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  • Kein bisschen Frieden | Von Rob Kenius
    Die ich rief, die Geister, werd ich nun nicht los.
    Ein Standpunkt von Rob Kenius.
    Die Ukraine ist nicht Vietnam, Afghanistan oder Irak, sondern das größte und fruchtbarste Agrarland Europas. Das Land könnte eine sichere Zukunft haben, zwischen West und Ost, ohne Rüstung und NATO. Dazu muss erst der Krieg beendet werden und auch der Krieg in den Köpfen. Das ist die Absicht des folgenden Versuchs einer Klarstellung.
    Im Westen wenig Neues
    Amerikaner wollen mehr Waffen exportieren. Die Deutschen wollen wieder Militärmacht werden. Die gemäßigten Ukrainer wollen sich in den Westen beamen. Die radikalen Ukrainer, auf beiden Seiten der Front, wollen kämpfen.
    Der Botschafter der radikalen Ukrainer verkündet in Berlin: Deutschland soll mehr aggressive Waffen liefern und mehr Geld. Die Polen wollen eine Flugverbotszone schaffen, was auf das Abschießen von Flugzeugen und den Kriegseintritt der Nato hinausläuft.
    Doch das ist noch längst nicht alles. Medien eskalieren die Kriegswut auf allen Ebenen. Auch Satiriker, die normalerweise die im Lande Herrschenden aufs Korn nehmen und deshalb so beliebt sind, sie hetzen. Gegen wen? Sie hetzen gegen den Teufel Putin. Verteufeln eines Gegners ist Rückfall ins Mittelalter. Religiöser Wahnsinn hat den dreißigjährigen Krieg über dreißig Jahre am Laufen gehalten.
    Der Krieg ist Realität, Feindbilder sind keine Realität.
    Krieg ist in den Medien ein Gruselmärchen zum Frühstück und zum Abendessen. Am Sonntag, auch mittags, in Diskussionsrunden. Die meisten Rednerinnen und Redner haben den transatlantischen NATO-Sprech drauf: Wir hätten viel mehr und viel früher rüsten sollen und müssen das jetzt nachholen, weil Putin...
    Die am häufigsten verkündete Dummheit ist der Satz: Das ist Putins Krieg. Putin denkt, Putin will, Putin irrt, Putin ist... Was ist er? Unberechenbar, aggressiv, durchgeknallt, blutrünstig, antidemokratisch, er ist ein Diktator, zwei Verbrecher, drei Teufel in einer Person. Alle sind jetzt Putinversteher oder Putinverdreher oder Putingedankenleser. Wer die Gedanken des Kremlchefs lesen kann, braucht selber nicht zu denken.
    Putin wie Bush – Bush wie Putin?
    Wie idiotisch das Gezeter gegen die Person Putin ist, kann man leicht an einem Vergleich mit George W. Bush erkennen. Im Rahmen des Krieges gegen den Terror, den Bush entfacht hat, wurde der Irak überfallen, ohne dass irgendeine Bedrohung von dort ausging, schon gar nicht gegen die USA.
    Wo waren die Stimmen der Putinverdreher, die sich jetzt profilieren? Bush der durchgeknallte Verbrecher? Teufel im Weißen Haus? Man hat George W. Bush allenfalls als Dummkopf bezeichnet, was er ohne Zweifel auch ist.
    Er war aber außerdem Präsidentensohn aus einer der reichsten Öl-Familien der USA und, was viele vergessen haben, ein irrer Fundamentalchrist. Von der Sorte gibt es in den USA Millionen, harmlose und aggressive, bis hin zu den offenen Rassisten des Ku-Klux-Klan. Es sind religiöse Fanatiker, hervorgegangen aus christlichen Sekten, die in Europa nicht gern geduldet wurden.


    Religion ist ein Teil der amerikanischen Freiheit, in Europa war Religion über tausend Jahre ein Teil der Unterdrückung.

    Aus der fundamentalistischen Gedankenwelt des George W. Bush kam die absurde Idee eines Krieges gegen den islamischen Terror. Religion, Öl, Krieg und viel Geld in einen Topf zu schmeißen, ist nicht nur Dummheit, sondern eine hoch gefährliche Giftsuppe. Bush der Aggressor, der Mörder von 100.000 Irakern? Wo waren diese Parolen? Nirgendwo im Werte-Westen, der damals schon seine Werte verraten hat.
    Das sind die seit Jahrhunderten bewährten, von Religionen praktizierten Methoden des Wahnsinns. Psychologie der Gehirnwäsche. Die Methode ist älter als die Wissenschaft der Psychologie. Die Realität aber ist folgende: Es ist Krieg in der Ukraine und fast alle heizen den Krieg an.
    Flucht aus den Ketten
    13 min
  • Der kommende Kollaps | Von Dagmar Henn
    Die deutsche Mätresse bei der Grablege des US-Fürsten
    Wie lautete der berühmte Satz des Pyrrhus? „Noch so ein Sieg, und wir sind verloren!“ Könnte sein, dass in den Geschichtsbüchern die westliche Sanktionswelle im Kampf um die globale Vormacht die antike Schlacht als Beispiel ablöst, wie man sich selbst besiegt.
    Ein Kommentar von Dagmar Henn.
    Manchmal begreife auch ich nicht, was eine verhängte Sanktion bedeutet. Als etwa durch die USA jetzt russische Diamanten sanktioniert wurden. „Diamonds are a girl’s best friends“ war ohnehin nie meine Devise. Erst langsam erinnerte ich mich wieder daran, dass der Großteil der geförderten Diamanten in der Industrie landet und für Bohrköpfe und Schneidemaschinen verwendet wird, die man beispielsweise beim Straßenbau benötigt.
    Aber die Erfinder dieser tollen Sanktionspakete müssen noch ganz andere Dinge nicht im Blick gehabt haben. Wie den Kunstdünger. Und ganz sicher ist die Liste noch lange nicht am Ende angekommen; die Folgen zeigen sich schrittweise.
    Wie war das noch einmal mit den leeren Klopapierregalen beim ersten Lockdown? Das könnte eine Art Vorahnung gewesen sein, denn Papier ist gleich mehrfach betroffen: zuerst durch die höheren Energiekosten. Der österreichische Kurier meldete, der norwegische Papierkonzern Norske Skog habe sein Werk in Österreich vorerst bis Ende März stillgelegt; euronews berichtete, in Italien hätten die Papierfabriken die Produktion eingestellt. „Im Dezember letzten Jahres zahlten die italienischen Papierfabriken das Fünffache für Erdgas, mit dem sie den Strom für ihre Anlagen erzeugen. Heute sind die Kosten um das Zehnfache gestiegen, mit Spitzenwerten von fünfzehn Mal mehr,“ wird Lorenzo Poli, der Chef der Handelsgruppe der italienischen Papierindustrie, zitiert (1, 2).
    Die Herstellung von Papier benötigt allerdings nicht nur Energie, sie benötigt auch Rohstoff; genauer gesagt Zellstoff, für den wiederum Holz benötigt wird.


    Nun darf man dreimal raten, welches Land der weltweit größte Exporteur von Holz ist …

    Das man übrigens, das wurde ebenfalls im letzten Jahr deutlich, auch als Baumaterial benötigt. Am 10. Februar noch vermeldete das Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND): „Einzelne Baustoffe wie Holz und Stahl erlebten Preissteigerungen wie noch nie seit dem Jahr 1949. (…) So legte Konstruktionsvollholz im Vergleich zum Vorjahr um 77,3 Prozent zu, Betonstähle waren 52,8 Prozent teurer als im Jahr 2020.“ (3) Das war allerdings vor der Verhängung all der Sanktionen. Stahl? Die Preise steigen deutlich. Noch so ein Produkt, das viel Energie benötigt. Über mögliche Zusätze, wie Nickel und Chrom, lassen wir uns gar nicht erst aus, weil wir da schon wieder auf Russland stoßen. Betonbau ist übrigens auch keine Alternative, weil der Beton ebenfalls energieintensiv ist und zudem für die Verschalungen wieder – Holz benötigt. Es wird also spannend werden, wohin sich die Baustoffpreise dieses Jahr noch entwickeln werden.
    Inzwischen kommen vermehrt Klagen aus dem Transportgewerbe. Zwei verschiedene, um genau zu sein. Die erste besagt, der Dieselpreis sei zu hoch, das könnten die Unternehmen nicht mehr finanzieren. Klar, irgendwann werden sie es doch finanzieren können, und zwar dann, wenn der erhöhte Transportpreis auf die Preise der transportierten Güter aufgeschlagen wurde. Vorausgesetzt natürlich, es gibt die dafür erforderlichen Fahrer. In all den Jahren seit 1990 wurden sie immer weiter im Osten gesucht; erst waren es Polen, dann Bulgaren und Rumänen, inzwischen sind (oder waren) es Weißrussen und Ukrainer. Habe ich schon einmal gesagt, dass man in Deutschland überhaupt alles tut, nur um keine höheren Löhne zahlen zu müssen? Daher Ukrainer. Die aber dürfen nicht mehr, weil ihre eigene Regierung sie nur dann außer Landes lässt, wenn sie unter 18 oder über 60 sind. Es ist also nicht nur der Diesel teuer. Der ohnehin vorhandene Fahrermangel hat sich auch noch weiter verschärft...
    12 min
  • Peking und Riad läuten das Ende des Dollar-Imperiums ein | Von Peter Haisenko
    Ein Kommentar von Peter Haisenko.
    China und Saudi-Arabien wollen ihren Ölhandel auf die Bezahlung mit chinesischen Renminbi oder auch Yuan umstellen. Damit wird die Macht des Petrodollars gebrochen und wenn weitere folgen, steht der Zusammenbruch des US-Imperiums bevor.
    Als 1971 der US-Dollar, die Leitwährung, vom Bezug auf Gold abgekoppelt worden ist, hatte er eigentlich seine Stellung als Leitwährung verloren. Er hatte keinen real gestützten Wert mehr. Um den US-Dollar weiterhin unverzichtbar zu machen, hat Washington der Welt befohlen, der Ölhandel dürfe nur noch in Dollar abgewickelt werden. Der Petrodollar war erfunden. Wer da ausscheren wollte, wurde mit Waffengewalt gnadenlos vernichtet. Iran, Libyen, Irak. So wurde der US-Dollar weiterhin als eine Art Leitwährung erhalten, denn wer Öl kaufen wollte, musste sich vorher Dollar besorgen.
    Die Freiheit, kein Öl zu kaufen, gibt es nicht und so konnten die USA das System etablieren, den gesamten Welthandel in Dollar abzuwickeln und bei jeder Transaktion blieb einiges an den klebrigen Fingern der Wallstreet hängen. In Washington nutzte man das aus, um Sanktionen und Embargos durchzusetzen. Wer sich nach Meinung der USA ihnen gegenüber ungebührlich verhält, wird vom internationalen Zahlungsverkehr ausgeschlossen. Siehe Kuba und aktuell Russland. Seit zehn Jahren aber arbeitet China daran, seinen Außenhandel von der Dollar-Abhängigkeit frei zu machen. Auch Russland hat das schon weitgehend durchgeführt. Was bislang blieb, war der Ölhandel und der ist die Basis für den Petrodollar. Dieses Diktat des US-Imperiums wird jetzt von Riad und Peking gebrochen.
    Fatale Erinnerungen an den Krieg zwischen Irak und Iran
    Das Wallstreet-Journal berichtet, Saudi-Arabien und China werden zukünftig die Öllieferungen in Yuan abrechnen. Warum setzen sich die Saudis gerade jetzt der Gefahr aus, dem Schicksal Persiens, Libyens und Iraks zu folgen? Nämlich von den USA dafür “bestraft” zu werden? Zunächst ist der Zeitpunkt günstig. Die USA können nicht noch einen Konflikt eröffnen, der ihre Kräfte weiter zersplittert. Und dann China als Partner. Anders als mit kleineren Ländern können die USA China keine Vorschriften machen. Auch mit den Saudis werden sie sich da schwertun. Aber warum wenden sich die Saudis gerade jetzt vom US-Dollar ab?
    In arabischen Gefilden gibt es hochgebildete und kluge Leute, die ganz genau beobachten und analysieren, was in der Welt vor sich geht. Die es immerhin geschafft haben, das derzeit höchste Gebäude der Welt in Dubai errichten zu lassen. Die folgenden stehen nicht in den USA, sondern in China und Saudi Arabien. Was die Saudis jetzt in der Ukraine beobachten können, erinnert sie fatal an den Krieg zwischen Irak und Iran. Washington hat den Irak hochgerüstet und zum Krieg gegen den Iran getrieben. Dieser Krieg dauerte acht Jahre, vom 22. September 1980 bis 20. August 1988 und hat Millionen Tote verursacht. Zu beobachten war aber auch, dass die USA zwar diesen Krieg orchestriert haben, aber dennoch ihre Unterstützung des Irak auf einem Niveau gehalten haben, das einen schnellen Sieg des Irak nicht zuließ. Auf diese Weise haben sie diese zwei Länder nachhaltig beschädigt.
    Wer jetzt unparteiisch auf den Ukraine-Konflikt blickt, kann nicht umhin, Parallelen zu erkennen. Die USA haben Kiew seit mindestens acht Jahren aufgerüstet und spätestens mit dem Putsch auf dem Maidan gegen Russland in Stellung gebracht. Der Plan war wohl, eine mit westlicher Waffentechnik aufgerüstete Ukraine in einen Krieg mit Russland zu verwickeln, der am besten auch lange Jahre andauern und richtig blutig werden sollte.
    So sollten Russlands Kräfte ausbluten und seine internationale Reputation dauerhaft beschädigt werden. Das hat Putin gerade noch rechtzeitig erkannt und seine Aufräumaktion gestartet, bevor der gewünschte und zermürbende Krieg mit westlichen Waffen eröffnet werden konnte. In Riad sieht man aber,
    13 min
  • Die „gesundheitliche“ Krone des Überwachungskapitalismus | Von Annette Groth
    Ein Standpunkt von Annette Groth.
    Rainer Rupp, der selbst verhindert ist, hat trotzdem die Zeit gefunden, um uns in die heutige Tagesdosis einzuführen und die Autorin Annette Groth kurz vorzustellen.
    Es geht heute um den geplanten Pandemie-Vertrag der Weltgesundheitsorganisation (WHO). Der soll schon 2024 von den 194 Mitgliedsstaaten verabschiedet werden. Das Ungeheuerliche dabei ist, dass der Vertrag für alle Länder ein verbindlicher Völkerrechts-Vertrag werden soll. Damit würde die Demokratie, wie wir sie einmal in Deutschland gekannt haben, vollends ausgehebelt.
    Wie der Papst im Vatikan für die weltweite katholische Glaubensgemeinschaft ex-cathedra ohne Widerspruch oder dass kritische Fragen erlaubt sind, Glaubensdogmen erlassen kann, so würde mit diesem Vertrag die WHO die absolute Weisungsbefugnis erhalten und könnte Impfpflichten, Lockdowns und andere restriktive Maßnahmen erlassen, welche die Regierungen ohne Wenn und Aber ausführen müssten. Die nationalen Parlamente würden dadurch entmachtet. Sie hätten nicht mehr die Befugnis mitzureden, und der eigentliche Souverän, der Wähler und Bürger, könnte das das Maßnahmenregime nicht einmal mehr über die nächsten Wahlen beeinflussen.
    Das hörenswerte Interview, das Dirk Pohlmann mit Thomas Röper jüngst auf apolut über die WHO und die mit ihr verbundenen Netzwerke aus privaten Finanz- und Kapitalinteressen der Big-Pharma-Mafia geführt hat, liefert weitere Hintergründe zu den nachfolgenden Ausführungen der engagierten Soziologin Annette Groth. Das ehemaligen Bundestagsmitglied Groth ist Autorin vieler Artikel über globalisierungs-relevante Themen wie Freihandelsabkommen, EU-Verfassung u.v.m.
    Als ehemalige Mitarbeiterin bei der UNHCR weiß Frau Groth, wovon sie spricht. Aber sie redet nicht nur, sondern engagiert sich auch persönlich und ist bereit, dafür Risiken für Leib und Leben auf sich zu nehmen. Unter anderem nahm Groth, die von 2009 bis 2017 menschenrechtspolitische Sprecherin der Links-Fraktion im Bundestag mit Schwerpunkt Nahost war, im Jahr 2010 an der „Free-Gaza Flotilla“ teil, die von israelischen Kommando-Soldaten auf hoher See überfallen und mit großer Brutalität gekapert wurde.
    Damit übergebe ich an Annette Groth 
    Der institutionalisierte repressive Überwachungsstaat kennt kein Halten mehr und sichert ihn unter dem Deckmantel des Gesundheitsschutzes auf nationaler und internationaler Ebene mit entsprechenden Gesetzen und Abkommen ab.
    Am 1. Dezember 2021 vereinbarten die 194 Mitglieder der Weltgesundheitsorganisation (World Health Organization, WHO) die Aushandlung eines internationalen Übereinkommens zur Stärkung der Pandemieprävention, das völkerrechtlich bindend sein soll. Schon im August 2022 soll ein Entwurf vorliegen, der 2023 der WHO-Generalversammlung vorgelegt und im Jahr 2024 verabschiedet werden soll. (1)
    Die Pandemie-Branche positioniert sich global – Totalitäre Maßnahmen zum Schutz der Gesundheit 
    Vordergründig soll dieses Abkommen allen Ländern den Ausbau ihrer Gesundheitssysteme ermöglichen und ihre Widerstandsfähigkeit gegenüber künftigen Pandemien stärken, das eigentliche Ziel aber ist eine umfassende Weisungsbefugnis der WHO gegenüber den Mitgliedsstaaten.
    Damit könnte die WHO Impfpflichten und andere restriktive Maßnahmen, wie beispielsweise Reisebeschränkungen oder Kontaktsperren, und andere Notstandsregeln auf nationaler und internationaler Ebene an den nationalen Parlamenten vorbei durchsetzen.
    Etliche Organisationen wie die Wissenschaftliche Initiative „Gesundheit für Österreich“ warnen vor dem geplanten WHO-„Pandemievertrag“, der letztlich die Demokratie aushebeln und der internationalen Organisation eine unglaubliche Macht verleihen würde.  „Tritt dieses geplante Abkommen also in Kraft, könnte die WHO nicht nur aufgrund eines mäßig gefährlichen Virus eine Pandemie ausrufen und der ganzen Welt strenge Maßnahmen vorschreiben.
    18 min
  • Ukraine: Biologische Waffen gegen Genotypen? | Von Jochen Mitschka
    Seit 2000 geplant, aber nie erwähnt!
    Ein Standpunkt von Jochen Mitschka.
    Im Jahr 2000 wurde in der damals vermutlich einflussreichsten Denkfabrik der USA vorgeschlagen biologische Waffen zu entwickeln, welche auf bestimmte Genotypen eingesetzte werden können. Glauben Sie nicht? Dann lesen Sie selbst. Suchen Sie nach einem Dokument mit dem Namen "Rebuilding America’s Defenses, Strategy, Forces and Resources for a New Century“, herausgegeben vom "The Project for the New American Century" im September 2000. Oder glauben Sie der Süddeutschen, dass das alles nur "russische Lügen" sind.
    Dort kann man im ursprünglichen Dokument auf Seite 60 lesen: „And advanced forms of biological warfare that can 'target' specific genotypes may transform biological warfare from the realm of terror to a politically useful tool.” (Meine Übersetzung: Und weiter entwickelte Formen der biologischen Kriegsführung, mit denen bestimmte Genotypen gezielt getroffen werden können, könnten die biologische Kriegsführung aus dem Reich des Terrors in ein politisch nützliches Werkzeug verwandeln.) Auf der letzten Seite stehen die einflussreichen Verfasser dieser Studie. Das ist nicht das Papier einer Extremistengruppe, sondern der Elite der USA.
    Der Stand der ethnischen Bio-Waffen?
    Eine ethnische Bio-Bombe war schon zur Zeit der Apartheid in Südafrika in der Entwicklung gewesen. (11) Das Entwicklungsziel war damals schwarze Südafrikaner zu sterilisieren. Allerdings hatte man noch nicht die heutigen technischen Möglichkeiten. Und vor allen Dingen gab es noch keinen menschlichen Genpool, der annähernd groß genug war, um ausreichend fokussierte Forschung zu betreiben. Was sich nebenbei durch die Teststäbchen im Rahmen von Corona vermutlich geändert haben dürfte. (Hat nicht unser Bundeskanzler den russischen PCR-Test abgelehnt, weil er seine DNA nicht bekannt geben wollte? Diese Wahl hatten Millionen Deutsche nicht.)
    Man stellt sich die Frage, was die US-Luftwaffe wohl mit DNA-Proben von "weißen Russen" machen wollte, die 2017 über eine Ausschreibung gesucht und gefunden worden waren. Interessanterweise wurde ausdrücklich darauf hingewiesen, dass Proben von Ukrainern abgelehnt werden (13).
    Und so könnten nun, 22 Jahre nach der Aufforderung der führenden US-Politik-Vordenker, die Forschungen langsam in die Endphase eintreten. Und wundersamerweise erscheint beim "Feindsender" Russia Today ein Artikel (1), der sich auf Aussagen des russischen Verteidigungsministeriums stützt und die Vermutung, dass die USA an solchen Waffen forscht, erhärtet.
    "Das russische Verteidigungsministerium prüfe weiterhin die Unterlagen über die Umsetzung der militärischen und biologischen Programme der USA und ihrer NATO-Verbündeten in der Ukraine." Das teilte Igor Kirillow, der Leiter der ABC-Schutztruppen der russischen Streitkräfte, am Donnerstag bei einem Briefing mit. Ihm zufolge lägen der Behörde Informationen aus verschiedenen Quellen vor, die auf die führende Rolle des US-Verteidigungsministeriums bei der Finanzierung und Durchführung militärischer und biologischer Forschung in der Ukraine hindeuteten.
    Des Weiteren enthüllte Kirillow Details einzelner Projekte, bei denen unter anderem der Einsatz von Zugvögeln und Fledermäusen als Träger von potenziellen Biowaffenagenten untersucht wird. Er betonte:
    'Bemerkenswert ist die Tatsache, dass die Forschung in unmittelbarer Nähe der russischen Grenzen stattfindet – in Gebieten entlang der Schwarzmeerküste und im Kaukasus.'
    An der Umsetzung dieser Projekte seien Biolabore nicht nur in der Ukraine, sondern auch in Georgien beteiligt. Diese seien dem Pentagon unterstellt, fügte Kirillow hinzu. Darüber hinaus würden die dem Verteidigungsministerium vorliegenden Dokumente von zahlreichen Fällen der Weitergabe biologischer Proben ukrainischer Bürger ins Ausland zeugen, darunter nach Australien und Deutschland. Der Chef der russischen ABC-Abwehrtruppen schlussfolgerte:
    23 min
  • Biden will den Dritten Weltkrieg verhindern? | Von Wolfgang Effenberger
    Ein Kommentar von Wolfgang Effenberger.
    Laut US-Präsident Joe Biden muss eine direkte militärische Konfrontation in der Ukraine zwischen dem US-Militär und den russischen Streitkräften verhindert werden, damit es nicht zu einem "dritten Weltkrieg" kommt. Hat er sich da verplappert? Ist denn US-Militär in der Ukraine? Biden twitterte am 11. März 2022, er wolle in der Ukraine keinen Krieg mit Russland führen, denn „eine direkte Konfrontation zwischen der Nato und Russland ist der dritte Weltkrieg - und etwas, das zu verhindern wir uns bemühen müssen.“(1) Aber solange die russische Armee kein NATO-Land angreift, ist eine direkte Konfrontation doch ohnehin ausgeschlossen!
    Ende Januar 2022 schrieb Willy Wimmer in seinem Artikel „Der ukrainische Kreidekreis“, dass die Washington-Administration ohne Skrupel über die Ukraine lang gehegte US-Interessen in Europa durchsetzt.(2) Willy Wimmer ist überzeugt, dass Victoria Nuland, seit Mai 2021 als Bidens Wunschkandidatin stellvertretende US-Außenministerin, dieses Gesamtbild zweifellos bei ihrem Besuch in Moskau Mitte Oktober 2021 vor Augen hatte. Ihr sogenanntes „Angebot“ an die russische Seite: „Russland schwenkt auf die amerikanische Linie ein und erhält dafür milliardenschwere Investitionen. Der Besuch muss so schlechte Auswirkungen gehabt haben, dass der CIA-Chef anschließend nach Moskau geflogen ist und ein langes Gespräch mit Präsident Putin gehabt haben soll.“(3)
    Mitte Dezember 2021 hatte Putin dann von den USA und von der NATO Sicherheitsgarantien gefordert. Das Gespräch Putin/Biden am 30. Dezember 2021 verlief ergebnislos, ebenso wie alle folgenden diplomatischen Bemühungen.
    Letztlich hat der ehemalige US-Präsident Barack Obama die Zuspitzung seit 2013 zu verantworten. Am 1. Februar 2015 nahm er im Interview mit CNN zu der Entwicklung in der Ukraine Stellung:
    „Und seit Mr. Putin diese Entscheidung in Bezug auf die Krim und die Ukraine getroffen hat - nicht aufgrund einer großartigen Strategie, sondern im Wesentlichen, weil er durch die Proteste auf dem Maidan aus dem Gleichgewicht gebracht wurde und Janukowitsch [der 2010 gewählte und rechtmäßige Präsident der Ukraine] dann flüchtete, nachdem wir einen Deal [unter Einsatz von 5 Milliarden US-$] für den Machtwechsel in der Ukraine ausgehandelt hatten - seit dieser Zeit hat ihn diese Improvisation immer tiefer in eine Situation gebracht, die eine Verletzung des Völkerrechts darstellt, die die Integrität, die territoriale Unversehrtheit und die Souveränität der Ukraine verletzt, Russland diplomatisch isoliert hat, Europa davor zurückschrecken lässt, mit Russland Geschäfte zu machen, die Verhängung von Sanktionen ermöglicht hat, die Russlands Wirtschaft zu einer Zeit lähmen, in der die Öleinnahmen des Landes sinken.“(4)
    Wie kann ein US-Präsident anderen die Verletzung des Völkerrechts vorwerfen?
    Jeder der unzähligen von den USA orchestrierten Regime-Changes stellt schließlich eine Verletzung des Völkerrechts dar.
    In der Zeit-Matinee am 9. März 2014 zum Thema Krim gab der ehemalige SPD-Bundeskanzler Gerhard Schröder öffentlich  zu, dass mit der Bombardierung von Jugoslawien das Völkerrecht gebrochen wurde.(5) Weiter sagte er, die Entscheidung dazu sei im vollen Bewußtsein getroffen wurde, obwohl der Krieg gegen Jugoslawien rechtswidrig war. Rechtliche Folgen? Bis heute keine.
    Am 12. März 2022 erinnerte der ehemalige Außenminister Jugoslawiens, Zivadin Jovanovic, im Interview mit Xinhua News, Beijing, China, an Serbien als das erste Opfer der Expansionsstrategie der NATO. 1999 hatten sich die NATO-Truppen unter Führung der Vereinigten Staaten über den UN-Sicherheitsrat hinweggesetzt und Jugoslawien 78 Tage lang unter dem Vorwand der "Verhinderung humanitärer Katastrophen" bombardiert, wobei über 8.000 unschuldige Zivilisten getötet und verletzt und fast eine Million Menschen entwurzelt wurden. Jovanovic macht die militärische Expansion der USA und der NATO in Osteuropa a...
    13 min
  • Der schwangere Mann | Von Anke Behrend
    Ein Standpunkt von Anke Behrend.
    Wer schwanger werden kann, ist kein Mann – das gilt nicht mehr. Im Zeitalter der alternativen Wahrheiten und in Aussicht stehenden Zwangsmedikationen kann man sich immerhin sein Geschlecht aussuchen.
    Die Schwangerschaft des Mannes ist kein Meilenstein der Reproduktionsmedizin, für deren Umsetzung auf Grund massenhafter Nachfrage seit Jahren größte Anstrengungen unternommen worden wären. Anstrengungen wurden durchaus unternommen. Sie waren allerdings ideologischer Art. Ende Januar 2022 präsentierte der US-amerikanische Hard- und Softwareentwickler Apple seine neuen Emojis (Bildschriftzeichen), darunter den »schwangeren Mann«.
    Menschen, die schwanger werden können, sind nach wie vor mit den dafür notwendigen Organen und Hormonen ausgestattet, die ihr Körper gemäß ihrer Genetik, dem nicht vorhandenen Y-Chromosom, ausbildet. Diese unumgängliche Tatsache nannte man bisher Geschlecht – unabhängig davon, wie die Person sich kleidet, verhält, fühlt oder sozial einordnet. Das Geschlecht war bisher in der gesamten belebten Natur eine biologische Kategorie zur Beschreibung der Fortpflanzungsfunktion eines Organismus, die durch mannigfaltige aber seltene Fehlbildungen nicht in ihrem Wesen negiert oder zu einem Spektrum wird.
    Daneben existiert das soziale Geschlecht, das natürlich und zwangsläufig dem biologischen nachrangig ist, denn die meisten Spezies mit biologischer Fortpflanzung verfügen nicht über ein Sozialleben. Für das soziale Geschlecht, das Gender, existiert im Deutschen kein eigener Begriff. Es umfasst die gesellschaftlichen Zuschreibungen, Erwartungen und Erzählungen, die Angehörige der biologischen Kategorie Geschlecht betreffen. Sie fungieren als soziale Platzanweiser, werden nahezu unmerklich praktiziert und als unabänderlich und natürlich begründet mit der Biologie. Egal wie unterschiedlich und gegensätzlich diese Zuschreibungen sein mögen, gerät »Frauen als Gruppe« ihre Biologie als Legitimation für Rollenzwänge zum Nachteil.
    Rollenzwänge überwinden
    Völlig zu Recht entwickelte sich im Zuge der Aufklärung die Emanzipationsbewegung zur Befreiung beider Geschlechter von limitierenden Zuschreibungen, denn auch Männer werden durch Rollenzwänge eingeschränkt. Die Gesellschaft sollte so beschaffen sein, dass jeder Mensch mit seinem individuellen Körper seine individuellen Bedürfnisse möglichst frei erfüllen kann. Die Lebensperspektiven für Frauen und Männer erweiterten sich. Doch auch starke Beharrungskräfte traten auf den Plan, denn es gab Machtpositionen und Einfluss zu verlieren.
    Mit dem Einsickern der Identitätspolitik in die feministischen Bewegungen begann eine Umdeutung der Begriffe Geschlecht (engl. Sex) und Gender. Nun wurde die sogenannte Geschlechtsidentität mehr und mehr zum bestimmenden Maßstab. Sie bezeichnet, wie eine Person sich selbst »identifiziert«, gegebenenfalls auch losgelöst von ihrer Biologie. Inzwischen ist folglich eine schwangere Person, die sich als Mann fühlt und identifiziert, ein schwangerer Mann.
    Diese Deutung steht dem ursprünglichen Ansatz der Emanzipation, Rollenzwänge zu überwinden, diametral entgegen. Denn ein Geschlecht, das sich nicht mehr biologisch verifizieren lässt, ist für seine Definition zwangsläufig auf Gender-Zuschreibungen angewiesen und kann diese nicht überwinden, ohne sich selbst abzuschaffen. Somit ist klar, dass die Emanzipation von Rollenzuschreibungen, also die Emanzipation der Geschlechter, nicht das Ziel der Identitätspolitik ist.
    Die Frage lautet also: was ist das Geschlecht?
    Ist es eine subjektive Identität oder eine verifizierbare Realität, über die man mit allgemein verständlichen und gültigen Begriffen sprechen kann? Faktisch oder postfaktisch? Wenn Geschlecht eine Identität ist, welche Geschlechter haben Lebewesen ohne Identität? Wie bezeichnen wir Menschen mit unterschiedlicher Genetik und Organen? Es existieren Fremdbezeichnungen aus dem identitätspolitischen...
    12 min
  • Angst vor der Angst | Von Rüdiger Lenz
    Das Rätsel
    Ein Kommentar von Rüdiger Lenz.
    Die deutschen Nazis ermordeten achtundzwanzig Millionen Sowjetbürger bei ihrem Einmarsch in Russland. Das ist eine unvorstellbare Zahl an Menschen. Niemand kann sich diese Menge an Menschen vorstellen. Unter ihnen waren zahlreiche Ukrainer. Es waren nicht die US-Amerikaner, sondern die Russen, die Deutschland von den Nazis befreit hatten. Wer sich mit Militärstrategien und militärischer Realität auskennt, der weiß, dass der erste Schuss noch nie der Beginn eines Krieges war. Es kann sogar gänzlich belanglos sein, wer den ersten Schuss abfeuert. Denn das viel Entscheidendere ist, was dem ersten Schuss vorangegangen ist. Jeder Krieg ist zu verurteilen, auch der, den Wladimir Putin im Namen der Russischen Föderation vom Zaun gebrochen hat. Nichts dabei ist zu Beschönigen oder zu relativieren. Ein Krieg ist immer ein Verbrechen an der Menschlichkeit. Auch Putins Krieg ist das. Doch es bleibt zu fordern, was man seit über zweitausend Jahren einfordern muss: Wer hier ohne Sünde ist, der werfe den ersten Stein. In Wahrheit geht es nicht um Putin, Russland, die Ukraine oder den Krieg. 
    Es geht um das Rätsel der Menschheit, die an ihrem Ende angekommen stets die Destruktivität als Lösung und Antwort für alle selbsterzeugten Probleme einsetzt. Die Lösung daraus haben viele schon gefunden, doch vollführen all diejenigen, die an Unterordnung, Herrschaft, Gehorsam und Autorität festhalten den Zaubertrick der Unlösbarkeit und der Ignoranz der Lösungen auf. Die Lösung dazu würde Herrschaft auflösen und deshalb werden alle mundtot gemacht und geächtet, die die Lösung auszusprechen wagen. Wer die Destruktivität aus der Menschheit vertreiben will, der muss zeitgleich eine vollkommen andere Gesellschaft in petto haben. Eine, in der die Menschen keine Destruktivität anzuwenden brauchen, eine, in der das Böse ohne Belang ist und eine, die so gut wie keine Gewalt gegen andere Menschen auszuüben braucht. 
    Der Feindbildmotor
    Haben sie sich schon einmal gefragt, wo denn die Islamophobie hin ist? Sie wissen schon, Männer mit Bart, dunkelhaarig und immer wenn die irgendetwas böses tun, dann legen die in Nähe ihrer Taten sorgfältig den Koran und obendrauf ihre Personenausweise hin. Der islamistische Terror scheint weggeimpft zu sein. Vorher war es der Russe, bis zur sogenannten Wiedervereinigung, also der Einverleibung ganz Ostdeutschlands durch die korporatistischen Terrororganisation, äh, der Treuhand-Gesellschaft. Der Kalte Krieg, der über 40 Jahre andauerte und ein sorgsam gepflegtes Feindbild für das eigene zerstörerische Weltbild und Narrativ bot, war weg. Die ganze Welt atmete damals auf und alle Menschen erwarteten jetzt endlich die Installation eines Weltfriedens. Die Gelegenheit war noch nie so günstig, doch die damalige korporatistische Elite hatte keine Lust auf diesen Weltfrieden. Sie wusste, dass ihr Scheingeldsystem, das Fiatmoney ihnen dann keine Herrschaft mehr über das Weltgeschehen bieten konnte, sobald der Weltfrieden kommt. Weltfrieden, ja allein schon das Wort Frieden löst bei jeder Elite zu allen Zeiten Brechreiz und ein widerliches Zucken in ihren Leibern aus. Frieden oder Weltfrieden zerstört jegliches Herrschen und Beherrschen wollen in Wohlgefallen aus. Sie meiden ihn wie der Teufel das Weihwasser, und zwar alle Eliten dieser Welt. Die Elite ist der Werkzeugkoffer des Teufels, heute.
    Nach dem Kalten Krieg ging dieser Elite der Feind aus, der Sowjetrusse. Doch die Elite benötigt einen Feind, auf den sie die Massen konzentrieren, um ungehindert durch die dadurch andauernd entstehende Angstgenese herrschen zu können. Menschenmassen, die in andauernder Angst gehalten werden, wollen sich freiwillig beherrschen lassen und unterwerfen sich allen, die Lösungen aus der Angst versprechen. Das ist der Trick, mit der eine kleine Minderheit die Massen leiten und lenken können. Die Masse darf niemals ohne irgendeine Angst beschäftigt werden.
    22 min
  • Auf Varianten-Jagd – Entdeckung, oder Erfindung? | Von Bernd Lukoschik
    Ein Standpunkt von Bernd Lukoschik.
    Zurzeit ist Corona etwas in den Hintergrund gerückt, zumal es Frühling und Sommer entgegengeht und da sowieso Erkältung und Grippe immer schon abflauen. Mit Ausnahme des lauterbachschen Hoffnungsträgers: der üblichen Sommergrippe, die helfen wird, Corona am Köcheln zu halten.
    Aber es bleibt natürlich klar und jedem ist das auch bewusst: Im Herbst/Winter 2022 geht es weiter und dann weiter und immer weiter. Und in den Schubladen der Virologie ruhen schon neue Generationen von Viren, auf dem obersten Platz des Stapels ein sogenannter Subtyp B.A.2 der Omikron-Variante. So wird zumindest gemunkelt.
    Man darf sich also nicht in Sicherheit wiegen: Eine weitere Welle eines weiteren Coronaneulings wird hervorgezaubert werden. Und die neuen Wellen werden auch weiterhin den Impfverliebten die nötigen „Argumente“ liefern, um die übrig gebliebenen Impfmuffel zur Nadel zu bewegen.
    Umso wichtiger, sich noch einmal klar zu machen, wie dieser Zaubertrick funktioniert: wie immer neue Varianten „entdeckt“ werden.
    Die „Entdeckung“
    Exemplarisch sei aus einer Online-Zeitung zitiert (1):
    „Als eine der Ersten auf Omikron gestoßen war Angelique Coetzee, Ärtztin in Pretoria, Südafrika. (...) Sie behandelte Menschen, die sich mit Omikron infiziert hatten und an Covid-19 erkrankt waren. Coetzee bemerkte etwas andere Symptome, generell mildere Verläufe bei ihren Patienten (...) 'Die Patienten klagen meist über einen schmerzenden Körper und Müdigkeit, extreme Müdigkeit, und wir sehen es bei der jüngeren Generation, nicht bei den älteren Menschen`, sagte sie (...) Sie sei zum ersten Mal auf die Möglichkeit einer neuen Variante aufmerksam geworden, als Anfang November Patienten mit ungewöhnlichen Covid-19-Symptomen in ihre Praxis gekommen seien, ´ihre Symptome waren so anders und milder als die, die ich zuvor behandelt hatte'. (...) ´Die Definition einer milden Covid-19-Erkrankung ist eindeutig und das ist eine WHO-Definition.'“
    Dr. Coetzee scheint die SARS-CoV-2-Variante – später Omikron genannt – über die ungewöhnlichen Symptome einer Covid-Erkrankung erkannt zu haben: vor allem wohl extreme Müdigkeit und Erkrankung vor allem junger Menschen.
    Ungewöhnliche Symptome – das setzt voraus, dass die gewöhnlichen Symptome einer Covid-Erkankung bekannt sind, was wiederum voraussetzt, dass die spezifische Symptomatik von Covid-19 eindeutig definiert ist.
    Nach dem Infektionsmediziner Thomas Löscher (2) gibt es für die meisten Atemwegserkrankungen keine unverwechselbaren spezifischen Symptome: „Deshalb ist eine Unterscheidung der verschiedenen Erreger rein klinisch nicht möglich“ (2, 365 f.).
    Deshalb auch forderte die WHO ursprünglich bei positiver Testung immer auch eine Differentialdiagnose und eine Patientenanamnese, was dann im Eifer der Pandemiegefechts nahezu nie durchgeführt wurde!


    Kurz: Die Beobachtung von Symptomen allein führt nicht zur Diagnose.

    Aber angenommen, Dr. Coetzee hätte einen überzeugenden Symptomkomplex feststellen können: Wie konnte sie vermuten, hier liege eine Variante des SARS-CoV-2 vor? Allein durch die klinische Betrachtung der Symptome ist das unmöglich.
    Dr. Coatzee hätte eine Vielzahl Patientenabstriche an mikrobiologische Labore schicken müssen. Dass sie das getan hat: Davon ist in keiner Zeitungsmeldung die Rede. Das Labor hätte die Gensequenz des zuvor isolierten und gereinigten Erregers analysieren müssen. Und dann hätte es diese Gensequenz mit der Gensequenz des Stammvirus abgleichen müssen. Eine veränderte Basenfolge hätte festgestellt werden müssen, in nur einem kleinen Bereich des Genoms. Die große Menge der anderen Basenfolgen hätten konstant bleiben müssen. Die anders geartete kurze Gensequenz des neuen Erregers hätte dann erlaubt, diesen neuen Erreger als Variante zu qualifizieren.
    Mehr noch: Auch wenn diese ganze Prozedur durchgeführt worden wäre: Das wäre alle...
    8 min
  • Endspiel | Von Willy Wimmer
    Ein Kommentar von Willy Wimmer.
    Immer wieder bringt sich der französische Präsident weltweit ins Gespräch. Er hatte dann mit dem russischen Präsidenten Putin telefoniert. Aus dem Elysee tönt es danach immer, dass man dem Präsidenten Putin wieder etwas vorgehalten habe. Man wundert sich, dass unter diesen Umständen der Präsident Putin überhaupt ans Telefon geht, wenn Präsident Macron wieder in der Leitung ist. Der Kreml ist da bedachter und desavouiert die Anrufer nicht und setzt sie auch nicht so ins schlechte Licht. Das gilt auch für den Berliner Kumpel des Präsidenten Macron, den deutschen Bundeskanzler Olaf Scholz. Der ist zwar meistens nicht vorhanden, abgetaucht oder massivem Druck ausgesetzt. Aber er ruft wenigstens auch schon mal an.
    Allerdings macht er Unterschiede, denn bei seinen Gesprächen mit dem ukrainischen Präsidenten Selensky lässt Herr Bundeskanzler Scholz nicht erkennen, was er eigentlich unter den gegebenen Umständen von einem verantwortlich handelnden ukrainischen Präsidenten erwarten würde. Es kann nicht sein, dass die ukrainische Intransigenz der Maßstab für die anderen Europäer ist oder sein könnte, das alles bis zum völligen Untergang Europas zu betreiben, was er seinem eigenen Land zumutet. Sollte es zutreffen, was dem israelischen Premier, Herrn Bennett, in den Füller gelegt worden ist, dann hat Herr Bennett bereits vor Tagen Herrn Präsidenten Selensky die Kapitulation nahegelegt.
    Dabei machen die Anrufe aus Paris und Berlin inzwischen dem letzten Betrachter deutlich, dass der Konflikt sich außerhalb ihrer Liga abspielt. Jedenfalls so lange, bis sie dem US-Präsidenten Joe Biden nicht nahelegen, entweder auf den Dritten Weltkrieg zu verzichten oder mit seinem Anhang Europa zu verlassen. Macron und Scholz werden nur ernst genommen, wenn sie zu der Liga vorstoßen, in der der Krieg in der Ukraine seinen Ursprung hat. Die USA, bis auf die Zeit von Präsident Trump, wollen Russland aus Europa vertreiben und es als Land unter ihre Knute zwingen, d. h. vernichten.
    Die Ukraine sollte am Bein Russlands die Mine darstellen, die Russland zum gegebenen Zeitpunkt zerreißt. In Washington geht die Angst um den Dritten Weltkrieg um. Warum eigentlich erst jetzt, wo die langfristige Planung doch erkennbar war.
    Dabei draufgehen, das werden die Europäer, nachdem das vergangene Jahrhundert den Fahrplan offengelegt hat. Wenn in den nächsten Tagen der ukrainische Präsident Selensky sich per Video-Schalte an das Plenum des Bundestages wendet, wird dort ein déjà vue-Eindruck vorherrschen. Es ist die Erinnerung an den Sommer 1914 und die Kriegskredite. Die letzte Sondersitzung des Deutschen Bundestages hatte ja schon etwas von dieser typischen Stimmung, die Berlin zu eigen ist, wenn es um den Untergang Deutschlands geht.
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    Wir danken dem Autor für das Recht zur Veröffentlichung des Beitrags.
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    Bildquelle: Frederic Legrand - COMEO / shutterstock
    4 min

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das denk' ich auch