ÄrzteTag
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ÄrzteTag episodes

  • Warum die Priorisierung bei der Corona-Impfung nicht stimmig ist
    Die neue Impfverordnung in der Kritik

    Die neue Impfverordnung von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn mit einer aktualisierten Priorisierung, wer wann welchen der drei derzeit zugelassenen Corona-Impfstoff erhalten soll, ist gerade publik geworden. Das ist nicht nur für Risikopatienten wie Diabetiker relevant, die in eine höhere Priorisierungsstufe vorgerückt sind. Auch innerhalb der Ärzteschaft war zuvor die Frage darüber entbrannt, wer in ihrer Berufsgruppe an besonders exponierter Stelle arbeitet und vorrangig eine Impfung erhalten sollte. Thema war dies zum Beispiel jüngst auch auf der Vertreterversammlung der KV Berlin. Warum auch die neuen modifizierten Vorgaben der Impfverordnung noch nicht ausreichend berücksichtigen, dass nicht nur Intensivmediziner in die Gruppe der höchsten Priorität gehören und ob die altersadaptierte Vergabepraxis Sinn macht, erläutert im Podcast der Vorsitzende der Kassenärztlichen Vereinigung Berlin Dr. Burkhard Ruppert.

    18 min
  • Was Depression mit der Pupille zu tun hat
    und wie Patienten dieses Wissen künftig helfen könnte

    Die Symptome einer Depression, wie gedrückte Stimmung und Antriebsminderung, sind meist nur subjektiv bestimmbar. Auch die Schweregradeinteilung erfolgt momentan nur anhand der Anzahl an Zusatzsymptomen, wie Schlafstörungen oder Appetitverlust. Dabei ist die Depression mit einer Lebenszeitprävalenz von 16-20 Prozent eine häufige Erkrankung in Deutschland.

    Eine Forschergruppe vom Max-Planck-Institut für Psychiatrie in München um Professor Victor Spoormaker hat mithilfe einer Studie nach einem biologischen Marker für Differenzen der Depressionsschweregrade gesucht. Der Wissenschaftler erläutert im Podcast eindrücklich die Ziele und wesentlichen Erkenntnisse der Studie. Und macht Hoffnung – für zukünftige Diagnostik in der Psychiatrie und der Hausarztpraxis.

    12 min
  • COVID-19-Patienten - Virus weg, aber lange noch nicht gesund
    Wie schon auf Intensivstation die Reha starten kann

    Für Patienten nach einer schweren COVID-19-Erkrankung ist der Weg in die Normalität oft schwierig. Viele erholen sich nur langsam, leiden weiterhin unter einer eingeschränkten Lungenfunktion, verringerter Gehfähigkeit und erhöhter Müdigkeit. Mit zu den großen medizinischen Herausforderungen gehört auch, COVID-19-Patienten, die beatmet werden mussten, wieder überhaupt an das normale Atmen zu gewöhnen.

    An der Schön Klinik Bad Aibling Harthausen werden gezielt Patienten aufgenommen mit einem insgesamt schweren intensivmedizinischen Verlauf. Bei den Patienten ist zwar das Virus nicht mehr nachweisbar, aber sie müssen nun langsam von der Beatmung entwöhnt werden (prolongiertes Weaning) und brauchen häufig auch eine gezielte neurologische Rehabilitation infolge von COVID-19. Ein dazu erforderliches multidisziplinäres Behandlungskonzept mit einer frühen Mobilisation bereits auf der Intensivstation ist an den meisten Akutkliniken allerdings in der Regel nicht leistbar. Im Podcast-Gespräch erläutert Privatdozent Dr. Volker Huge, Chefarzt der Intensivmedizin, worauf es bei der Nachbetreuung dieser Patienten ankommt.

    12 min
  • Gendermedizin gehört in jede Arztausbildung
    und warum die Umsetzung dennoch zäh ist

    Frau ist nicht gleich Mann. Eigentlich klar. Doch wie steht es um das Genderwissen in der Ausbildung von Gesundheitsberufen? Zu diesem Thema hatte das Bundesgesundheitsministerium ein Forschungsprojekt finanziert. Das daraus entstandene Gutachten, das vor kurzem dem BMG vorgelegt wurde, offenbarte nun, dass an rund 70 Prozent der medizinischen Fakultäten in Deutschland Medizinstudierende nur punktuell auf die Geschlechterunterschiede bei Krankheiten, Symptomen und Therapien aufmerksam gemacht werden.

    Professor Gabriele Kaczmarczyk, Vizepräsidentin des Deutschen Ärztinnenbundes e.V. (DÄB), gehört zu den Autorinnen des Projekts, das von der Berliner Charité und dem DÄB gemeinsam bearbeitet wurde. Sie forscht selbst schon seit vielen Jahren zum Thema Gendermedizin. Im Podcast-Gespräch erläutert sie, warum das Thema in der Ärzteausbildung noch immer stiefmütterlich behandelt wird und wie sich das ändern ließe.

    20 min
  • So fahnden Labore nach Coronavirus-Mutationen
    Ein Labormediziner berichtet von der Genomsequenzierung

    Die Politik hat die Labore angewiesen, bei SARS-CoV-2-Proben auch regelmäßig nach Mutationen zu screenen. Ziel ist, so einen schnellen Überblick zu erhalten, welche Varianten hierzulande kursieren. Wie im Detail vorgegangen wird und was bei einer Vollgenomsequenzierung passiert, das erzählt Labormediziner Professor Jan Kramer im „ÄrzteTag“-Podcast.

    23 min
  • Wird der Mund-Nasen-Schutz uns nun jeden Winter begleiten?
    Ein Intensivmediziner schildert seine Erfahrungen

    Unter den durch die Corona-Pandemie besonders belasteten Ärzten haben vor allem Intensivmediziner besonderes Augenmerk erhalten, die die volle Wucht übervoller Stationen, Engpässe bei der Beatmung schwererkrankter COVID-19-Patienten, Umsetzung neuer Schutzmaßnahmen, Hilflosigkeit angesichts fehlender Therapiemöglichkeiten erfahren haben. Der ehemalige Präsident der deutschen Sektion von Ärzte ohne Grenzen, Tankred Stöbe arbeitet als Intensivmediziner in Berlin am Krankenhaus Havelhöhe und berichtet im Podcast eindrücklich aus seinem Berufsalltag aus den vergangenen 12 Monaten. Außerdem war er als Mitarbeiter von Ärzte ohne Grenzen während der Corona-Pandemie sowohl in Südostasien als auch im Jemen im Einsatz und erzählt, wie dort gegen das Virus gekämpft wird – und was manchmal dort besser gemacht wird.

    14 min
  • Wie angespannt die Lage auf den Intensivstationen noch immer ist
    und die Fortbildung der Intensivmediziner nicht unter die Räder kommen darf

    Das große Impfen gegen den COVID-19-Erreger hat zwar inzwischen begonnen, aber noch stöhnen die Intensivstationen über die Flut an schwer erkrankten Patienten. Stand Donnerstag, 14. Januar meldete das Robert-Koch-Institut die bisher höchste Zahl, der an einem Tag an bzw. mit COVID-19 gestorbenen Patienten. Und in dieser herausfordernden Zeit neu gestartet ist nun der Kölner Anästhesie-Professor Frank Wappler als Präsident der Deutschen Gesellschaft für Anästhesiologie und Intensivmedizin (DGAI). Im Podcast-Gespräch erzählt er, wie die Corona-Pandemie seine Arbeit prägt und welche Ziele er für die gut 20.000 Anästhesisten, Intensivmediziner und Notfallmediziner in Deutschland während seiner Präsidentschaft in Angriff nehmen möchte.

    19 min
  • Warum eine Ärztin dafür kämpft, über Schwangerschaftsabbruch zu informieren zu dürfen
    und warum sie § 219a StGB für überholt hält

    Wo hört Information auf und wo fängt Werbung an? Nein, heute soll es nicht um Marketing gehen. Diese Frage stellt sich nämlich auch Ärzten. Und zwar beim § 219a Strafgesetzbuch. Eigentlich soll dieser Paragraf dafür sorgen, dass Schwangerschaftsabbrüche nicht „öffentlich“ und zudem nicht „eines Vermögensvorteils wegen oder in grob anstößiger Weise“ angeboten werden. Doch der Satz lässt Interpretationsspielraum. Und auch die Reform im März 2019, wonach die Strafandrohung nicht gilt, wenn Ärzte darüber informieren, dass sie selbst bzw. welche anderen Ärzte Schwangerschaftsabbrüche vornehmen, hat die Frage nicht abschließend geklärt, wo die Information genau aufhört.

    So geraten Mediziner, die auf ihrer Website eingehendere Informationen zum Thema Abruptio anbieten, nach wie vor in die juristischen Mühlen. Prominentes Beispiel ist die Gießener Ärztin Kristina Hänel, eine der vehementesten Gegnerinnen des §219a, die jetzt sogar vor das Bundesverfassungsgericht geht, um für die ärztliche Informationsfreiheit zu streiten. Im Gespräch erläutert sie, warum ihr das so wichtig ist.

    12 min
  • Gibt es das gute und das schlechte MVZ, Frau Müller?
    Warum Fremdkapitalgeber nicht automatisch die Versorgung verschlechtern

    In der letzten Episode des „ÄrzteTags“ hat Susanne Müller, Geschäftsführerin des BMVZ, dem Bundesverband Medizinische Versorgungszentren – Gesundheitszentren – Integrierte Versorgung e.V., mit Christoph Winnat aus dem Ressort Wirtschaft erörtert, wie der MVZ-Markt aktuell aussieht. In dieser Episode geht es darum, ob Fremdkapitalgeber in ein MVZ investieren dürfen sollen.

    Für manchen ist dies der Todestoß für den freien, niedergelassenen Arztberuf – Susanne Müller sieht das anders: Sie glaubt, ob ein MVZ gute oder schlechte Medizin betreibt, könne nicht am Träger alleine bewertet werden. Schlussendlich hält sie diese erbittert geführte Diskussion für eine Scheindebatte – und hat eine Idee, wie man einem zu starken Eingriff von Dritten in die Versorgung gegenwirken kann.

    Außerdem erklärt Müller, wieso das ursprüngliche Konzept der Zentren besser war als die momentane Regelung, weshalb gerade die Vielfalt der MVZ deren großer Vorteil ist und warum der Plan, die Ökonomisierung aus der Versorgung herauszuhalten, aus Ihrer Sicht grandios gescheitert ist.

    20 min
  • „MVZ werden nicht primär gegründet, um Patienten glücklich zu machen“
    Susanne Müller vom BMVZ über die Entwicklung der Medizinischen Versorgungszentren

    Praktische Organisationsform für Ärzte und zugleich Hassobjekt: Medizinische Versorgungszentren (MVZ) ermöglichen Ärzten mehr Flexibilität, doch nicht jeder findet das Konzept gut. Susanne Müller vom „Bundesverband Medizinische Versorgungszentren – Gesundheitszentren – Integrierte Versorgung e.V.“ (BMVZ) lehnt ein Schwarz-Weiß-Denken ab.

    In dieser Episode schauen wir uns gemeinsam an, wie sich der MVZ-Markt in den letzten Jahren entwickelt hat. Wir fragen uns auch, ob der Ursprungsgedanke hinter den Zentren – eine bessere fachübergreifende Versorgung zu ermöglichen – gescheitert ist und warum sich oft ausgerechnet fachgleiche Ärzte unter dem MVZ-Dach zusammenschließen. Ist das MVZ 2021 vielleicht eher eine moderne Form der BAG?
    Ausblick: In der nächsten Episode geht es dann um die hitzig geführte Debatte, ob Privatinvestoren sich in ein MVZ einkaufen können soll oder ob dies ein Dammbruch in der Versorgung ist.

    13 min

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ÄrzteTag - der Podcast der "Ärzte Zeitung". Wir blicken kommentierend und persönlich auf den Tag, wichtige Ereignisse und Meilensteine. Wir laden Gäste ein, mit denen wir über aktuelle Ereignisse aus…

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