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  • Trump ist so gut wie tot | Von Hans-Jürgen Geese

    Ein Standpunkt von Hans-Jürgen Geese.



    Am 20. Januar 1977 wurde James Earl Carter Junior als der 39. Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika vereidigt. Alle Amtsinhaber in seinem Kabinett, außer einem, waren Mitglieder in der Trilateralen Kommission. Diese private Vereinigung wurde 1973 von David Rockefeller, Jimmy Carter und Zbigniew Brzezinski gegründet, um die politische und wirtschaftliche Zusammenarbeit zwischen Nordamerika, Westeuropa und Japan zu fördern. Das Hauptaugenmerk der Trilateralen Kommission liegt auf der praktischen Eingliederung eigener Mitglieder in die Regierungen der wichtigsten Industrienationen. Mit Demokratie hatte und hat das nur noch sehr wenig zu tun.
    Die Trilaterale Kommission ist eine von vielen Stiftungen, die interessengeleitete politische und wirtschaftliche Zwecke verfolgt. Seit John D. Rockefeller im Jahre 1913 die Rockefeller Foundation gründete, gibt es in den U.S.A. eine Übereinkunft zwischen Regierung und Großkapital, dass reiche Mäzene ihre Stiftungen steuerfrei betreiben und mit ihnen Einfluss auf das politische und wirtschaftliche Geschehen im Land ausüben dürfen. Mit Demokratie hat das alles wahrlich nur noch wenig zu tun.
    Mittlerweile gibt es tausende von diesen Organisationen. Sie kennen die Bill und Melinda Gates Foundation oder die Bertelsmann Stiftung. Mithilfe dieser Stiftungen ist es Privatpersonen möglich, jeden Winkel der Politik, jede Nische der Gesellschaft, entscheidend zu beeinflussen. Hunderte von Milliarden von Euro werden auf diese Weise jedes Jahr „investiert“ um die Demokratie auszuhebeln. Denn mit Demokratie hat das eigentlich gar nichts mehr zu tun. Oder?
    Die mächtigste Stiftung dieser Art auf Erden ist das Weltwirtschaftsforum (WEF) in der Schweiz unter ihrem Gründer und Vorsitzenden Klaus Schwab. Das WEF bietet nicht nur ein jährliches Refugium des ungestörten Dialogs für die mächtigsten Männer und Frauen der Welt, das WEF bildet auch mittlerweile diese mächtigsten Männer und Frauen selbst aus, um sie dann in die entscheidenden Positionen der Macht in Politik und Wirtschaft einzuschleusen. Auf diese Art und Weise schuf man ein System von PPP (private public partnership), eine Art Mafia der Welt, die die Welt hinter der von Ihnen angeblich gewählten Regierung regiert. Es versteht sich von selbst, dass dieses System nur funktionieren kann, wenn die globale Wirtschaft die Spielwiese der Macht ist. Daher finden Sie auf der website des WEF auch viele, viele chinesische Namen. Mit Demokratie...
    Diese „Globalisten“ kennen keine Staaten mehr, haben keine Verpflichtungen den Bürgern gegenüber, sondern bekennen sich als Teil einer internationalen Elite, die die Weltherrschaft mittels Kontrolle über die zukunftsträchtigsten Technologien und die umfassendsten Datenströme anstrebt. Diese „Technokraten“ sehen langfristig als Ziel die Verschmelzung von Mensch und Maschine in einer Welt, die mehr und mehr von Technik kontrolliert und beherrscht wird. Der „normale“ Bürger wird in dieser Welt vollkommen überflüssig sein. Überflüssig und unerwünscht. Pure Intelligenz wird regieren. Ohne Gefühle. Ohne Religion. Sie kennen das Motto des Trostes: „Ihr werdet nichts besitzen und glücklich sein.“ Würden Sie solchen Leuten die Zukunft Ihrer Kinder anvertrauen?
    Donald Trump
    Donald Trump gehört als vielfacher Milliardär ebenfalls zur Finanzelite der Welt. Er gehört allerdings nicht diesen Globalisten an. Donald Trump will nicht die Weltherrschaft, sondern er will die Vorherrschaft der Amerikaner. Er ist also ein Nationalist. Sein Motto: „America First“. Die Interessen Amerikas kommen immer zuerst. Das ist eine Variante von „Deutschland, Deutschland über alles...“
    Wenn Sie die Interessenlage der Globalisten und die Interessenlage von Donald Trump und seinen Anhängern verstanden haben, dann werden Sie auch verstehen, woher dieser Hass auf Trump stammt.
    19 min
  • Die meisten westlichen Firmen sind weiterhin in Russland tätig | Von Thomas Röper
    Ich habe immer wieder berichtet, dass man die westlichen Sanktionen im russischen Alltag kaum spürt. Warum das so ist, hat nun die Washington Post berichtet.
    Ein Kommentar von Thomas Röper.
    Im Alltag in Russland spürt man die westlichen Sanktionen kaum, wie ich immer wieder berichtet habe. Die Regale sind voll, die Preise sind stabil. Lediglich einige westliche Produkte sind verschwunden, wurden jedoch schnell durch andere Anbieter ersetzt.
    Auch große Firmen, die offiziell angekündigt haben, Russland verlassen zu wollen, scheinen sich heimliche Hintertüren offenzuhalten. McDonalds zum Beispiel hat Russland offiziell verlassen und sein gesamtes Russlandgeschäft einem Unternehmer aus Sibirien verkauft, der früher mit etwa 20 Filialen ein großer Frandchise-Nehmer von McDonalds war. Es ist in Russland ein offenes Geheimnis, dass solche Deals, die viele westliche Firmen gemacht haben, offenbar Vereinbarungen enthalten, die es der westlichen Firma später erlauben, zurückzukehren und den Deal rückabzuwickeln. Der Rückzug war bei den meisten Firmen also eher die Einsetzung eines „Platzhalters“ und man wartet auf die Möglichkeit zur Rückkehr auf den russischen Markt.
    Um beim Fast Food als Beispiel zu bleiben: Andere internationale Fast-Food-Ketten sind in Russland geblieben. Burger King, KFC oder auch Subway sind weiterhin in Russland aktiv.
    Auch Coca-Cola, die Russland offiziell verlassen hat, scheint sich eine Hintertür offenzuhalten, denn es gibt die Produkte von Coca-Cola weiterhin in Russland, sie tragen nur einen anderen Namen, werden aber weiterhin in der gleichen Fabrik abgefüllt.
    Das waren nur Beispiele, die allerdings die Regel sind. Ganz offensichtlich haben die westlichen Firmen Russland wegen des politischen Drucks aus Washington verlassen und nicht – wie es im Westen dargestellt wird – aus eigenem Antrieb oder moralisch-politischen Überlegungen. Die russische Nachrichtenagentur TASS hat über einen Artikel der Washington Post berichtet, der das bestätigt, und ich habe die TASS-Meldung übersetzt.
    Beginn der Übersetzung:
    Washington Post: Die meisten Unternehmen sind nach der Ankündigung ihres Rückzugs aus Russland weiterhin im Land tätig
    Die Zeitung berichtet, dass einige Unternehmen angesichts des Abzugs ihrer Konkurrenten sogar einen größeren Marktanteil erobert haben
    Die Mehrheit der westlichen Unternehmen, die nach dem Beginn der Militäroperation angekündigt hatten, ihre Tätigkeit in Russland einzustellen, setzen ihre Aktivitäten im Lande fort. Das geht aus einem Artikel hervor, der am Samstag in der Washington Post veröffentlicht wurde.
    Der Artikel zitiert Expertenschätzungen, wonach „von den Hunderten von Unternehmen, die versprochen hatten, Russland zu verlassen“, das „nur ein kleiner Prozentsatz“ nach dem Beginn der Militäroperation getan hat. Die Zeitung weist darauf hin, dass
    „die westlichen Unternehmen, die zurückgeblieben sind, oft stark auf das Geschäft in Russland angewiesen sind und dass die Verluste, die sie durch das Verlassen des Landes erleiden würden, wahrscheinlich größer sind als der mögliche Schaden für ihre Marken“. „Einige Unternehmen haben angesichts des Weggangs ihrer Konkurrenten sogar größere Marktanteile erobert“, heißt es in der Zeitung.
    „Viele andere [Unternehmen] haben angekündigt, dass sie ihre Arbeit einstellen oder verringern werden, aber den Handel fortsetzen. Einige haben angekündigt, dass sie russische Vermögenswerte verkaufen werden, suchen aber noch nach Käufern oder versuchen, die Kosten für den Ausstieg zu senken“, betont die Zeitung. Wie es heißt, „untergräbt die anhaltende Präsenz so vieler Unternehmen die von Washington geführten Bemühungen, die russische Wirtschaft zu zerschlagen“. Dies, so die Zeitung, „ermöglicht es den Russen, das gleiche Maß an Komfort und Lebensqualität beizube...
    6 min
  • Ist das einfache Auswandern vorbei? | Von Paul Soldan
    Ein Standpunkt von Paul Soldan.
    Aufgrund sich permanent ausweitender Krisen stieg in den letzten Jahren die Anzahl der Menschen, die es weg aus Deutschland zog, rapide an. Tansania mit der dazugehörigen Insel Sansibar wurde wegen der gegensätzlichen Handhabung weltweit praktizierter Corona-Maßnahmen zunehmend zu einem Hotspot für Corona-Flüchtlinge und Auswanderungswillige. Viele gingen ins absolute Risiko: verkauften ihre Habseligkeiten, gaben Beruf und Heimat auf und wagten den Sprung ins kalte Wasser Afrika – in eine fremde Kultur, in eine unbekannte Sprache sowie in ein gänzlich anderes System. Im Frühjahr 2021 starb jedoch der coronakritische Präsident John Magufuli unter ungeklärten Umständen, woraufhin sich auch die politische Haltung des Staates zu Corona änderte.
    Wie ist es den Auswanderern ergangen? Haben sie in der Ferne ein neues Zuhause gefunden? Oder gestaltete sich der Schritt doch deutlich schwieriger als gedacht, sodass sie sogar ihre Zelte wieder abbrechen mussten? Dieser Bericht gibt einen ehrlichen Eindruck über das Auswandern nach Tansania und lässt aus Deutschland Abgewanderte vor Ort zu Wort kommen und sie über ihre Beweggründe, Vorstellungen und Erfahrungen berichten.


    *Hinweis vorab: Zum Schutz der Menschen, die bereit waren, sich in diesem Artikel zu äußern, wurden von allen Beteiligten die Namen geändert.

    „Ich hatte nicht vor auszuwandern“, antwortet Klemens – Vertriebsleiter aus Norddeutschland und bis vor kurzem im Norden Tansanias – auf die Frage, was seine Beweggründe waren, Deutschland zu verlassen. Seines Erachtens sei es kindlich naiv, in ein Land auswandern zu wollen, das man nicht kenne. „Meine Planung war, für ein Jahr Urlaub zu machen, weit weg von Deutschland. Ob Impfplichtdebatte oder der beginnende Krieg in der Ukraine: Diese politische Entwicklung, mit unmittelbaren potenziellen Gefahren für Leib und Leben, hat mich in Deutschland schwer depressiv gemacht.“
    Die Entscheidung, ein Jahr nach Tansania zu gehen, sei eher Zufall gewesen. „Es war weit weg, friedlich und englischsprachig.“ Er wollte ausspannen, sich, um unabhängig zu sein, ein Motorrad kaufen und ein neues Land mit einer vollkommen fremden Kultur kennenlernen. „Vorstellen konnte ich mir, irgendwo ein halbes Jahr kostenlos mitzuarbeiten. Insgesamt war ich offen für alle Entwicklungen, hatte alles aber als ‚Urlaub‘ für ein Jahr geplant.“ Im Vorfeld suchte er auch Kontakt zu anderen Deutschen, die aus ähnlichen Gründen nach Tansania gekommen waren. Jedoch werde häufig ein „geschöntes Bild vom ‚Auswandern nach Tansania‘ in den Social-Media-Kanälen verbreitet“, so sei heute seine Sichtweise.
    Für Katharina – Künstlerin aus dem Ruhrgebiet – sei die „Enge und Borniertheit der deutschen Mentalität“ nur noch schwer zu ertragen gewesen. „Als dann im Februar 2022 der Krieg in der Ukraine eskalierte, begann ich aktiv an einem Fluchtplan zu stricken, da ich große Angst hatte – und noch immer habe –, dass sich dieser Krieg auf den Rest Europas ausweiten könnte. Ich besorgte mir ‚für alle Fälle‘ ein Visum für Sansibar, um im Notfall schnell fliehen zu können.“ Ende April 2022 habe sie sich dann plötzlich eine neue Arbeit sowie eine neue Wohnung suchen müssen und reiste daraufhin kurzerhand aus. Sansibar kannte sie bereits aus einem früheren Urlaub und habe sich damals in diese „exotische, überirdisch schöne Trauminsel schlicht und einfach verliebt“.
    Der deutsche Facharzt Lasse nennt als Grund für das Verlassen Deutschlands: „Zerstörung durch Totalitarismus“. Dies mache er nicht nur am „Coronawahn und an der Kriegstreiberei“ fest, sondern an einer Vielzahl von Themen, darunter: „Zensur, Polizeibrutalität, Deindustrialisierung sowie staatliche Kindesgefährdung“. Auf Tansania fiel die Wahl, da es dort seit Ausrufung der Pandemie „keine Corona-Massenpsychose gab“. Er wollte mit seiner Familie „raus aus dem Wahnsinn, vor Ort arbeiten,
    23 min
  • EMA-Präsidentin mit Fehlinformationen vor EU-Sonderausschuss | Von Bastian Barucker
    Ein Kommentar von Bastian Barucker.
    Emer Cooke fungiert seit September 2020 als Direktorin der europäischen Arzneimittelagentur EMA. Vor ihrer Ernennung arbeitete die Pharmazeutin und Betriebswirtin bei der Weltgesundheitsorganisation sowie als Managerin für wissenschaftliche und regulatorische Angelegenheiten bei der EFPIA <1>, dem europäischen Verband der pharmazeutischen Industrie in Brüssel. Am 27. März 2023 erschien Emer Cooke vor dem Sonderausschuss zur COVID-19-Pandemie des europäischen Parlaments, um Fragen der Abgeordneten <2> bezüglich der Covid-19-Impfungen zu beantworten. Der Ausschuss hatte zuvor bereits hohe Pfizer- und Moderna-Angestellte befragt <3> und dabei unter anderem herausgefunden, dass der Covid-19-Impfstoff von Pfizer bei der Entwicklung nie darauf getestet worden war, ob dieser die Übertragung des Corona-Virus verhindert. Die Annahme, dass das Medikament dazu in der Lage ist, war immerhin die Grundlage für die sogenannten 2G-Regeln, welche Ungeimpfte vom öffentlichen Leben größtenteils ausschlossen.
    Emer Cookes Statement vor dem Covid-Sonderausschuss begann mit einem Vortrag, der die Sicherheit und Wirksamkeit der mRNA-Präparate hervorhob und die Behauptung aufstellte, dass diese 20 Millionen Leben gerettet hätten. Spannend wurde es, als einige Abgeordnete detaillierte Fragen zu den unerwünschten Nebenwirkungen und Eigenschaften der neuartigen mRNA-Produkte stellten. So wurde Cooke vom Abgeordneten Rob Roos gefragt <4>, ob die EMA vor der Zulassung der Impfstoffe wusste, dass diese sich im ganzen Körper ausbreiten und mitnichten in der Nähe der Injektionsstelle bleiben. Dabei bezog sich die Frage des Abgeordneten Roos sowohl auf die mRNA als auch auf die verwendeten Lipidnanopartikel <5>, die die Messenger-RNA in die Zelle transportieren.
    Cooke beantwortete diese Frage mit der Aussage, dass die mRNA nicht lange im Körper verbleibe und sehr schnell abgebaut würde. Außerdem behauptet sie, dass sowohl mRNA als auch Lipidnanopartikel nur maximal neun Tage im Körper blieben und hauptsächlich an der Injektionsstelle zu finden seien.
    Es gibt allerdings mehrere wissenschaftliche Publikationen, die belegen, dass die eingespritzte Messenger-RNA deutlich länger als neun Tage im Körper nachweisbar ist, darunter eine Studie vom Januar 2022 <6>, die zeigt, dass mRNA-Bestandteile noch 60 Tage nach Verabreichung der zweiten Dosis im Körper zu finden sind. Eine weitere Studie <7> fand 15 Tage nach Impfung mRNA im Blut von Patienten.
    Nachgewiesen ist ebenfalls seit September 2022, dass die mRNA bis in die Muttermilch <8> gelangt. Das Bundesgesundheitsministerium hatte genau ein Jahr vor der Veröffentlichung dieser Studie stillenden Müttern via Twitter mitgeteilt <9>: “Sie können nach der Impfung gegen das Coronavirus wie gewohnt weiter stillen. Die mRNA des Impfstoffes konnte in der Muttermilch nicht nachgewiesen werden.”
    Die Verteilung der Lipidnanopartikel im Körper wurde...
    9 min
  • Multipolare Weltwährung voraus! | Von Rüdiger Rauls

    Die Welt ist im Begriffe multipolar zu werden. Mit der politischen Vorherrschaft der USA schwindet auch die des westlichen Finanzsystems. Welche Lehren können aus den Erfahrungen mit den bisherigen Reservewährungen für die Schaffung einer neuen multipolaren Währung gezogen werden?



    Ein Standpunkt von Rüdiger Rauls.
    Voraussetzungen
    Unterschiedliche Entwicklungen stehen an der Wiege einer neuen Reservewährung: die Finanzkrise von 2007/8 mit der anschließenden Ausweitung der Geldmengen, die Politisierung des Dollar und die exzessiven Sanktionen des sogenannten Wertewestens, besonders aber das gewachsene Misstrauen von Staaten und Privatpersonen gegenüber dem bestehenden Finanzsystem. Sie alle durchdringen einander und sind bestimmt durch die politische, militärische und finanzielle Vormachtstellung der USA. Diese Entwicklungen sollen im Folgenden genauer betrachtet werden, da sich aus ihnen heraus die Notwendigkeiten und Voraussetzungen erklären für den Aufbau eines neuen, sozusagen demokratischeren Währungssystems.
    Der Beinahezusammenbruch des kapitalistischen Finanzsystems infolge der Insolvenz von Lehman Brothers im Jahre 2007/8 hatte das Vertrauen weiter Teile der Bevölkerung in die Stabilität des Bankenwesens erschüttert. Viele Menschen fürchteten um ihre Lebensgrundlagen, um ihre Ersparnisse und ihren Wohlstand. Aus dem einst unverbrüchlichen Vertrauen in Geld und Banken waren Verunsicherung und zum Teil Misstrauen geworden.
    Viele begannen, sich erstmals intensiver mit dem Thema Geld zu beschäftigen, und schon bald merkten sie, dass das scheinbar Selbstverständliche sich nicht von selbst verstand, sondern komplizierter war als gedacht. Das verunsicherte noch mehr, zumal die Erklärungsversuche der sogenannten Experten für die meisten Menschen unverständlich waren. Ohne die Zusammenhänge zu verstehen, begannen Visionäre, sich Alternativen zum Geldsystem auszudenken – politische wie auch finanztechnische. Einer dieser Ansätze war die Entwicklung des Bitcoin und anderer sogenannter Kryptowährungen.
    Nicht alltagstauglich
    Der Bitcoin(1) verfolgte das Ziel, dem Staat die Kontrolle über das private Geld zu entziehen. Das betraf einerseits die Schaffung des Geldes, aber auch seine Verwahrung und Bewegung. Denn in der ausufernden Geldschöpfung durch Banken und Notenbanken sahen viele die Ursachen der Inflation und der damit verbundenen Gefahr für die Stabilität des Geldes. Zur Vermeidung dieser Gefahren sollte die Menge der Bitcoins begrenzt sein.
    Diese Beschränkung der Geldschöpfung wird durch die Blockchain gewährleistet, einer neuen Technologie, die die Vorgänge rund um die Entwicklung und Bewegung von Bitcoins dokumentierte und gleichzeitig auch nach festgelegten Grundsätzen abwickelte. Diese Dokumentation war nur für jene zugänglich, die nach den Kriterien der Blockchain dazu berechtigt waren. Dadurch waren die Besitzer der Bitcoins und deren Transaktionen der Kontrolle durch staatliche oder andere Institutionen entzogen.
    Das war die Theorie. Diese aber schien die wirtschaftlichen Realitäten und Prozesse im Kapitalismus nicht zu kennen oder nicht wahrhaben zu wollen. Gute Absichten alleine reichen nicht aus, man muss auch die Grundlagen in der Wirklichkeit kennen. Denn entgegen den idealistischen Vorstellungen der Urheber des Bitcoin gab es in den vergangenen Jahren kaum eine Anlage, geschweige denn ein Zahlungsmittel, das einem solch inflationären Preisschub unterlag wie der Bitcoin.
    Bei einer ersten Notierung im März 2010 betrug sein Wert nur 0,003 US-Cent, in seiner Spitze Ende 2021 waren es 65.000 Dollar. Das entspricht einem Zuwachs von etwa 2,166 Milliarden Prozent. Kein anderes Zahlungsmittel außer der Reichsmark im Jahre 1923 kann eine ähnliche Inflation innerhalb so kurzer Zeit vorweisen. Das Zahlungsmittel, das der Spekulation hatte die Stirn bieten sollen, wurde selbst zu einem der größten jemals dagewesenen Spekula...
    15 min
  • PFIZER – Eine kriminelle Organisation? | Von Uwe G. Kranz

    Ein Kommentar von  Uwe G. Kranz.


    Ach, wo denken Sie hin, das kann doch nicht sein! Pfizer - das ist doch die amerikanische Pharmafirma, die uns vor den Covid-Unbillen gerettet hat. Die uns gemeinsam mit dem Mainzer BioNTech-Unternehmen in wundersam kurzer Zeit den Wunderimpfstoff Comirnaty bescherte. Der Impfstoff, der sicher und wirksam ist, der spätestens nach dem zweiten Pieks immunisiert, mit dem man sich selbst und andere vor Infektionen schützen kann, später zumindest schwere Covid-Erkrankungen verhindert. Jener Impfstoff, mit dem angeblich 20 Millionen Covid-Infizierte vor dem sicheren Tod bewahrt worden sind (was von der Direktorin der Europäischen Arzneimittel-Agentur in Amsterdam (EMA), Emer Cooke, vor dem Untersuchungsausschuss des Europäischen Parlaments (EP) in letzter Sekunde ihrer Befragung dahingehend berichtigt wurde, dass sich die Zahl 20 Millionen auf alle Impfstoffe beziehe, die seit Beginn der Zählungen verabreicht worden seien. Aber das ging im allgemeinen Geplapper dann irgendwie unter.
    Organisierte Kriminalität (OK)?
    Das sind doch bloß die bösen libanesischen Clans, die sizilianischen Mafiosi, die osteuropäischen vory y zakone (Diebe im Gesetz), die kalabrische ’Ndragheta, oder, oder, oder…? Seit Jahrzehnten wird in der Welt der Kriminalisten und Juristen an der Definition gefeilt, was denn eigentlich OK sei. Das Bundeskriminalamt schreibt Jahr für Jahr in seinen OK-Bundeslagebilder die folgende, inzwischen längst antiquierte Lesart der Gemeinsamen Arbeitsgruppe Justiz/Polizei (GAG) vom Mai 1990 fort:
    "Organisierte Kriminalität ist die von Gewinn- oder Machtstreben bestimmte planmäßige Begehung von Straftaten, die einzeln oder in ihrer Gesamtheit von erheblicher Bedeutung sind, wenn mehr als zwei Beteiligte auf längere oder unbestimmte Dauer arbeitsteilig


    * unter Verwendung gewerblicher oder geschäftsähnlicher Strukturen,
    * unter Anwendung von Gewalt oder anderer zur Einschüchterung geeigneter Mittel oder
    * unter Einflussnahme auf Politik, Medien, öffentliche Verwaltung, Justiz oder Wirtschaft zusammenwirken."

    Könnte man demnach auch die Deutsche Bank …?  Schließlich gibt es ja auch keine Legaldefinition des Gesetzgebers für den Begriff „Wirtschaftskriminalität“ (WiKri), weshalb das BKA den Straftatenkatalog des Gerichtsverfassungsgesetzes (§ 74c GVG) bemühen muss, um wirtschaftliche Straftaten wie Betrug, Geldwäsche, Insider-Handel mit Aktien u.v.a.m. als WiKri zu erfassen.
    Wie wäre es denn einmal mit einem realistischen Blick auf die kriminelle Vita eines Pharmaunternehmens? Vielleicht zunächst nur einmal auf Pfizer, das liegt in diesen Zeiten ja recht nah (Quellen: BigPharmaNews.com https://t.me/ oder Klartext20/21Gemeinsam/24657 oder #PfizerFiles oder v.a.m.).
    1994    Pfizer zahlte freiwillig 19,75 Mio. $, um die Vorwürfe des Justizministeriums beizulegen, dass der Konzern gelogen hätte, um die staatliche Zulassung für eine mechanische Herzklappe zu erhalten; in der Folge seien dann Sicherheitsbedenken vertuscht worden, obwohl das Gerät Patienten tötete.
    1996    Pfizer verabreichte 200 nigerianischen Kindern das Antibiotikum TROVAN, ohne zuvor die Eltern darüber informiert zu haben, dass es sich um ein medizinisches Experiment handelte oder um Erlaubnis gefragt zu haben; 11 Kinder starben, viele erlitten Nebenwirkungen (Gehirnschäden, Organversagen, Erblindung, Taubheit). Zunächst einigte sich Pfizer mit vielen Klägern außergerichtlich auf eine Entschädigung in Höhe von 75 Mio.$. Das Geld sollte zu einem Teil in einen von Pfizer eingerichteten Meningitis-Fonds fließen, aus dem die Opfer und deren Familien entschädigt wurden und zu einem anderen Teil in Gesundheitsinitiativen im Staat Kano, 10 Mio. $ gingen für die Gerichtskosten drauf.
    13 min
  • Wie wird die Gruppe der „Blockfreien“ aussehen? | Von Jochen Mitschka
    Ein Standpunkt von Jochen Mitschka.
    Indien wird immer wieder als Nukleus und Führungsland der Länder der Blockfreien angesehen. Das sind Länder, die sich sowohl außerhalb der neu entstehenden Welt des Multipolarismus als auch des imperialen Westens als dritte Macht mit guten wirtschaftlichen Beziehungen zu beiden anderen Machtblöcken sehen. Es gibt einen Geheimkandidaten für diese Gruppe, nämlich die Türkei. In diesem Zusammenhang will ich heute über Ereignisse berichten, welche die Blockfreien betreffen, die man nicht mit der ehemaligen Staatengemeinschaft der blockfreien Länder gleichsetzen darf, und ihre Beziehungen zum Multipolarismus. Einige Länder scheinen zu versuchen, mit einem Bein im westlichen Imperialismus zu verbleiben, aber gleichzeitig vom Multipolarismus zu profitieren.
    Türkei – möchte Führungsland der Muslime sein
    Ein Beispiel für die Rolle die ein Land zwischen den beiden Blöcken spielt, beschreibt der indische Ex-Diplomat M.K. Bhadrakumar am 3. April(1), indem er erklärt, wie die Türkei als NATO-Land, ebenso wie vorher China und Indien, den internationalen Haftbefehl gegen Putin ignoriert und welche Rolle Putin und Russland für die Gruppe der Blockfreien spielen.
    So erklärt der Autor, dass der türkische Präsident Recep Erdogan bekannt gegeben habe, dass der russische Präsident Wladimir Putin am 27. April an der Zeremonie der Beladung von Kernbrennstoff im Kernkraftwerk Akkuyu teilnehmen werde.
    Putin habe sich in der Vergangenheit bereits per Videokonferenz zum KKW Akkuyu geäußert, und bei der Zeremonie anlässlich des Baubeginns des Prestigeprojekts im April 2018 versprochen, der Inbetriebnahme im Jahr 2023 beizuwohnen. Rosatom habe sein Versprechen, das Projekt termingerecht fertigzustellen, gehalten, und nun sei Putin an der Reihe. Und als Deutscher muss man wehmütig an Bau-Großprojekte in diesem Land und ihre termingerechte Fertigstellung denken.
    Weiter in dem Artikel heißt es, dass sich Erdogan offensichtlich nicht um den jüngsten Haftbefehl des Internationalen Strafgerichtshofs gegen Putin kümmere, meint Bhadrakumar, indem er noch drastischere Worte benutzt. Der chinesische Präsident Xi Jinping habe gezeigt, wie man ihn ignorieren könne. Russlands G20-Sherpa Swetlana Lukasch habe außerdem erklärt, dass Putin in diesem Jahr voraussichtlich zweimal nach Indien reisen werde - zum G20-Gipfel im September und später zum SCO-Gipfel 2023.
    Erdogan weise die angelsächsische Verschwörung zur Dämonisierung Putins offen zurück. Dieser verächtliche Trotz sei zum Teil eine Reaktion auf die zunehmende Einmischung der USA in die für den 14. Mai angesetzten Präsidentschaftswahlen in der Türkei. In aufrührerischen Äußerungen habe Erdogan am Sonntag geschworen, "Amerika eine Lektion zu erteilen".
    Mit seiner Einladung an Putin, als Hauptgast an der Einweihung des KKW Akkuyu teilzunehmen, eine Einweihung, die zweifellos einen Meilenstein darstelle, signalisiere Erdogan im Grunde seine tiefe Wertschätzung für Putins Beitrag zum Ausbau und zur Vertiefung der türkisch-russischen Beziehungen. Die persönliche Verbundenheit zwischen den beiden Staatsoberhäuptern habe den Beziehungen zweifelsohne einen großen Schub verliehen. Erdogan werde die Inbetriebnahme des KKW Akkuyu wahrscheinlich als sein präsidiales Vermächtnis in den Wahlkampf einbringen.
    Jetzt müssen Deutsche Atomkraftgegner ganz tapfer sein. Der Autor bemerkt, dass das 20 Milliarden Dollar teure KKW Akkuyu in vielerlei Hinsicht das erste seiner Art sei - das einzige große Kernkraftwerk in der Türkei (mit vier russischen WWER-1200-Reaktoren), das größte Projekt in der Geschichte der russisch-türkischen Zusammenarbeit, das weltweit erste KKW-Projekt, das nach dem BOO-Modell (Build - Own - Operate) umgesetzt werde, und so weiter.
    Das KKW Akkuyu sei im Wesentlichen ein Symbol für den Wandel in der türkischen Außenpolitik während der Ära Erdogan, d. h. für die angestrebte Distanzierung der Türkei vom we...
    22 min
  • Verteidigung von Existenz und freier Entwicklung mit allen verfügbaren Mitteln | Von Wolfgang Effenberger
    Dekret 229: Das neue außenpolitische Planungsdokument der Russischen Föderation
    Ein Kommentar von Wolfgang Effenberger.
    Am 22. März 2023 verabschiedete sich der chinesische Staatspräsident Xi Jinping in Moskau mit den Worten: „Jetzt gibt es Veränderungen, die es seit 100 Jahren nicht gegeben hat. Wenn wir zusammen sind, treiben wir diese Veränderungen voran.“(1) Welche Veränderungen kann er gemeint haben? Aller Wahrscheinlichkeit nach hatten sich Xi und Putin festgelegt, die Welt in eine multipolare Zukunft zu führen. Wenige Tage später, am 31. März 2023, unterzeichnete der Präsident der Russischen Föderation, Wladimir Putin, das 42-seitige Dekret "Konzept der Außenpolitik der Russischen Föderation"(2). Dieses Dokument löst die außenpolitische Doktrin aus dem Jahr 2016 ab. Darin wird in sechs Kapiteln (mit insgesamt 76 Unterpunkten) eine gediegene Analyse vergangener und gegenwärtiger russischer Außenpolitik präsentiert. Sie umreißt die politisch angestrebten Ziele Russlands, wobei die Bezeichnung "multipolare Weltordnung" (eine Begriffsverwendung für internationale Staatenbeziehungen, in denen die Machtverteilung das Kriterium für die Strukturbildung ist) mehrfach vorkommt, der Begriff „unipolare Weltordnung“ (bei der ein Staat alle anderen dominiert) hingegen kein einziges Mal.
    Es lohnt sich also, dieses Strategie-Dokument der Russischen Föderation eingehender zu betrachten.
    Im Kapitel I. (Allgemeine Bestimmungen) wird darauf verwiesen, dass dieses Dokument eine systemische Vision der nationalen Interessen der Russischen Föderation im Bereich der Außenpolitik und der Grundprinzipien sowie der strategischen Ziele der russischen Außenpolitik vermittelt. Es stützt sich auf die Verfassung der Russischen Föderation, auf die allgemein anerkannten Grundsätze und Normen des Völkerrechts sowie auf die internationalen Verträge der Russischen Föderation ab. Weiter wird an die unabhängige Staatlichkeit Russlands erinnert, die seit mehr als tausend Jahre währt, ebenso an das kulturelle Erbe der vorangegangenen Epoche, an die tiefen historischen Bindungen zwischen der traditionellen europäischen Kultur und den anderen eurasischen Kulturen. Darüber hinaus wird die generelle Bedeutung Russlands in der Welt aufgezeigt: seine immensen Ressourcen in allen Lebensbereichen, seinen Status als ständiges Mitglied im UN-Sicherheitsrat, seine Rolle als Teilnehmer an den führenden zwischenstaatlichen Organisationen und Vereinigungen, seine Bedeutung als ernstzunehmende Atommacht, seinen Status als Nachfolger der Union der Sozialistischen Sowjetrepubliken (mit fortbestehender Rechtspersönlichkeit) sowie sein entscheidender Beitrag zum Sieg im Zweiten Weltkrieg und seiner aktiven Rolle bei der Gestaltung des gegenwärtigen Systems der internationalen Beziehungen.
    Russlands unabhängige und multi-vektorale Außenpolitik wird von seinen nationalen Interessen und dem Bewusstsein seiner besonderen Verantwortung für die Erhaltung von Frieden und Sicherheit auf globaler sowie regionaler Ebene geleitet:


    „Die russische Außenpolitik ist friedlich, offen, berechenbar, konsequent und pragmatisch und beruht auf der Achtung der allgemein anerkannten Grundsätze und Normen des Völkerrechts und dem Wunsch nach einer gerechten internationalen Zusammenarbeit zur Lösung gemeinsamer Probleme und zur Förderung gemeinsamer Interessen(3)“,

    wobei die Haltung Russlands gegenüber anderen Staaten und zwischenstaatlichen Vereinigungen davon abhängt, ob deren Politik gegenüber der Russischen Föderation konstruktiv, neutral oder feindlich ist.
    Im Kapitel II. (Die Welt von heute: wichtige Trends und Entwicklungsperspektiven) wird festgehalten, dass die Zerstörung des Systems der Rüstungskontrollverträge durch die USA die strategische Stabilität untergräbt.(4) Die völkerrechtswidrige Anwendung militärischer Gewalt und die Eskalation langwieriger bewaffneter Konflikte in einer Reihe von Regionen steigern da...
    32 min
  • SZ plus FAZ jetzt für den Widerstand? | Von Demokratischer Widerstand
    Ein Standpunkt von Demokratischer Widerstand.


    Mainstreamblätter arbeiten sich an unserer kommenden Kioskkampagne ab.

    Am 17. April vor drei Jahren erschien die erste Ausgabe der Wochenzeitung Demokratischer Widerstand (DW). Entstanden aus unseren Flugblättern selben Titels, mit denen wir die Demokratiebewegung bekanntmachten, ist der Demokratische Widerstand heute eine Vollredaktion und ein weiterhin ernstzunehmendes Printmedium. Wir haben fast 30 Millionen Exemplare im ganzen Land und darüber hinaus verbreitet und alle Stimmen der Opposition zu Wort kommen lassen. Mit diesem Schwung geht es weiter!
    Als kleinen Geburtstagsgruß vorab attestierte uns genau dies auch das Lügenpack von der Süddeutschen Zeitung unter dem Titel »Die Querschreiber« und selbstverständlich versehen mit den Prädikaten »Fall für den Presserat«, »verdächtig, sehr verdächtig« und der Nennung der Denunziantenbande vom Inlandsgeheimdienst unter falschem Namen »Verfassungsschutz«. Das sind die Auszeichnungen der Gegenwart.
    Denen da oben lauern allerorten


    Nazis,
    russische Agenten,
    Reichsbürger
    und Mondsüchtige,

    nämliche jene, die unter anderem der SZ und ihrer SWMH-Medienholding kein Wort mehr glauben, die sich gegen Mengele-hafte Medizinexperimente mit genozidalen Auswirkungen wehren, einfach nicht für eine US-Marionettenregierung in Kiew Waffen schieben wollen, die eins und eins zusammenzählen können, stattdessen raus aus der Kriegsorganisation Nato wollen, raus aus der EU der Großkonzerne und der explodierenden Mieten und die ihr Land von Grund auf demokratisch erneuern werden.
    Das sind dann wohl wir. Man muss dazu wissen: Wer milder, weniger kompetent und langweiliger zu Werke als der DW ging, wurde und wird genauso vom Lügenfunk des Regimes verleumdet, wie sogar der begabteste unter ehemals kritischen Regimejournalisten, Friedrich Küppersbusch, bemerkte. (1)
    Im Text der Süddeutschen Zeitung über die Wochenzeitung Demokratischer Widerstand hält der Autor Christoph Koopmann seiner Konkurrenz zu Gute: »Die Zeitung bedient, das zeigt bereits ein kursorischer Blick durch die bisher 127 Ausgaben, die gängigsten Erzählungen aus dem Querdenker-Milieu.« (2)
    Also Fakten, Fakten, Fakten und an die Leser gedacht. Wir hatten und haben in Sachen Corona und Kriegstreiberei auf ganzer Linie Recht – und sind bereit für die ganz großen nationalen und internationalen Preisverleihungen, öffentliche Rehabilitierungen, allerlei Zeremonien und wochenlange Huldigungen unserer Arbeit zur Hauptsendezeit und in eingehenden, tiefsinnigen Feuilleton-Beiträgen mit Zitaten und Profilfotos in Denkerinnenpose. Auch schön: Homestory mit Hunden oder »privat spielt sie auch klassische Gitarre«, Villa-Lobos und Kabalevsky. Angebracht wäre ein Tenor irgendwo zwischen »Pussy Riot«, Kurt Tucholsky und Weißer Rose, vielleicht auch einem Hauch Georg Elser, ein Bißchen Thomas Mann, ein Bißchen Mühsam, eine Prise Stauffenberg.
    Ob die implizite Huldigung der Nato-Postille SZ ein Willkommensgruß an uns ist? Weil für uns endlich der Weg an den Kiosk frei ist, nachdem man uns die Pressevertriebsmonopolisten DREI JAHRE LANG auf politische Weisung hin systematisch verhindert hatten?
    Die im Vergleich zum Regimeblatt SZ kaum minderschwer lügende und fälschende Frankfurter Allgemeine Zeitung brachte ihre guten Wünsche an uns am Montag wie folgt vor. Der Mitherausgeber der Wochenzeitung Demokratischer Widerstand, Professor Rudolph Bauer, verbucht auch dies als Teilerfolg für den DW:
    »Demokratie braucht Widerspruch« (FAZ, 10. April 2023)
    9 min
  • Friedensfähigkeit | Von Rüdiger Lenz
    Ein Kommentar von Rüdiger Lenz.


    "Wir sind, was wir erinnern." – Konrad Görg

    Die kantsche Vernunft und Aufklärung ist ein Appell an das Ausblühen all der Fähigkeiten, die bei uns Menschen im Neokortex, der Großhirnrinde, gebunden sind. Spiritualität, Jesuanismus, Nächsten- und Eigenliebe, die Buddhanatur, Dharma, ein Gottes- oder Schöpferbewusstsein, ein transzendentales oder transformatorisches oder ein endloses Bewusstsein. Alles das ist nur mittels unseres Neokortex möglich. Der Neokortex ist der Teil in uns Menschen, der uns von allen anderen Lebewesen auf diesem Planeten am deutlichsten unterscheidet. Nur durch ihn sind wir in der Lage, uns Begriffe von Vorstellungen zu machen, die unsichtbar, aber dennoch real sind. Liebe, Frieden, Menschheitsfamilie sind solche Begriffe. Um solche Begriffe Wirklichkeit werden zu lassen, braucht es eine größere Anstrengung im eigenen Leben, als für viele andere Dinge. Befragt man einhundert Menschen über ihre Friedensfähigkeit, so können sicher einhundert verschiedene Antworten folgen. Fragt man einhundert Menschen nach dem Stillen von Hunger, so wird nur eine Antwort kommen: Essen.
    Der Mensch, ein schiefes Haus
    Es gibt aber Möglichkeiten zu erfassen, was den Menschen davon abhält, seinen inneren Frieden, oder seine Selbstliebe nicht zu erlangen. Die meisten Menschen sterben schneller als sie deren Erkenntnisse dazu erlangen. Es ist nicht schwer herauszufinden, warum das so ist. Es ist etwas komplex, da die jahrelangen Konditionierungen und das Verfestigen nach Konformität sein Leben auszurichten, die Sicht auf das Wesentliche völlig versperrt. Es ist die Selbstehrlichkeit. Wer nicht mehr ehrlich zu sich selbst ist, weil das Leben in der Gruppe anderen Werten nachrennt und man sich daran anpassen musste, weil man sonst zu keinem guten Leben kommt, dann hat man seine wahre und authentische Natur verlassen. Das ist es im Großen und Ganzen, was fast jedem Menschen geschieht und wovon er sich immer mehr einnehmen lässt. Dr. Hans-Joachim Maaz, ein Arzt und Psychiater, nennt das treffend das falsche Leben. Er prägte den Begriff der Normopathie dazu. Wenn die Masse sich verrennt, dieses Verrennen aber als normal akzeptiert ist, dann kann es Generationen andauern und nur wenige finden aus der Normopathie wieder in ihr natürliches Leben zurück. Die Menschheitsgeschichte ist voller normopathischer Epochen. Die meisten Menschen machen im Laufe ihres Lebens ein völlig schiefes Haus aus ihrem Lebensweg. Sie glauben aber, dass das Abstützen des Daches und der Geschosse die wahre Natur des menschlichen Daseins sei.
    Friedensfähigkeit ist Heilungsarbeit an sich selbst
    Das Abspalten der Menschen von ihrem inneren Wesenskern, wie sie als natürliche Wesen gedacht sind, ist das Kerngeschäft jedweder Teufelei. Wer von sich selbst getrennt ist, der sucht nach seinen inneren Bedürfnisanlagen und befriedigt sie nur durch äußere Umstände. Für einen solchen Menschen manifestiert sich eine rein materielle Welt, in der er seine Bedürfnisse rein materiell befriedigt. Liebe, Frieden, Menschlichkeit und ein für die Gruppe bedeutsames Sein, sind keine materiellen Werte. Es sind ideelle innere Bedürfnisse, die keinen alleinigen materiellen Bezug haben. Sie sichern sich nach Sinnstiftung und Wertevermittlung im Inneren eines Menschen aus. Wenn wir den Begriff des Friedens ergründen wollen, dann müssen wir zunächst seine Deutungen beachten. Frieden ist nicht gleich Frieden. Es gibt den kulturellen Frieden, den nationalen Frieden, den Gruppenfrieden, den rein menschlichen Frieden, den Bündnisfrieden, den politischen Frieden, den Familienfrieden. Nicht zu vergessen, den biologischen Frieden, den religiösen Frieden, den spirituellen Frieden und und und. Sie alle haben nur eine Urquelle, den inneren Frieden. Der innere Frieden ist gleichbedeutend mit einem inneren Gleichgewicht zu sich selbst. Wer im Gleichgewicht mit sich selbst ist, der ist im Frieden.
    13 min

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das denk' ich auch