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Stiege man in ein Raumschiff und flöge hinaus ins All, so würde es schon bald dunkel werden. Die Sonne würde zu einem unauffälligen Lichtpunkt schrumpfen, die in einem Meer anderer Sterne kaum noch auffallen würde. Welche Sterne aber zur Nachbarschaft der Sonne gehören, war bis weit ins 19. Jahrhundert noch unbekannt. Zwar leuchten am Himmel manche Sterne heller als andere, aber ob die uns besonders nah sind oder trotz immenser Entfernung einfach besonders stark leuchten, war ein lange unlösbares Rätsel.
Das Rätsel über unsere kosmische Nachbarschaft gelöst. Zwischen 1989 und 1993 lieferte der Satellit Hipparcos zunächst genaue Entfernungen für rund 100.000 Sterne. Doch dann startete startete im Dezember 2013 der ESA-Satellit Gaia, der die bis dahin existierenden Sternenkataloge weit hinter sich lassen sollte. Zwei Teleskope des Satelliten tasten ständig den Himmel ab und übertragen das Licht jedes einzelnen Sternes auf hochempfindliche CCD-Chips. Gaia kann messen, wohin sich ein Stern wie schnell auf seiner Bahn ums Zentrum der Milchstraße bewegt, ob er angeschubst durch die Schwerkraft unsichtbarer Begleiter hin und her schwingt und wie die stellaren Atmosphären chemisch zusammengesetzt sind. Am 3. Dezember 2020 wurde nun die nächste Version des Katalogs veröffentlicht, das Gaia Early Data Release 3, das nun Daten zu 1.811.709.771 kosmischen Lichtpunkten enthält.
In unserem Podcast sprechen wir mit vier Astronomïnnen über ihre Forschungsarbeit im Zeitalter des Gaia-Katalogs: Stefan Jordan und Emily Hunt von der Universität Heidelberg, Boris Gänsicke von der University of Warwick in England und Thomas Kupfer von der Texas Tech University in den USA.
Musik: Cepeheid, CC-BY 3.0 Stellardrone
Titelbild: ESA/Gaia/DPAC; CC BY-SA 3.0 IGO. Acknowledgement: A. Brown, S. Jordan, T. Roegiers, X. Luria, E. Masana, T. Prusti and A. Moitinho
Links und mehr zur Gaia-Revolution gibt es hier.
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Die meisten Wissenschaftler treibt der Wille an, die Welt zu verbessern und den menschlichen Horizont zu erweitern. Was ist aber, wenn die eigene Arbeit dazu führt, dass sich der Zustand der Erde verschlechtert? In sechs Kommentaren in einer Sonderausgabe des Magazins Nature Astronomy machten sich nun etliche Astronomen sehr selbstkritische Gedanken darüber, wie sie mit ihrer eigenen Arbeit zur Klimakrise beitragen.
Karl Urban sprach für diesen Podcast mit Astronomin Victoria Grinberg, dem Astronomen Knud Jahnke und der Umweltphysikerin Kira Rehfeld, die ihre Kollegen derzeit aufrütteln wollen, indem sie den ökologischen Fußabdruck ihrer Arbeit für das Klima sichtbar gemacht oder indem sie die Folgen einer wärmeren Erde für die astronomische Beobachtung selbst berechnet haben.
Musik: Mike Leite
Titelbild: CC-BY 2.0 Mbtrama / Flickr
Links und mehr zu Waldbränden rund um astronomische Observatorien gibt es hier.
AstroGeo ist ein Projekt der Weltraumreporter und entsteht dank eurer Spenden und Abo-Beiträge. Seid dabei: Weltraumreporter.de.
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Blaubeuren liegt am Fuß der Schwäbischen Alb, knapp 20 Kilometer westlich von Ulm. Hier grub der Telekom-Mitarbeiter Hansjörg Bayer 1989 einen 30 Kilogramm schweren, aber sonst erstaunlich kompakten Stein aus. Er lag jahrelang in seinem Garten. Beinahe hätte er ihn entsorgt. Am Ende entschied sich Bayer, ihn von Experten untersuchen zu lassen. Erst da wurde klar: Es handelt es sich um den größten Steinmeteoriten, der bislang in Deutschland gefunden worden ist.
Wir sprechen mit Dieter Heinlein, der für das Institut für Planetenforschung des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt Meteoriten untersucht. Im Januar kam der Fund aus Blaubeuren zu ihm. Und zu Beginn war er nicht sicher, ob der ungewöhnlich große Brocken überhaupt ein Meteorit ist.
Bild: Gabriele Heinlein / DLR
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Methan gilt als Hinweis für Leben auf dem Mars. Seit Jahrzehnten wurde es immer wieder nachgewiesen. Eine neue spezialisierte Sonde findet das Gas allerdings nicht. Wieviel Wunschdenken um ungenaue Messwerte war im Spiel?
Musik: CC-BY 3.0 Mike Leite
Bild: NASA
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Without satellites, modern warfare can no longer work. More and more countries are therefore developing weapons to take down enemy satellites in the event of war. But this development potentially has a high price.
Karl Urban talks to Daniel Porras who works in Geneva in Switzerland as a researcher at the United Nations Institute for Disarmament Research. Daniel published a paper in 2006. It is called The Common Heritage of Outer Space: Equal Benefits for most of Mankind. But more recently he is more and more involved with the severity of current space diplomacy.
Picture: Wikimedia Commons
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Die Astronomie sticht unter den Wissenschaften hervor, weil sie alle Menschen aller Kulturen wohl gleichermaßen berührt: Jeder Mensch kann in einer sternenklaren Nacht an den Himmel blicken und die Gestirne auf sich wirken lassen. Doch die Menschheit verändert den Nachthimmel und das wohl mit zunehmendem Tempo: Die Astronomengemeinde warnt derzeit jedenfalls, dass das Ende des Nachthimmels wie wir ihn bisher kannten, bevorsteht. Und das selbst, wenn die Lichter der Stadt fern und die Sicht gut ist.
Die erste Megakonstellation heißt Starlink: Das Unternehmen SpaceX möchte 12000 Satelliten ins All bringen, vielleicht sogar noch viel mehr. Karl Urban erzählt was dran ist an den Sorgen der Astronomen.
Episodenbild: Victoria Girgis/Lowell Observatory
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Wer einmal in seinem Leben in einer richtig klaren Nacht durch ein richtig gutes Teleskop schauen konnte, den dürfte diese Erfahrung nicht mehr loslassen. Die Sterne, Planeten, Gasnebel oder Galaxien sind überwältigend schön. Doch wie wirkt der Sternenhimmel eigentlich auf Menschen, die ihn nie in ihrem Leben gesehen haben?
Karl Urban und Felicitas Mokler haben in Karlsruhe den Informatiker und Hobbyastronomen Gerhard Jaworek besucht, der seit seiner Geburt blind ist, der über seine Erfahrungen ein Buch geschrieben hat und der regelmäßig Jugendliche mit seiner rein akustischen Faszination der Sterne in den Bann zieht.
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Es war vom ersten Moment an ein ikonisches Bild: Am 10. April 2019 präsentierten Forscher die erste Aufnahme eines Schwarzen Loches. Es befindet sich 53 Millionen Lichtjahre von uns entfernt im Zentrum der Galaxie M87. Es eröffnete ein neues Fenster für die Astronomie, die diesen exotischen Typ einer Sternenleiche erstmals direkt beobachten konnten, dank eines weltumspannenden Verbundes gekoppelter Radioteleskope.
Mit diesem wissenschaftlichen Ereignis war auch ein enormes Medienereignis verbunden: Sechs wissenschaftliche Studien erschienen zeitgleich, ohne dass Journalisten sich vorab ein Bild machen konnten und den zu erwartenden Hype einordnen konnten. Karl Urban unterhält sich mit der Wissenschaftsjournalistin (und Astrophysikerin) Felicitas Mokler darüber, was das Bild bedeutet – und wie es in die Welt kam.
Dieser Podcast geht wie gehabt weiter, allerdings unter einem neuen Banner: AstroGeo ist von nun an ein Podcast der Weltraumreporter.
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366 Tage lang verbrachte Christiane Heinicke wie auf dem Mars: Sie lebte und arbeitete unter einer Kuppel aus Kunststoff und ging nur in einem Schutzanzug nach draußen. Über ein Jahr lebte sie mit fünf anderen Analogastronautinnen und -astronauten zusammen. Eine Nachricht zum Rest der Welt brauchte wie auf dem Mars ungefähr 20 Minuten – eine Antwort genauso lange.
Obwohl das Habitat nur auf einem Vulkan von Hawaii lag, dürften der emotionale und soziale Stress ähnlich wie auf dem Mars gewesen sein. Die Geophysikerin spricht über ihre Erlebnisse während des Jahres in Isolation – und wie sie heute an der Universität Bremen selbst Habitate entwirft.
Bild: CC-BY-SA 3.0 Brian Shiro
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Bild: ESA
Das Interview ist als Teil des AstroGeo Podcast frei verfügbar. Das Transkript und weiteres Zusatzmaterial ist bei Riffreporter für 2,49 € zu erwerben. Der Kauf unterstützt mich bei meiner weiteren Recherche.
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