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Die neue Impfverordnung von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn mit einer aktualisierten Priorisierung, wer wann welchen der drei derzeit zugelassenen Corona-Impfstoff erhalten soll, ist gerade publik geworden. Das ist nicht nur für Risikopatienten wie Diabetiker relevant, die in eine höhere Priorisierungsstufe vorgerückt sind. Auch innerhalb der Ärzteschaft war zuvor die Frage darüber entbrannt, wer in ihrer Berufsgruppe an besonders exponierter Stelle arbeitet und vorrangig eine Impfung erhalten sollte. Thema war dies zum Beispiel jüngst auch auf der Vertreterversammlung der KV Berlin. Warum auch die neuen modifizierten Vorgaben der Impfverordnung noch nicht ausreichend berücksichtigen, dass nicht nur Intensivmediziner in die Gruppe der höchsten Priorität gehören und ob die altersadaptierte Vergabepraxis Sinn macht, erläutert im Podcast der Vorsitzende der Kassenärztlichen Vereinigung Berlin Dr. Burkhard Ruppert.
Die Symptome einer Depression, wie gedrückte Stimmung und Antriebsminderung, sind meist nur subjektiv bestimmbar. Auch die Schweregradeinteilung erfolgt momentan nur anhand der Anzahl an Zusatzsymptomen, wie Schlafstörungen oder Appetitverlust. Dabei ist die Depression mit einer Lebenszeitprävalenz von 16-20 Prozent eine häufige Erkrankung in Deutschland.
Für Patienten nach einer schweren COVID-19-Erkrankung ist der Weg in die Normalität oft schwierig. Viele erholen sich nur langsam, leiden weiterhin unter einer eingeschränkten Lungenfunktion, verringerter Gehfähigkeit und erhöhter Müdigkeit. Mit zu den großen medizinischen Herausforderungen gehört auch, COVID-19-Patienten, die beatmet werden mussten, wieder überhaupt an das normale Atmen zu gewöhnen.
Frau ist nicht gleich Mann. Eigentlich klar. Doch wie steht es um das Genderwissen in der Ausbildung von Gesundheitsberufen? Zu diesem Thema hatte das Bundesgesundheitsministerium ein Forschungsprojekt finanziert. Das daraus entstandene Gutachten, das vor kurzem dem BMG vorgelegt wurde, offenbarte nun, dass an rund 70 Prozent der medizinischen Fakultäten in Deutschland Medizinstudierende nur punktuell auf die Geschlechterunterschiede bei Krankheiten, Symptomen und Therapien aufmerksam gemacht werden.
Die Politik hat die Labore angewiesen, bei SARS-CoV-2-Proben auch regelmäßig nach Mutationen zu screenen. Ziel ist, so einen schnellen Überblick zu erhalten, welche Varianten hierzulande kursieren. Wie im Detail vorgegangen wird und was bei einer Vollgenomsequenzierung passiert, das erzählt Labormediziner Professor Jan Kramer im „ÄrzteTag“-Podcast.
Unter den durch die Corona-Pandemie besonders belasteten Ärzten haben vor allem Intensivmediziner besonderes Augenmerk erhalten, die die volle Wucht übervoller Stationen, Engpässe bei der Beatmung schwererkrankter COVID-19-Patienten, Umsetzung neuer Schutzmaßnahmen, Hilflosigkeit angesichts fehlender Therapiemöglichkeiten erfahren haben. Der ehemalige Präsident der deutschen Sektion von Ärzte ohne Grenzen, Tankred Stöbe arbeitet als Intensivmediziner in Berlin am Krankenhaus Havelhöhe und berichtet im Podcast eindrücklich aus seinem Berufsalltag aus den vergangenen 12 Monaten. Außerdem war er als Mitarbeiter von Ärzte ohne Grenzen während der Corona-Pandemie sowohl in Südostasien als auch im Jemen im Einsatz und erzählt, wie dort gegen das Virus gekämpft wird – und was manchmal dort besser gemacht wird.
Das große Impfen gegen den COVID-19-Erreger hat zwar inzwischen begonnen, aber noch stöhnen die Intensivstationen über die Flut an schwer erkrankten Patienten. Stand Donnerstag, 14. Januar meldete das Robert-Koch-Institut die bisher höchste Zahl, der an einem Tag an bzw. mit COVID-19 gestorbenen Patienten. Und in dieser herausfordernden Zeit neu gestartet ist nun der Kölner Anästhesie-Professor Frank Wappler als Präsident der Deutschen Gesellschaft für Anästhesiologie und Intensivmedizin (DGAI). Im Podcast-Gespräch erzählt er, wie die Corona-Pandemie seine Arbeit prägt und welche Ziele er für die gut 20.000 Anästhesisten, Intensivmediziner und Notfallmediziner in Deutschland während seiner Präsidentschaft in Angriff nehmen möchte.
Wo hört Information auf und wo fängt Werbung an? Nein, heute soll es nicht um Marketing gehen. Diese Frage stellt sich nämlich auch Ärzten. Und zwar beim § 219a Strafgesetzbuch. Eigentlich soll dieser Paragraf dafür sorgen, dass Schwangerschaftsabbrüche nicht „öffentlich“ und zudem nicht „eines Vermögensvorteils wegen oder in grob anstößiger Weise“ angeboten werden. Doch der Satz lässt Interpretationsspielraum. Und auch die Reform im März 2019, wonach die Strafandrohung nicht gilt, wenn Ärzte darüber informieren, dass sie selbst bzw. welche anderen Ärzte Schwangerschaftsabbrüche vornehmen, hat die Frage nicht abschließend geklärt, wo die Information genau aufhört.
In der letzten Episode des „ÄrzteTags“ hat Susanne Müller, Geschäftsführerin des BMVZ, dem Bundesverband Medizinische Versorgungszentren – Gesundheitszentren – Integrierte Versorgung e.V., mit Christoph Winnat aus dem Ressort Wirtschaft erörtert, wie der MVZ-Markt aktuell aussieht. In dieser Episode geht es darum, ob Fremdkapitalgeber in ein MVZ investieren dürfen sollen.
Für manchen ist dies der Todestoß für den freien, niedergelassenen Arztberuf – Susanne Müller sieht das anders: Sie glaubt, ob ein MVZ gute oder schlechte Medizin betreibt, könne nicht am Träger alleine bewertet werden. Schlussendlich hält sie diese erbittert geführte Diskussion für eine Scheindebatte – und hat eine Idee, wie man einem zu starken Eingriff von Dritten in die Versorgung gegenwirken kann.
Außerdem erklärt Müller, wieso das ursprüngliche Konzept der Zentren besser war als die momentane Regelung, weshalb gerade die Vielfalt der MVZ deren großer Vorteil ist und warum der Plan, die Ökonomisierung aus der Versorgung herauszuhalten, aus Ihrer Sicht grandios gescheitert ist.
Praktische Organisationsform für Ärzte und zugleich Hassobjekt: Medizinische Versorgungszentren (MVZ) ermöglichen Ärzten mehr Flexibilität, doch nicht jeder findet das Konzept gut. Susanne Müller vom „Bundesverband Medizinische Versorgungszentren – Gesundheitszentren – Integrierte Versorgung e.V.“ (BMVZ) lehnt ein Schwarz-Weiß-Denken ab.
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