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Dr. Cornelia Hösemann, niedergelassene Gynäkologin in Großpösna bei Leipzig in Sachsen, ist HPV-Impfärztin der ersten Stunde und hat auch noch den Nobelpreisträger und „Erfinder“ der Impfung, Professor Harald zur Hausen, kennengelernt. Das Mitglied im Beirat der Sächsischen Impfkommission (SIKO) impft fast täglich Patientinnen – und häufig auch gleich deren Partner – gegen HPV, um die Verbreitung des Zervix-Karzinoms und anderer Krebsarten, die mit HPV assoziiert sind, einzudämmen. Wie sie dabei ihre Patientinnen anspricht, wie sie auch Frauen mit Kindern kurz vor dem Eintritt ins Jugendalter nach dem Impfstatus ihrer Zöglinge fragt und welche Erfolge sie mit Schulimpfungen erzielt, das erläutert Hösemann im „ÄrzteTag“-Podcast. Sie gehört seit Kurzem auch zum Experten-Team der Hotline Impfen der Ärzte Zeitung.
Ganz wichtig ist der Gynäkologin, dass auch Jungen geimpft werden – so wie es auch die Vision von Professor zur Hausen gewesen sei. Das habe die SIKO auch deutlich früher für Sachsen umgesetzt als die Ständige Impfkommission für den Rest der Republik, erwähnt sie nebenbei.
Im Gespräch erläutert Hösemann, warum sie meint, dass jeder Arzt impfen sollte und auch aufklären sollte – und warum die HPV-Impfung nicht nur einigen Fachgruppen „gehört“. Auch das Thema unterschiedliche Honorierung der HPV-Impfung spricht Hösemann an – und fordert einheitliche Impfhonorare für ganz Deutschland.
Ihre Erfahrungen mit der Impfung in den vergangenen fast 20 Jahren seien durchgängig gut gewesen, sie habe keine schweren Impfkomplikationen erlebt, berichtet Hösemann. Ärzteschaft und Elternschaft hätten es jetzt in der Hand, die Durchimpfungsraten voranzubringen, etwa durch aufsuchendes Impfen – in möglichst jungen Alter, weil dann nur zwei Impfungen erforderlich seien.
Auch das Thema Erwachsenen-Impfung, die von immer mehr Krankenkassen, teilweise als Satzungsleistung, übernommen wird, schneidet Hösemann im Gespräch an – und welche Besonderheiten hier in der Aufklärung zu beachten sind. Nicht zuletzt erläutert sie, warum Impfen für Ärztinnen und Ärzte immer auch Beziehungsarbeit ist.
„Gesellschaft und Gesundheitssystem im Wandel – Perspektiven der Allgemeinmedizin“ – so lautet das Motto des 59. Kongresses für Allgemeinmedizin und Familienmedizin. Der DEGAM-Kongress 2025 startet am Mittwoch, 1. Oktober, in Hannover und läuft bis zum 3. Oktober.
Im „ÄrzteTag“-Podcast sprechen die beiden Kongresspräsidenten PD Dr. Kambiz Afshar und Professor Nils Schneider von der gastgebenden Medizinischen Hochschule Hannover (MHH) darüber, was hausärztliche Praxen zum Spiegel der Gesellschaft macht, und wie sich der Generationswechsel von vielen älteren, die kurz vor dem Ruhestand stehen, auf die nachfolgenden Ärztinnen und Ärzte gestalten lässt.
Die junge Generation, so Schneider, wolle ganz anders arbeiten als die alte, zum Beispiel mehr in Teamstrukturen. Das spiele dementsprechend auch im Kongress eine Rolle.
Im Podcast erörtern Schneider und Afshar auch, wie die allgemeinmedizinische Forschung und Lehre – auch über den Kongress – Brücken bauen und Impulse geben kann in Richtung der Praxen, die sich unter wirtschaftlichem Druck im Alltag behaupten müssen.
Die beiden DEGAM-Kongresspräsidenten beschreiben, wie Ärztinnen und Ärzte dabei begleitet werden können, soziale und sogar politische Verantwortung für vulnerable Patienten zu übernehmen und nicht zuletzt, wie bei zunehmendem Versorgungsdruck Patienten mit Empathie begegnet werden kann.
https://www.aerztezeitung.de/Panorama/Herz-Kreislauf-Stillstand-Wie-Menschen-mit-Hilfe-einer-App-gerettet-werden-453685.html
Dr. Max Burda hat als Rechtsanwalt für Medizinstrafrecht bei der Kanzlei Lubitz Warntjen regelmäßig mit Ärztinnen und Ärzten zu tun. In seiner Freizeit ist er als Schiedsrichter in der 2. Fußball-Bundesliga tätig – Drucksituationen hat er entsprechend viele erlebt.
Im „ÄrzteTag“-Podcast zieht er Parallelen: Denn sowohl auf dem Platz als auch im Praxis- und Klinikalltag müssen innerhalb weniger Sekunden folgenschwere Entscheidungen getroffen werden.
Im Gespräch liefert er Antworten auf folgende Fragen: Was sage ich, wenn ich nach dem Tod eines Patienten mit dem Vorwurf des Behandlungsfehlers konfrontiert werde? Wie verhalte ich mich, wenn plötzlich Polizei und Staatsanwaltschaft mit einem Durchsuchungsbeschluss in der Praxis auftauchen? Welche Konseqenzen haben vorschnelle Äußerungen?
Ruhe bewahren ist für Rechtsanwalt Burda das A&O. Er empfiehlt Medizinern, sich auf derartige Situationen vorzubereiten – am besten mit einer detaillierten Checkliste. Wie diese aussehen kann, erläutert der Jurist im Podcast.
Außerdem weist er auf die Rolle von Kollegen und Personal hin. Denn beim Fußball gilt ebenso wie in der Praxis: Gearbeitet wird im Team.
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