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Aufforsten? Neue Kernkraftwerke? Auf Fleisch verzichten? Dämmen? Windräder in der Großstadt? Seit mittlerweile 50 Folgen untersuchen wir im "Klima-Labor", welche Ideen und Projekte im Kampf gegen die Klimakrise wirklich überzeugen. Den eingeschlafenen Ausbau von Solar- und Windenergie wiederzubeleben, gehört genauso dazu, wie eine großflächige Dämm-Offensive im deutschen Wohnbestand, um die günstigsten Energiequellen zu erschließen und gleichzeitig den Energieverbrauch in deutschen Haushalten dramatisch zu senken - und somit auch die Ausgaben für Strom, Heizen und Kühlen. Auch eine Regierung, die Klimaschutz positiv kommuniziert und als Chance für den Industriestandort Deutschland begreift, kann nicht schaden. Viele neue und vielversprechend klingende Technologien wie Mini-Reaktoren oder Fleisch aus dem Labor schon eher: Sie sind vor allem teuer, in vielen Fällen noch nicht marktreif, und ihre Umweltbilanz ist oftmals deutlich schlechter als erwartet.
In der Jubiläumsfolge stellen Clara Pfeffer und Christian Herrmann ihre besten Ideen vor - und diskutieren, ob Aufforstprojekte zum Abonnieren sinnvoll oder unverschämt sind.
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Aufforsten? Neue Kernkraftwerke? Auf Fleisch verzichten? Dämmen? Windräder in der Großstadt? Seit mittlerweile 50 Folgen untersuchen wir im "Klima-Labor", welche Ideen und Projekte im Kampf gegen die Klimakrise wirklich überzeugen. Den eingeschlafenen Ausbau von Solar- und Windenergie wiederzubeleben, gehört genauso dazu, wie eine großflächige Dämm-Offensive im deutschen Wohnbestand, um die günstigsten Energiequellen zu erschließen und gleichzeitig den Energieverbrauch in deutschen Haushalten dramatisch zu senken - und somit auch die Ausgaben für Strom, Heizen und Kühlen. Auch eine Regierung, die Klimaschutz positiv kommuniziert und als Chance für den Industriestandort Deutschland begreift, kann nicht schaden. Viele neue und vielversprechend klingende Technologien wie Mini-Reaktoren oder Fleisch aus dem Labor schon eher: Sie sind vor allem teuer, in vielen Fällen noch nicht marktreif, und ihre Umweltbilanz ist oftmals deutlich schlechter als erwartet.
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In den kommenden zehn Jahren sollen auf zwei Prozent der deutschen Landesfläche Windräder stehen. Ein ambitionierter Plan der Ampel, denn 2018 ist der Zubau neuer Anlagen durch eine verunsicherte Bundesregierung gehörig ins Stocken geraten. Trotzdem ist Wolfram Axthelm optimistisch, dass die Windindustrie vor Boom-Jahren steht, Zehntausende Jobs entstehen und die installierte Leistung in Deutschland verdoppelt werden kann - wenn die Genehmigungsverfahren wie versprochen gestrafft und gekürzt werden und die Länder mitspielen. Die gute Nachricht für Windkraftgegner? Die Zahl der Anlagen in der Landschaft wird sich wahrscheinlich nur minimal erhöhen, denn die technische Entwicklung sei längst noch nicht abgeschlossen, erzählt der Geschäftsführer des Bundesverbands Windenergie (BWE) im zweiten Teil seines Interviews mit dem Klima-Labor von ntv. "An Land leisten Anlagen im Schnitt bereits 5,3 Megawatt", erklärt Wolfram Axthelm, obwohl früher nicht viel mehr als drei Megawatt vorstellbar waren. "Und die 6-Megawatt-Anlage geht bereits in Serie."
Den ersten Teil des Interviews finden Sie hier.
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Europaweit steht Deutschland mit 64 Gigawatt (GW) installierter Leistung an Land und auf See bei der Windenergie unangefochten auf Platz eins. Doch der Zubau schwächelt massiv. Im Jahr 2021 ist er auf ein Viertel des bisherigen Rekordwertes aus dem Jahr 2017 zusammengeschrumpft. Wolfram Axthelm mach dafür ein neues Ausschreibungsmodell aus dem Jahr 2018 verantwortlich. "Aus heutiger Sicht kann man das kaum noch erklären, aber damals hat man gesagt: Das geht alles zu schnell, wir müssen Geschwindigkeit rausnehmen", erklärt der Geschäftsführer des Bundesverbands Windenergie (BWE) im "Klima-Labor" von ntv. "Das hat das fatale Signal an die Bundesländer gesendet: Streng euch nicht so an, wir brauchen weniger Tempo!"
Eine Botschaft, die angekommen ist: Bayern hat im ersten Halbjahr 2022 lediglich drei neue Windräder genehmigt und drei weitere ans Netz genommen. In Sachsen gibt es statt eines Zubaus sogar einen Rückbau. Trotzdem ist Axthelm optimistisch, dass die Windenergie Deutschland zur Energiewende tragen wird: Wenn die Wirtschaft weiter Druck macht und die Ampel ihre kühnen Pläne wie versprochen um deutliche kürzere Genehmigungsverfahren ergänzt.
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Die Menschen beschäftigt vor allem ein Thema: Energiesicherheit. Nur über einen möglichst sparsamen Verbrauch zu reden, sei aber nicht zielführend, meint Mycle Schneider. Was nützen Strom oder Gas, wenn man es nicht bezahlen kann? "In Frankreich werden bis zu 60 Prozent der Energiekosten bezuschusst", erklärt der Energieberater im "Klima-Labor" von ntv. Würde man dieses Geld nehmen und stattdessen Häuser renovieren, sinke der Verbrauch dramatisch - und zwar für immer. Das wäre eine "vernünftige Energiepolitik", meint Schneider, die es in sechs Bereichen geben sollte: "Im Winter muss es warm sein und im Sommer kühl. Man braucht Licht, gekochtes Essen, Mobilität, Kommunikation und Motorkraft". Designt man Dachflächen sinnvoll und dämmt Häuser, Büros, Fabriken und Supermärkte richtig, muss dafür teilweise gar keine Energie verbraucht werden.
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Wer sich eine Solaranlage auf seinem Dach installiert, steht vor einem Problem: Der günstige Strom wird vor allem dann produziert, wenn man selbst nicht zu Hause ist. Nach dem Sonnenuntergang bleibt abends nur die teure Energie aus dem Netz. Um den Verbrauch zu optimieren, werden die meisten Solaranlagen deshalb nur noch mit Heimspeicher verkauft. Die mit Abstand besten Energiespeicher stehen aber vor der Haustür. Doch das Potenzial von E-Autos lässt Deutschland in den Augen von Christian Rahn bisher ungenutzt. Vor allem die hiesigen Ladesäulen sind ein Problem. "Andere Länder machen vor, dass es funktioniert", ärger sich der Geschäftsführer von Otovo Deutschland im "Klima-Labor" von ntv. "Es gibt keinen Grund, warum das in Deutschland nicht auch funktionieren sollte."
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Das Thema Energie treibt die Deutschen um. Im Mittelpunkt steht seit dem 24. Februar vor allem eine Frage: Wie kann man möglichst viel davon beim Heizen und Kühlen einsparen, um Kosten zu senken und die Umwelt zu schonen? Eine besonders effektive Methode ist eine gute Dämmung, erzählt Joachim Kuhn im "Klima-Labor" von ntv. Das sei fast immer die effizienteste Lösung.
Der Physiker ist Gründer und Chef von va-Q-tec und stellt Vakuum-Isolationspaneele her. Die sind vor allem durch den eisigen Transport von Corona-Vakzinen bekannt geworden, das Potenzial der Thermoskannen-Technologie sei aber fast unbegrenzt, sagt Kuhn - egal ob Haus, Kühlschrank oder Wärmespeicher. Man muss nur eine große Hürde überwinden: die hohen Kosten.
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Wetter ist nicht Klima, aber durch den Klimawandel verändert es sich spürbar. Mehr Hitze. Mehr Unwetter. Mehr extreme Wettereignisse. Umso wichtiger sind zuverlässige Vorhersagen. Europa produziere bereits die weltweit die genauesten Mittelfrist-Vorhersagen, erzählt Stephan Bojinski im "Klima-Labor" von ntv. Aber bald sollen sie noch besser, präziser und schneller werden. Denn der Wetter-Experte darf die Erde für die Europäische Agentur für meteorologische Satelliten (EUMETSAT) bald mit drei brandneuen Meteosat-Satelliten beobachten: Die Auflösung sei deutlich besser, außerdem gebe es ganz neue Instrumente wie ein Blitzortungsgerät, erzählt Bojinski. "Das sind Informationen, die es bisher so noch nicht gibt."
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Italien ruft wegen Dürre Notstand im Norden aus, etwa 811 Millionen Menschen leiden weltweit Hunger, Waldbrände zerstören eine Million Hektar Land in den USA, der Amazonas verliert seine Widerstandskraft - der Klimawandel produziert vor allem Horrormeldungen und "erstickt unseren Planeten". Doch warum sollten wir uns an der Energiewende beteiligen, aufs Fliegen und Autofahren verzichten und unseren Fleischkonsum reduzieren, wenn die Welt eh zugrunde geht? Weil das nicht passiert, selbst wenn wir das 1,5-Grad-Ziel verpassen. Diese Botschaft wollen Kalina Oroschakoff und die "Neue Zürcher Zeitung" mit dem Newsletter "Planet A" verbreiten. "Denn diese Transformation bringt in sich selbst auch viel Positives mit", erzählt die Journalistin im "Klima-Labor" von ntv.
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Italien ruft wegen Dürre Notstand im Norden aus, etwa 811 Millionen Menschen leiden weltweit Hunger, Waldbrände zerstören eine Million Hektar Land in den USA, der Amazonas verliert seine Widerstandskraft - der Klimawandel produziert vor allem Horrormeldungen und "erstickt unseren Planeten". Doch warum sollten wir uns an der Energiewende beteiligen, aufs Fliegen und Autofahren verzichten und unseren Fleischkonsum reduzieren, wenn die Welt eh zugrunde geht? Weil das nicht passiert, selbst wenn wir das 1,5-Grad-Ziel verpassen. Diese Botschaft wollen Kalina Oroschakoff und die "Neue Zürcher Zeitung" mit dem Newsletter "Planet A" verbreiten. "Denn diese Transformation bringt in sich selbst auch viel Positives mit", erzählt die Journalistin im "Klima-Labor" von ntv.
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