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selbst wenn in der Außenwelt alles ruhig ist, können wir innerlich leiden.
Wenn Gedanken sich aufdrängen in Begleitung von Emotionen wie Schuld, Ärger, Sorge.
Doch Leid kommt nur, wenn wir uns mitreißen lassen.
Wir können auch nur bemerken d.h. Emotionen wie Ärger oder ungewollte Szenarien beobachten wie als würdest Du eine Tasse vor dir beobachten.
Damit entsteht automatisch eine Distanz.
Du kannst nicht sein, was Du beobachtest. Weil du den Stift siehst, kann er nicht "Du" sein. Weil Du Gedanken & Emotionen beobachten kannst, können Sie nicht "Du" sein.
Im Beobachten ist immer ein innerer Frieden - Unverwundbarkeit.
In Frieden-Sein ist die Essenz eines guten Lebens.
Wie wir lernen jederzeit in den "Beobachtungsmodus" zu wechseln, ist Thema dieser Folge und vieler weiterer hier :)
Je mehr Tabs im Browser offen sind, desto langsamer läuft der eine Tab, der jetzt gerade wichtig ist.
Je mehr Gedanken wichtig erscheinen, desto unsicherer stehen wir im Moment.
Es geht nicht darum, unsere Gedankenwelt still zu legen, sondern nur Weniges als "wichtig" einzustufen. Denn in der heutigen Zeit macht unser Hirn unweigerlich viele Gedanken, Szenarien, Meinungen.
Doch wir können die Masse an Gedanken auch als "unwichtig" einstufen und so eine Distanz schaffen.
Diese Distanz kommt bereits, wenn wir täglich 10 Minuten in Stille nur beobachten, was an Gedanken auftaucht. Denn was wir beobachten, können wir nicht zeitgleich sein und in dieser Distanz liegt unsere Entscheidung, ob wir sie wichtig nehmen oder wie eine Wolke vorbeiziehen lassen.
10 Minuten Stille...
Achtsamkeit, Meditieren, gesunde Ernährung, besser kommunizieren etc. sind an-sich gute Ansätze.
Sie sind eine Befreiung, wenn wir sie freiwillig eingehen und gelassen gegenüber Outcomes bzw. Reaktionen der Außenwelt sind.
Sie sind Belastung, wenn wir uns verpflichten und Schuld empfinden, wenn wir es verpassen oder nicht das gewünschte Feedback erhalten.
Beispiel: Wir beginnen mit Meditieren. Wir können "alles" richtig machen wollen und währenddessen vergleichen, ob wir es denn richtig tun und schauen, ob sich bereits gewünschte Effekte einstellen und wenn nicht, dann denken wir, dass wir es noch mehr probieren müssen.
Oder wir beginnen Meditiation mit einer Bereitschaft, dass auch nicht die gewünschten Effekte eintreten und Du tust es nur im Moment freiwillig.
Das Loslassen von Verpflichtung und von Verbindung mit Outcomes lässt sich lernen. Mehr dazu in dieser und weiteren Episoden
Ziele, Ideale und Werte sind wichtige Orientierungen.
Doch sie können zu Schuld, Stress und Selbstwertverlust führen, wenn wir sie nicht einhalten.
Dabei sollten sie eigentlich eine Orientierung sein für Zufriedenheit & Gelassenheit.
Die Lösung: Ziele & Co. beibehalten, jedoch als "Vorschlag" statt Pflicht sehen. Paradoxerweise werden wir sie umso leichter einhalten, desto weniger sie uns als Pflicht erscheinen.
Wie wir Ziele & Ideale weniger ernst-nehmen und vom Podest der Pflicht runtersetzen ist Thema dieser Episode (und vielen weiteren)
Was Du als Deine Persönlichkeit oder deinen Charakter siehst, ist nur eine gedankliche Wahrnehmung (eine Idee)
Oft steht uns diese Idee im Weg ehrlich zu handeln.
Sie steht im Weg der Achtsamkeit und dem Fühlen, was uns gerade anzieht oder abstoßt.
Wir können diese Idee distanzieren. Ein Impuls dazu in dieser Episode.
Aufmerksamkeit kann nur auf einer Sache liegen.
Oft sind wir im Alltag in einem schnellen Wechsel zwischen Gedanken, Sinneseindrücken und Emotionen.
Dieser schnelle Wechsel (dieses Hin- und Her) ist bei Vielen eine Gewohnheit.
Schneller Wechsel von Aufmerksamkeit führt dazu, dass wir zu nichts eine aufrichtige Verbindung aufbauen (denn dies braucht Zeit) und so nur halbherzig im Moment sind.
Treiber des schnellen Wechsels sind z.B. Gefühle der Verpflichtung oder des Anspruchs.
Mehr dazu in dieser Episode :)
Stelle dir diese Frage: "Wie sehr steuern mich Emotionen?, Welches Verhalten bestimmen sie?, welche Emotionen kommen im Alltag häufiger, welche Gedanken sind dabei und was sind Auslöser?, möchte ich das so weiterführen oder ab sofort anders auf Emotionen reagieren?"
Emotionen & Gedanken sind eine Information. Oft verleiten sie dazu, dass wir sie ernst nehmen. Und das kann in Stress und unachtsames Verhalten führen.
Regelmäßiges Innehalten, Stille und Reflexion können bewirken, dass Du sie distanzierter betrachtest und sie weniger "mitreißend" sind.
Dabei sind die Fragen von oben Beispiele, die Du dir stellen kannst, wenn Du mal nichts tust und keinen Reizen ausgesetzt bist (z.B. still im Zimmer sitzend) - Es reicht aus, diese Fragen nur zu stellen, ohne eine Antwort zu forcieren. Die Frage allein wird bereits etwas in Gang setzen...
"Sei mal mehr im Hier und Jetzt" hört man viele sagen.
Dabei können wir gar nicht anders als "hier und jetzt" da zu sein, weil es gar keine andere Existenz oder Realität gibt, als das, was jetzt gerade ist.
Wir sind bereits im Hier und Jetzt. Nur sind wir dabei oft im Wechsel zwischen Reizen (z.B. klingelt das Handy, dann hören wir Jemandem zu, dann schauen wir ein Video, essen noch was und denken an ein Meeting heute Nachmittag)
Dadurch kommt ein Gefühl nicht "richtig" da zu sein, sondern verloren in einem Raum, in dem viel an uns zieht und zerrt.
In diesem Gefühl und "Hin- und Her" erleben wir unser Leben unerfüllt.
Die Lösung: deine Aufmerksamkeit auf Weniges richten. Und alles Weitere distanzieren. Denn Reizflut und Gedankenflut wird es immer geben. Doch du kannst trz in einer inneren Ruhe bleiben.
Der Weg dorthin gelingt durch Stille und das Realisieren, dass Du auch alles nur "beobachten" kannst. (was das genau bedeutet ist Thema dieser Episode und des Podcasts)
Schmerz ist Physisch (durch Reizweiterleitung ans Hirn infolge von Verletzung, Organ-Fehlfunktion)
Leid ist Emotional (Ärger, Sorge, starkes Begehren)
Emotionen und Gedanken (welche die Emotionen mitbestimmen) können uns mitreißen oder wir beobachten sie.
In Beobachtung ist kein Leid, höchstens leichtes Unbehagen.
In Beobachtung "sein" bedeutet Distanzieren und damit innere Freiheit gegenüber von Eindrücken (sei es Denken, Fühlen oder auch was wir sehen, hören etc.)
In den "Beobachtungs-Modus" zu gehen ist eine Fähigkeit. Deren Erlernen ist Thema dieses Podcasts.
Innerlich kommen ständig verschiedene Stimmen (d.h. Haltungen, Meinungen bzw. Gedanken & Emotionen) zu dem, was gerade stattfindet. Die dominierende Stimme prägt Stimmung und Verhalten.
Doch es gibt auch einen "Bemerker-Modus" bei dem wir die Stimmen nur "bemerken" d.h. wahrnehmen, ohne dass sie stark wirken.
Wir betrachten dann die Stimmen (also Gedanken & Emotionen) wie Wolken am Himmel während wir wissen, dass dahinter immer der blaue Himmel ist.
Dies gibt eine Ruhe und innere Freiheit. Und damit die Grundlage von dem, was jeder (insgeheim) begehrt.
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