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Künstliche Intelligenz hört zu, spendet Trost und kann in schwierigen Situationen helfen. Sie kann aber auch zu emotionaler Abhängigkeit führen – oder Zuständen, die als "AI Psychosis" diskutiert werden. Was passiert, wenn Maschinen zu Freunden und Therapeuten werden?
Im ARD Radiofeature werden die Gefahren und die Chancen von KI Chatbots ganz konkret. Antony chattet intensiv mit einer KI – bis er nicht mehr zwischen der Realität und einer Wahnwelt unterscheiden kann. Für Lina ist Künstliche Intelligenz eine Retterin, die ihr in einem lebensgefährlichen Moment geholfen hat.
Gefährlich werden kann vor allem der Hang von KI-Chatbots, Nutzer in allem, was sie äußern, zu bestätigen. Dahinter stehen knallharte ökonomische Interessen. Nutzer sollen Abos abschließen. Forscher sprechen von "Chatbait": einer neuen Form des Clickbait – nicht für Klicks, sondern für Zuwendung. Die Folgen sind schwer abzuschätzen. Es ist das "größte psychologische Experiment der Menschheitsgeschichte", so der Autor Christian Schiffer.
Was passiert also, wenn Maschinen zu Freunden und Therapeutinnen werden – und welche Chancen und Gefahren liegen darin, wenn wir beginnen, das Vertrauen in unser Innerstes an Algorithmen auszulagern?
Ein Feature von Christian Schiffer. Produktion: BR 2025
Im ARD Radiofeature „Künstliche Nähe“ kommen psychische Erkrankungen vor. Betroffene finden u.a. hier Hilfe:
Nummer gegen Kummer: 116 111 (Kinder und Jugendliche), 0800 111 0 550 (Elterntelefon)
Telefonseelsorge: 0800 1110111 / 0800 1110222
Unsere Podcast-Empfehlung: Neue Staffel „Seelenfänger“
https://1.ard.de/seelenfaenger6?cp=ardrf
Sie schreiben per Messenger Telegram, chatten mit Gleichgesinnten über Betäubungsmittel und teilen online Videos von Vergewaltigungen: Männer, die sich an Frauen aus ihrem nahen Umfeld vergehen. Sie planen und dokumentieren ihre Taten im Internet. Betroffene Frauen haben kaum eine Chance, selbst herauszufinden, was ihnen angetan wurde und wird. Über mehrere Jahre haben Isabell Beer und Isabel Ströh verdeckt recherchiert, um dieses weltweite Netzwerk aufzudecken. Erst durch ihre hartnäckigen Nachfragen wurden in Deutschland Ermittlungen aufgenommen. Im Gespräch mit Palina Milling erzählen die beiden Investigativ-Journalistinnen über den aufwändigen Aufbau von Undercover-Identitäten für die Recherche zum aktuellen ARD Radiofeature, die erschütternden Erkenntnisse über die Täter und den dringenden Handlungsbedarf für Behörden und Politik.
Hinweis:
Das Gespräch enthält Schilderungen sexualisierter Gewalt an bewusstlosen Frauen sowie frauenverachtende Texte.
Wir haben das Gespräch mit den Autorinnen am 27.10.2025 aufgezeichnet und nachträglich ergänzt. Eine juristische Weiterentwicklung zum Thema gab es erst kurz darauf: https://www.tagesschau.de/investigativ/ndr/vergewaltigungsvideos-rape-tapes-strafe-justizministerkonferenz-100.html
Hilfsangebote und Anlaufstellen:
Hilfetelefon "Gewalt gegen Frauen": 116 016 (kostenfrei, anonym, 24/7), https://www.hilfetelefon.de/, Beratung in mehreren Sprachen, auch für Angehörige und Fachkräfte
Weißer Ring e.V.: 116006 (kostenfrei, täglich von 7-22 Uhr), https://www.weisser-ring.de
Opferhilfe, rechtliche Erstberatung und Begleitung
Lara e.V.: 030 216 88 88 https://lara-berlin.de/home
Liste von Hilfsorganisationen in Deutschland: https://www.frauen-gegen-gewalt.de/de/hilfe-beratung.html
Anlaufstellen für vertrauliche Spurensicherung (Terres des Femmes): https://frauenrechte.de/unsere-arbeit/haeusliche-und-sexualiserte-gewalt/unterstuetzung-fuer-betroffene/vertrauliche-spurensicherung
Tipps des Vereins M’endors pas: https://mendorspas.org/?page_id=1159
Opferhilfe Niedersachsen: https://www.opferhilfe.niedersachsen.de/
Unsere Empfehlung für Doku-Fans:
https://1.ard.de/alles-geschichte-nuernberg
https://1.ard.de/nuernberg-45?ardf=pcsn
In Telegram-Gruppen und auf der Pornoseite motherless tauschen sich Nutzer darüber aus, wie sie Frauen unbemerkt betäuben und vergewaltigen können. Fotos und Videos davon teilen sie anschließend online, teilweise in Echtzeit.
Über mehrere Jahre haben die Journalistinnen Isabell Beer und Isabel Ströh undercover in diesem Netzwerk recherchiert, Nutzerprofile, Chatverläufe, Fotos und Videos dokumentiert. Sie haben so ein internationales Vergewaltiger-Netzwerk aufgedeckt. Die Recherche hat einen Vergewaltiger aus Niedersachsen überführt, sowie Ermittlungen in mehreren Ländern ausgelöst.
Die Veröffentlichung der Recherche entsteht durch eine Kooperation mit dem Storytelling-Podcast „11KM Stories“.
Ein Feature von Isabell Beer und Isabel Ströh. Produktion: NDR 2025
Unsere Empfehlung:
https://1.ard.de/nuernberg-45?ardf=pcsn
Für manche Unternehmen in Deutschland hat sich die Unterbringung von Geflüchteten zum profitablen Geschäft entwickelt. Doch das geht auf Kosten der Allgemeinheit und zu Lasten der Geflüchteten, wie Recherchen von Till Uebelacker für das ARD Radiofeature zeigen. Im Gespräch mit Palina Milling erzählt der Investigativjournalist über den Verdrängungswettbewerb in der Flüchtlingsversorgung, die schleichende Verschärfung der Migrationspolitik und warum Flüchtlingsheime inzwischen nicht nur zur Cash-Cow, sondern auch zu einer Black-Box geworden sind.
Unsere Podcast-Empfehlung:
Babas Geister: https://1.ard.de/ard-rf-babas-geister
Die Unterbringung von Geflüchteten ist für den Steuerzahler teuer - und für manche ein Riesengeschäft. Knapp jeder dritte Auftrag für Management und Sozialarbeit in landeseigenen Sammelunterkünften und Aufnahmeeinrichtungen geht an private Unternehmen.
Der größte Player der privaten Betreiber und Dienstleister in Deutschland ist das britische Unternehmen Serco. Es betreibt jede fünfte Sammelunterkunft bzw. Aufnahmeeinrichtung der Bundesländer, dazu weitere auf kommunaler Ebene. Insgesamt 120 Unterkünfte mit mehreren zehntausend Geflüchteten. Der Konzern macht weltweit fünf Milliarden Euro Umsatz. Als Dienstleister für das Militär, Grenzschutzbehörden und Gefängnissen. Die wichtigsten Anteilseigner sind große Finanzkonzerne und Vermögensverwalter wie JPMorgan, Vanguard, Fidelity oder BlackRock.
Seit Monaten stehen das britische Unternehmen und deren Tochterunternehmen in der Kritik. Die Vorwürfe: schlechte Versorgung, zu wenig Personal, unzureichende Betreuung von Geflüchteten. Ehemalige Mitarbeitende berichten von hohem Kostendruck im Betrieb, Whistleblower und geheime Geschäftsberichte zeigen gleichzeitig hohe Renditen. Vorwürfe, die das Unternehmen stets zurückgewiesen hat.
Neue Recherchen des ARD Radiofeatures zeigen nun: Viele Bundesländer setzen weiter vorrangig auf den Preis in den Vergaben. Hohe Qualitätsstandards, scharfe Kontrollen und Sanktionen der Dienstleister – all das spielt offenbar eine untergeordnete Rolle. Zur Abschreckung von Migranten seien schlechte Zustände in den Massenunterkünften sogar teilweise willkommen, sagen Fachleute.
Das ARD Radiofeature „Cash-Cow Flüchtlingsheim“ wirft einen kritischen Blick auf ein System im Spannungsfeld zwischen öffentlicher Verantwortung und privatem Gewinninteresse – und fragt: Wie sollte die Unterbringung Schutzsuchender in einem Sozialstaat organisiert sein? Ab dem 29.09. in der ARD Audiothek.
Ein Feature von Till Uebelacker. Produktion WDR 2025
Unsere Podcast-Empfehlung:
Deep Doku: https://1.ard.de/deep_doku
Frauen mit Kopftuch, Männer mit langen Bärten: Muslime in Deutschland haben oft mit Klischees zu kämpfen. Dabei leben gerade viele junge Muslime ihren Glauben heute anders aus, sind weniger fromm als ihre Eltern oder Großeltern. Im Gespräch mit Johannes Döbbelt erzählt die Journalistin Nabila Abdel Aziz, wie junge Muslime mit dem Islam hadern, wie sie auf der einen Seite anti-muslimischen Rassismus erfahren - aber auch Ausgrenzung durch ihre eigenen Glaubensgenossen.
Unsere Podcast-Empfehlung:
Hateland
https://1.ard.de/losing-my-religion-empfehlung-deep-state
Wütende bärtige Männer und tief verschleierte Frauen - diese Bilder tauchen bei vielen im Kopf auf, wenn es um Musliminnen und Muslime geht. Die Annahme ist häufig: Muslime sind zum größten Teil fromm. Außerdem prägen wenige Radikale das Bild in der Öffentlichkeit.
Dabei geht ein Großteil der Muslime weder in die Moschee, noch pilgert er nach Mekka. Wie viele Menschen sich als gläubig bezeichnen, ist von Community zu Community unterschiedlich. Die Aussagen hängen häufig von Faktoren ab, die eher mit Politik als mit Religion zu tun haben. Unabhängig davon beobachten Wissenschaftler einen noch wenig erforschten Trend zu einem individuelleren Umgang von Muslimen mit ihrem Glauben. Die muslimische Community wird immer diverser.
Im ARD Radiofeature erzählen Musliminnen und Muslime, wie sie sich mit ihrer Religion auseinandersetzen: Manche verlieren ihren Glauben, während andere ihn auf ganz eigene Art und Weise interpretieren. Das führt immer wieder zu Konflikten mit anderen Muslimen und Anfeindungen von Radikalen. Gleichzeitig erfahren auch die, die nicht mehr religiös sind, antimuslimischen Rassismus der Mehrheitsgesellschaft.
Die Recherchen zeigen: Das Bild einer einheitlichen, frommen muslimischen Community in Deutschland war nie so falsch wie heute.
Ein Feature von Nabila Abdel Aziz. Produktion BR 2025
Unsere Podcast-Empfehlung:
Nicht Mehr Mein Land - Geschichten über Migration, den Rechtsruck und die Gräben zwischen uns
http://1.ard.de/nicht-mehr-mein-land?cp=ardradiofeature
2023 wurde über wenig so heftig gestritten wie über das sog. Heizungsgesetz. Nicht wenige Menschen hatten plötzlich Angst um ihre alten Öl- und Gasheizungen - und kauften noch schnell eine neue. Die geplante Wärmewende geriet ins Stocken.
Podcast-Empfehlung: Warum mehr Platz nicht reicht – Nutztierhaltung auf neuen Irrwegen?
https://1.ard.de/nutztierhaltung
Deutschland will bis 2045 klimaneutral sein. Doch beim Heizen verläuft die Wende zäh. Dabei droht Deutschland von der asiatischen Konkurrenz überholt zu werden, wenn es zu lang an alten Heiztechnologien festhält.
Wie werden wir in Zukunft, wenn Holz, Kohle, Öl und Gas immer mehr an Akzeptanz verlieren, heizen? Kontroverse Antworten bestimmen und prägen die Debatten politisch, wirtschaftlich und sozial und heizen sie auf.
„Wir haben Fehler gemacht“, sagt Stefan Wenzel, ehemaliger parlamentarischer Staatssekretär beim Bundesminister für Wirtschaft und Klimaschutz, im Rückblick. Zu groß wäre der mediale Widerstand gegen moderne, aber vermeintlich teure und stromfressende Wärmepumpen gewesen, zu groß das Beharrungsvermögen der Hausbesitzer, die sich nicht vorschreiben lassen wollten ihre alten Öl- und Gaskessel rauszuschmeißen.
Und so wurde das Regierungsziel, 500.000 Wärmepumpen jährlich zu installieren, weit verfehlt und die Novelle des Gebäudeenergiegesetzes zum Fallstrick für die Ampelkoalition.
Kurz nach dem Amtsantritt der neuen Bundesregierung sagte Katherina Reiche, die neue Bundesministerin für Wirtschaft und Energie, der Klimaschutz sei zuletzt vielleicht „überbetont“ worden. Es brauche eine „Neuausrichtung der Energiewende“, aber keine „Lex Wärmepumpe“. Dabei gilt auch für die neue Bundesregierung das Pariser Abkommen und die Aussage: Deutschland muss bis 2045 klimaneutral sein. Noch aber stammen drei Viertel der genutzten Heizenergie aus Öl oder Gas. Der Gebäudesektor verfehlt deshalb regelmäßig die Klimaziele. Deutschland muss das Tempo also anziehen.
Wärmepumpen und grüne Fernwärmenetze könnten dabei helfen – aber nach dem Hin- und Her der letzten Jahre ist die Branche verunsichert. Beim deutschen Wärmepumpenhersteller Stiebel-Eltron fürchtet man, dass es dem Sektor ähnlich gehen könnte wie den Solarherstellern Anfang der 2000er Jahre: Wenn Deutschland zu lang an alten Technologien festhält, wird es von der starken asiatischen Konkurrenz abgehängt.
Die Doku geht der Frage nach, ob Deutschland die Wärmewende noch schaffen kann – trotz globalem Handelskonflikt, hartem Wettbewerb und neuer politischer Rahmenbedingungen.
Ein Feature von Lydia Jakobi und Tobias Barth. Produktion MDR 2025
Podcast-Empfehlung: Kemferts Klima-Podcast
https://1.ard.de/empfehlung-kemferts-klima-podcast
Das Online-Glücksspiel ist ein Milliardengeschäft. In Deutschland ist es zwar streng reguliert, doch es gibt Anbieter, die an den Regeln vorbei illegale Online-Casinos betreiben. Oft ohne Einzahllimits, dafür häufig mit psychologischen Tricks, die Spielende süchtig machen können. Benjamin Breitegger und Nikolai Atefie haben in der Branche recherchiert, interne Dokumente ausgewertet und die Arbeit der Aufsichtsbehörden analysiert. Im Gespräch mit Palina Milling erzählen die beiden Investigativ-Journalisten über gefährliche Methoden illegaler Online-Casinos, den Suchtfaktor Handyzocken und wie sie bei der Recherche in einem Datenberg die „Spinne im Netz“ aufspürten.
Informationen zum Thema Spielsucht und Hilfe für Spielsüchtige: https://www.check-dein-spiel.de/
Podcast-Empfehlung: Der Tag. Ein Thema, viele Perspektiven https://1.ard.de/der-tag-ein-thema-viele-perspektiven
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