. Ein Satz, der dann so viel verändern kann, ist folgender: Ich kann dich sehen. Darf ich dich in den Arm nehmen?
Manchmal zieht sich dieses innere Kind zurück. Manchmal wird es zickig, wenn es eher ein innerer Teenager ist. Aber die Botschaft dahinter ist oft dieselbe. Nämlich der Wunsch nach Sicherheit.
Die innere Perfektionistin
Die innere Perfektionistin trägt einen alten Glauben in sich: Nur wenn ich perfekt bin, bin ich sicher. Das führt dann unter Umständen dazu, dass du gar nichts tust – aus Angst, dass es nicht richtig und nicht perfekt ist. Wenn du diese Anteile erkennst, darfst du dich fragen, was dich gerade daran hindert, in die Tiefe zu schauen. Oder, ob du gerade mit einem dieser Anteile arbeiten darfst, damit er sich sicher fühlt?
Je nachdem, welcher Anteil sich zeigt, kann dein nächster Schritt ganz unterschiedlich aussehen. Wenn sich dein inneres Kind zeigt, kann es sein, dass es heute fünf Minuten braucht, in denen du spielst, albern bist, dich in eine warme Decke kuschelst, einen Tee trinkst, dich einrollst und deinem Körper Wärme gibst. Suche dir dafür einen Ort, an dem du dich sicher fühlst.
Wenn deine innere Perfektionistin laut ist, dann mache heute etwas einfach fertig, statt es perfekt zu machen. Räume etwas fertig auf. Bring etwas zu Ende. Dann spüre, was in dir passiert, wenn es nicht perfekt ist und halte dieses Gefühl einen Moment aus.
Mir ist wichtig, dass du wirklich weisst, dass du nicht kaputt bist. Du bist vielschichtig. Vielleicht komplex – und ich mag dieses Wort. Du bist nicht eindimensional, sondern multidimensional.
Und jeder Anteil in dir will am Ende das Gleiche:
Wenn du bereit bist, dir selbst diese Sicherheit und diese Liebe zu geben, dann hast du den grössten Schritt in der Schattenarbeit schon gemacht. Die geistige Welt sagt immer, wenn wir ein Thema erkannt haben, dann haben wir es zu neunzig Prozent gelöst. Eben - weil wir es erkannt haben.
Wenn du magst, fühle jetzt gleich in dich hinein, welcher Anteil in dir heute am lautesten ist und was heute ein sanfter Schritt für dich wäre.
Ich freue mich riesig, in den Kommentaren von deinem sanften Schritt zu lesen.
Alles Liebe,
Marisa
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