AstroGeo - Geschichten aus Astronomie und Geologie

AstroGeo - Geschichten aus Astronomie und Geologie

By Karl Urban und Franziska KonitzerScienceNatural SciencesEarth SciencesAstronomy
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AstroGeo - Geschichten aus Astronomie und Geologie episodes

  • Wie Marie Tharp die Geologie revolutionierte

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    Lange war der Boden der Ozeane in weiten Teilen unerforscht: Forscherinnen und Forscher glaubten an eine flache und wenig interessante Wüste tief unter dem Meer, während Geologen sich komplett auf die Gesteine an Land konzentrierten. Denn die Kontinente galten den meisten ohnehin als unbeweglich.

    Das änderte sich erst in den 1950er Jahren, als sich Reihe geophysikalischer Messmethoden durchsetzte. Echoortung mittels Sonar und seismische Messungen erlaubten eine Abtastung des Meeresbodens und der Gesteine darunter. In dieser Zeit begann die US-Geologin und Kartografin Marie Tharp am Lamont-Doherty Earth Observatory in New York City, die gewaltigen Datenberge der neuen Messgeräte auszuwerten. Ihre Tätigkeit war trotz ihrer Qualifikation die einer Assistentin. Doch Tharp schuf nicht nur die erste Karte des Atlantikbodens; sie entdeckte dabei ein 65.000 Kilometer langes Grabenbruchsystem, das den gesamten Planeten umspannt. Tharp gab mit dieser gewaltigen Entdeckung den Anstoß zur Entwicklung der modernen Plattentektonik.

    Karl zeichnet in dieser Podcast-Folge das Wirken von Marie Tharp und ihrer Kollegen in Lamont nach, die zunächst gewaltige Widerstände unter den Geologen hervorrief. Als sich wenige Jahre später die Plattentektonik als akzeptierte Hypothese durchsetzte, geriet Maries Rolle in Vergessenheit.

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    • Tiefseebergbau: Wirtschaft kritisiert restriktiven Kurs der Regierung, Unterstützung von Meeresforscher
    • In dunkler Meerestiefe bilden Korallen Riffe mit großer Biodiversität und Fischreichtum
    • Weiterführende Links
      • WP: Marie Tharp
      • WP: Schermerhorn Hall (englisch)
      • WP: Columbia University
      • WP: Lamont Doherty Earth Observatory
      • WP: Maurice „Doc“ Ewing
      • WP: Bruce Heezen
      • WP: Echoortung
      • WP: Schelf
      • WP: Grabenbruch
      • WP: Mittelatlantischer Rücken
      • WP: Alfred Wegener
      • Youtube: Girl Talk
      • Youtube: Animated map: all earthquakes of the past 15 years
      • WP: Bell Laboratories
      • WP: Harry Hammond Hess
      • WP: Subduktionszone
      • WP: Transformstörung
      • Quelle
        • Buch: Hali Felt, Soundings: The Story of the Remarkable Woman Who Mapped the Ocean Floor, Picador, 2012
        • 48 min
        • Schwarze Löcher: Wenn die Raumzeit zu stark zittert

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          Mit einem Happs ist alles im Schlund: Wenn zwei Schwarze Löcher miteinander verschmelzen, ist das ein gewaltiges kosmisches Ereignis, das die ganze Raumzeit erbeben lässt. Physikerinnen und Physiker freuen sich dann über die dabei entstehen Gravitationswellen, jenes Zittern der Raumzeit, das erstmals 2015 mit dem Gravitationswellendetektor LIGO gemessen wurde. Inzwischen ist die Entdeckung von solchen Verschmelzungen fast Routine geworden, über 90 Ereignisse zählt der dritte Gravitationswellenkatalog.

          Doch schon das erste entdeckte Gravitationswellensignal namens GW150904 gab Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern mehrere Rätsel auf: Die beiden Schwarzen Löcher, die da miteinander verschmolzen, waren eigentlich viel zu massereich, um existieren zu dürfen. Und kaum hatte man sich darüber Gedanken gemacht, gab es schon das nächste Problem: Wie schafft es dieses kompakte Doppelsystem, sich überhaupt nahe genug zu kommen, um miteinander zu verschmelzen, ohne sich vorher schon zu zerstören? Und dazu müsste dieser kosmische Annäherungsversuch eigentlich länger brauchen, als das Universum alt ist.

          Franzi erzählt Karl in dieser Podcast-Folge die Geschichte dieser kompakten Binärsysteme: Denn Forschende wissen inzwischen dank der Gravitationswellen, dass es sie gibt. Warum es sie gibt, ist hingegen weniger klar.

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          • Das Schwarze Loch im Herzen der Milchstraße hautnah
          • Interview: Das Universum im Visier des James Webb Space Telescope
          • Das Rätsel der Schwarzen Löcher
          • Weiterführende Links
            • WP: Stern
            • WP: Blauer Riese
            • WP: Hertzsprung-Russell-Diagramm
            • WP: Doppelstern
            • WP: Hulse-Taylor-Pulsar
            • WP: Schwarzes Loch
            • WP: Gravitationswelle
            • WP: LIGO
            • LIGO-Katalog 03b
            • WP: GW150914 – First observation of gravitational waves (Englisch)
            • Quellen
              • Website des Gravitationswellendetektors LIGO
              • Fachartikel: Compact Binary Coalescences: Astrophysical Processes and Lessons Learned
              • 38 min
              • Der betonierte Planet

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                William Aspdin war kein einfacher Zeitgenosse: Der Baustoff-Unternehmer im England des 19. Jahrhunderts trieb schon mal Geschäftspartner in den Ruin oder entwendete Straßenbelag als Rohstoff für seine Fabrik. Und doch ebnete Aspdin den Weg in die Moderne: Er entwickelte im Jahr 1843 den Portland-Zement, der bis heute das wichtigste Bindemittel für Beton ist. Aspdins Erfindung machte das moderne Bauen erst möglich – mit allen damit verbundenen Glanz- und Schattenseiten.

                In dieser Folge erzählt Karl vom beliebtesten Baustoff der Menschheit und seinen Folgen: Derzeit baut der Mensch so viele Häuser, Brücken und Dämme wie nie zuvor, mit steigender Tendenz und wachsenden globalen Problemen. Sand und Kies werden knapp, wichtige Rohstoffe für den Beton. Und die Zementindustrie ist für rund jede zehnte Tonne CO2 verantwortlich, die der Mensch in die Atmosphäre ausstößt. Architekten, Bauingenieure und Chemiker tüfteln an Lösungen. Sie wollen einen Zement, der das Klima schont. Andere wollen den Beton sparsamer einsetzen oder fordern, den Schutt abgerissener Gebäude häufiger zu recyceln. Und dann wäre da noch die Idee, einen betonartiges Gestein auch für eine Basis auf dem Mond herzustellen.

                Überschlagsrechnung

                Karl erzählt in dieser Folge, wie viel Beton die Menschheit pro Jahr herstellt. Sie entspricht einer 30 Zentimeter dicken Mauer, die einmal den Äquator umspannt und die über 1000 Meter hoch ist.

                Globales Betonvolumen: \(V = 14 \cdot 10^9 m^3\) (Quelle, für 2020)

                Erdumfang: \(l = 40.000 km\)

                Breite der Mauer: \(b = 0,3 m\)

                Höhe der Mauer: \(h = \frac{V}{l \cdot b} = 1167 m\)

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                • Zertifikate gegen Flächenfraß: „Bauprojekte oft am Bedarf vorbei geplant.“
                • Neuer Bericht: „Die CO2-Entnahme aus der Atmosphäre ist kein Kann, sondern ein Muss“
                • Wachstum der Menschheit: Die reine Zahl ist nicht ausschlaggebend, es kommt auf Lebensweisen an
                • Weiterführende Links
                  • WP: William Aspdin (englisch)
                  • WP: Zement
                  • WP: Beton
                  • WP: Pantheon
                  • WP: James Parker
                  • WP: Parker’s Roman Cement
                  • WP: Joseph Aspdin
                  • WP: Portland (Insel)
                  • WP: Branntkalk / Calciumoxid
                  • WP: Puzzolane
                  • WP: Puzzioli
                  • WP: Klinker
                  • WP: Anthropozän
                  • WP: Sand theft (englisch)
                  • WP: Carbon Capture and Storage
                  • VDI Nachrichten: CCS als Königsweg für die Zementbranche
                  • KIT: Novacem
                  • WP: Olivine
                  • 320°: Holcims erste Anlage für kohlenstoffarmen Zement / kalzinierter Ton (englisch)
                  • WP: Regolith
                  • Quellen
                    • Fachartikel: Eco-efficient cements: Potential, economically viable solutions for a low-CO2, cement-based materials industry, UNEP (2016)
                    • Fachartikel: Fateri, M. et al.: Solar Sintering For Lunar Additive Manufacturing (2019)
                    • 1 hr 5 min
                    • Blaue Riesensterne: Nimm Zwei!

                      Für AstroGeo recherchieren wir regelmäßig eine ganze Geschichte. Nur wenn du uns finanziell unterstützt, bleibt der Podcast weiter kostenfrei. Danke!

                      Sterne gibt es entweder im Miniaturformat: Von Roten Zwergen über die uns vertrauten sonnenähnlichen Sterne bis zu den geradezu überdimensionierten Gesellen: Blaue Riesen. Sie können einige hundert Mal so groß wie die Sonne sein. Zu einem Besuch wird abgeraten: In ihrer Umgebung geht es hoch her. Und doch haben wir den Blauen Riesen eine ganze Menge zu verdanken: den Kohlenstoff, aus dem das Leben besteht oder den Sauerstoff, den wir in jedem Moment atmen. Ohne Blaue Riesen gäbe es uns wahrscheinlich nicht.

                      Doch Blaue Riesen sind nicht nur recht selten, sondern es gibt sie auch nur für relativ kurze Zeit: Die Kernfusion in ihrem Innern hält nur wenige Millionen Jahre durch, bevor Blaue Riesen als Supernova explodieren. Und dann ist da auch noch die Tatsache, dass gerade diese riesigen Sterne üblicherweise nicht allein vorkommen, sondern fast immer einen Begleitstern haben. Und wenn der auch ein Blauer Riese ist, dann wird es richtig spannend!

                      In dieser Folge von AstroGeo erzählt Franzi die Geschichte der massereichsten Sterne im Universum: wie sie aussehen, warum ihre Entwicklung so spannend ist und was wir ihnen zu verdanken haben – vor allem, wenn sie im Doppelpack vorkommen. Plus Beobachtungstipps, wo und wie ihr selbst Blaue Riesen sehen könnt.

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                      • Warum Beteigeuze vielleicht doch nicht morgen schon explodiert
                      • Vom ersten Stern zur Spiralgalaxie – die Geschichte unserer Milchstraße
                      • Buchtipp: Licht im Dunkeln. Schwarze Löcher, das Universum und wir
                      • Weiterführende Links
                        • WP: Stern
                        • WP: Blauer Riese
                        • WP: Roter Zwerg
                        • WP: Hertzsprung-Russell-Diagramm
                        • WP: Sternbild Orion
                        • WP: Röntgendoppelstern
                        • WP: Wärmeübertragung
                        • WP: Cygnus X-1
                        • WP: Doppelstern
                        • WP: Beteigeuze
                        • WP: Supernova
                        • WP: Bellatrix
                        • WP: Roter Überriese
                        • WP: Kernfusion
                        • Homepage von Selma de Mink
                        • Star Trek TNG: Der Gott der Mintakaner
                        • Quellen
                          • Fachartikel: Binary Interaction Dominates the Evolution of Massive Stars
                          • Video: Artist’s impression of the evolution of a hot high-mass binary star
                          • 1 hr
                          • Massensterben im Treibhaus

                            Für AstroGeo recherchieren wir regelmäßig eine ganze Geschichte. Nur wenn du uns finanziell unterstützt, bleibt der Podcast weiter kostenfrei. Danke!

                            Die Geschichte der Tiere auf der Erde umfasst über eine halbe Milliarde Jahre, doch verlief sie nicht geradlinig. Insgesamt mindestens fünfmal stand das Leben am Abgrund. Längst noch nicht jedes Massensterben der Erdgeschichte ist aufgeklärt. Zwischen den Zeitaltern Perm und Trias war es besonders schlimm: Der blaue Planet erlebte vor 251 Millionen Jahre das bis heute größte Massensterben seiner Tierwelt, bei dem über 70 Prozent der Landtiere und sogar 95 Prozent aller Tierarten in den Meeren ausstarben.

                            Karl hat für diese des AstroGeo Podcast viele Studien gesichtet: Was wissen Geologinnen und Geologen über die Ursache der permotriassischen Katastrophe? Über die letzten Jahrzehnte wurden etliche Thesen formuliert, allen voran brodelnde Vulkane im heutigen Sibirien und der Einschlag eines gewaltigen Meteoriten. Mittlerweile ist klar: Das größte Massensterben sollte uns Menschen interessieren. Denn Vieles, was damals auf der Erde passierte, scheint sich nun durch unser Handeln zu wiederholen, wenn wir nichts dagegen unternehmen.

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                            Weiterführende Links
                            • WP: Perm-Trias-Grenze
                            • WP: Perm
                            • WP: Trias
                            • WP: Karbon
                            • WP: Arthropoden
                            • WP: System (Geologie)
                            • WP: Lignin
                            • WP: Steinkohle
                            • WP: Dinocephalia
                            • WP: Gorgonopsia
                            • WP: Brachiopoden
                            • WP: Trilobiten
                            • WP: Kreide-Paläogen-Grenze
                            • WP: Fullerene
                            • WP: Chicxulub-Krater
                            • WP: Bedout (Crater)
                            • WP: Biomarker
                            • WP: Purpurbakterien
                            • WP: Delta-C-13
                            • WP: Methan
                            • WP: Methanhydrat
                            • Quellen
                              • Buch: Retallack, G., Soil Grown Tall, The Epic Saga of Life from Earth, Springer (2022)
                              • Buch: Ward, P. & Kirshvink, J.: A New History of Life, Bloomsbury Press (2015)
                              • Fachartikel: Becker, L. et al.: Impact Event at the Permian-Triassic Boundary: Evidence from Extraterrestrial Noble Gases in Fullerenes (2001)
                              • Fachartikel: Berner, R.: Examination of hypotheses for the Permo–Triassic boundary extinction by carbon cycle modeling (2002)
                              • Fachartikel: Becker, L. et al.: Bedout: A Possible End-Permian Impact Crater Offshore of Northwestern Australia (2004)
                              • Fachartikel: Retallac G.: Methane Release from Igneous Intrusion of Coal during Late Permian Extinction Events (2008)
                              • 1 hr 17 min
                              • Sterne verstehen mit Lochkarten

                                Für AstroGeo recherchieren wir regelmäßig eine ganze Geschichte. Nur wenn du uns finanziell unterstützt, bleibt der Podcast weiter kostenfrei. Danke!

                                Wie heiß ist es im Inneren der Sonne? Wie groß ist der Rote Zwerg von Nebenan? Und wie lange hat Beteigeuze ungefähr noch, bevor er als Supernova explodieren wird? Das alles lässt sich einfach ausrechnen – und zwar mit nur vier scheinbar einfachen Gleichungen. Das Innere eines Sterns ist berechenbar, und das weit in die Vergangenheit und genauso in die Zukunft.

                                Aber natürlich ist im Universum nichts so einfach, wie es auf den ersten Blick scheinen mag, auch Sterne nicht. Denn um die Struktur und die Entwicklung von Sternen zu berechnen, kommt man mit Papier, Bleistift und Gehirnschmalz alleine nicht weiter. Deswegen waren schon die ersten Computer von großer Hilfe, selbst wenn die am Anfang noch einen ganzen Raum ausgefüllt haben und mit Lochkarten gefüttert wurden.

                                In dieser Folge des AstroGeo-Podcasts erzählt Franzi die Geschichte eines solchen „Rechenmaschinenprogramms“, das seit den 1960er-Jahren bis heute weiterentwickelt wird: einem Code, der Physikerinnen und Physikern verrät, wie es im Inneren eines Sterns aussieht und wie er sich entwickeln wird. Keine Sorge: Für den Genuss dieser Folge sind weder mathematische Fähigkeiten noch Programmierkenntnisse nötig.

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                                Weiterführende Links
                                • WP: Stern
                                • WP: Rudolf Kippenhahn
                                • WP: Sternaufbau
                                • WP: Kernfusion
                                • WP: Roter Zwerg
                                • Homepage von Emmi Meyer
                                • Homepage von Achim Weiss
                                • GARSTEC – Max-Planck-Institut für Astrophysik, Garching
                                • WP: Fortran
                                • WP: Hertzsprung-Russell-Diagramm
                                • WP: Bellatrix
                                • WP: Beteigeuze
                                • WP: Astroseismologie
                                • WP: Cepheiden
                                • WP: Henrietta Swan-Leavitt
                                • Quellen
                                  • Fachartikel: GARSTEC—the Garching Stellar Evolution Code
                                  • Buch: Stellar Structure and Evolution
                                  • Fachartikel: Sternentwicklung I. Ein Programm zur Lösung der zeitabhängigen Aufbaugleichungen
                                  • 1 hr 4 min
                                  • Ein Herz und vier Sorten Eis

                                    Für AstroGeo recherchieren wir regelmäßig eine ganze Geschichte. Nur wenn du uns finanziell unterstützt, bleibt der Podcast weiter kostenfrei. Danke!

                                    Pluto ist eine beliebte Welt. Spätestens seit am 14. Juli 2015 die NASA-Raumsonde New Horizons an dem Zwergplaneten vorbeigerauscht war, flogen ihm die Herzen vieler Menschen zu. Es zeigte sich auch, dass auf seiner Oberfläche selbst ein Herz sitzt, wenn auch ein sehr kaltes. Denn die mittlere Temperatur auf Plutos Oberfläche mit seinem gewaltigen herzförmigen Gletscher aus Stickstoffeis liegt bei gerade einmal minus 229 °C.

                                    Karl taucht in dieser Folge des Podcasts in die Geologie des Plutos ein. Schon lange vor dem Vorbeiflug von New Horizons gab es einige Kenntnisse über die ferne Welt. Doch erst die Daten der Sonde zeigten, wie dynamisch sich der Zwergplanet im Laufe eines 248 Erdjahre langen Sonnenumlaufs verändert. Gleich vier Eissorten spielen dabei eine wesentliche Rolle: Sie gleiten als Gletscher über die Oberfläche, sublimieren in eine dünne Atmsphäre, bilden steile Berghänge oder brechen aus Kryovulkanen als eisige Lava empor.

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                                    • Pluto und viele andere: Hubbles beste Bilder aus 30 Jahren
                                    • Asteroiden: längst keine langweiligen Kartoffeln mehr
                                    • Weiterführende Links
                                      • WP: Clyde Tomaugh
                                      • WP: Pluto
                                      • WP: Charon
                                      • WP: New Horizons
                                      • WP: Tombaugh Regio (englisch)
                                      • WP: Sputnik Planitia (englisch)
                                      • WP: Tholine
                                      • WP: Lavatunnel
                                      • Spektrum.de: Pluto spuckt Eis (von Franzi Konitzer)
                                      • Quellen
                                        • Youtube: Veronica Bray, University of Arizona: Geology of Pluto
                                        • Singer et al.: Large-scale cryovolcanic resurfacing on Pluto (2022)
                                        • Bertrand et al.: The nitrogen cycles on Pluto over seasonal and astronomical timescales (2018)
                                        • Moore et al.: The Geology of Pluto and Charon Through the Eyes of New Horizons (2016)
                                        • Howard et al.: Present and past glaciation on Pluto (2016)
                                        • Distribution and Evolution of CH4, N2 , and CO Ices on Pluto’s Surface: 1995 to 1998 (2001)
                                        • Dressler & Russel: From the ridiculous to the sublime: The pending disappearance of Pluto (1980)
                                        • 54 min
                                        • Quasisterne in der Ferne

                                          Für AstroGeo recherchieren wir regelmäßig eine ganze Geschichte. Nur wenn du uns finanziell unterstützt, bleibt der Podcast weiter kostenfrei. Danke!

                                          Sie sind heller als jeder Stern und halten länger durch als jede Supernova: Die allerhellsten Lichter am Himmel sind Quasare. Zwar war der Begriff „Quasar“ schnell gefunden, nachdem der allererste Kandidat – namens 3C 273 – in den 1960er-Jahren aufgestöbert worden war: „Quasar“ steht für „quasi-stellar radio source“, also: Sieht aus wie ein Stern, aber eben nur fast, und auch übrigens hauptsächlich im Radiobereich.

                                          Doch was verbirgt sich eigentlich hinter den Quasaren? Die allerhellsten Objekte im Universum werden von den dunkelsten Objekten im Universum angetrieben: von supermassereichen Schwarzen Löchern, die sich in den Zentren von Galaxien verbergen.

                                          Franzi erzählt die Geschichte, wie Quasare entdeckt wurden: Warum diese exotischen Objekte es schaffen, so hell zu leuchten, was die Expansion unseres Universums damit zu tun hat, warum Quasare nur eine Phase für eine Galaxie sind – und warum es für uns ziemlich praktisch ist, dass unsere eigene Galaxie derzeit keinen Quasar in ihrem galaktischem Zentrum beherbergt.

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                                          • Nobelpreis 2020: Preisträger Reinhard Genzel über die Erforschung des Zentrums der Galaxis
                                          • Weiter Ärger mit der Expansion: Astrophysiker Rolf-Peter Kudritzki über die Tücken der Hubble-Konstante
                                          • Quasare gesucht, Pulsare gefunden: Wie Jocelyn Bell vor 50 Jahren die ersten Neutronensterne entdeckte
                                          • Weiterführende Links
                                            • WP: Maarten Schmidt (englisch)
                                            • WP: Quasar (englisch)
                                            • WP: 3C 273
                                            • WP: Cambridge Catalog of Radio Sources (englisch)
                                            • WP: Balmer-Serie
                                            • WP: Rotverschiebung
                                            • WP: Hintergrundstrahlung
                                            • WP: Hubble-Konstante
                                            • WP: Parallaxe
                                            • WP: Aktiver Galaxienkern
                                            • WP: Schwarzes Loch
                                            • WP: Sagittarius A*
                                            • WP: Akkretionsscheibe
                                            • WP: Supernova
                                            • WP: Cygnus X-1
                                            • Deutschlandfunk: Lichtechos sollen die innere Struktur von Quasaren enthüllen
                                            • Quellen
                                              • Fachartikel: A Brief History of AGN
                                              • Fachartikel: Turbulent cold flows gave birth to the first quasars
                                              • Fachartikel: 3C 273 : A Star-Like Object with Large Red-Shift
                                              • Pressemitteilung: Schärfster Blick in den Kern von 3C 273
                                              • 54 min
                                              • Am Inn kehrt die Natur zurück

                                                Für AstroGeo recherchieren wir regelmäßig eine ganze Geschichte. Nur wenn du uns finanziell unterstützt, bleibt der Podcast weiter kostenfrei. Danke!

                                                Er ist der sechstlängste Fluss der Alpen und er könnte ein Naturparadies sein: Doch der Inn ist wie alle Flüsse der mitteleuropäischen Kulturlandschaft vom Menschen stark verändert worden. Er wurde begradigt, von Dämmen begrenzt und mit Staudämmen unterbrochen. Viele seltene Arten, die den Inn und seine Ufer einmal besiedelten, sind längst verschwunden.

                                                In dieser Folge von AstroGeo erzählt die Journalistin und Flussreporterin Sonja Bettel von der Renaturierung des Inns. Der Fluss wird wieder geweitet; ihm wird Raum gelassen, um sein Bett selbst zu suchen. Zwar gelang das erst an einigen Stellen, aber die länderübergreifende Anstrengung zeigt bereits Erfolge: Seltene Arten wie der Flussuferläufer oder der Zwerg-Rohrkolben kehren zurück. Ein gemeinsamer, wissenschaftlich erstellter Aktionsplan soll bei der gemeinsamen Anstrengung helfen.

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                                                • InnSieme: Die Natur kehrt an den Inn zurück
                                                • InnSieme: Gemeinsam für mehr Natur am Inn
                                                • Lech: Ein gezähmter Fluss wird wieder wild
                                                • Sélune: Größter Staudammabbruch in Europa
                                                • Donau: Ein Forschungsprojekt über den Fluss der Erzählungen
                                                • Flüsse in Österreich: Rechnungshof kritisiert: Zu spät, zu wenig Geld
                                                • Interview: „Das Netzwerk ist das, was Flüsse ausmacht“
                                                • Matrose auf der Donau: „Das war ein großes Abenteuer“
                                                • Weiterführende Links
                                                  • WP: Engadin
                                                  • WP: Inn
                                                  • WP: Maloja
                                                  • WP: St. Moritz
                                                  • WP: Lunghinsee
                                                  • WP: Lunghinpass
                                                  • Projekt Innsieme
                                                  • WP: Kufsteinlied
                                                  • WP: Val Bever
                                                  • WP: Deutsche Tamariske
                                                  • WP: Flussuferläufer
                                                  • WP: Flussregenpfeifer
                                                  • WP: Franziszeische Landesaufnahme
                                                  • YT: Umgehungsgewässer Ering-Frauenstein
                                                  • WP: Zwerg-Rohrkolben
                                                  • WP: Europäische Äsche
                                                  • 59 min
                                                  • Die Stickstoff-Schwemme

                                                    Für AstroGeo recherchieren wir regelmäßig eine ganze Geschichte. Nur wenn du uns finanziell unterstützt, bleibt der Podcast weiter kostenfrei. Danke!

                                                    Eigentlich ist Stickstoff ein unverzichtbares Element für alle Lebewesen. Über Jahrmilliarden waren biologisch nutzbare Formen des Stickstoffs heiß begehrt und rar. Doch seit rund hundert Jahren hat sich die Lage auf der Erde drastisch verändert. Seitdem verschmutzt und überdüngt die Menschheit den Planeten mit Stickstoff-Verbindungen wie Nitrat, Stickoxiden, Ammoniak und Lachgas und verändert damit fundamental die Bedingungen im Spiel des Lebens – eine problematische Premiere in der Erdgeschichte.

                                                    In dieser Episode von AstroGeo taucht die Wissenschaftsjournalistin und Geoökologin Anne Preger in die Geschichte um den Stickstoff ein. Sie erzählt, welche Folgen die globale Überdosis an Stickstoffverbindungen für die menschliche Gesundheit, die Artenvielfalt, die Luftqualität und das Klima mit sich bringt und wie sich Stickstoff zielgerichteter einsetzen ließe. Zu alledem hat Anne Preger ein Sachbuch recherchiert und geschrieben.

                                                    Episodenbild: Anne Preger

                                                    Weiterführende Links
                                                    • Buch: Anne Preger, Globale Überdosis. Stickstoff – die unterschätzte Gefahr für Umwelt und Gesundheit
                                                    • WP: Geoökologie
                                                    • WP: Stickstoffkreislauf
                                                    • WP: Guano
                                                    • WP: Heinrich Ohlendorff
                                                    • WP: Salpeter / Natriumnitrat
                                                    • WP: Hamborger Veermaster
                                                    • WP: Fritz Haber
                                                    • WP: Carl Bosch
                                                    • WP: Haber-Bosch-Verfahren
                                                    • The Nobel Prize: Fritz Haber
                                                    • WP: Todeszonen / Hypoxie
                                                    • WP: Ammoniak
                                                    • WP: Stickoxide
                                                    • WP: Lachgas
                                                    • Quarks Storys Podcast: Mangelware im Überfluss
                                                    • Vorangedacht-Blog: Für eine gesündere Erde – so wird der eigene Stickstoff-Fußabdruck kleiner
                                                    • Spektrum: Das Schlaraffenland-Experiment
                                                    • National Trust: Tyntesfield
                                                    • Bei den Riffreportern
                                                      • Interview mit Anne Preger zum Buch „Globale Überdosis“
                                                      • Schiet happens – wie Seevögel die Weltgeschichte verändert haben
                                                      • Tote Meere, grüne Monotonie: Wie zu viel Stickstoff global die biologische Vielfalt bedroht
                                                      • 1 hr 3 min

                                                      About AstroGeo - Geschichten aus Astronomie und Geologie

                                                      From the publisher's feed

                                                      Im AstroGeo Podcast erzählen sich die Wissenschaftsjournalisten Franziskia Konitzer und Karl Urban regelmäßig Geschichten, die ihnen entweder die Steine unseres kosmischen Vorgartens eingeflüstert –…

                                                      More shows like AstroGeo - Geschichten aus Astronomie und Geologie

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                                                      Sternengeschichten

                                                      45 Listeners

                                                      Geschichten aus der Geschichte by Richard Hemmer und Daniel Meßner

                                                      Geschichten aus der Geschichte

                                                      182 Listeners

                                                      Wissenschaft im Brennpunkt by Deutschlandfunk

                                                      Wissenschaft im Brennpunkt

                                                      19 Listeners

                                                      Eine Stunde History - Deutschlandfunk Nova by Deutschlandfunk Nova

                                                      Eine Stunde History - Deutschlandfunk Nova

                                                      105 Listeners

                                                      Forschung aktuell by Deutschlandfunk

                                                      Forschung aktuell

                                                      13 Listeners

                                                      Spektrum-Podcast by detektor.fm – Das Podcast-Radio

                                                      Spektrum-Podcast

                                                      14 Listeners

                                                      Das Universum by Florian Freistetter, Ruth Grützbauch, Evi Pech

                                                      Das Universum

                                                      11 Listeners

                                                      Alles Geschichte - Der History-Podcast by ARD

                                                      Alles Geschichte - Der History-Podcast

                                                      64 Listeners

                                                      Terra X History - Der Podcast by ZDF - Terra X

                                                      Terra X History - Der Podcast

                                                      7 Listeners

                                                      Raum & Zeit by Tim Vollert & Maximilian Bensinger

                                                      Raum & Zeit

                                                      2 Listeners

                                                      Geschichten aus der Mathematik by detektor.fm – Das Podcast-Radio

                                                      Geschichten aus der Mathematik

                                                      2 Listeners