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Wie schützt man sich vor Dunkelflauten, den Zeiten ohne Sonne und Wind? Mit dem stärkeren Ausbau von Sonne und Wind.
Ein Widerspruch? Nein, sagt Simone Peter. "Es gibt immer Regionen, aus denen man erneuerbare Energien beziehen kann", betont die Präsidentin des Bundesverbands Erneuerbare Energie (BEE). Peter warnt daher davor, für die deutsche Energiereserve in fossile oder atomare Großkraftwerke zu investieren. "Die sind zu teuer", sagt sie. "Wirtschaftlich lohnen die sich auch nicht mehr für wenige Stunden Bedarf im Jahr."
Denn darum geht es ihr zufolge bei der Dunkelflaute: "Ein paar Stunden im Jahr", sagt Peter. Welche Lösung schwebt ihr für Zeiten ohne Wind und Sonne vor? Das erklärt sie im neuen "Klima-Labor".
Gast? Simone Peter, Präsidentin des Bundesverbands Erneuerbare Energie (BEE)
Moderation? Clara Pfeffer und Christian Herrmann
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2023 spenden die Menschen in Deutschland insgesamt 12,8 Milliarden Euro. Kann man falsch spenden? Oder zu wenig? Auf jeden Fall wirksamer, behauptet Sebastian Schienle. "Wählt man Themenfeld oder Hilfsorganisationen gut aus, kann man die Wirkung einer Spende verhundertfachen", erzählt der Mitgründer von Effektiv Spenden im "Klima-Labor".
Die Spendenplattform und -beratung finanziert sich selbst über Spenden und setzt auf wissenschaftliche Studien und Analysen, um die sinnvollsten Ziele für willige Geldgeber auszuwählen. Bedacht werden nicht nur die Bereiche Armut, Bildung und Gesundheit, sondern bewusst auch Organisationen, die im Zusammenspiel mit der Privatwirtschaft Einfluss auf Innovation, Technologie und Gesetzgebung nehmen wollen. Das Vorbild? Die deutsche Anschubfinanzierung der Solarindustrie vor 25 Jahren.
Gast? Sebastian Schienle, Gründer & Leitung Research von Effektiv Spenden
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Erneut bricht vergangene Woche in Deutschland Strom aus Wind und Sonne weg, an der Strombörse explodieren die Preise. Für Thomas Kusterer sind die Gründe schnell ausgemacht: Die Ziele der Energiewende sind richtig, sagt der Finanzvorstand des Energieversorgers EnBW im "Klima-Labor". Aber Deutschland habe die Versorgungssicherheit und die Bezahlbarkeit aus den Augen verloren. "Es ist jetzt wirklich Zeit, wasserstofffähige Gaskraftwerke zu bauen, statt den maximalen Ausbau der erneuerbaren Energien zu forcieren."
Fossile Kraftwerke sind das Sicherheitsnetz für Dunkelflauten. Doch der Bestand wird Kusterer zufolge älter, ineffizienter, teurer und auch unzuverlässiger. Das Ergebnis? "Wenn wir den Umbau des Energiesystems nicht kosteneffizient umsetzen, verlieren wir die Akzeptanz", sagt er. "Aber ohne grundsätzliche gesellschaftliche Akzeptanz werden wir nicht erfolgreich sein."
Gast? Thomas Kusterer, Finanzvorstand von EnBW
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Selbstständige bangen um ihre Existenz, Unternehmen blicken skeptisch in ihre Zukunft, Verbraucher halten aus Angst ihr Geld zusammen ... die Stimmung in Deutschland ist miserabel. Dennoch blickt Achim Kampker optimistisch in die Zukunft. Der Ingenieur und Autor des Buches "Zukunftslust" ist überzeugt, dass wir das Werkzeug zur Lösung aller Probleme bereits besitzen, man müsste nur anfangen. "Das ist typisch Deutsch: Anstatt loszulaufen, suchen wir erst 100 Gründe, warum wir scheitern könnten", sagt er in der neuen Folge des "Klima-Labors". Auch das liebe Geld hält der Ingenieur nicht für ein Problem. "Auf den deutschen Konten liegt ein vierstelliger Milliardenbetrag. Das ist viel Geld, das man investieren kann." Was fehlt? Die richtigen Anreize, meint Kampker. Und ein globales Update der sozialen Marktwirtschaft.
Gast? Prof. Dr.-Ing. Achim Kampker, Lehrstuhl für Production Engineering of E-Mobility Components, RWTH Aachen, Autor von "Zukunftslust"
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Detroit war einst das Herz der amerikanischen Automobilindustrie. Dann folgte der Absturz. Erst waren die Autobauer insolvent, nach der Finanzkrise die ganze Stadt. Mobilitätsforscher Andreas Knie ist überzeugt: VW und Wolfsburg droht dasselbe Schicksal. Schuld hat ihm zufolge das "arrogante Management", klare Signale aus China wurden ignoriert. Lässt sich der Niedergang vermeiden? Mit Demut und der Einsicht, strategische Fehler gemacht zu haben. "Der Kunde will was anderes? Dann baue ich was anderes", beschreibt Knie im "Klima-Labor" von ntv den notwendigen Pragmatismus. Doch auch wenn die Belegschaft ihren Konzernchef bei den Tarifverhandlungen ausbuht, die ganz großen Einschnitte werden sich nicht mehr stoppen lassen: "VW und Wolfsburg werden bluten und die Zahl der Beschäftigten halbieren müssen", prophezeit er.
Gast? Prof. Dr. Andreas Knie, Leiter der Forschungsgruppe "Digitale Mobilität und gesellschaftliche Differenzierung" am Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung (WZB)
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Die Halbleiterindustrie ist die wichtigste der Welt, auch für die Energiewende. Kleine Chips aus den Fabriken von Bosch, Infineon oder TSMC steuern Solaranlagen, Windräder, E-Autos oder Stromnetze. Bis 2030 soll sich die Nachfrage nach winzigen Prozessoren und Mikrocontrollern verdoppeln, doch auch die "geheimste Industrie der Welt" hat Schmutzflecken wie hochpotente fluorierte Gase und Ewigkeitschemikalien. "Es gibt natürlich Reinigungssysteme, aber was übrigbleibt, gelangt in die Atmosphäre und setzt sich in unseren Körpern und der Natur fest", sagt Julia Hess.
Auch die Energieversorgung der Chipfabriken ist ein Problem, denn Industrie-Schwergewichten wie Südkorea und Taiwan fehlt aufgrund ihrer Geografie der Platz für Erneuerbare, wie die Halbleiter-Expertin im "Klima-Labor" erklärt. Die Lösungsansätze sind sehr unterschiedlich.
Gast? Julia Hess, Senior Policy Researcher Global Chip Dynamics der Denkfabrik Interface (Stiftung Neue Verantwortung)
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Deutschland muss bauen. Bahn, Brücken, Wohnungen. Der Investitionsbedarf liegt allein hierzulande bei etwa 600 Milliarden Euro. In vielen Fällen wird Beton zum Einsatz kommen. Egal in welchem Land, kein Baustoff ist wichtiger für eine moderne Infrastruktur: "Mit dem globalen Bedarf könnte man in den kommenden 40 Jahren jeden Monat ein weiteres Berlin bauen", verrät Stefanie Gerhart.
Die Betonherstellung ist allerdings auch für 8 Prozent der globalen CO2-Emissionen verantwortlich. Im "Klima-Labor" präsentiert die Bauunternehmerin eine Möglichkeit, zwei Fliegen mit einer Klappe zu schlagen. Ihr Unternehmen Ecolocked stellt einen Füllstoff her, den die Betonindustrie "unkompliziert" anstelle von Sand im Beton verwenden kann: Biokohle. "Die kann je nach Grundstoff mehr als 95 Prozent reinen Kohlenstoff enthalten und ist die dominante Technologie für Kohlendioxid-Entfernung aus der Atmosphäre", sagt Gerhart. Und im Grundstoff für Brücken, Straßen und Wohnungen wäre das CO2 für viele Jahrzehnte sicher weggesperrt.
Gast? Stefanie Gerhart, Co-Founder & Co-CEO von Ecolocked
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Über das Jahr hinweg erzeugen erneuerbare Energien etwa 65 Prozent des deutschen Stroms. Doch im November schlägt die Dunkelflaute zu, Solar und Wind brechen als Stromquelle fast vollständig weg. In Haushalten mit dynamischen Tarifen steigen die Preise auf einen Euro pro Kilowattstunde. Ist die deutsche Stromversorgung in diesem Winter gefährdet? Nein, sagt Bruno Burger nicht. Allerdings warnt der Energieexperte des Fraunhofer-Instituts davor, weitere Kohlekraftwerke abzuschalten: "Ich bin Ingenieur für Elektrotechnik, Versorgungssicherheit ist für mich das höchste Gut", sagt Burger im "Klima-Labor". Wo droht die größte Gefahr? Fallende Temperaturen und wenn die Atomnation Frankreich ihre Heizungen aufdreht.
Gast? Prof. Dr.-Ing. Bruno Burger, Fraunhofer-Institut für Solare-Energiesysteme (ISE), Energy Charts
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Donald Trump ist wieder da, die Ampel dafür weg. Wann auch immer gewählt wird, sehr wahrscheinlich wird die Union den nächsten Bundeskanzler stellen und muss dann Lösungen für viele Probleme wie hohe Strom- und Energiekisten präsentieren. Erste Eindrücke finden sich in einem neuen Energiepapier der Unions-Fraktion im Bundestag wieder. Sollten wir uns wirklich noch einmal an die Kernenergie heranwagen? Das Heizungsgesetz wieder abschaffen? Mit welchem Koalitionspartner möchte die Union eigentlich regieren? Diese und andere Fragen diskutieren wir im ersten Live-Ausgabe des "Klima-Labors" mit Thomas Heilmann (CDU), Vorsitzender der KlimaUnion, und Marcel Fratzscher, Präsident des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) - live aus dem Hauptstadtstudio von RTL/ntv.
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Am kommenden Dienstag entscheiden die US-Amerikaner, wer als Nächstes ins Weiße Haus einzieht: Kamala Harris oder Donald Trump. Auf Sieger oder Siegerin wartet ein schweres Erbe: "Es gibt keine Lösung, wie man von Öl und Gas wegkommt", sagt Sonja Thielges von der Stiftung Wissenschaft und Politik (SWP) im "Klima-Labor" von ntv. "Der Energieverbrauch wird als Teil der amerikanischen Freiheit empfunden."
Dennoch ist die Expertin für internationale Klima-Politik voll des Lobes für die Arbeit von US-Präsident Joe Biden: Unter seiner Ägide haben die USA erstmals Gesetze für den Klimaschutz verabschiedet, manche sogar überparteilich, potenziell werden mehr als 1000 Milliarden US-Dollar in E-Autos, Batterien und erneuerbare Energien investiert - auch oder gerade in streng republikanischen Bundesstaaten wie Texas: "Der Bau von Solarparks kann inzwischen ein sehr attraktives Geschäft sein."
Gast? Dr. Sonja Thielges von der Stiftung Wissenschaft und Politik. Die Politikwissenschaftlerin und Geoökonomin berät unter anderem Bundesregierung und Bundestag in außenpolitischen Fragen mit Fokus auf Klima-, Energie- und Industriepolitik.
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