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Das Spektrum der Nuklearmedizin
Wir sprechen heute im Klinisch Relevant Podcast mit Dr. Ellen Kozianka, Oberärztin im Marienhospital Herne, über die Nuklearmedizin.
Je nach Fachbereich der Medizin ist die Nuklearmedizin mal mehr, mal weniger präsent. Daher möchten wir euch heute die grundlegenden Prinzipien dieser spannenden Facharztrichtung näherbringen und aufzeigen, welche Erkrankungen bzw. Indikationen häufig den Gang zum Nuklearmediziner nötig machen. Außerdem haben wir für euch nachgefragt, welche verschiedenen Techniken genutzt werden und worin sie sich unterscheiden.
Viel Spaß wünscht euch euer Klinisch Relevant Team!
Welche Untersuchungen werden in der Nuklearmedizin durchgeführt?
Welches Grundprinzip liegt der Nuklearmedizin zugrunde?
Wie läuft eine Untersuchung ab?
Beispiel Schilddrüsenuntersuchung: Technitium wird venös appliziert. Nach 15 Minuten kann mit der ca. fünfminütigen Messung begonnen werden.
Knochen: Technitium ist an Phosphonat gekoppelt.
3-Phasen-Szintigraphien: Es werden Aufnahmen zu unterschiedlichen Zeitpunkten gemacht. 1.Phase: Direkt nach der intravenösen Gabe der Radiopharmaka. 2. Phase: Aufnahme nach 5 Minuten zeigt die Verteilung im Blut. Bei TEP-Lockerungen würde sich beispielsweise eine erhöhte Durchblutung um die Prothese zeigen. 3. Phase: Nach 2,5 Stunden erfolgt die Aufnahme des Skelettsystems. Dies dauert ca. 40 Minuten. Ist die Untersuchung gefährlich?
Da bekanntermaßen hohe Dosen an Radioaktivität schädlich sind, wird auch von den sehr geringen Dosen, die im Rahmen der Diagnostik genutzt werden, angenommen, dass sie schädlich sein können. Daher gilt das Prinzip: Patienten sollen der Radioaktivität so viel wie nötig und so wenig wie möglich ausgesetzt sein.
In der Diagnostik werden deshalb sehr geringe Dosen genutzt. Eine Schilddrüsendiagnostik führt beispielsweise zu einer Strahlungsbelastung von 0,9 mSv. In Deutschland liegt die natürlich vorkommende Strahlenbelastung bei 2,1 mSV jährlich.
CT Thorax-Abdomen: ca. 11 mSv
Traumaspiralen: ca. 15 - 20 mSv
Nieren-Szintigraphie: 0,7 mSv
Knochen-Untersuchungen: 2 - 4 mSv
Myokard-Szintigraphie: 7 - 8 mSv
Was ist ein PET-CT bzw. DaTSCAN?
PET (Positronenemissionstomographie): Schnittbilduntersuchung, die die Stoffwechselaktivität von Geweben darstellt. Häufig kommt hierfür das Radionuklid Fluordesoxyglucose (FDG) zur Anwendung. Dies beruht auf der Annahme, dass z.B. Tumorzellen einen erhöhten Stoffwechsel aufweisen und die Radionuklide sich dort anreichern. Häufige Indikation ist das Bronchialkarzinom.
DaTSCAN (Dopamin-Transporter-Szintigraphie): Dopamin-Rezeptor-Dichte lässt sich darstellen. Somit können Aussagen darüber getroffen werden, ob die dopaminergen Nervenzellen degeneriert sind oder nicht. Indikation: Basalganglienerkrankungen wie Parkinson. Es kann allerdings nicht zwischen Parkinson und Parkinson-Syndromen unterschieden werden.
Rotiert die Gammakamera um den Patienten?
Wie wird die Nieren-Szintigraphie genutzt?
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Das Spektrum der Nuklearmedizin
Wir sprechen heute im Klinisch Relevant Podcast mit Dr. Ellen Kozianka, Oberärztin im Marienhospital Herne, über die Nuklearmedizin.
Je nach Fachbereich der Medizin ist die Nuklearmedizin mal mehr, mal weniger präsent. Daher möchten wir euch heute die grundlegenden Prinzipien dieser spannenden Facharztrichtung näherbringen und aufzeigen, welche Erkrankungen bzw. Indikationen häufig den Gang zum Nuklearmediziner nötig machen. Außerdem haben wir für euch nachgefragt, welche verschiedenen Techniken genutzt werden und worin sie sich unterscheiden.
Viel Spaß wünscht euch euer Klinisch Relevant Team!
Welche Untersuchungen werden in der Nuklearmedizin durchgeführt?
Welches Grundprinzip liegt der Nuklearmedizin zugrunde?
Wie läuft eine Untersuchung ab?
Beispiel Schilddrüsenuntersuchung: Technitium wird venös appliziert. Nach 15 Minuten kann mit der ca. fünfminütigen Messung begonnen werden.
Knochen: Technitium ist an Phosphonat gekoppelt.
3-Phasen-Szintigraphien: Es werden Aufnahmen zu unterschiedlichen Zeitpunkten gemacht. 1.Phase: Direkt nach der intravenösen Gabe der Radiopharmaka. 2. Phase: Aufnahme nach 5 Minuten zeigt die Verteilung im Blut. Bei TEP-Lockerungen würde sich beispielsweise eine erhöhte Durchblutung um die Prothese zeigen. 3. Phase: Nach 2,5 Stunden erfolgt die Aufnahme des Skelettsystems. Dies dauert ca. 40 Minuten. Ist die Untersuchung gefährlich?
Da bekanntermaßen hohe Dosen an Radioaktivität schädlich sind, wird auch von den sehr geringen Dosen, die im Rahmen der Diagnostik genutzt werden, angenommen, dass sie schädlich sein können. Daher gilt das Prinzip: Patienten sollen der Radioaktivität so viel wie nötig und so wenig wie möglich ausgesetzt sein.
In der Diagnostik werden deshalb sehr geringe Dosen genutzt. Eine Schilddrüsendiagnostik führt beispielsweise zu einer Strahlungsbelastung von 0,9 mSv. In Deutschland liegt die natürlich vorkommende Strahlenbelastung bei 2,1 mSV jährlich.
CT Thorax-Abdomen: ca. 11 mSv
Traumaspiralen: ca. 15 - 20 mSv
Nieren-Szintigraphie: 0,7 mSv
Knochen-Untersuchungen: 2 - 4 mSv
Myokard-Szintigraphie: 7 - 8 mSv
Was ist ein PET-CT bzw. DaTSCAN?
PET (Positronenemissionstomographie): Schnittbilduntersuchung, die die Stoffwechselaktivität von Geweben darstellt. Häufig kommt hierfür das Radionuklid Fluordesoxyglucose (FDG) zur Anwendung. Dies beruht auf der Annahme, dass z.B. Tumorzellen einen erhöhten Stoffwechsel aufweisen und die Radionuklide sich dort anreichern. Häufige Indikation ist das Bronchialkarzinom.
DaTSCAN (Dopamin-Transporter-Szintigraphie): Dopamin-Rezeptor-Dichte lässt sich darstellen. Somit können Aussagen darüber getroffen werden, ob die dopaminergen Nervenzellen degeneriert sind oder nicht. Indikation: Basalganglienerkrankungen wie Parkinson. Es kann allerdings nicht zwischen Parkinson und Parkinson-Syndromen unterschieden werden.
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