Angehört - der Podcast für Angehörige psychisch Erkrankter

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Angehört - der Podcast für Angehörige psychisch Erkrankter episodes

  • #104 Eine Krankheit wie ein Gedicht - ein Film
    Im Gespräch mit Regisseurin Jelena Ilić
    Eine Krankheit wie ein Gedicht - ein Film von Jelena Ilic

    In dieser Episode ist die Regisseurin Jelena Ilic bei mir zu Gast. Sie hat einen Film gedreht über ihre Beziehung zu ihrem psychisch schwer erkrankten Vater. Der Film zeigt auf unaufgeregte Weise, wie ihr der Umgang mit ihrem schwer kranken Vater auf Augenhöhe gelingt. Im Interview berichtet sie, wer und was ihr dabei geholfen hat.

    Dabei ist der Film an keiner Stelle schwer. Im Gegenteil, in seiner Ruhe zeigt er wie viele unterschiedliche Gesichter Alltäglichkeit oder auch "Normalität" haben. Jelena Ilic tritt damit ein gegen Stigmatisierung und dafür, dass das Besprechen und Darstellen psychischer Belastungen und Erkrankungen normal wird.

    Mit viel Humor und gleichzeitig behutsam nähert sich der Film dem komplexen Thema einer schweren psychischen Krankheit innerhalb einer Familie und lässt dabei den Zwischentönen und Reibungen genug Platz. Der Film ist persönlich, intensiv und geprägt von einer kreativen Energie, Erlebtes und Erlittenes in Kunst umzusetzen. Regisseurin Jelena Ilić begleitet ihren Vater im Maßregelvollzug, bei seiner Entlassung und danach und porträtiert seine komplexe Person ehrlich und respektvoll.

    Kinostart ist der 8. Oktober 2026.

    Kinotermine, einen Trailer und viele weitere Informationen zum Film gibt es unter diesem Link

    .

    Gehe auf Instagram mit den Machern des Films in den Dialog.

    Mehr über mich und meine Arbeit findest du unter diesem Link.

    25 min
  • #103 Wenn das System ins Wanken gerät
    Vier systemische Prinzipien für Angehörige
    Wenn das System ins Wanken gerät – 4 systemische Prinzipien für Angehörige
    Kurzbeschreibung

    Wie verändert sich eine Familie, wenn ein Mitglied psychisch erkrankt? In dieser Folge betrachten wir psychische Erkrankungen nicht als isoliertes Problem eines Einzelnen, sondern als Wechselspiel innerhalb eines Beziehungssystems. Anhand von vier zentralen systemischen Prinzipien zeige ich dir, wie du die Dynamik in deiner Familie besser verstehen und echte Entlastung für dich finden kannst.

    Das erwartet dich in dieser Folge

    Das Mobile-Prinzip: Zirkularität

    Warum die Erkrankung einer Person nie nur diese eine Person betrifft – und was der Begriff „Identifizierter Patient" bedeutet. Ein Blick darauf, wie Angehörige sich unbewusst anpassen und in ein „Co-Verhalten" hineinrutschen.

    Zeitliche Reihenfolge und Hierarchie

    Was passiert, wenn Rollen durcheinandergeraten – etwa wenn Kinder zu Eltern ihrer eigenen Eltern werden (Parentifizierung) oder Partner*innen zu Pflegepersonen. Warum das Verlassen der eigenen Rolle die Erkrankung im System stabilisieren kann.

    Der Ausgleich von Geben und Nehmen

    Weshalb die Waagschale bei psychischer Erkrankung oft in Schieflage gerät – und warum Selbstfürsorge kein egoistischer Akt ist, sondern notwendig, damit aus einem Patienten im System nicht zwei werden.

    Ressourcen- und Lösungsorientierung

    Wie man dem Fokus auf die Krankheit bewusst etwas entgegensetzt und wieder Raum für Ausnahmen, Stärke und Leichtigkeit schafft.

    Erwähnte Folgen
    • Folge #57: Zur Entstehung psychischer Erkrankungen
    • Frühere Folge zum Thema „Co-Verhalten"
    • Reflexionsfrage für dich

      Auf welchem Platz stehst du gerade in deinem Familiensystem – und ist das noch dein Platz?

      Mehr über mich und meine Arbeit erfährst du hier:

      https://www.praxisfahnemann.de

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      Hier kannst du deine Teilnahme an meiner Online-Angehörigengruppe buchen:

      https://myablefy.com/s/praxisfahnemann.de/angerhoerigengruppe-0355e397

      23 min
    • #102 Angststörungen
      und was das für dich als Angehörige*r bedeutet
      Angststörungen und was das für dich als Angehörige*r bedeutet

      Wusstest du, dass Angststörungen zu den häufigsten psychischen Erkrankungen gehören? In dieser Folge stelle ich dir die unterschiedlichen Ausprägungen dieses Störungsbildes vor und erkläre dir, was für dich als angehörige Person jetzt wichtig ist.

      Diese Quellen habe ich genutzt:

      https://www.neurologen-und-psychiater-im-netz.org/psychiatrie-psychosomatik-psychotherapie/stoerungen-erkrankungen/angsterkrankungen/

      https://www.angstselbsthilfe.de/

      Hier findest du Zahlen zur psychischen Gesundheit der Menschen in Deutschland:

      Jacobi F, Höfler M, Strehle J, Mack S, Gerschler A, Scholl L, et al. The design and methods of the mental health module in the German Health Interview and Examination Survey for Adults (DEGS1-MH). International Journal of Methods in Psychiatric Research. 2013;22(2):83–99. doi:10.1002/mpr.1387.

      Wenn du noch mehr über mich und meine Arbeit erfahren möchtest, findest du mich im Internet unter:

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      Meine Online-Angebote findest du hier:

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      28 min
    • #101 Zwischen gesunder Resonanz und ungesunder Abhängigkeit
      Wie du emotional bei dir bleibst
      Zwischen gesunder Resonanz und ungesunder Abhängigkeit

      Empathie - also die Fähigkeit, mit anderen mitzuschwingen und mitzufühlen ist wichtig für lebendige Beziehungen. Doch wenn wir nur dann fröhlich sein können, wenn es der psychisch erkrankte Angehörige auch ist und wir zu ertrinken drohen, wenn es dem andern schlecht geht, dann ist die Grenze zur emotionalen Abhängigkeit überschritten. Das ist weder gut für die erkrankte Person, noch für uns selbst.

      In dieser Folge erfährst du, wo gesunde Empathie endet und emotionale Abhängigkeit beginnt. Und wie du wieder zu dir selbst zurückfinden kannst.

      Mehr über mich und meine Angebote findest du hier:

      https://www.praxisfahnemann.de
      https://www.praxisfahnemann.de/angehoerigestaerken

      Hier kannst du deine Teilnahme an meiner Online-Angehörigengruppe buchen.

      Weiterführende Literatur zum Thema:

      Rizzolatti, G. & Sinigaglia, C. (2008): Empathie und Spiegelneurone. Die biologische Basis des Mitgefühls. Suhrkamp, Frankfurt.

      Keysers, C. (2013): Unser empathisches Gehirn. Warum wir verstehen, was andere fühlen. Bertelsmann, München.
      Bowlby, J. (1969/1988): Attachment and Loss. Basic Books, New York. (Dt.: Bindung. Eine Analyse der Mutter-Kind-Beziehung. Kindler, München.)
      Young, J. E., Klosko, J. S. & Weishaar, M. E. (2003): Schema Therapy. A Practitioner's Guide. Guilford Press. (Dt.: Schematherapie. Junfermann, Paderborn.)
      Siegel, D. J. (1999): The Developing Mind. Guilford Press. (Dt.: Wie wir werden, wer wir sind. Junfermann.)
      van der Kolk, B. (2014): The Body Keeps the Score. Viking Press. (Dt.: Verkörperter Schrecken. Probst Verlag.)
      Brisch, K. H. (2009): Bindungsstörungen. Von der Bindungstheorie zur Therapie. Klett-Cotta, Stuttgart.

      21 min
    • #100 Jubiläum!
      Feiere mit mir die Folge 100 von Angehört!
      Jubiläum - feiere mit mir die Folge 100 von Angehört

      In dieser 100. Folge von Angehört führe ich dich hinter die Kulissen dieses Podcasts. Heute erfährst du

      Wieviele Menschen meinem Podcast lauschen

      Wie eine Folge zustande kommt - von der Idee bis zur Veröffentlichung
      Wie ich Interviewpartner finde
      Warum ich mich gerade den Angehörigen psychisch erkrankter Menschen widme

      Wenn du noch mehr über mich und meine Arbeit erfahren möchtest, schaue auf meine Internetnseite.

      Meine Onlineangebote findest du hier.

      Wenn du dich von mir begleiten lassen möchtest, schicke mir eine E-Mail an:

      Ich beantworte jede Mail so rasch wie möglich.

      22 min
    • #99 Autismusspektrum-Störungen
      Was Angehörige wissen sollten
      Autismusspektrum-Störungen - und was Angehörige wissen sollten

      In dieser Folge spreche ich mit der Ärztin und Psychotherapeutin Dr. Christine Preißmann über Autismusspektrum-Störungen. Sie erläutert, was Autismus eigentlich ist, welche Formen es gibt und was die Störung für Betroffene und insbesondere auch für Angehörige bedeutet.

      Speziell beleuchten wir den Asperger-Autismus und was wichtig ist, wenn du mit einer betroffenen Person eine Freundschaft oder eine Liebesbeziehung führst.

      Informationen zu Dr. Christine Preißmann, ihre Praxis, ihre Publikationen und ihre Seminare findest du hier

      Ihr Buch "Mit Autismus leben - eine Ermutigung" ist im Klett-Cotta Verlag erschienen. Du kannst es in jeder Buchhandlung erwerben. Hier siehst du eine Vorschau

      Die in der Folge angesprochenen Videos zur Verdeutlichung von Autismus findest du auf der Internetseite des Bundesverbandes Autismus Deutschland e.V. Unter diesem Link findest du die Video-Verlinkung.

      Über mich

      Wenn du noch mehr über mich und meine Arbeit erfahren möchtest gehe hier auf meine Webseite.

      Meine Onlineangebote findest du hier.

      Anfragen für eine persönliche Begleitung kannst du per E-Mail übermitteln an: [email protected]

      Ich antworte so schnell wie möglich.

      41 min
    • #98 Die Bipolare Störung
      Was Angehörige wissen müssen
      Die Bipolare Störung - was Angehörige wissen müssen

      In dieser Folge geht es um die Bipolare Störung – eine affektive psychische Erkrankung, die zwischen depressiven und manischen Phasen schwankt. Du erfährst, was hinter dem Begriff steckt, wie sich Manie und Depression zeigen, was die Ursachen sind und wie die Behandlung aussieht. Ein besonderer Fokus liegt auf der Situation von Angehörigen: Wie kannst du helfen – und gleichzeitig gut für dich selbst sorgen?

      **Es geht um: **

      • Was ist eine affektive Störung?
      • Wie verläuft die Erkrankung?
      • Wer ist betroffen?
      • Ursachen
      • Behandlung
      • Hilfreiches für Angehörige
      • Hier bekommst du weitere fachlich fundierte Informationen:

        PSYCHIATER UND NEUROLOGEN IM NETZ

        https://www.neurologen-und-psychiater-im-netz.org/psychiatrie-psychosomatik-psychotherapie/stoerungen-erkrankungen/bipolare-erkrankungen/

        DEUTSCHE GESELLSCHAFT FÜR BIPOLARE STÖRUNGEN E.V.

        https://dgbs.de/

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        22 min
      • #97 Erlernte Hilflosigkeit
        Und wie du sie wieder verlernst
        Erlernte Hilflosigkeit - und wie du sie wieder verlernst

        Wenn wir alles versucht haben – und trotzdem nichts besser wird – lernen wir irgendwann, dass unser Handeln keinen Unterschied macht. Dieses Phänomen nennt die Psychologie erlernte Hilflosigkeit. Und es betrifft nicht nur den psychisch erkrankten Menschen. Es betrifft auch Angehörige.

        In dieser Folge schauen wir gemeinsam hin: Wie entsteht erlernte Hilflosigkeit – bei Betroffenen und bei Angehörigen? Welche unbewussten Muster verstärken sie auf beiden Seiten? Und was hilft, wieder aus diesem Kreislauf herauszukommen?

        Ich gebe dir konkrete Impulse, wie du die Dynamik der sich gegenseitig verstärkenden Hilflosigkeit wieder verlassen kannst.

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        14 min
      • #96 Wie gut ist gut genug?
        Raus aus der Perfektionismus-Falle!
        Wie gut ist gut genug?

        Viele Angehörige psychisch erkrankter Menschen kennen den inneren Drang: Ich muss mehr tun. Ich muss es richten. Ich bin nicht gut genug. In dieser Folge stelle ich das Konzept des „Good Enough Parent“ des britischen Psychoanalytikers Donald W. Winnicott vor – und zeige, warum es für Angehörige ebenso befreiend wie handlungsleitend sein kann.

        Das Konzept: Good Enough

        Donald W. Winnicott (1896–1971) beobachtete, dass Kinder keine perfekte Mutter brauchen – sondern eine „ausreichend gute“. Kleine, altersgerechte Enttäuschungen sind nicht schädlich, sondern notwendig: Sie geben Kindern den Raum, eigene Ressourcen zu entwickeln, Frustration zu tolerieren und Autonomie aufzubauen. Zu viel Perfektion hingegen verhindert Wachstum.

        Was bedeutet das für Angehörige?

        Die Dynamik, die Winnicott beschrieb, ist universell: Zwischen Fürsorge und Autonomie, zwischen Präsenz und Loslassen. Für Angehörige psychisch erkrankter Menschen bedeutet „gut genug“ konkret:
        • In akuten Krisen darf und soll mehr Unterstützung da sein – aber als Phase, nicht als Dauerzustand.
        • Nicht jede Not sofort aufzulösen schafft Raum für eigene Bewältigungsstrategien der erkrankten Person.
        • Die eigene Stabilität ist keine Selbstsucht – sie ist die Voraussetzung für nachhaltige Fürsorge.

        Wissenschaftlicher Hintergrund

        Das Konzept der „High Expressed Emotion“ (Vaughn & Leff, 1976; Butzlaff & Hooley, 1998) zeigt empirisch: Überfürsorge, Kontrolle und emotionale Überinvolviertheit von Angehörigen erhöhen das Rückfallrisiko bei psychischen Erkrankungen. Weniger kann tatsächlich mehr sein.

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        Weiterführende Quellen

        • Winnicott, D. W. (1960). The theory of the parent-infant relationship. International Journal of Psychoanalysis, 41, 585–595.
        • Winnicott, D. W. (1965). The Maturational Processes and the Facilitating Environment. London: Hogarth Press.
        • Vaughn, C. E., & Leff, J. P. (1976). The influence of family and social factors on the course of psychiatric illness. British Journal of Psychiatry, 129, 125–137.
        • Butzlaff, R. L., & Hooley, J. M. (1998). Expressed emotion and psychiatric relapse. Archives of General Psychiatry, 55(6), 547–552.
        • Fonagy, P., & Target, M. (1997). Attachment and reflective function. Development and Psychopathology, 9(4), 679–700.

        22 min
      • #95 Unproduktives Denken
        Raus aus der Grübelschleife
        Unproduktives Denken - raus aus der Grübelschleife

        Auch Angehörige psychisch erkrankter Menschen finden sich oft in Grübelschleifen wieder und zermürben sich das Gehirn darüber, wie es "nun weitergehen" soll. Doch Grübeln und Zerdenken sind unproduktiv. In dieser Folge geht es darum, wie du aus dem Grübeln wieder aussteigen und in produktives und lösungsorientiertes Denken wechseln kannst.

        Wenn du dich in deinem Leben mit einem psychisch erkrankten Menschen begleiten lassen möchtest, schicke mir am besten eine E-Mail an: [email protected]

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        19 min

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      Angehörige psychisch erkrankter Menschen brauchen Empathie, Unterstützung und Hilfe. Dieser Podcast ist für dich da, wenn du dein Leben mit einem psychisch erkrankten Menschen teilst. Die…

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