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Herzlich willkommen im Podcast, der deine Finanzen zum Fliegen bringt.
In dieser Folge möchte ich mit dir über das psychologische Phänomen "Sunk Cost Fallacy" sprechen. Wörtlich übersetzt bedeutet der Begriff "Versunkener Kosten-Trugschluss". Bewertungen und Entscheidungen werden von dem beeinflusst, was man bereits investiert hat. In der Vergangenheit bezahlte Beträge, sozusagen versunkene Kosten in Form von Geld, Energie, Arbeitskraft oder Emotionen sind für zukünftige Entscheidungen nicht mehr relevant. Vielleicht kennst du den Spruch, dass "man gutem Geld schlechtes hinterherwirft". Bei uns Bayern sagt man auch, "du schmeißt mit dem Schinken nach der Wurst".
Ich möchte dir einige Beispiele für den Sunk Cost Fallacy beschreiben. Vielleicht erkennst du diese Falle sogar bei deinem eigenen Handeln und kannst sie abstellen. Erstens: bei Beziehungen. Oft bleiben Menschen in Beziehungen, egal mit wem und in welcher Situation, weil sie bereits sehr viel dazu beigetragen haben und deswegen nicht einfach die Reißleine ziehen wollen. Man schaut auf alles, was man in der Vergangenheit geleistet hat, und scheut sich, die Situation zu verändern. Genauso ist es auch beim Studium oder bei der Ausbildung. Viele setzen ein Studium fort, obwohl sie erkannt haben, dass der Weg falsch ist. Auch da verharren sie zu lange, weil sie bereits Mühe und Zeit investiert haben.
Das ist verständlich. Stell dir vor, du hast monatelang gebüffelt und dich durch Prüfungen hindurchgearbeitet, aber innerlich fühlst du, dass der eingeschlagene Weg überhaupt nicht zu dir passt. Auch im Beruf können Motivation und Erfolg schwinden, sei es als Angestellter oder als Selbständiger. Manche Menschen verharren in einer Selbständigkeit, obwohl sie nicht tragfähig ist. Sie haben sich einen Kundenstamm aufgebaut und die eine oder andere Schelle einstecken müssen, aber eigentlich stagniert das Unternehmen bereits seit geraumer Zeit. Aber was nicht wächst, das stirbt. Das Geschäft muss wachsen, um zum Beispiel einen Ausgleich für die Inflation erarbeiten zu können. Die meisten Selbständigen sind nicht in der Lage, ausreichende Rücklagen zu bilden. Und irgendwann kommt der Punkt, an dem man sich eingestehen muss, dass das eigene Handeln nicht erfolgreich ist. Man möchte selbständig sein, aber es funktioniert nicht.
Ein weiteres Beispiel ist die Investition in Geldanlagen, an denen du festhältst, obwohl sie nur eine Richtung kennen, nämlich nach unten. Das passiert auch bei Aktien immer wieder. Der Kurs sinkt und sinkt, das Pferd ist schon lange tot, aber trotzdem steigt man nicht ab. Schließlich ging es zwischendurch immer mal wieder nach oben. Aufgrund der Erfahrungen in der Vergangenheit redet man sich die Situation schön.
Ich habe es oft erlebt, dass Menschen in Weiterbildungen investieren. Sie möchten lernen, wie man mit Geldanlagen, mit Immobilien, Kryptowährungen oder NFTs Gewinne erwirtschaftet. Sie haben sich Wissen erarbeitet, Zeit und Energie eingesetzt, aber sie schaffen es nicht, ein Ende zu setzen, wenn sich keine Erfolge einstellen. Ihnen fehlt der Mut.
Das Phänomen der Sunk Cost Fallacy kommt in allen möglichen Bereichen vor, zum Beispiel auch bei der Werbung, die zu lange geschaltet wird, obwohl sie nachweislich nicht zu besseren Verkaufszahlen führt. Man will sich diese Tatsache nicht eingestehen, denn schließlich hat man viel Geld in einen Kurs investiert, um sich die Grundlagen von Werbung und Marketing beizubringen.
Vielleicht erkennst du dich in einigen dieser Beispiele wieder und bist an einen Punkt angelangt, an dem du spürst, dass das Kind in den Brunnen gefallen ist. Das Thema ist durch, und du kannst nichts mehr reißen. Du hältst jedoch daran fest, weil du die versunkenen Kosten nicht im Griff hast und siehst lediglich das, was du bereits alles hineingesteckt hast. In dem Moment, wo man die Reißleine zieht, gesteht man sich ein, dass alles umsonst gewesen ist. Diese Erkenntnis ist jedoch wichtig, um aus einem Fass ohne Boden ein konsequentes Handeln entstehen zu lassen.
Wie gehen wir mit dem Phänomen der Sunk Cost Fallacy um, und was müssen wir unternehmen, um nicht noch mehr Zeit, Hoffnung und Geld zu verschwenden? Du kannst es nur schaffen, indem du nicht mehr zurückschaust. Lass die Vergangenheit ruhen und prüfe, welcher Aufwand nötig ist, um in Zukunft ertragreich zu werden, und zwar ab jetzt! Du musst eine Entscheidung fällen.
Im Finanzbereich fällt eine Entscheidung leicht, weil sich die Situationen gut analysieren lassen. Wenn ich mit meinen Kunden die Geschäftszahlen durchgehe und dabei mein Finanzcockpit zur Hilfe nehmen, dann erkennen wir, woran es hapert. Die Fakten liegen auf dem Tisch, und sie zeigen ganz klar, wie sich die Dinge in Zukunft entwickeln werden. Fehler der Vergangenheit sind obsolet. Fakt ist, dass die Entscheidung leichter fällt, wenn man ein Kontrollmedium nutzt. Wenn es sich um eine Beziehung oder um eine Arbeitsstelle handelt, dann musst du genau prüfen, inwieweit die Situation in der Zukunft noch von Glück und Erfolg gesegnet sein wird. Werden deine Fähigkeiten im Arbeitsmarkt der Zukunft noch gefragt sein, oder sind sie eher anfällig? Wer könnte an meinem Stuhlbein sägen?
Wenn es die Beziehung betrifft, könnte es Sinn ergeben, Erfahrungen mit anderen auszutauschen. Bei den Finanzen ist das einfacher, denn dort spiegeln die Zahlen die Realität wider, und man lässt sich nicht so leicht von seinen Gefühlen beeinflussen. Eine Erkenntnis kommt schneller, wenn Fakten auf dem Tisch liegen. Gefühle kommen aus der Vergangenheit, und sie erinnern uns daran, dass wir Zeit, Geld und Emotionen investiert haben. Soll das etwa alles umsonst gewesen sein? Ich kann gut nachvollziehen, dass es sehr schwer ist, eine Entscheidung zu fällen. Aber es muss sein, denn sonst schmeißt du mit dem Schinken nach der Wurst. Guten Flug und bis zur nächsten Folge. Dein Michael.
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Disclaimer:
Aufschieben ist keine Lösung
Heute möchte ich dir eine persönliche Geschichte erzählen, die dir vielleicht bekannt vorkommt. Es geht um die Kunst des Aufschiebens.
Hast du dich jemals gefragt, warum wir manchmal erst einen Schmerz spüren müssen, bevor wir etwas verändern? Das ist leider ganz normal. Bei mir war das übrigens beim Thema Gesundheit der Fall. Wenn du mein Buch gelesen hast, dann weißt du, dass ich früher viel Sport gemacht habe. Ich habe Fußball und Tischtennis gespielt und Kampfsport trainiert. Der Sport war meine Leidenschaft, und ich habe ihn diszipliniert und regelmäßig ausgeübt.
Was können wir daraus lernen? Das Trampolin war gut gemeint von mir, aber es war nur ein kleiner Teil. Mir fehlte ein Gesamtkonzept, das für einen ausreichenden körperlichen Ausgleich zur Arbeit sorgt. Ich hatte meinen Körper durch das viele Sitzen vernachlässigt, und das musste ich wieder wettmachen.
Genauso geht es uns auch oft mit unseren Finanzen: Wir warten, bis es zu spät ist. Wir wachen auf, wenn wir bereits 45 oder 50 Jahre alt sind und denken, „ups, eigentlich müsste ich mehr für meine Altersvorsorge tun“. Natürlich ist es dann viel schwerer, weil nur noch wenig Zeit bis zur Rente übrigbleibt. Wir warten, bis der Druck steigt, bevor wir aktiv werden. Das verstehe ich, denn es ist menschlich. Wer jung ist, denkt nicht an die Altersvorsorge.
Ich habe auch schon davon erzählt, dass ich früher selbst viele Dinge aufgeschoben habe, weil ich dachte, dass der zukünftige Michael sich schon darum kümmern würde. Und überhaupt, das sei schließlich normal, und das machen doch alle so. Wir stecken in einer Komfortzone, und alles, was sich außerhalb befindet, erscheint uns kompliziert und anstrengend. In unserer Blase ist es gemütlich, dort haben wir uns eingeigelt. Dieses Phänomen habe ich in meinem Buch „Von der Wildsau zum Sparschwein“ beschrieben. Es ist so, als würdest du dir im Winter in die Hose pinkeln. Es hält dich eine Zeitlang warm, aber irgendwann lässt die Wirkung nach, und dann ist es schlimmer als vorher. Das müssen wir uns bewusst machen. Vielleicht hilft dir das.
Und weil ich diese Hürden kenne, weil ich weiß, dass die Leute oft in den Verpflichtungen ihres Alltags aufgehen. Deswegen habe ich das Versprechen abgegeben, dass man seine Finanzen mit zehn Minuten im Monat in den Griff bekommen kann. Und dieses Versprechen halte ich.
Und auch mein Sohn hat etwas dazu beigetragen, und dafür bin ich ihm unendlich dankbar. Er hatte nämlich drei Monate vorher begonnen, im Fitnessstudio zu trainieren, und ich konnte verfolgen, was in dieser kurzen Zeit alles möglich war. Ich dachte mir, „Mensch, Michael, drei Monate, das ist doch eine absehbare Zeit. Das geht doch eigentlich ruckzuck.“ Drei Monate konnte ich mir vorstellen, und was mein Sohn geschafft hatte, das musste auch bei mir möglich sein. Es ging mir danach nicht nur besser, sondern ich hatte anschließend sogar einen definierten Körper. Wer etwas auf sich hält, der achtet schließlich auf seinen Körper.
Meine Disziplin steigerte sich kontinuierlich, und schließlich bin ich fünfmal pro Woche ins Fitnessstudio gegangen. Ich bin mit meinem Sohn in eine Art Wettbewerb getreten. Vielleicht kennst du das. Es hilft und spornt uns an, wenn man ein Ziel gemeinsam angeht. Wenn ich nur dreimal pro Woche gegangen wäre, dann hätte ich länger gebraucht als mein Sohn, der schließlich fünfmal pro Woche trainiert hat.
Was möchte ich dir heute in dieser Folge mitgeben? Erstens ist es normal, dass man hin und wieder prokrastiniert, also Dinge aufschiebt. Wichtig ist, dass du irgendwann die Entscheidung fällst, etwas zu ändern, und zwar möglichst bevor dich ein Schmerz einholt. Wir wissen doch, dass es leichter ist, wenn wir es von vorneherein richtig machen. Denn „warten“ war der Schlachtruf der Dodos, und die sind ausgestorben, weil sie sich nicht angepasst haben.
Ergreife deshalb die Initiative und suche dir Vorbilder, die dich animieren. Gestalte dein Umfeld mit Menschen, die dein Ziel bereits erreicht haben, die sportlicher oder vermögender sind als du.
Um stets motiviert zu bleiben, abonniere doch einfach meinen Podcast, falls du es noch nicht getan hast. Und für diejenigen, die bereits abonniert haben: Lasst mir gerne eine Bewertung da. In diesem Sinne, einen guten Flug und bis zur nächsten Folge. Dein Michael.
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Flying Money - Immer genug Geld
Warst du schon einmal in einer Situation, wo du "ja" sagen musstest, obwohl du eigentlich "nein" sagen wolltest? Wo du faule Kompromisse eingehen musstest, zugunsten von unliebsamen Kunden oder Geschäftspartnern? Zugeständnisse dieser Art machen dich zu einem manipulierbaren Spielball. Das hat nichts mit Freiheit und Selbstbestimmung zu tun, die wir, gerade als Unternehmer, anstreben. Viele wollen gerade deshalb unternehmerisch tätig sein, um mehr Freiheit zu genießen und nicht nach der Pfeife anderer tanzen zu müssen. Ungute Situationen entstehen immer dann, wenn dir etwas fehlt, was ich „Flying Money“ nenne.
Ich möchte dir eine Geschichte aus meinem Leben erzählen. Auch mir ging es einmal so, dass ich ein Spiel mitspielen musste, das ich nicht wollte. 1995 habe ich mich selbständig gemacht. 15 Jahre lang ging alles gut, und ich habe nie daran gedacht, dass ich einmal Flying Money benötigen würde. Diese Einstellung entstand aus einem gewissen Grad an Selbstüberschätzung. Wahrscheinlich ist das sogar normal bei jungen, dynamischen Unternehmern. Ich gab mir Mühe, und es ist lange gut gelaufen. Ich habe keinerlei negatives Feedback erhalten, dass mich darauf aufmerksam gemacht hätte, dass ich etwas ändern sollte. Das gab es bei mir nicht. Eventuell auftauchende Probleme würde mein zukünftiges Ich ganz sicher lösen. Es gab die eine oder andere Angelegenheit, bei der so mancher Außenstehende kommentierte, "Michael, halt mal den Ball flach", aber ich machte mir keine Sorgen. Schließlich stieg mein Einkommen und es gab mir den Glaube, zukünftige Herausforderungen meistern zu können. Der künftige Michael Serve mit seinem weiter steigenden Einkommen wird schon dafür sorgen, dass alle Probleme gelöst werden.
Ich habe fast alles, was ich verdient habe, in mein Unternehmen und auch in mich selbst reinvestiert. Ich habe schöne Autos gefahren, zum Beispiel einen Porsche 911. Außerdem habe ich mich auf meinen Steuerberater verlassen. Auch der hat keinen Warnschuss abgegeben und mir versichert, dass alles gut sei. Damals hatte ich selbst noch kein Kontrollmedium, das mich gewarnt hätte. Was ist passiert? Ich hatte eine Steuerprüfung, die mich auf den Boden der Tatsachen zurückholte. Das Finanzamt schickte einen jungen Typen vorbei, und das Erste, was er zu mir sagte, war, "Ihr Unternehmer bescheißt doch sowieso!" In diesem Rahmen fand meine Betriebsprüfung statt. Das Endergebnis war, dass ich 80.000,- Euro nachzahlen musste, weil Rückstellungen nicht anerkannt wurden. Mein Steuerberater meinte anschließend nur, dass es schließlich auch hätte gutgehen können. Leider sind wir Kleinunternehmer nicht in der Lage, uns so souverän aus der Situation herauszuziehen wie große Unternehmen, zum Beispiel die Warburg Bank, die in den Cum-Ex-Skandal verwickelt war und deren Millionen von Olaf Scholz ganz nebenbei durchgewunken wurden. Mit uns Kleinen geht man nicht so großzügig um. Wir müssen dieses Spiel mitspielen.
Gegen diese Nachzahlung konnte ich nicht klagen. Ich konnte mich nicht wehren, weil ich die Kohle nicht hatte. Wenn du klagen willst, musst du einen Anwalt und Gerichtskosten bezahlen, und wenn du das nicht kannst, dann bist du gezwungen, das Spiel mitspielen. Eine Betriebsprüfung ist manchmal wie ein türkischer Jahrmarkt, denn es werden Zugeständnisse gemacht, die mir verloren gegangen wären. Hätte ich geklagt, dann hätte ich in Summe über 100.000,- Euro zahlen müssen. Du weißt sicher, dass die Mühlen der Justiz sehr langsam mahlen. Zunächst hätte ich also die 100.000,- Euro zahlen müssen, also 20.000,- Euro mehr als es die Forderung vorsah. Und als Zweites gab es keine Garantie, recht zu bekommen. Womöglich hätte sich die Klage über Jahre hingezogen. Keine Ahnung, ob ich diesen Kampf finanziell überlebt hätte.
Das heißt, der Staat hatte mich in seiner Hand. Ein junger Typ, der noch nie ein unternehmerisches Risiko eingegangen war, entschied über mein finanzielles Wohlergehen. Das war eine Initialzündung, und ich entschied, etwas zu ändern. Und daraus ist mein heutiges System entstanden, das dafür sorgt, dass ich kontrollierte Reserven aufbaue. Ich überlasse nichts mehr dem Zufall, sondern habe immer ein finanzielles Polster in der Hinterhand, das ich Flying Money nenne. Das Interessante ist, dass mein Kontostand seitdem stetig wächst und wächst. Logischerweise erhöht es auch meinen unternehmerischen Spielraum. Wenn du viel Geld hast, dann tut es dir nicht weh, wenn irgendetwas schiefgeht. Du verfügst immer über Mittel, um anzugreifen. Wenn du eine tolle Idee hast, kannst du sie sofort umsetzen. Du musst niemals wieder verpassten Chancen hinterhertrauern, die du nicht nutzen konntest, weil du nicht genug Geld hattest.
Ich möchte dir erklären, was ich unter Flying Money verstehe. Der Begriff hat drei Bedeutungen. Bedeutung Nummer 1: Flying Money beflügelt. Diese Beschreibung gefällt mir besonders gut, weil sie perfekt zu meinem Hobby, dem Fliegen, passt. Sicher kennst du den Schauspieler Humphrey Bogart aus dem Kultfilm Casablanca. Er erhielt den Titel „größter männlicher amerikanischer Filmstar aller Zeiten“. Es war das Jahr 1920, und Humphrey Bogart trug immer einen 100-Dollar-Schein bei sich. Das war damals natürlich viel mehr wert als heute. Der Geldschein erinnerte den Schauspieler immer daran, dass er keine Rollen annehmen musste, die ihm nicht gefielen. Das Geld symbolisiert die Freiheit, nein zu sagen.
Leider müssen viele Unternehmer Kompromisse eingehen. Sie müssen Dinge tun, die ihnen nicht gefallen, weil es ihnen an finanziellen Mitteln fehlt, um sie abzulehnen. Sie müssen ein faules Spiel mitspielen. Geld ist geprägte Freiheit, hat der russische Schriftsteller Fjodor Dostojewski einmal gesagt.
Als Zweites bedeutet Flying Money, dass es zu dir fliegt. Wie von Geisterhand ziehst du immer mehr davon an. Wer sich mit Geld beschäftigt, der hat auch welches. Wenn du ein richtiges System etablierst, dann kannst du nicht verhindern, dass das Geld zu dir flattert. Das bedeutet auch, dass es nicht zum Fenster hinausfliegt, sondern zum Fenster hinein.
Punkt 3 besagt, dass dich Flying Money flüssig macht und dass du immer genug Sprit im Tank hast. Das gilt sowohl für deinen privaten Tank als auch erst recht für den Tank deines Unternehmens. Dir geht der Sprit nie aus. Es geht nicht nur darum, zu arbeiten und zu investieren, sondern du kannst deine Rücklagen auch dazu nutzen, um abzubiegen und in einer schönen Gegend zu verweilen. Wenn du mit dem Flugzeug unterwegs bist, dann landest du, wenn dir danach ist und genießt den Moment.
Flying Money dient auch dazu, genug Geld zu haben, um anzugreifen oder um dir einen Vorsprung vor dem Wettbewerb zu sichern. Du kannst bei einer Kaufgelegenheit zuschlagen oder eine spontane Idee umsetzen. Du kannst jederzeit investieren, wie beispielsweise damals, als der Bitcoin aufkam. Chancen kommen, aber irgendwann sind sie an dir vorbeigezogen. Viele Möglichkeiten bleiben ungenutzt, und die Menschen trauern ihnen hinterher. Sie haben Ideen, aber ihnen fehlt das Geld, um sie umzusetzen. Genug Sprit im Tank, also genug Geld, das symbolisiert, dass du einem sorgenfreien Ruhestand entgegensehen kannst und nicht schlechter dastehst als deine Angestellten. Du bist gerüstet für die Wechselfälle des Lebens, für Marktrisiken und für Kunden, die nicht bezahlen. Eine Nachzahlung, die du nicht auf dem Schirm hast oder der Generalschlüssel, den der Mitarbeiter verloren hat, kann dir nichts anhaben.
Wenn du all das einfach aus dem Ärmel schütteln kannst, dann wirst du nicht in eine Abhängigkeit geraten. Du kannst unangenehme Situationen aussitzen und Probleme souverän lösen. Das bringt sehr viel Ruhe in den Alltag, und genau das wünsche ich dir. Guten Flug und bis zur nächsten Folge. Dein Michael.
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Damit du als Unternehmer sofort weißt, dass du finanziell frei wirst.
Warum haben viele fleißige Unternehmer keine finanzielle Freiheit? Schließlich bist du doch genau dafür angetreten? Es geht nicht nur darum, mehr Spaß zu haben, sondern der Spaß muss sich finanziell auszahlen. Am Ende muss sich die Arbeit lohnen, so dass für alle, für dich und für deine Lieben, gesorgt ist.
Ich habe bereits einige Analogien zum Thema Fliegen beschrieben. Eine davon war der tröpfelnde Tank. Er macht deutlich, dass du jedes Jahr einen Monat unbezahlt arbeitest. Eine zweite Analogie lautet, dass die meisten Unternehmer über kein Kontrollmedium verfügen, mit dessen Hilfe sie einfach und schnell ablesen können, ob sie auf Kurs sind oder welche Richtung sie nehmen müssen, um schneller ans Ziel zu kommen.
Stell dir das Cockpit eines Flugzeugs vor. Auf der Tankanzeige kann ich ablesen, wie viel Sprit mir noch zur Verfügung steht. Übertragen auf die Firma bedeutet das: Kann ich mir das, was ich vorhabe, leisten? Das passiert vielen. Sie investieren und merken anschließend, dass sie sich übernommen haben.
Es gibt auch den umgekehrten Fall. Viele bleiben unterhalb ihrer Möglichkeiten. Ich kenne viele Leute, die investieren könnten und auch sollten, sich aber nicht trauen, weil sie Angst haben, dass das Geld an anderer Stelle fehlen könnte. Es fehlt ihnen an Gewissheit und an einem Navigationssystem, das ihnen zeigt, ob sie auf Kurs sind.
Meist wird dann aus dem Bauch heraus oder nach dem Kontostand entschieden. Ist Geld auf dem Konto oder nicht? Wenn der Kontostand positiv ist, wird investiert. Manche handeln sogar innerhalb ihres Kontokorrents, das heißt, sie betrachten ihr Minus auf dem Konto als Spielraum, obwohl das sehr gefährlich ist. Zum Glück kannst du beim Flugzeug den Sprit im Tank nicht überziehen, und genau das solltest du auch mit einem Konto nicht machen. Davon bin ich überzeugt, denn das führt nur dazu, dass du die Bank zu deinem Boss machst.
Welche Folgen könnte es haben, wenn man aus dem Bauch heraus oder nach dem Kontostand und nicht nach den Fakten entscheidet? Stell dir vor, du hättest 30.000,- Euro auf deinem Konto. Du siehst diesen Betrag und denkst, du könntest bedenkenlos 20.000,- davon investieren, denn schließlich bliebe dir noch ein Puffer in Höhe von 10.000,- Euro. Es kommt, wie es kommen muss, eine unvorhergesehene Rechnung flattert ins Haus, beispielsweise über 50.000,- Euro. Du musst eine Corona-Hilfe zurückbezahlen oder eine Steuernachzahlung begleichen, irgendetwas, was ein Loch in deine Rücklagen reißt.
Im Nachhinein stellt sich heraus, dass du zu dem Zeitpunkt, an dem du die Kaufentscheidung gefällt hast, nicht 30.000,- Euro Plus auf dem Konto hattest, sondern tatsächlich ein Minus von 20.000,- Euro, denn schließlich hättest du die 50.000,- in Abzug bringen müssen. Du hast dich gnadenlos übernommen, weil du die Forderung nicht hast kommen sehen. Das ist schade, gerade bei dem großen Einsatz, den du bringst. Ich verstehe das, denn wir alle sind immer für unsere Kunden und für die Mitarbeitenden da und dann fehlen Zeit und Muse für die eigenen Interessen.
Als Unternehmer wollen wir Freiheit erreichen. Diese unternehmerische Freiheit riskieren wir, weil wir viel zu sehr für alle anderen da sind und unseren eigenen finanziellen Erfolg nicht ausreichend überwachen. Wirkliche Freiheit ist nur durch Kontrolle möglich. Und ganz ehrlich: Der Steuerberater schafft das nicht. Der dolmetscht nicht das, was nötig ist, damit du eine Entscheidung ableiten kannst. Wenn du Sicherheit haben möchtest für das, was du machst, dann musst du selbst die Kontrolle darüber behalten, dass du auf dem richtigen Weg bist.
Stell dir vor, ich sitze im Flugzeug, schließe die Augen und hoffe, dass mich der Flieger schon irgendwie ans Ziel bringen wird. Das funktioniert nicht. Eine gefühlte Temperatur ist etwas ganz Anderes als die tatsächliche Temperatur. Der Komiker Heinz Becker hat diesen Spruch der gefühlten Temperatur in den Alltag übertragen, nämlich mit dem folgenden Vergleich. Sagen wir, du hast tatsächlich fünf Bier getrunken, aber vom Gefühl her waren es nur drei. Also trinkst du noch zwei weitere! 😊
Wenn ich das Cockpit nicht im Blick habe, dann kann ich keine Rückschlüsse ziehen und Entscheidungen treffen. Ich erkenne weder die Chancen, um schneller ans Ziel zu kommen noch die Risiken. Ich verschenke automatisch Vermögen und zahle mehr Steuern als nötig. Du denkst, es wäre sehr kompliziert, deine Finanzen in den Griff zu bekommen? Nein, das ist es ganz und gar nicht. Mein Versprechen lautet, dass du maximal zehn Minuten pro Monat benötigst, um deine Finanzen zu kontrollieren. Du erkennst genau, ob du auf Kurs bist oder nicht. Du überblickst deine Überschüsse nach Steuern und kennst exakt dein Betriebsergebnis. Der Zufall wird als Faktor obsolet.
Hoffnung ist der Tod des Kaufmanns. Stell dir stattdessen vor, wie es wäre, wenn du deine Finanzen zu 100 Prozent im Griff hättest, wenn du die Sicherheit hättest, dass alles, was du machst, auf fruchtbaren Boden fällt. Nichts kann dir passieren, und nichts Unvorhergesehenes kann dich einholen. Wäre das nicht ein tolles Gefühl? Wenn du deine Zahlen und Fakten kennst, dann beruhen alle deine Entscheidungen auf einer richtig guten Grundlage.
Guten Flug und bis zur nächsten Folge. Dein Michael.
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Warum du einen ganzen Monat jedes Jahr verschenkst
Im Finanzvertrieb, einer Branche, in der ich groß geworden bin, wurde uns immer erklärt, dass es normal sei, eine Stornoquote von 8 Prozent hinnehmen zu müssen. Bereits abgeschlossene Geschäfte gingen aufgrund widriger Umstände wieder verloren. Beispielsweise kündigt ein Kunde seine Altersvorsorge, weil ihm die finanzielle Belastung zu groß wird. Im Finanzvertrieb gelten Haftungszeiten von bis zu fünf Jahren. Es sei normal, mit einem regelmäßigen Verlust von 8 Prozent rechnen zu müssen, lernte ich damals.
Als alter Mathe-Fuchs rechnete ich nach, und das Ergebnis war ein echter Game Changer. Wenn ich regelmäßig 8 Prozent meines Umsatzes verlieren würde, dann käme das einem ganzen Monat gleich, den ich unbezahlt arbeiten würde. Ein Jahr hat zwölf Monate, und ein Zwölftel entspricht rein rechnerisch 8,333333… Prozent. Einen Monat zu verschenken, ein Zwölftel meiner Zeit, das wollte ich nicht hinnehmen.
Manche Menschen rechnen nicht nach oder sind sich nicht bewusst, wie viel 8 Prozent ausmachen. Ich überlegte, was ich verbessern könnte, um zukünftige Stornokosten zu vermeiden. Das Ergebnis war die Verbesserung meiner Zielgruppe und ein System, das dafür sorgt, dass ein Vertrag bedienbar bleibt. Meine Stornoquote viel von 8 auf 0,1 Prozent. Die Arbeitsweisen, die ich mir dadurch angeeignet hatte, nutze ich auch heute noch. Ich musste nie wieder auf die Einnahmen eines ganzen Monats verzichten, und logischerweise habe ich zusätzlich noch meine Umsätze erhöht, weil ich begann, effizienter zu arbeiten.
In einer früheren Folge habe ich euch davon berichtet, wie ich, gemeinsam mit Uwe von Grafenstein, meine Außendarstellung restrukturiert habe. Auf einem Tagesworkshop, auf dem ich genau diese Geschichte mit dem verschenkten Monat erzählt habe, ist es nur so aus mir herausgesprudelt. Uwe sagte zu mir, „Michael, das ist der Hammer, das ist den meisten Menschen gar nicht bewusst, obwohl es doch so gut wie jeden betrifft.“ Er hat recht, denn bei jedem von uns gibt es Ineffizienzen, sei es im Privatleben oder in der Arbeitsweise. Und das bedeutet, dass auch du betroffen bis, womöglich, ohne es zu wissen.
Bei unseren Überlegungen zogen wir Parallelen zur Fliegerei. Die verschenkten 8 Prozent sind wie ein unbemerktes Leck in einem Tank, aus dem der Sprit herauströpfelt. Bei Unternehmern gibt es die Besonderheit, dass sie über gleich zwei Tanks verfügen, einen für die privaten und einen für die geschäftlichen Finanzen. Aus beiden läuft das Geld hinaus. Unternehmer, mit denen ich spreche, bestätigen mir sogar, dass sie regelmäßig mit Verlusten rechnen. Sie fällen ineffiziente Entscheidungen und handeln unrentable Verträge aus, die keine Früchte tragen. Sie werden von Steuernachzahlungen überrascht, oder es fehlt ihnen der Überblick über die eigenen Betriebsausgaben.
Ich frage sie dann, ob sie wissen, dass diese Fehler etwa 8 Prozent ihres Umsatzes ausmachen. 8 Prozent, das klingt nicht besonders viel, entgegnen sie meist. Wenn ich ihnen jedoch vorrechne, dass es sich um einen ganzen Monat handelt, den sie umsonst arbeiten, dann fällt ihnen die Kinnlade herunter. Damit haben sie nicht gerechnet.
Wenn die Einnahmen eines ganzen Monats wegbrechen, bleibt natürlich weniger Geld für Investitionen, Urlaub oder für die Altersvorsorge übrig. Ich kann mir gut vorstellen, dass es bei den meisten sogar mehr als 8 Prozent sind, die aus ihrem Tank herauslaufen. Es wird billigend in Kauf genommen, dass dieser Betrag einfach so wegfließt.
Es ist mir deshalb ein Anliegen, Bewusstsein für diese Erkenntnis zu schaffen. Das ist der erste Schritt. Niemand sollte diese Realität billigend in Kauf nehmen. Wir sind nicht Unternehmer geworden, um Geld zu verlieren.
Wäre es nicht geil, wenn du künftig nicht mehr einen Monat lang unbezahlt arbeiten müsstest? Wenn du das gewonnene zusätzliche Geld nutzen könntest, um schneller voranzukommen? Schau dich gerne auf meiner Webseite um, dort findest du eine Möglichkeit, um mit mir in Kontakt zu treten. Ich freue mich darauf, mit dir persönlich über das Thema sprechen zu können. Wir hören uns in der nächsten Folge wieder. Dein Michael.
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Das beste Produkt und die beste Dienstleistung nützt nichts, wenn die Verpackung nicht stimmt.
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Rückblickend waren nur drei der ersten Gespräche ausschlaggebend für meinen ganzen Erfolg. Obwohl ich Anfangs dutzende geführt hatte, die scheiterten. Und obwohl auch im Laufe der Zeit die meisten Versuche und Ideen scheiterten, hat es sich am Ende gelohnt. Danke an alle Kunden, die mir vertrauen.
Videoempfehlung, wie mein Leben animiert wurde,
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Egal, ob deine Mitarbeiter schlecht sind oder du ständig ausgenutzt wirst, weil du ein Helfersyndrom hast: beschwere dich nicht, dass andere dich ärgern, ausnutzen oder übervorteilt haben. Warum? Das erfährst du in dieser Podcastfolge.
Podcastempfehlung "Broken-Windows-Effekt": https://michael-serve.de/warum-dir-der-broken-windows-effekt-das-leben-schwer-macht/
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Was geht in uns vor, wenn unser Vermögen über Jahre in einer Aktie steigt?
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Es geht um eine gescheiterte Werbekampagne für Bud Light (Budweiser) von Anheuser-Busch, dem US-belgischen Bierkonzern, zu dem auch Marken wie Beck’s, Franziskaner oder Hasseröder gehören. Bud Light war übrigens bisher das meistverkaufte Bier in den USA.
Alissa Heinerscheid, Vizepräsidentin für Marketing bei Anheuser, äußerte sich vor dem PR-Desaster kritisch über das zu männliche Image der Marke Bud Light. Sie engagierte die Transperson Dylan Mulvaney für einen Clip über 49 Sekunden und damit nahm der Wahnsinn seinen Lauf.
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