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Morgen startet der Kongress des Bundesverbands Managed Care (BMC) – natürlich Corona-bedingt rein virtuell. Wir haben die Gelegenheit ergriffen mit dem BMC-Vorstandsvorsitzenden Prof. Volker Amelung zu sprechen. Der Professor für internationale Gesundheitssystemforschung an der Medizinischen Hochschule Hannover spricht mit Hauke Gerlof über den Kongress, den die Macher explizit nicht als Pandemiekongress gestalten wollen, und Managed Care in Corona-Zeiten.
Doch die Pandemie spielt nur eine kleine Rolle in dieser "ÄrzteTag"-Episode. Mehr Platz nimmt die Frage ein, ob die neuen Digitalen Gesundheitsanwendungen (DiGa) eine Erfolgsgeschichte sind, wie Managed Care eigentlich gedacht ist und warum Amelung ein Fan der Innovationsfonds-Projekte ist – ohne aber kritikfrei an dem System zu sein.
Außerdem hält er ein kurzes Plädoyer fürs Nudging und erklärt, welche wichtige und richtige Weichen in den letzten Jahren gestellt worden sind. "Es wurde wahnsinnig viel gemacht", resümiert er die Regierungsarbeit im Wahljahr 2021. Und er gibt einen Ausblick, welche beiden Themen die nächste Regierung anpacken muss.
Corona-Impfchaos? Gibt es nicht, denkt Dr. Dirk Heinrich. Er ist nicht nur Vorsitzender des Virchowbundes; der Facharzt für Allgemeinmedizin und HNO leitet in Hamburg auch das Impfzentrum. In dieser Podcast-Episode erklärt er, wie die Logistik bei der Impfung gegen COVID-19 abläuft und warum die Diskussion um zu langsame Impfungen für ihn viel Lärm um nichts ist.
Im Gespräch mit Hauke Gerlof geht er auch darauf ein, wie es zum rascheren Impffortschritt bei den "Musterknaben" in Schleswig-Holstein und Schleswig-Holstein kommt und was mit dem Impfzentrum passieren sollte, wenn auch Hausärzte gegen SARS-CoV-2 impfen können.
Es waren noch nicht die ersten Bürger gegen COVID-19 geimpft, schon keimte die Diskussion über eine Corona-Impfpflicht und Privilegien für Geimpfte auf. Die Debatte aber kommt zur völlig falschen Zeit, sagt der Allgemeinmediziner und Medizinrechtler Professor Alexander Ehlers im „ÄrzteTag“-Podcast. Das Problem: Es fehlen wissenschaftliche Daten, diese Themen überhaupt fundiert erörtern zu können.
Eine Impfpflicht aber, sagt er, etwa für Gesundheitsberufe wäre rechtlich absolut möglich. Im Gespräch erklärt er, welche Vorgaben die Verfassungsrichter machen würden.
Ehlers sagt auch, dass die Diskussion über Privilegien für Geimpfte am eigentlichen Problem vorbeiführt. Denn es könnte der Zeitpunkt kommen, an dem es sogar geboten wäre, dass gegen SARS-CoV-2 geimpfte Personen wieder ihre verfassungsgemäßen Freiheiten erhalten müssen.
Auch von dem Vorschlag, „Ungleichbehandlung“ etwa durch Fluggesellschaften zu verbieten, hält er wenig. Dies, so seine Einschätzung, würde wohl gegen die Verfassung verstoßen.
Foto: privat
Brustkrebs ist die häufigste Krebserkrankung bei Frauen: Allein in Deutschland erkranken jedes Jahr etwa 70.000 Frauen neu daran. Immerhin: Die Palette an Therapieoptionen für Patientinnen mit Brustkrebs wächst und damit auch die Heilungschancen. Zugleich kann immer feiner differenziert werden, für welche Frau, welche Therapie am ehesten infrage kommt. So können Nebenwirkungen durch belastende Chemotherapien minimiert oder sogar mitunter vermieden werden. Denn inzwischen ist auch der Blick auf die Lebensqualität bei Therapieentscheidungen immer wichtiger geworden.
Nicht der Patient muss sich einer Pflegeeinrichtung, in der er seinen Lebensabend verbringt, anpassen. Sondern das Altenheim muss sich den Patienten anpassen – und zwar auch architektonisch, so eine These. Das könnte vor allem Demenzpatienten entscheidend helfen, sich besser zur orientieren und zur Ruhe zu kommen. Und das würde auch wieder den Pflegekräften sehr helfen.
Ärzte und Apotheker kümmern sich beide um Patienten – jeder auf seine Weise, aber oft nicht abgestimmt und auf Augenhöhe. Gabriele Overwiening möchte neuen Wind in das Miteinander bringen – als künftige Präsidentin der Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände e.V. – kurz ABDA.
Die jüngsten HIV-Infektionszahlen des Robert Koch-Instituts (RKI) für 2019, die Anfang Dezember zum Welt-Aids-Tag publiziert wurden, sind unbefriedigend. Denn die Zahl der Neuinfektionen in Deutschland stagniert seit etlichen Jahren und stieg im vergangenen Jahr sogar wieder leicht, die Dunkelziffer wächst. Was läuft schief?
Der Mangel an Pflegekräften ist Dauerthema – seit Jahren schon. Nun in der Corona-Pandemie wird das Problem noch einmal mehr offensichtlich. Doch der Arbeitsmarkt scheint leer gefegt. Wer die konzertierte Aktion Pflege noch das Personalstärkungsgesetz haben bisher den gewünschten Erfolg gebracht. Wir haben daher einmal nachgefragt, bei jemandem, der seit rund zehn Jahren in der Pflege tätig ist. Der Alten- und Krankenpfleger Djura Jelovac aus Idstein leitet seit einigen Jahren ein eigenes ambulantes Pflegeteam. Im Gespräch erzählt er, was ihm an seinem Beruf Spaß macht und was sich aus seiner Sicht sich bessern müsste, um mehr Menschen dafür zu begeistern. Und wie er einen eigenen Weg gefunden hat, angehenden Pflegekollegen Wissen und Spaß am Beruf zu vermitteln.
Eine Impfung gegen das SARS-CoV-2- Virus rückt mit den ersten Zulassungsanträgen bei der europäischen Arzneimittelbehörde EMA in greifbare Nähe. Für die Impfstoffe der Unternehmen Moderna sowie BioNTech/Pfizer sind die Unterlagen bereits eingereicht, eine Entscheidung der EMA fällt möglicherweise noch im Dezember. In hektischer Betriebsamkeit wird daher nun allerorten geplant, wie dann möglichst schnell Impfungen erfolgen können und wer als erstes den Pieks erhält. Bundesgesundheitsminister Jens Spahn will das bis Mitte Dezember auf die Beine stellen. Doch noch sind viele Fragen ungeklärt: Im Gespräch mit Dr. Johannes Fechner, dem stellvertretenden Vorsitzenden der KV Baden-Württemberg, wollen wir in der heutigen „ÄrzteTag“-Episode nachhören, wie sich zum Beispiel die KV Baden-Württemberg das Impfprozedere konkret vorstellt, was bereits steht und welche Fragen für Ärzte noch dringend zu klären sind, bevor die ersten Corona-Impfungen starten.
Auch im Gefängnis ist selbstverständlich ärztliche Hilfe nötig – doch den Job als Gefängnisarzt haben nur wenige Mediziner als Berufswunsch auf dem Plan. Die Misere im öffentlichen Dienst macht sich daher nicht nur in den Gesundheitsämtern bemerkbar. Auch viele Justizvollzugsanstalten – kurz JVA – können ihre Planstellen nicht mehr besetzen.
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