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  • Die Verheißung der Nongqawuse und die Energiewende des Patrick Graichen | Von Wilfried Schuler

    Ein Standpunkt von Wilfried Schuler.




    Nongqawuse war ein fünfzehnjähriges Mädchen vom Stamm der Xhosa in Südafrika. Sie hatte, wie die meisten Mädchen dort, keine Zöpfe. Asperger-Syndrom und Autismus wurde noch nicht diagnostiziert. Eine Ähnlichkeit mit heute lebenden jungen Mädchen besteht allerdings. Sie hatte nämlich auch ein Kassandra Syndrom.
    Damals, vor über 150 Jahren, herrschten dort schlimme Zeiten. Die eingewanderten Weißen setzten den schon länger dort lebenden Völkern schwer zu. Aktuell litten die Xhosa unter einer Viehseuche, die möglicherweise eingeschleppt war. Die Lage war verzweifelt. Eines Tages wurde Nongqawuse zum Wasserholen an einen Teich geschickt. Dort erschienen ihr einige Geister, die ihr eine Botschaft verbunden mit Anweisungen übermittelten. Sie erzählte ihrem Onkel davon und die Xhosa machten sich daran all ihr Vieh zu töten.
    Es gab so viele Kadaver, dass die Geier mit dem Fressen nicht nachkamen. Sie vernichteten ihre gesamten Vorräte und zerstörten ihr Küchengeschirr. Dann begannen sie auf die Auferstehung all ihrer historischen Helden zu warten, die die Weißen vertreiben würden. Aber diese kamen nicht. Auch die neuen gesunden Kühe kamen nicht. Und die Äcker füllten sich nicht über Nacht mit wunderbarem neuen Getreide. Nicht alle Stammesmitglieder glaubten die diffuse Botschaft. Diese Widerspenstigen wurden geächtet und ausgeschlossen, man schob ihnen die Schuld zu, als die Verheißung nicht eintrat. Wem fallen da nicht die Ungeimpften und die Querdenker ein? Wie hießen wohl die Montgomeries und die Lauterbäche der Xhosas?
    Eine Rotznase leitet die Xhosa ins Verderben
    So verloren die Xhosa 300 000 Kühe, 70 000 ihrer Menschen und einen erheblichen Teil ihres Landes, das die Weißen in Besitz nahmen. Wer über das verblendete Mädchen oder die einfältigen Xhosa lachen will, sollte einen Moment innehalten und über die Friday Kids und die Straßenkleber nachdenken. Ist noch Zeit und besteht noch Hoffnung, dass hier die Normalität zurückkommt? Wenn sie sich erst in Grüne Garden und Grüne Khmer verwandelt haben, könnte es zu spät sein. Was soll aus einer Gesellschaft werden, in der man mit ins Absurde gesteigertem irrationalem Verhalten seine Ziele durchsetzen kann?
    Ist nicht der Weizen der Xhosa das russische Gas? Und die Rinder stehen für die deutschen Autos!  
    Im Fall der deutschen Stahlindustrie zeichnet sich hier ein neues Debakel mit schlimmen Folgen ab. Denn die Jahrmarktschreier rufen nach dem Grünen Stahl, ohne die Folgen dieser Entwicklung bedacht zu haben. Das, weil sie sie nicht überblicken oder in ihrer Ignoranz und Arroganz nicht erwarten, dass hier auch andere, weit entfernte Akteure mitwirken, die nicht auf den Kopf gefallen sind.
    Vom schwarzen Hochofen zum grünen Stahl im Schnelldurchgang.
    Tausende Schreiber haben das CO2, das bei der Eisenverhüttung entsteht, aufgelistet und seine schlimme Auswirkung auf die Umwelt bejammert. Müßig hier ein Weiterer zu sein. Deshalb sind die wesentlichen Fakten kurz und knapp zusammengefasst.
    Der klassische Hochofenprozess schmilzt zunächst das metallische Eisen aus dem Erz aus. Mit Hilfe von Zuschlägen wie Sand, Dolomit etc. wird dann ein Großteil der Verunreinigungen wie Phosphor, Silicium, Mangan und andere verschlackt und abgetrennt. Anschließend wird mit diversen Verfahren, z.B. in Bessemer- oder Thomasbirnen, der im Roheisen gelöste Kohlenstoff mit eingeblasener Luft verbrannt und restliche Spurenverunreinigungen abgeschieden. Man spricht hier vom „Blasfrischen“. Dieses „Stahlkochen“ liefert den gewöhnlichen Rohstahl, der mit einer Vielzahl an Methoden weiterveredelt werden kann. Als Energiequelle dient Koks. Eine Tonne Rohstahl erfordert den Einsatz von 400 kg Koks. Mit den Rauchgasen gehen deshalb 1,7 Tonnen Kohlendioxid in die Atmosphäre. Ein Teil dieser Menge wird aus dem Erz emittiert und fällt auch bei alternativen Verfahren an.
    14 min
  • Orban bekommt Verstärkung gegen Brüssel und Ukraine | Von Rainer Rupp
    Gemeinsam mit Slowakei gegen neoliberal EU-Eliten und ukrainische Nazis
    Ein Kommentar von Rainer Rupp.
    “Robert Fico gewinnt die Parlamentswahlen in der Slowakei mit anti-ukrainischer Position“, titelte die britische Finanzzeitung Financial Times in ihrer Online-Ausgabe letzten Sonntag(1). Noch bevor die letzten Wahlzettel auszählt waren, war der Vorsprung der Partei des ehemaligen slowakischen Präsidenten so groß, dass am Sieg Ficos nicht mehr zu rütteln war. Das war ein Schock für die Eurokraten in Brüssel, denn jetzt müssen sie befürchten, dass der ungarische Ministerpräsident Orban in seiner resoluten Ablehnung jeglicher Finanz- und Waffenhilfen für die korrupte und faschistische Führung der Ukraine einen ebenso unerschrockenen Verbündeten bekommt.
    Beide Länder, Ungarn und die Slowakei, grenzen an die Ukraine, wo es in der Grenzregion der Karpaten eine ethnisch-ungarische Minderheit gibt, die von den Rassisten in Kiew ebenso als Menschen zweiter Klasse behandelt werden wir die ethnisch-russischen Ukrainer im Donbass. So wurde von Kiew auch der ungarischen Minderheit die Benutzung der eigenen Muttersprache an Schulen und im amtlichen Verkehr bei Strafe verboten.
    Besonders wütend ist man in Ungarn jedoch über das schändliche Vorgehen der Kriegstreiber in Kiew, die ungarische Jugend aus den Minderheitenregionen mit vorgehaltener Waffe in dem Militärdienst zu zwingen und ohne ausreichende militärische Ausbildung schon nach wenigen Wochen in den Fleischwolf der russischen Artillerie zu schicken. Zugleich operieren skrupellose ukrainische NAZI-Verbände hinter der Front, die den in einen Alptraum gezwungen jungen Ungaren die standrechtliche Exekution androhen, falls sie versuchen sollten zu desertieren.
    Die pro-westliche, jetzt abgewählte slowakische Regierung bestand aus einer chaotischen Koalition von vier Parteien, die sich unter dem Druck Brüssels nur in einem Punkt einig waren, nämlich Fico von der politischen Macht fernzuhalten. Die vom Westen gekaufte und bezahlte Polit-Führung in Bratislava hatte in den letzten 3 Jahren jeden Buchstaben des von Washington und Brüssel vorgegebenen anti-russischen Narrativs brav nachgebetet und jede anti-russische Sanktion und jede Forderung nach mehr Waffen für die Ukraine im vorauseilenden Gehorsam sogar übererfüllt.
    Die Slowakei hat aktuell z.B. keine Luftwaffe und keine Flugabwehr mehr. Die abgewählte Regierung hat nämlich alle slowakischen Kampfflugzeuge, u.a. ihre 13 MIGs 29 sowie ihre erstklassigen Luftabwehrsysteme des Typs S 300 an die Ukraine verschenkt, und zwar gegen das Versprechen vom Westen – in der Fülle der Zeit - modernen Ersatz zu bekommen.
    Auch die hohen Folgekosten der anti-russischen EU-Sanktionen für die eigene Bevölkerung in der Slowakei wurden von der in Bratislava herrschenden neo-liberalen Blase ignoriert, genau wie das unsere Polit-Eliten in Berlin tun. Dennoch waren die regierenden Parteien in Bratislava im Vorfeld der Wahlen fest davon überzeugt, dass sie mit Brüssel und Washington im Rücken alles im Griff hätten. Die mit entsprechenden Fragestellungen manipulierten Umfrageergebnisse zu ihren Gunsten bestärkten sie im Gefühl eines sicheren Sieges.
    Letztlich glaubten sie ihren eigenen Lügen und wurden dafür bei den Wahlen empfindlich abgestraft. Denn Robert Ficos SMER-Partei gewann mit knapp 24% der Stimmen, also mit beträchtlichem Abstand zum Konglomerat der bisherigen Regierungskoalition aus vier Parteien, die massiv abgestraft wurden. Das zweitbeste Ergebnis hatte eine Neuerscheinung aus der politischen Retorte, nämlich die „Progressive Partei“, die sich als stramm pro-westlich, woke und LGBTQ präsentierte. Sie war von den Westmedien über den grünen Klee gepriesen worden und die manipulierten Umfrageergebnisse sagten ihr bereits einen haushohen Wahlsieg vorau...
    17 min
  • Wissenschaft im 21. Jahrhundert  | Von Jochen Mitschka
    Ein Standpunkt von Jochen Mitschka.
    Heute will ich ausnahmsweise mal nicht aus der Sicht des Globalen Südens berichten, sondern aus der Sicht eines frustrierten ehemaligen Anhängers von Wissenschaft auch in der Politik. Nach der Kritik an „gekaufter Ethik“(15) möchte ich drei Vertreter wissenschaftlicher Vorgehensweisen vorstellen. Der erste ist der Österreicher Professor Gerhard Mangott(16). Gern gesehener Interview-Gast mit gefühlt täglichen Auftritten in Funk und Presse. Der zweite ist Ivan Katchanovski(17), ein kanadischer Politikwissenschaftler mit ukrainischen Wurzeln, der sich in erster Linie über Twitter und durch Vorträge auf wissenschaftlichen Tagungen bemerkbar macht, seit 2015 bis 2023 erfolglos versuchte, seine wissenschaftliche Analyse der Schüsse auf dem Maidan in einem Wissenschaftsverlag zu veröffentlichen, und erst 9 Jahre nach dem Ereignis einen mutigen Verlag fand, und nun durch die Aufdeckung des Skandals im kanadischen Parlament wegen eines ukrainischen SS-Soldaten eine gewisse Berühmtheit erhielt. Der dritte ist Tim Anderson(18), ein australischer Politikwissenschaftler, der seinen Job verlor, ähnlich wie in der Schweiz Daniele Ganser, weil er zu tief in den falschen Narrativen westlicher Politik stocherte. Was repräsentieren diese drei Vertreter politischer Wissenschaft?
    Mainstream Wissenschaft
    Anlass für diesen Artikel war ein Tweet von Prof. Gerhard Mangott am 27. September in dem er ausführte:


    „Die russische Führung weiß, dass ihre Armee auf absehbare Zeit keine Offensive durchführen kann. Es geht derzeit also um die Verteidigung des derzeit besetzten Territoriums UND die Strategie, die Ukraine immer stärker zu zerstören, um die "Restukraine" zu einem Mühlstein für den Westen zu machen.“(1)

    Eine Einschätzung, welche vollumfänglich den Erwartungen von westlichen Medien und Politikern entspricht. Was aber viele Informationen außer Acht ließ, welche in eine andere Richtung deuten.
    Denn die russische Seite hatte zu dem Zeitpunkt 17 Armeegruppen in Stellung gebracht, man sprach von weit über 100.000 Soldaten als Reserveeinheiten.(2) Während die Ukraine bereits Reserven an der Front einsetzte, die eigentlich für ganz andere Aufgaben nach einem erfolgreichen Durchbruch durch die russischen Verteidigungslinien gedacht waren.
    Und nur einen Tag später wurde bekannt (3), dass der britische Geheimdienst angeblich die Ukraine gewarnt hatte, dass Russland beabsichtige eine Million Soldaten zusammen zu ziehen, und in 5 Gebiete vorzudringen, falls die Ukraine nicht in diesem Jahr Frieden schließt. Was natürlich russische Desinformation sein könnte.
    Dann hatte Russland eine neue Bahnlinie fast fertiggestellt, welche die Versorgung der Soldaten auch im Fall der Zerstörung der Kertsch-Brücke erleichtern würde, die russischen Drohnenangriffe hatten drastisch zugenommen, sich teilweise verdoppelt in den letzten Wochen, ohne dass aber bisher die neueste Generation russischer Drohnen überhaupt zum Einsatz gekommen war. Und die Zerstörung ukrainischer Artillerie mit kurzer und mittlerer Reichweite hatte eine vernichtende Größenordnung erreicht.
    Soweit die Angabe, dass die russische Armee keine Offensive durchführen könne. Aber auch der zweite Teil der Aussage, Russland wolle die Ukraine zerstören, ist m.E. eine Bemerkung, die nicht auf „wissenschaftlicher Analyse“, sondern aus Erfüllung politischer Erwartungen resultiert. Die Hauptzerstörung durch Russland erfolgt derzeit in den Frontbereichen, welche Russland aber der Russischen Föderation zurechnet. Dabei geht es der Armee darum, mögliche Deckungen des Gegners zu zerstören. Diese Dörfer und Städte werden tatsächlich in Ruinenfelder verwandelt, fallen aber letztlich Russland zur Last, da die Russische Föderation diese Gebiete als Teile des eigenen Landes ansieht.
    Die anderen Zerstörungen sind Reaktionen auf die westliche Politik. Zum Beispiel zerstört Russland Hafenanlagen,
    23 min
  • Klimadebatte ist Volksverdummung | Von Thomas Röper
    Die nackten Zahlen zeigen, dass die Klimadebatte Volksverdummung ist.
    Dass der Klimawandel menschengemacht ist, ist im Westen eine Religion geworden, die man nicht hinterfragen darf, dabei sind Glaubenssätze so primitiv gestrickt, dass jeder sie durchschaut, wenn er sich die nackten Zahlen anschaut.
    Ein Kommentar von Thomas Röper.

    Wer im Westen bestreitet, dass die Welt wegen des CO2-gemachten Klimawandels untergeht und auch noch anzweifelt, dass der Mensch schuld am Klimawandel ist, der wird fast so behandelt wie ein Ketzer im Mittelalter. Es droht eine gesellschaftliche Ächtung, wenn man das auf einer Geburtstagsparty von sich gibt, und wenn man eine öffentliche Person ist, wird man von den Medien angegriffen. Der menschengemachte Klimawandel ist eine neue Religion, deren Glaubenssätze man nicht hinterfragen darf. Aber ich werde das mal wieder tun, weil mit dem angeblichen Kampf gegen den Klimawandel alle möglichen Einschränkungen und Verteuerungen des Alltags begründet werden.
    Ist der Klimawandel menschengemacht?
    Im Westen wird behauptet, dass der Klimawandel menschengemacht sei, darin seien sich 97 Prozent aller Wissenschaftler einig. Wer das bezweifelt, wer an „der Wissenschaft“ zweifelt, der wird im Westen als Idiot dargestellt. Das Problem dabei ist, dass es diese Einigkeit „der Wissenschaft“ gar nicht gibt, denn die Behauptung, 97 Prozent aller Wissenschaftler seien sich darin einig, gründet auf Metastudien, die grob manipuliert wurden. Und zwar dreister, als man es sich vorstellen kann, wie ich anhand der bekanntesten Studie aufgezeigt habe.
    Dabei wurden knapp 12.000 wissenschaftliche Arbeiten darauf untersucht, ob diese Arbeiten dem Menschen die Schuld am Klimawandel geben. Laut den Rohdaten der Studie waren nur 0,54 Prozent der Arbeiten der Meinung, dass der Mensch auch nur zu mindestens 50 Prozent am Klimawandel schuld ist. Das ist kein Scherz, man hat danach mit mathematischen Tricks aus 0,54 Prozent 97 Prozent gemacht, die Details können Sie hier nachlesen und auch selbst überprüfen.
    Allerdings wusste ich auch ohne dies, dass die Behauptung, 97 Prozent aller Wissenschaftler seien sich einig, dass der Klimawandel menschengemacht ist, Unsinn ist. Der Grund dafür ist, dass ich in Russland lebe und wenn ich hier die Fachdiskussionen über das Thema verfolge, dann ist offensichtlich, dass sich die Wissenschaft keineswegs einig ist, was der Grund für den Klimawandel ist. Man ist sich noch nicht einmal einig, ob der Mensch überhaupt einen nennenswerten Einfluss auf das Klima hat.
    Aber darüber berichten die westlichen Medien nicht, stattdessen schüren die westlichen Medien den Klimawahn, weshalb im Westen ein ganz anderer Eindruck entsteht. Die Klima-Religion hat im Westen inzwischen Züge einer Psychose erreicht, wenn Schüler die Schule schwänzen, um gegen den Klimawandel zu demonstrieren und eine autistische Jugendliche aus Schweden als Klima-Messias gefeiert wird.
    Die nackten Zahlen
    Dass der Klimawandel nicht menschengemacht sein dürfte, zeigt ein Blick auf die nackten Zahlen. Dazu berufe ich mich bewusst auf Zahlen von Anhängern der Klima-Religion, die in Deutschland zum Beispiel die Seite klimafakten.de betreiben. Dort kann man erfahren, dass unser Planet Erde selbst etwa 800 Milliarden Tonnen CO2 in die Atmosphäre abgibt und auch wieder absorbiert. Der Mensch hingegen produziert insgesamt nur etwa 40 Milliarden Tonnen, das sind etwa fünf Prozent, wobei in anderen Quellen noch geringere Zahlen genannt werden. Wichtig dabei ist, dass davon laut IPCC, auf den sich die Klima-Gläubigen berufen, nur 18 Milliarden Tonnen nicht von Mutter Erde absorbiert werden können,
    8 min
  • Zum ersten Mal | Von Thomas Eisinger
    Ein Standpunkt von Thomas Eisinger.
    Die heutige Zeit bietet trotz aller beängstigenden Ereignisse nie dagewesene Möglichkeiten.
    Vieles läuft derzeit in politischer Hinsicht mies, und doch gibt es ein Phänomen, das man als das „Gute im Schlechten“ bezeichnen könnte. Die global herrschenden Kräfte haben es mit ihrer freiheitsfeindlichen Agenda, mit ihrer Propaganda und Ausplünderungspolitik so übertrieben, dass nicht wenige bisher sanft Schlummernde dabei sind, aufzuwachen. Das Internet erlaubt es, sich vielseitig zu informieren. Propaganda und Staatshandeln werden zunehmend infrage gestellt, Macht und Geld als Triebkräfte hinter vordergründigen Ereignissen erkannt. Ein ganzheitliches, integrales Weltbild bildet sich heraus, das sich gegen die vorherrschenden Paradigmen des Materialismus und Transhumanismus richtet. Nicht wenige zweifeln das Prinzip autoritärer Führung an und suchen nach alternativen Wegen eines friedlichen, gerechten Zusammenlebens. Je nachdem, wohin man blickt, kann man in der jetzigen Situation stärker die Risiken oder die Chancen betonen. Der Autor hat sich Zweiteres vorgenommen.
    Zum ersten Mal in der Geschichte der Menschheit …
    … wissen so viele Menschen Bescheid über Propaganda.
    Seit ihren Anfängen etwa um 1900 bis 1920 (LeBons „Psychologie der Massen <1>“, Bernays „Propaganda <2>“, Lippmanns „Die öffentliche Meinung <3>“) haben sich weltweit Tausende von Psychologen damit beschäftigt, wie Menschen beeinflusst werden können. Es existieren unzählige Websites und Bücher, in welchen die Methoden, Techniken und Tricks beschrieben werden.
    Jeder, der es wissen möchte, kann es wissen. Und jetzt kommt das Beste: Propaganda funktioniert nur, wenn sie nicht bemerkt wird! Nur solange Menschen der Meinung sind, sie erhalten echte Information, schenken sie ihr Glauben. Sobald sie bemerkt haben, dass verborgene Absichten dahinterstecken, sind Zweifel und Misstrauen wesentlich stärker als das Restvertrauen, das oft nur noch aus jahrelanger Gewohnheit besteht. Aber: Ist Vertrauen erst verspielt, lässt es sich äußerst schwer zurückgewinnen. Die Propaganda versagt.
    Heute (2023) glauben in Deutschland noch circa 50 Prozent den großen Medien, in den USA sind es weniger als 20 Prozent. Propaganda verliert ihre Wirkung. Die Erzeugung einer mehrheitlich geglaubten Scheinrealität bricht zusammen.
    Zum ersten Mal in der Geschichte der Menschheit …
    … können sich die Menschen selbstbestimmt informieren.
    Dank Internet, freien Medien und rührigen Einzelpersonen haben die großen Medien ihre Gatekeeper-Funktion weitgehend verloren. Während früher eine Handvoll Medienkonzerne entscheiden konnte, welche Informationen an die Menschen geliefert werden und welche nicht, ist das heute nicht mehr möglich. Jeder, der dies möchte, kann sich selbstbestimmt informieren. Damit ist die Durchsetzung einer einzig gültigen Wirklichkeitswahrnehmung seitens Politik und Medien unmöglich. Aus diesem Grund ist in den letzten Jahren der größte Zensurkomplex der Welt entstanden.
    Der Amerikaner Michael Shellenberger, Mitgründer von Greenpeace (mittlerweile ausgetreten) nennt es den „Censorship Industrial Complex <4>“. Spätestens seit „Corona“ ist bekannt, wie extrem die Zensur zuschlägt, um die staatlich verordnete „Realität“ durchzusetzen. Doch je wilder die Zensur, desto offensichtlicher die Angst und Hilflosigkeit der „Narrativ-Reiniger“. Doch es ist vorbei. Ist das Vertrauen verspielt, so kehrt es nicht mehr zurück. Sie wissen es. Und sie wissen, dass wir es wissen. Doch sie machen weiter,
    13 min
  • Geld regiert nicht mehr die Welt | Von Hans-Jürgen Geese
    Ein Kommentar von Hans-Jürgen Geese.


    Das Militärbudget der U.S.A., einschließlich nachträglich eingefügter Posten und Geld für geheime Operationen, beträgt über 1 Billion Dollar. Das Militärbudget der übrigen NATO Länder wird für 2023 auf etwa 360 Milliarden US Dollar geschätzt. Es wird erwartet, dass die Russen dieses Jahr etwa 75 Milliarden Dollar für das Militär ausgeben werden. Man kann also sagen, dass die NATO insgesamt mindestens 17mal mehr Geld fürs Militär ausgibt als Russland. Trotzdem würde die NATO im Kriegsfall gegen Russland verlieren.
    Diese für Amerika schmerzliche Erkenntnis, die allen bisher eingeplanten Erwartungen entgegensteht, hat die Welt verändert. Amerika, der überragende Welthegemon nach dem Zusammenbruch des Eisernen Vorhanges, Amerika, das die Welt nach seinen Vorstellungen gestalten wollte, dieses Amerika kann nicht einmal mehr gegen Russland militärisch gewinnen. Von China ganz zu schweigen.

    Und es kommt noch schlimmer: Die NATO könnte morgen entscheiden, doppelt soviel für das Militär auszugeben, oder sogar 10 Billionen Dollar. Es würde nichts nutzen. Geld regiert nicht mehr die Welt.
    Ich kann mir lebhaft vorstellen, wie sie da sitzen, die hohen Herren mit ihren hunderten von Milliarden, gewohnt, dass ihr Wille in Erfüllung umgesetzt wird, wie doch bisher noch immer seit vielen, vielen Jahren. Es ist das erste Mal in ihrem verpfuschten Leben, dass sie all ihre teuflische Verruchtheit, all ihre Beziehungen, all ihr Geld und all ihre Gier und all ihre Willenskraft einsetzen können, doch die Welt gehorcht ihnen nicht mehr. Es nutzt nichts! Das alte Spiel ist aus!
    Dabei waren doch die Voraussagen, dass all die Sanktionen, die sie über Russland verhängt hatten, dass all die Sanktionen zum Zusammenbruch der russischen Wirtschaft führen würden. Aber es geht der russischen Wirtschaft recht gut. Wohingegen die Wirtschaften im Westen einen Leidensweg durchschreiten müssen. Die Arroganz und Ignoranz des politischen Führungspersonals im Westen, auch Clowns genannt, wird ihre eigenen Bürger ins Elend stürzen.
    Der Mensch ist immer noch der entscheidende Faktor in einer Armee
    Man muss heute im Westen schon ein Genie sein und Mut haben, um zu der Erkenntnis zu gelangen, dass eine „woke“ Armee mit netten Frauen und ausreichend Antidiskriminierungskursen, gegen eine richtige Armee keine Chance hat.
    Hier zur geistigen Erleuchtung von emotional aufgeladenen Russenhassern: Als ich in der Bundeswehr diente, hatten wir in unserem Bataillon Männer aus dem Querschnitt der Gesellschaft, will sagen, qualifizierte, weniger qualifizierte und hoch qualifizierte Männer. Da waren Ingenieure und Spezialisten für alle möglichen technischen Arbeitsbereiche. Das waren auch richtige Männer. Und da waren vor allem erstklassige Offiziere. Das war damals eine richtige Armee. Eine Volksarmee. In diesem Sinne hat Russland heute eine richtige Armee.

    Dazu kommt natürlich noch die Motivation. Wenn Russen für das Überleben der Heimat kämpfen sind sie unbesiegbar. Die NATO müsste so gut wie alle männlichen Russen töten. Die werden sich nicht ergeben. Russen ergeben sich nicht.
    Damit kommen wir zum Faktor Geld. Was ich oben schilderte kann man nicht mit Geld kaufen. Daher hat der zusammengewürfelte, unterbesetzte Haufen von angeheuerten Söldnern in der NATO gegen die Russen keine Chance. Der Söldnerhaufen kämpft gegen die Elite des russischen Volkes. Die Russen ihrerseits kämpfen gegen größtenteils potentiell Arbeitslose und Verzweifelte der westlichen Gesellschaft (vor allem in der U.S. Armee), die sich aus der Not heraus als Soldat oder Soldatin verdingten. Geführt von unbeleckten Politikern. Die Bundeswehr wurde von Politikerstars wie Ursula und Annegret und Christine geführt.
    Hinzu kommt noch, dass die Russen im Laufe des letzten Jahres den Ablauf des modernen Krieges neu defin...
    21 min
  • Der Demokratie Irrtum | Von Felix Feistel
    Die Vorstellung, dass  die herrschenden Verhältnisse undemokratisch wären, beruht auf einem Irrtum
    Ein Standpunkt von Felix Feistel.
    Das Vertrauen in die Demokratie in Deutschland nimmt immer weiter ab, so konnte man es vor einiger Zeit in diversen Medien lesen. (1) Auslöser dieser Schlagzeilen war eine Studie im Auftrag der Hamburger Körber Stiftung. Demnach haben 54 Prozent der Deutschen nur ein geringes oder gar kein Vertrauen mehr in die Demokratie. 2021 lag dieser Wert noch bei etwa einem Drittel der Bevölkerung. Noch gravierender fällt das Ergebnis für das Vertrauen in Parteien aus. Hier haben schon 2021 nur noch 20 Prozent der Bundesbürger angegeben, den Parteien zu vertrauen. Im Jahr 2023 liegt dieser Wert bei nur noch 9 Prozent. Nicht einmal mehr ein Zehntel der Bundesbürger vertraut also den etablierten Parteien, und dieser Wert hat seit 2020 um ganze 20 Prozentpunkte abgenommen. Der Vertrauensverlust schreitet somit erkennbar schnell voran. Die Befragten seien der Auffassung, dass die Politiker in ihrer eigenen Welt leben, und keinen Bezug zu der Bevölkerung haben. Zudem ist beinahe die Hälfte der Befragten davon überzeugt, dass es in Deutschland nicht gerecht zugehe.
    Und es ist kein Wunder, dass sie zu diesen Schlussfolgerungen kommen. Denn vor unser aller Augen fand und findet die größte Umverteilung (2) statt, die es jemals gegeben hat. Mit der Corona-Erzählung und dem Ukrainekrieg werden Gelder über die Staaten in den Rachen von Pharma- und Rüstungskonzerne geschleudert, und das mit den Mitteln des Zwangs. Die Macht einzelner Oligarchen und ihrer Institutionen wird immer weiter ausgebaut. Notstandsgesetzgebung, Digitale Impfpässe, Pandemievertrag, Digitale Zentralbankenwährung, Digitale Identität, all die Erfindungen, die in den letzten Jahren massiv beschleunigt wurden, sind dazu gedacht, den Einzelnen immer genauer kontrollieren und überwachen zu können, und schränken damit unser aller Freiheit immer weiter ein. Eine unterwürfige Justiz verurteilt willkürlich Oppositionelle, auch, wenn sie sich ganz und gar korrekt und legal verhalten haben. Die herrschenden Regierungsmarionetten gehen mit Gewalt gegen jeden vor, der sie kritisiert, und ein riesiger Propagandaapparat bewirft jeden mit Schmutz, der sich dem Einheitsnarrativ entgegenstellt.
    Gleichzeitig geht der Staat im Gleichschritt mit privaten Digitalkonzernen gegen freie Medien vor. Seien es die Medienanstalten der Länder, die mit absurden Zwangsgeldern und kruden Begründungen Zensur einfordern, obwohl sie dazu nicht einmal eine Berechtigung haben, oder die großen Plattformen wie Youtube, Google oder Facebook, die abweichende Ansichten unter fadenscheinigen Behauptungen löschen, oder einfach nicht mehr anzeigen. All das wird durch den Digital Service Act der EU nun auch zu einer Verpflichtung der Konzerne. Unerwünschte Inhalte dürfen schon jetzt einfach gelöscht oder gesperrt werden, und was unerwünschte Inhalte sind, darüber befindet die aktuelle Ideologie, die das Umverteilungs- und Machtinteresse der Oligarchie maskiert.
    Nichtsdestotrotz wird all das gerechtfertigt mit der Verteidigung der Demokratie. Diese müsse sich gegen jene stellen, die den Institutionen und den Regierenden widersprechen, und diese bekämpfen. Es sei die wehrhafte Demokratie, die sich hier behaupte gegen all jene, die sie angeblich abschaffen oder unterwandern wollen. Auf der anderen Seite, der Seite der Opposition, wird dasselbe behauptet. Hier gehen die Menschen auf die Straße, das Grundgesetz in der Hand, und schreiben sich auf die Fahne, es gegen die Übergriffe der Obrigkeit zu verteidigen, und damit die Demokratie zu bewahren. Doch wenn beide Seiten die Demokratie für sich in Anspruch nehmen,
    25 min
  • Der missbrauchte Nutzmensch | Von Rüdiger Lenz
    Ein Kommentar von Rüdiger Lenz.
    Der Todestrieb der Geschichte
    Es findet ein Krieg statt. Er richtet sich gegen unsere Körper und gegen unsere Geisteskräfte. Niemand befindet sich in Sicherheit. Es gibt kein Versteck, keine List und keine Strategie, die dir hilft, diesen Krieg zu gewinnen. Vereinzelt gibt es einige von uns, die sich dem entziehen können.
    In der Mehrheit nehmen die meisten Menschen diesen Krieg als Krieg gar nicht wahr, noch nicht. Selbst die, die diese ersten Sätze abnicken, tun sich schwer, eine Strategie gegen diesen Krieg zu entwickeln, und zwar aktiv. Der Slogan des Krieges heißt, wer nicht für unsere Ideologie und unsere Gesundheitsfürsorge ist, der ist gegen uns. Es gibt ein Buch mit dem Titel "Der Todestrieb in der Geschichte – Erscheinungsformen des Sozialismus", geschrieben vom größten Mathematikgenie der UdSSR, Igor Rostislawowitsch Schafarewitsch.
    In diesem Buch geht Schafarewitsch die Menschheitsgeschichte durch und meint erkannt zu haben, dass der Sozialismus, in all seinen Facetten und Auswüchsen eine Art gesellschaftlicher Todessehnsucht kaschiert, die sich durch ihn verwirklichen will. Im Grunde erscheinen sozialistische Strömungen immer dann stärker zu werden, wenn Gesellschaften an ihrem Ende angelangt sind. Wenn es ihnen an Fortschritt und Weiterbestehen der alten Ordnung mangelt.
    Stehen wir wieder an einer solchen Zeitenwende? Eine solche Zeitenwende produziert Menschenfeinde am Fließband. Die Coronapolitik hat sie neu erschaffen können. Die Gesellschaft wandelt sich und klatscht den Ideologen immer mehr Beifall, die die Idee vom Sozialismus gegen die Gesellschaft missbrauchen. Diesen Missbrauch der Gesellschaften für ideologisch hehre Ziele finden wir in so gut wie allen politischen Ideologien. Auch in Demokratien.
    Tagtäglicher Massenmissbrauch
    Gesellschaften werden und wurden in diesem Scheinspiel missbraucht. Ziel dieses Missbrauchs ist es, dass so gut wie jeder Einzelne in diesem Missbrauchsspiel den Missbrauch nicht als solchen erkennt, sondern ihn für das wahre Leben hält. Der Missbrauch zeigt sich im Fiatgeld, in der Verbildung, der Erziehung, den Sozialsystemen, den Arbeitsaus- und Fortbildungen, einfach überall. Jeder, der dieses Spiel irgendwann durchschaut, muss sich diesem Missbrauch stellen. Wir verharmlosen ihn mit dem Begriff der "Anpassung an die Gepflogenheiten der Gesellschaft".
    In fast allen politisch orchestrierten Gesellschaften werden Millionen Menschen tagtäglich missbraucht. Im Grunde ist es der größte Massenmissbrauch der Menschheit. Und in diesem Missbrauch werden weitere Missbräuche getätigt. Ist einem dieser gigantische Missbrauch der Milliarden Menschen im eigenen Verstand klar, so beginnt man zu verstehen, wie die politischen, finanziellen und industriellen Leader denken und was sie antreibt, diesen großen Missbrauch zu begehen. Ihnen ist dieses Menschenbild, dass auf Missbrauch orientiert ist und deren Profite ausmacht, sonnenklar. Für sie ist der gewöhnliche Mensch ein Nutzmensch, gleich einem Nutztier, welches für die eigenen Bedürfnisse verwertet wird.
    In einer Missbrauchsgesellschaft fangen irgendwann die Menschen an, ihre Peiniger anzuhimmeln. Wie im Stockholm-Syndrom fühlen sich die Opfer immer stärker an ihre Peiniger gebunden, weil sie ihre aussichtslose Lage verstehen. Sie müssen sich mit ihren Peinigern zusammentun, sich an sie anpassen, weil sie verstehen, dass sie ohne diese Verbindung nicht überleben werden. So wandeln sie ihre zunächst abneigenden Gefühle in Überlebensstrategien, merken aber dabei nicht, dass sie sich immer mehr und intensiver an die Spielregeln der Peiniger anpassen und immer mehr werden wie sie. Der einzige Ausweg aus diesem Missbrauch wäre sich seiner Selbstbestimmung und Freiheit bewusst zu werden.
    Das Fame-Syndrom
    Aufrecht erhalten wird dieses Missbrauchssystem durch all die vielen Leute, die sich als Elite und als Stars verstehen.
    13 min
  • Wir Verschwörungstheoretiker | Von Walter van Rossum
    Ein Standpunkt von Walter van Rossum.
    Die freien Medien machen sich um einen zumindest minimalen Meinungspluralismus verdient, indem sie mühsam rekonstruieren, was die Etablierten zu vertuschen versuchen. Exklusivauszug aus „The Great WeSet“.
    Für Sven Böttcher heißen die beiden großen Antagonisten auf dem Globus „Bill“ (Gates) und „Wir“ — gemeint sind alle Menschen guten Willens, die an Wahrheit und Freiheit interessiert sind. Der ehemalige WDR-Journalist Walter van Rossum benannte für seine mittlerweile legendäre Talkrunde den „Great Reset“ kurzerhand in „WeSet“ um und positionierte sich so als Gegenspieler Klaus Schwabs. Nun ist das Buch zur Show erschienen, und das hat es in sich. Van Rossum widmet sich im ersten Teil seiner neuen Veröffentlichung der Gefahr, in der wir aufgrund der Unterwanderung der Medien und der Justiz durch eine freiheitsfeindliche, grundrechtsferne Regierungsagenda schweben; im zweiten Teil porträtiert er dann das „Rettende“, jene kleine, aber feine und weiter wachsende Gegenöffentlichkeit und die damit verbundene oppositionelle „Szene“, die sich in den letzten Jahren nicht ohne Erfolg angeschickt hat, dem Konzerngoliath den scheinbar sicheren Sieg zu entreißen. Im ersten von drei Buchauszügen outet sich van Rossum als einer derjenigen, vor denen uns Christian Drosten, Nancy Faeser und die Tagesschau immer gewarnt haben. „Ich bin ein Verschwörungstheoretiker, und das ist gut so.“


    Schon sehr früh hatten die Pandemiker das Dogma ihrer Unfehlbarkeit verkündet — und an ihren Feinden vollstreckt. Doch ihre Wahrheit war ja nicht das Ergebnis jener komplexen Prozesse, die die Moderne entwickelt hatte, um ihr Wissen hervorzubringen, sondern es war eine gesetzte Wahrheit — in einem Wort: das Gute. Und das Gute beweist seine Güte allein dadurch, dass es dem Bösen nicht nur widersagt, sondern es auch tätig bekämpft.

    Die Gläubigen müssen spüren, dass das Böse mitten unter ihnen ist, ganz nahe. Und es ist gut getarnt, deshalb müsste man es eigentlich demaskieren, aber das ist schwer möglich: Es trägt keine Maske. Doch der Steckbrief des Bösen ist lang. Die Mächte der Finsternis murmeln zotige Litaneien, die der Gute kaum versteht: Fair is foul and foul is fair. Schein ist nicht Sein. Da sie nicht an das Gute glauben, sehen sie verdeckte Kräfte am Werk. Die Agenturen des Guten haben schon vor geraumer Zeit eine großartige Bezeichnung für dieses Natterngezücht gefunden: Verschwörungstheoretiker.
    Natürlich zersetzen sie auch die pandemischen Gewissheiten, und insofern ist gut nachvollziehbar, dass der mediale Mainstream einen erheblichen Teil seiner Arbeit solchen Gesellen widmet. Kein Blatt, kein Sender, die nicht unaufhörlich vor diesen Zombies gewarnt hätten. Es wurden etliche Gebrauchsanleitungen für den Umgang mit Verschwörungstheoretikern angefertigt. Auf den Kinderseiten erschienen Warnhinweise vor solchen Finsterlingen. Bücher über Verschwörungstheoretiker wurden zu Bestsellern. Und der Tübinger Amerikanist Michael Butter leitet mittlerweile ein EU-Forschungsprojekt zur Analyse von Verschwörungstheorien.
    Der Cheftheoretiker in Sachen Verschwörungstheorien hat seine Kompetenz in einem Buch mit dem Titel „Nichts ist wie es scheint“. Über Verschwörungstheorien dokumentiert. Der Wirtschaftsjournalist Norbert Häring hat die intellektuelle Reichweite des Tübinger Professors treffend beschrieben:


    „Zusammenfassend lautet die hilfreiche Handreichung Butters für Journalisten, Wissenschaftler und Publizisten: 1. Was geschieht, geschieht ohne Plan, 2. Alles ist, wie es scheint und offiziell dargestellt wird, egal wie unplausibel und wie hart widerlegbar es ist, 3. Das hat nichts mit irgendetwas anderem zu tun.“

    Der mediale Kampf gegen Verschwörungstheoretiker dürfte fast so viel Energie verschlungen haben wie die Verbreitung der Heilsbotschaft vom Impfen.
    Was ist eine Verschwörung?
    12 min
  • Kampfansage an den Westen – Die BRICS-Länder fordern eine neue Weltordnung | Von Thomas Röper
    Ein Kommentar von Thomas Röper.
    Die BRICS-Länder fordern eine neue und gerechtere Weltordnung, was man nur als Kampfansage an die vom US-geführten Westen dominierte Weltordnung ansehen kann, die derzeit um ihr Überleben kämpft.
    Ich habe oft berichtet, dass sich die BRICS und der globale Süden generell gegen die von den USA dominierte Weltordnung auflehnen. Sie lehnen die einseitigen (und übrigens völkerrechtswidrigen) Sanktionen des Westens ab und sind es generell leid, dass der Westen ihnen vorschreiben will, welche Staatsform, welches Wirtschaftssystem und welche „Werte“ sie haben müssen. Auch die in der lokalen Bevölkerung Westafrikas populären Putsche, die in einigen westafrikanischen Ländern die französischen Marionettenregime von der Macht entfernt haben, zeigen, dass der Neokolonialismus, mit dem Westen den globalen Süden seit Jahrzehnten ausbeutet und unterdrückt, immer offener abgelehnt wird.
    Die Ereignisse in der Ukraine ab Februar 2022 waren bei dem aktuellen Prozess entscheidend, denn der globale Süden hat am Beispiel Russlands gesehen, dass man sich der vorgeblichen Allmacht der USA entgegenstellen kann und dass es dabei Verbündete gibt, man also nicht alleine gegen den Westen steht.
    Nachdem der globale Süden ein Jahr lang zugeschaut hat, wie der Kampf Russlands gegen den Westen sich entwickelt, zeigen die aktuellen Gipfeltreffen der BRICS <1>, der G20 <2> oder auch der EU-CELAC-Gipfel <3>, dass der globale Süden nun offen gegen die westliche Dominanz rebelliert.
    Vor allem, dass die USA internationale Organisationen wie die Weltbank, den IWF und andere dominieren und als Instrumente für ihre Politik missbrauchen, stößt dem globalem Süden zunehmend sauer auf. Auch die Machtverteilung in der UNO zugunsten des Westens wird kritisiert und es wird eine Reform der UNO zugunsten der neuen Realitäten gefordert, in denen der globale Süden eine größere Rolle spielt, als ihm in der UNO heute zugestanden wird.
    In diesen Tagen treffen sich Vertreter der Parlamente der BRICS-Staaten zum 9. Parlamentarischen BRICS-Forum in Johannesburg und dabei hat der südafrikanische Vizepräsident in seiner Rede der westliche dominierten Weltordnung faktisch den Kampf angesagt. Darüber hat die russische Nachrichtenagentur TASS berichtet und weil deutsche Medien darüber wahrscheinlich nicht berichten werden, habe ich die TASS-Meldung <4> übersetzt.
    Beginn der Übersetzung:
    Südafrikas Vizepräsident: Die BRICS-Länder sind für eine neue Weltordnung
    Paul Mashatile erklärte, dass die neue Weltordnung eine grundlegende Reform der UN und der globalen Finanzinstitutionen vorsieht
    Die BRICS-Länder (Brasilien, Russland, Indien, China, Südafrika) sind gemeinsam für die Schaffung einer neuen Weltordnung, die auf den Grundsätzen von Gerechtigkeit und Konsens beruht, erklärte der südafrikanische Vizepräsident Paul Mashatile auf dem 9. Parlamentarischen BRICS-Forum in Johannesburg.


    „Die Vision der BRICS ist es, eine gerechte Weltordnung zu schaffen, die für alle Länder und Völker der Welt existiert und nicht für einige wenige“, betonte er. „Die BRICS-Agenda zielt darauf ab, eine multilaterale Welt, eine globale Wirtschaft und Sicherheit für alle Völker des Planeten zu schaffen. Die Tatsache, dass die Zahl der BRICS-Mitglieder ab dem 1.
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das denk' ich auch