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*Diese Episode könnt ihr auf Spotify und YouTube auch als Video-Folge sehen.*
*Hinweis: Diese Episode enthält Schilderungen sexualisierter Gewalt.*
In der Nacht vom 31. Dezember 2015 auf den 1. Januar 2016 kam es rund um den Kölner Hauptbahnhof und die Domplatte zu massenhaften sexuellen Übergriffen, Diebstählen und Gewalttaten. Über 1.200 Menschen meldeten sich später als Geschädigte, fast die Hälfte der angezeigten Straftaten waren Sexualdelikte.
Zehn Jahre später rekonstruieren wir in dieser Folge, was in dieser Nacht geschah, warum die Polizei die Lage nicht mehr kontrollieren konnte – und weshalb das Ausmaß der Taten erst Tage später öffentlich wurde.
Wir sprechen mit Carolina, die damals als 16-Jährige selbst betroffen war, über die unmittelbaren Erlebnisse und die langfristigen Folgen. Außerdem ordnen wir ein, wie Politik, Medien und Justiz mit der Nacht umgingen – von der ersten Polizeimeldung über den Hashtag #einearmlaenge bis hin zu den Konsequenzen im Sexualstrafrecht („Nein heißt Nein“).
Ein Schwerpunkt der Folge ist außerdem der Blick nach Bornheim: Kurz nach Köln sperrte die Stadt dort zeitweise das Schwimmbad für volljährige männliche Geflüchtete. Anna Maria Beekes hat zehn Jahre später mit dem damaligen Sozialdezernenten Markus Schnapka gesprochen – über Verantwortung, Kollektivmaßnahmen, Willkommenskultur und die Frage, wann Nichthandeln gefährlicher ist als Handeln.
Maries Bericht über Carolinas Erinnerung an die Silvesternacht
Annas Interview mit Markus Schnapka, der das Bornheimer Schwimmbad für männliche Geflüchtete sperrte
Das GA-Interview mit dem früheren Polizeipräsidenten Wolfgang Albers
WDR zu Kriminalität und Migration
Quellen: Schlussbericht Landtag NRW, eigene Recherchen, Andreas Thomalla Rechtsanwalt | Augsburg
Titelfoto-Montage: dpa/picture-alliance/Canva
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An einem Sonntagmorgen im August 2020 entdeckt ein Ehepaar in einem Waldstück bei Eitorf (Rhein-Sieg-Kreis) einen teilweise verbrannten Leichnam im ausgetrockneten Bachbett des Morsbachs, bedeckt mit Ästen und Erde. Bald steht fest: Der Tote ist ein 46-jähriger Mann, der in der Bonner Drogenszene bekannt war.
In dieser Episode zeichnen wir die Ermittlungen der Bonner Mordkommission nach und rekonstruieren die brutale Tatnacht. Wir erzählen, wie widersprüchliche Aussagen, verschiedene Tatversionen und drei mögliche Todesursachen die Polizei, die Gerichte und schließlich auch den Bundesgerichtshof beschäftigten.
Quellen: Gerichtsdokumente, Urteile, Polizeimeldungen und Berichterstattung des General-Anzeiger Bonn
Hinweis: Diese Episode enthält Schilderungen extremer Gewalt, Drogenkonsum und Obdachlosigkeit.
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Morsbach, 27. Dezember 2021. Was als einfache Rückgabe eines Autos in einer kleinen Gemeinde im Oberbergischen Kreis beginnt, endet in versuchtem Mord: Ein Mann übergießt seine ehemalige Partnerin mit Benzin und versucht, sie anzuzünden. Minuten später brennt das Wohnzimmer ihres Hauses. In dieser Episode rekonstruieren wir die Tat und ihre Vorgeschichte: die Beziehung, die bereits ein Jahr zuvor zerbrach, die Eskalationen, die es danach gab, und den Moment, in dem die Frau nur durch ihr eigenes Handeln überlebt. Wir sprechen über die juristische Bewertung, die Gutachten und das Urteil des Landgerichts Bonn vom 16. August 2022. Außerdem ordnen wir ein, warum solche Taten nichts mit Herkunft zu tun haben, sondern mit patriarchalen Strukturen und Kontrolle – eine Erkenntnis, die durch aktuelle Forschung, darunter die neue Studie Femizide in Deutschland, bestätigt wird.
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Overath, 7. Oktober 2003: Ein Rechtsanwalt, seine Frau und seine Tochter werden in ihrer Kanzlei erschossen. Der Täter: Ein 45-jähriger Mann, der seine Tat eine „Exekution“ nennt und seine Schriften als Obersturmbannführer der 39. SS-SD-Division Götterdämmerung unterschreibt. Fast zwanzig Jahre lang gilt das Verbrechen dennoch nicht als politisch. In dieser Live-Episode von "Akte Rheinland" aus dem LVR-Landesmuseum in Bonn rekonstruieren wir die Tat, den Prozess und das, was lange übersehen wurde: Wie aus einem Lebensversager ein dreifacher Mörder wurde – und warum Behörden, Politik und Öffentlichkeit so spät hinsahen.
Auf der Bühne: Kriminalpsychologin Lydia Benecke, "Akte Rheinland"-Host Anna Maria Beekes, Online-Redakteurin Lydia Benecke, Regionalressort-Leiter Jörg Manhold, Sprecher Martin Busch. Regie und Produktion: Andreas Dyck. Social Media: Tamara Wegbahn
Quellen:
Urteil des Landgerichts Köln (104 Ks 19/04)
Artikel aus Der Spiegel, taz, Welt, Stern, Lotta – antifaschistische Zeitung aus NRW
sowie Gespräche mit Zeitzeugen und Recherchen des General-Anzeiger Bonn.
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Eine warme Montagnacht im Rheinland. Ein blauer Opel Kapitän rast durch die Dörfer südlich von Bonn. Fenster zerspringen, Schüsse fallen, – und zwei Menschen sterben. Was als vermeintlicher Dumme-Jungen-Streich beginnt, wird zur tödlichen Amokfahrt. Die Täter hinterlassen eine Spur der Verwüstung – und eine Polizei, die zunächst im Dunkeln tappt. Falsche Geständnisse, verpasste Spuren, öffentliche Empörung: Erst Wochen später stoßen die Ermittler auf drei junge Männer, deren Taten die Region erschüttern.
Anna Maria Beekes und Rüdiger Franz rekonstruieren die wohl erste Amokfahrt des Rheinlands – und zeigen, wie viel die Ermittlungen damals über Gesellschaft, Jugendkultur und Moral der 1950er Jahre erzählen.
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Inhaltswarnung: Wenn ihr Probleme mit dem Thema Kannibalismus habt, überspringt diese Folge lieber. Wir warnen in der Episode vor, wenn es explizite Schilderungen.
Im Januar 2002 verschwindet die 22-jährige Susanne L. aus Brohl-Lützing spurlos. Später entdeckt die Polizei Leichenteile – in ihrer Wohnung und in einem nahegelegenen Steinbruch. Schnell gerät ihr Mitbewohner und Cousin Thorsten B. in den Verdacht, sie ermordet, zerstückelt und möglicherweise sogar Teile der Leiche gegessen zu haben. Vor Gericht wird der Fall zu einem der aufsehenerregendsten Prozesse der Region: Ein Angeklagter, der schweigt. Ein Gutachter, dessen Diagnose später vom Bundesgerichtshof zerpflückt wird. Anna Maria Beekes spricht mit dem damaligen Gerichtsreporter Christoph Lüttgen, der beide Prozesse am Landgericht Koblenz verfolgt hat – über den Tatabend, die Ermittlungen, die Gerichtsgutachten und die Frage, wo Thorsten B. heute ist.
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In den 1950er bis 1980er Jahren wurden Millionen Kinder in Deutschland zur „Erholung“ verschickt – angeblich, um gesund zu werden. Doch viele von ihnen erlebten das Gegenteil: Trennung, Angst, Gewalt und Medikamente. Auch in Bonn, im Haus Bernward und Haus Epton in Oberkassel, wurden Kinder in Kuren geschickt, die Spuren fürs Leben hinterließen.
In dieser Episode sprechen wir mit Detlef Lichtrauter und Barbara Thielke, die ihre Erinnerungen teilen. Es geht um Isolation, Demütigung, Zwang und den langen Kampf um Anerkennung. Und wir fragen: Warum hat es so lange gedauert, bis jemand hinsah?
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In dieser Folge erzählen wir die Chronik eines Abends, der eskaliert: Streit, Alkohol, 66 verpasste Anrufe und schließlich ein Messerstich vor der Wohnungstür. „Anja“ sticht ihren Partner „Daniel“ in den Brustkorb – er überlebt schwer verletzt. Wir rekonstruieren die Tatnacht aus Chat- und Anrufprotokollen und sprechen darüber, wie aus Überforderung, Angst und Alkohol ein lebensgefährlicher Moment wird.
Vor Gericht steht die Frage im Raum: Affekt oder bedingter Tötungsvorsatz? Wir ordnen das Urteil des Landgerichts Bonn ein, erklären das Zeugnisverweigerungsrecht und warum die Kammer eine erheblich verminderte Steuerungsfähigkeit, aber erhaltene Einsichtsfähigkeit annimmt. Es geht um physische und psychische Gewalt in Beziehungen – und um mögliche Auswege.
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Vor Gericht steht die Frage im Raum: Affekt oder bedingter Tötungsvorsatz? Wir ordnen das Urteil des Landgerichts Bonn ein, erklären das Zeugnisverweigerungsrecht und warum die Kammer eine erheblich verminderte Steuerungsfähigkeit, aber erhaltene Einsichtsfähigkeit annimmt. Es geht um physische und psychische Gewalt in Beziehungen – und um mögliche Auswege.
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Ein Brand in einer Bonner Wohnung, eine junge Frau tot im Flur – und ein Mord, der über 30 Jahre lang ungeklärt blieb. Bettina D., 29, Flugbegleiterin, wurde im Oktober 1992 in Bonn-Bad Godesberg ermordet. Die Ermittlungen verliefen im Sand, Spuren ins Ausland führten ins Leere. Jetzt, Jahrzehnte später, scheint der Fall plötzlich wieder in Bewegung zu geraten: Cold-Case-Ermittler haben einen Tatverdächtigen festgenommen. Was geschah in jener Nacht – und was bedeutet der späte Durchbruch für die Aufklärung?
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